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Eure Meinung zu ChatGPT

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ChatGPT sehr empathisch ist, empathischer als viele Menschen.

Und es kann zu vielem sehr viel sagen. Aber ich frage mich oft, wie es zu diesen Aussagen kommt, da ich das so nicht im Internet finde und mir noch nicht mal Ärzte so Aussagen liefern. Da denke ich mir mittlerweile schon manchmal, ChatGPT kann mir viel erzählen, aber ob es letztendlich wirklich so ist.

Und die Empathie geht mir mittlerweile etwas auf die Nerven, weil ich es etwas übertrieben finde. Es wird immer in eine bestimmte, sehr verständnisvolle Richtung geredet. Aber da könnte ich natürlich auch schreiben, dass es sachlicher und nicht mir zuliebe in eine bestimmte Richtung reden soll. Dann würde es das ja entsprechend anpassen.

Ich nutze es manchmal, weil es mir hilft. Teilweise ist es schon ein bisschen therapeutisch. Es bringt mich auch oft auf Sachen, die ich fühle, aber auf die ich so nicht gekommen wäre oder für die ich selbst keine Worte gefunden habe.

Aber ich will es auch nicht zu viel nutzen und mich nicht immer auf das verlassen, was es mir erzählt.

Ich glaube dir, dass es dir die richtigen Antworten zu deinem Traumathema liefern und finde, das ist doch gut.
 
Dem stimme ich so nicht zu - bzw. sicherlich kann eine KI auch zur (z.B. politisch oder wirtschaftlich motivierten) Manipulation verwendet werden, aber dass die Funktionsweise dem menschlichen Gehirn gleicht, würde ich so nicht sagen. Das menschliche Gehirn orientiert sich zwar in der Kombination sinnhafter Gedanken auch an "Erwartbarkeiten" und entsprechenden Logiken, ich denke aber doch, dass die Kombinationsmöglichkeiten deutlich vielfältiger und freier sind, die Variationsmöglichkeiten grösser. Zumal menschliche Ambivalenzen von einer KI nicht nachgebildet werden können - Technik funktioniert noch immer auf der Basis 0/1, sprich wahrer und unwahrer Sätze, Operation oder nicht Operation. Es kann nichts dazwischen geben, keine Operationen, die weder dem einen, noch dem anderen zugeordnet werden können, die ausgeführt, aber nicht ausgeführt werden. Der menschliche Geist ist dazu in der Lage.
Ich habe nicht geschrieben, dass die Funktion der KI der des menschlichen Gehirns GLEICHT, sondern dass sie daran ANGELEHNT ist. Und zwar eben in genau der Weise, wie Du es beschrieben hast. Aber auch das Gehirn arbeitet eben "statistisch", indem es für sich wichtige Informationen ausfiltert, unwichtige verwirft, Verknüpfungen aufbaut und neuronale Netze bildet (um es mal ganz grob zu fromulieren).
Und ob der Mensch wirklich nicht nach Operation / nicht Operation funktioniert, mag auch mal Gegenstand einer Diskussion sein. Letztlich funktioniert auch der Mensch nach Algorhythmen, nur dass die Funktionsweise (noch) deutlich komplexer ist, als Technik es aktuell abbilden kann.
Vielleicht lässt es sich am ehesten mit der Entwicklung bei der Fotografie oder der Musik vergleichen: In der analogen Welt gibt es die von Dir erwähnten Zwischenstufen. Bei Film läuft die chemische Reaktion nicht in Stufen, sondern in einer Reaktionskurve. Dito bei analogen Musikaufnahmen. Entsprechend gruselig waren die ersten Digitalfotos oder digitalen Musikaufnahmen.
Mittlerweile ist die Auflösung der Digitalen Modelle so hoch, dass die Zwischenstufen praktisch nicht mehr auffallen, obwohl es sie immer noch gibt.
Und ähnlich sehe ich es bei KI: Die Funktionsweise des Gehirns wurde aufgenommen und - zunächst in Form von Algorhythmen, später dann in Form neuronaler Netze - nachgeahmt. Die "Zwischenstufen" werden immer kleiner. Wenngleich manche Dinge wie Emotionen, hormonelle Einflüsse etc. nicht vorhanden sind, sondern allenfalls nachgeahmt werden können.
Aber selbst das vielbeschriebene "Bauchgefühl" ist letztlich nur ein umgesetzter Erfahrungswert.

