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Eure Erfahrung/Geschichten mit "Karma"

die idee von einem kharma ist wenig wertvoll.
andere modelle wären da interessanter und sinngebender.

e.
Auch mich würde es interessieren, welche anderen Modelle ohne den Karmagedanken "sinngebender" sein sollen.

Ohne Karma würde zB bedeuten: manche absichtlichen Kinderschänder, die ihre Taten im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte vollbracht haben, kommen ohne Strafe davon. Das kann wohl kaum "sinngebend" sein. Da halte ich den Karmagedanken für deutlich sinnvoller und verünftiger.

Eigentlich wünscht sich doch jeder vernünftige Mensch die Gerechtigkeit, die durch den Karmagedanken ausgesprochen wird, oder?
 
❤Bender♫♪;2432882 meinte:
Nicht unbedingt.
1. Wer bewertet was gutes oder schlechtes Verhalten ist?
2. Du kannst ja z.B. Dein Kind von klein auf dazu erziehen böses zu tun, ohne dass es eine wirkliche Chance hat sein späteres handeln in Frage zu stellen. Wenn es dann böses tut, auf wessen Konto geht das negative Karma, dass Dein Kind im Leben anrichtet?
3. Noch komplizierter: Ein König schickt Soldaten in einen Krieg gegen hungernde Barbaren, die plündern weil sie kaum mehr zu Essen finden. Die Soldaten verletzen aus versehen Unschuldige. Wer bekommt das negative Karma, die Barbaren, der König oder die Soldaten? Oder alle etwas?
4. Klassischer Fall von gutem Willen: Du schenkst einem Freund zum Geburtstag einen Nusskuchen. Der ist schon leicht angeheitert und beisst gleich zu weil er sich freut etwas zu Essen zu bekommen. Was Du nicht wusstest ist, dass er eine Allergie gegen Nüsse hat. Er liegt 1 Woche im Krankenhaus. Hast Du schuld, Dein Freund oder Niemand?
5. Unerwarteter Fall: Du hast einen kleinen lieben Hund, den Du immer an der kurzen Leine hältst. Eines Tages beisst der kleine Hund aber ein vorbeilaufendes lautes Kind und verletzt es schwer, da es auch noch unglücklich stürzt dabei. Wer ist schuld, Du, Dein Hund oder das Kind?
6. Selbstjustiz: Du tötest den Mörder Deiner geliebten Freundin, da er straffrei davongekommen ist, weil ihm die Tat nicht gut nachweisbar war. Du aber hast gesehen und weisst genau was er getan hat und möchtest dass er eine Strafe bekommt.

Das ganze Prinzip mit dem Karma hinkt doch vorne und hinten.
Ein Richter würde in jedem Fall ein Urteil fällen. 2 oder 3 verschiedene Richter würden in dem einen oder anderen Punkt schon verschieden urteilen denke ich.
Wie also soll man wissen wann und wo man Karma anhäuft, wenn man unmöglich das zugrundeliegende Gesetz kennen kann nach dem gerichtet wird?
So ähnlich ist es doch mit jeder Religion, die in Himmel und Hölle bzw. Belohnung und Bestrafung unterteilt.
Ab wann ist denn etwas gutes Verhalten und ab wann schlechtes?

Das Thema ist so interessant, dass ich noch etwas hinzufügen möchte:
Man könnte nun sagen, Jemand hat immer dann wirklich schuld, wenn er seine Tat einsehen kann udn sich auch schuldig fühlt. D.h. er genau weiß, dass er etwas schlechtes getan hat.
Nun ist es aber so, es gibt labile oder abhängige Menschen und wenn 2 oder 3 andere auf ihn einreden "Du bist an allem schuld!" - dann glauben diese das auch irgendwann.
Dass die Anderen dabei nur von ihrer Schuld ablenken wollen, kommt ihnen vielleicht nicht in den Sinn. D.h. selbst das Prinzip der Einsichtsfähigkeit kann niemals gerecht sein.
Wo ist das Problem?

Entscheidend ist das eigene Bemühen um das Gute, der Gute Wille. Es geht nicht um die Folgen des Guten Willens, die unter anderem von der Bildung, der Gesundheit, den kulturellen Gegebenheiten etc. abhängig sind.
 

