@cafard
Nein, so kann man das nicht stehen lassen. Sie wurde nicht erfunden, sondern sie hat sich erst aus heutiger Sicht - und damit meine ich eher die Entwicklung seit den 1960er - als schwarze Pädagogik als solche herausgestellt. Z.B. Alice Miller hat sie, glaube ich nie als solche bezeichnet, hat aber in ihren Büchern andere Wege der Erziehung aufgezeigt. Bei den ersten sog. Erziehungsratgebern ging es vorrangig um die physische Gesundheit der Kinder, die in der Arbeiterklasse teilweise unter erbärmlichsten Bedingungen geboren und, wenn sie denn überlebten, aufwuchsen.
Die Psychologie bekam erst mit Freud Anfang des 20. Jahrhunderts überhaupt Bedeutung. Anfangs auch nur im Adel oder in den höheren Schichten.
Ich will die alten Zeiten nicht schön reden, aber die Sichtweise auf Kinder hat sich in den letzten 200 Jahren doch beträchtlich verändert. Heutige Eltern und Großeltern haben nicht die Kriegserfahrung von deren Eltern und Großeltern in 2 Weltkriegen als Erwachsene machen müssen.
Ich hab meine Grossmutter noch im Ohr, dass sie von meinem Urgrossvater erzählte, dass sie als Kinder richtig heftig verprügelt wurden. Ich war immer froh, dass ich ihn nie kennengelernt habe, weil ich ihn schon als Kind als Sadisten empfunden habe.
Schwarze Pädagogik ist in meinen Augen ein absolutes No-Go! Aus heutiger Sicht zeigt sie vor allen Dingen Hilflosigkeit im Umgang mit Kindern. Da war Gewalt -egal in welcher Form - der einfachste Weg .