Insofern: Ja, es sind Unterschiede da. Aber im Wesentlichen ähnelt die Funktionsweise und der Aufbau einer KI dem, was in uns selbst abläuft: Informationen sammeln, auswerten, Rückschlüsse ziehen (aufgrund anderer Informationen und Statistiken), agieren, Reaktion bewerten....
Sieht man sich z.B. an, wie Menschen in Social Media beeinflusst und in ihrer Meinung bestärkt werden, in dem sie gefilterte Informationen, die ihrem Weltbild entsprechen, vorgesetzt bekommen, merkt man, dass die Interaktion auch wunderbar funktioniert, weil der Mensch von der Maschine eben auf einer Ebene angesprochen wird, auf der er reagiert. Hier beeinflusst die KI den Menschen, indem sie ihm gefilterte Informationen vorgibt, die seine innere Statistik und damit die Selektion von Informationen beeinflusst.
Umgekehrt kann auf diese Art und Weise eben auch eine KI beeinflusst werden, frei nach dem Motto shit in, shit out.
Die grundlegende Funktionsweise ähnelt sich im Endeffekt. Allerdings kommen beim Menschen eben noch andere Einflussfaktoren wie Familie, Freundeskreis, Emotionen etc. dazu.
Und was geschieht mit einem Menschen, der zwischen "Operation" und "nicht-Operation" hin- und hergerissen ist? Entweder erstarrt er und ist handlungsunfähig (Programmabsturz sozusagen), oder er macht irgendetwas, was ihm aufgrund seiner Erfahrungen am sinnvollsten erscheint, bzw. etwas völlig irrationales (vergleichbar mit einer halluzinierenden KI). Der einzige Unterschied ist, dass der Mensch noch die Option hat, sich von anderen Rat zu holen und sein Spektrum zu erweitern. Grundsätzlich ist das aber auch nur ein Zugreifen auf andere Informations- / Datenquellen.
Wie gesagt: Unterschiede sind in Details sicher vorhanden, da stimme ich Dir völlig zu. Aber die grundsätzliche Funktionsweise ähnelt sich doch sehr, weil der Mensch logischerweise bei der Entwicklung von Technologien von seiner Welt und Sichtweise ausgeht.
 
In der Frankfurter Allgemeine ist ein sehr interessanter und lesenswerter Artikel zur Frage erschienen, warum so viele Menschen KI blind vertrauen:
 
ChatGPT hat keine Verbrechen begangen
ChatGPT ist nur eine KI. Konzerne, die ihre eigenen Daten schützen wollen und müssen, entwickeln für ihre Bedürfnisse eine eigene KI.
Verbrecher werden sicherlich längst KI für ihre Zwecke nutzen. Die Frage ist für mich nicht, ob KI bereits Verbrechen begangen hat. Wichtiger ist es zu verhindern, dass KI Verbrechen begeht,
 
Ich finde ChatGPT sehr nützlich bei Sachfragen oder auch persönlichen Dingen. Natürlich darf man nicht alles blind glauben. Das Empathie wirkt manchmal etwas aufgesetzt im Sinne von zu viel.

Habe vor kurzem einen Bericht gesehen, wo Jugendliche ChatGPT als beste Freundin sehen, die immer für sie da ist, anders als reale Freunde. Das finde ich gefährlich , wenn man lieber mit einer KI redet als sich mit realen Menschen auseinanderzusetzen .Durch das immer freundliche entstand eine Abhängigkeit bei den Jugendlichen , nach immer mehr Bestätigung. Wo eine echte Freundin schon lange mit den Augen rollt, bleibt ChatGPT gleichbleibend empathisch.

