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Hallo _vogelfrei,
schau mal hier: Eure schönsten Momente 💕. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Die Geburt der Kinder wurde schon mehrfach genannt. Die von meinen waren auch sehr besondere Momente, aber im Rückblick waren sie vor allem überwältigend und überfordernd für mich und ich konnte mit der Situation und all den intensiven Gefühlen gar nicht richtig umgehen. Meine Erinnerungen daran sind auch ziemlich verschwommen, aber vor allem die erste Geburt war sehr viel für mich und auch die ersten Wochen mit unserem neuen Baby.
Es war alles okay und doch lange nicht so, wie man sich das vorher vielleicht vorstellt… dass man vor Glück zerfließt und sofort instinktiv weiß, was zu tun ist und wie.
Für meinen Mann war es das dritte Neugeborene und dementsprechend gut war er mit dem Baby und allem drumherum. Mir ging es anfangs nicht so gut damit, schon die Schwangerschaft war ambivalent für mich gewesen und in diesen ersten Tagen und Wochen war ich oft sehr überfordert und auch, wenn ich ganz viel Liebe für unsere Tochter spürte, wusste ich oft nicht, was ich da überhaupt mache und fühlte mich wie in einem falschen Film. Ich hatte das Gefühl, dass mein Mann sofort eine Verbindung zu ihr hatte und auch ihre älteren Geschwister gingen von Anfang an ganz selbstverständlich mit ihr um, so als wäre sie schon immer da gewesen und hätte schon immer dazu gehört. Für mich war das anders und ich hatte deswegen innerlich große Angst, dass etwas mit mir nicht stimmen würde.
Besser wurde es erst, als mein Mann nach zwei oder drei Wochen wieder anfing zu arbeiten und ich viel Zeit alleine mit dem Baby hatte. Oft war ich auch verzweifelt, weil ich dachte, sie könne mich überhaupt nicht leiden und ich würde alles falsch machen. Mein Mann konnte sie immer sehr schnell beruhigen bzw. war sie bei ihm meist einfach sehr ausgeglichen und zufrieden, während sie bei mir viel weinte und brüllte und mir nervös und unruhig vorkam.
Ein kleiner Moment zwischen uns änderte das. Unsere Tochter wurde Anfang März geboren und es sollte der kälteste März seit Jahrzehnten werden. Es lag wochenlang Schnee und manchmal hatte es nachts -15°. Deswegen nahm ich auf unseren Spaziergängen nie den Kinderwagen, sondern hatte meine Tochter in der Babytrage unter meiner Jacke ganz warm eingepackt und lief mit diesem kleinen, brüllenden Wesen durch den verschneiten Wald. Manchmal weinte ich mit ihr, weil ich mich so ahnungs- und hilflos fühlte. Ich gewöhnte mir an, ihr (und mir) immer wieder zu sagen: „Wir schaffen das schon. Alles wird gut. Wir kriegen das schon hin. Ich bin deine Mama und wir werden das schon schaffen“. Irgendwann, als ich ihr das zum wahrscheinlich tausendsten Mal sagte, hörte sie ganz plötzlich auf zu weinen und sah mich ganz lange so ernst und intensiv an, als hätte sie mich nicht nur verstanden, sondern würde auch sagen wollen: klar, wir schaffen das schon. Und ich glaubte ihr.
Von da an wurde nicht alles auf magische Weise besser und einfacher, es gab noch immer viele Struggels durch die wir durch mussten, aber ich hatte das Gefühl, dass es zwischen ihr und mir anders und endlich richtig war, irgendetwas hatte sich verschoben und passte nun endlich zusammen. Das war ein sehr, sehr wichtiger Moment für uns, der vieles geändert hat.

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