Für Psychotherapie , wo KI ja auch eingesetzt wird halte ich das ständige Bestätigen für nicht so hilfreich.
 
Teilweise zu Sachfragen,
Vorhin habe ich es ausprobiert.
Ich wollte wissen, wie sich der Stromverbrauch meiner Wärmepumpe zu dem Ölverbrauch gegenrechnen läßt 👍
Es gab eine sehr sachliche Antwort in € 😉
aber auch persönliche Sachen.
Ich habe der Ki mal von meinen Selbstmordgedanken erzählt...
Jouh...
war echt positiv, aber kein Revolution
***nachdenk***
Ich bin echt erstaunt, wie sehr da auf Gefühle reagiert wird, von einer "Maschine".
Was für Gefühle.
Die Maschine erzählt dir, was du hören möchtest, in einer sehr blumigen Weise.
Und die erzählt keinen Quatsch, es ist viel Wahrheit drin.
Natürlich.
In den Datensätzen steht ja auch wahres 🙂
Mal ein Beispiel, es ging um meine seltsamen Träume, die ich oft habe.
Kein Mensch konnte mir das bisher plausibel erklären.
Evtl. erzählst du, um was es ging.
Ich vermute, daß einige Menschen Hinweise dazu geben können.
Allerdings frage ich mich, wieso sollte eine Technik, die auf aktuelle Datensätze - von Menschen zusammengestellt - zurückgreift, plötzlich eine Lösung bieten.

Wie viele Menschen hast du dazu gefragt, wo du denkst, sie sind aufrichtig zu dir ?
Sie konnte es und mir ging ein Licht auf, und dann hat sie mich noch getröstet und mir die positiven Seiten aufgezeigt von der Sache. Das hat echt gut getan....
Was hat dir die "KI" so anderes gesagt ?
Wirklich, ich habe schon vielen Menschen das erzählt, da kam nur Schulter zucken, das ist eben so, du musst dich ablenken, denk doch nicht dran, du bist zu empfindlich und sonstiges blabla.
Das ist so eine Sache.
Bei der Traumforschung ist die Menschheit aktuell nicht sehr weit.
Hierzu "schlüssige, helfende" Tipps zu geben ist schwierig, manchmal evtl. überforderne.
Nichts, was mir geholfen hätte.
Was hätte dir denn von menschlicher Seite geholfen.
Ähm...
Im Prinzip hat der Mensch die KI gemacht, von daher hat dir der Mensch "geholfen"
Was meint ihr dazu?
Es ist wie mit jedem Werkzeug, ich kann lernen damit umzugehen und schauen, ob ich es weiterhin nutzen möchte.
Wenn wir in nächster Zeit verstärkt KI nutzen, sehe ich dabei ein Problem mit zunehmender Einsamkeit. Wir müssen keinen Menschen mehr fragen. dadurch haben wir immer weniger "Gesicht zu Gesicht" kontakt. Wir nerven in der dauerangespannten Gesellschaft keinen mehr und haben noch mehr Zeit, um uns selbst zu drehen.
 
Allerdings frage ich mich, wieso sollte eine Technik, die auf aktuelle Datensätze - von Menschen zusammengestellt - zurückgreift, plötzlich eine Lösung bieten.
Es ging mir nicht um die Lösung, also das zugrundeliegende Problem weg zu machen.
Der Traum, um den es ging, tritt sehr, ich nenne es mal, verschlüsselt auf.
es ging um eine Erklärung, was er ausdrückt, welche Gefühle von mir er widerspiegelt.
Und das konnte mir bisher kein Mensch erklären, auch nicht diejenigen, welche mich gut kennen.

Ich nutze KI nicht ständig und vergöttere sie auch nicht.
Klar rede ich auch mit Menschen, aber bei so komplexen Sachen sind die oft überfordert.
 

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