Ohne Karma würde zB bedeuten: manche absichtlichen Kinderschänder, die ihre Taten im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte vollbracht haben, kommen ohne Strafe davon.

Das Kinderschänder bestraft werden, nennt sich Strafgesetzbuch, nicht Karma.

Ich habe einiges Gutes getan. Eigentlich müsste mich Gott persönlich dafür anbeten. Trotzdem erreiche ich keins meiner Ziele. Wo ist es denn hin, das Karma?
 

Ohne Karma würde zB bedeuten: manche absichtlichen Kinderschänder, die ihre Taten im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte vollbracht haben, kommen ohne Strafe davon. Das kann wohl kaum "sinngebend" sein. Da halte ich den Karmagedanken für deutlich sinnvoller und verünftiger.

Als Überlebender von Kindesmissbrauch bin ich es ziemlich leid, auch noch für ein sehr fragwürdiges Karma herhalten zu müssen! So als ob dieses VERBRECHEN eine Banalität eines Ladendiebstahl wäre!!! Auf deutsch! Es kotzt mich an!

Wenn man nicht so viel Grips in der Birne hat um ander Vergleiche zu finden, dann gibts auch kein Karma von mir. 😛
Seit wann kann sexualisierte Gewalt sinngebend oder eben nicht singebend sein! 😱 Wie sehr soll das noch verharmlost werden?
Ich kann Dir versichern, meine Täterschaft hatte Karma. Zumindest nach außen! Und GOTT, der vermeintliche Alleskönner, hat es null interesiert! NUL! Falls es den geben sollte.




.
 
[...]

Jedenfalls hinkt dein Verständnis von Karma vorne und hinten. Bei vielen (nicht nur dir) schwingt viel Un- und Halbwissen mit; das ist keine Grundlage für eine früchtetragende Konversation über Karma, sondern ist nur Wiederkäuen von weit verbreiteten Irrtümern.
Fünf von sechs deiner Fragen, wenn nicht alle sechs, ergeben sich fast schon mit einer Definition vom Kharmabegriff, die hier alle zu geben vermeiden, weil (so nehme ich an), keiner eigentlich weiß, wovon genau er da redet, wenn er selbst von Karma spricht.

Aber so ist das heutzutage. Jeder will ne Meinung über alles haben, egal ob man darüber was weiß oder nicht. Ein Dickicht an Meinungen 😀
 
Zuletzt bearbeitet:
Was bleibt ohne den KarmaGedanken?

Dass auch böses Handeln ungestraft bleibt - abgesehen von der relativen Strafe von seiten der Gerichte etc. Diese relative Strafe wird nie in vollkommenem Maße auf die Schuld reagieren können. Es bliebe immer ein ungestrafter Rest übrig. Dieser ungestrafte Rest hat das Potential, einen Menschen seelisch fertig zu machen - wenn er versuchen würde, ihn in sein Weltbild zu integrieren.

Der Frust vieler Menschen und ihre LebensUnlust etc. führe ich (auch) auf ihr hoffnungsloses Weltbild einer karmalosen Welt zurück, in der so manche Straftat "unbestraft" bleibt. Damit kann ein vernunftorientierter Mensch schlecht umgehen (leben). Es ist ein Bedürfnis der Vernunft, dass Böses bestraft und Gutes beloht wird. Wer die Hoffnung darauf verliert oder verweigert, riskiert seine seelische Gesundheit.
 
Habe ich mich auch schon mit beschäftigt.
Es kommt auch drauf an, wie man Schlechtes oder Gutes tut.
Geht es um alltags Kleinigkeiten, in denen man Gutes tut mag, dies einen positiven Effekt haben.
Weil man diese Einstellung und Gefühl sichtbar nach außen trägt und eben eine selbstzufriedene Grinsebacke ist. 😀
Geht es darum wirklich Gutes zu tun ohne hohle Worthülsen, hat das überhaupt keinen Effekt.
Wenn es so wäre, würde scheiße nicht oben schwimmen.
 
Habe ich mich auch schon mit beschäftigt.
Es kommt auch drauf an, wie man Schlechtes oder Gutes tut.
Geht es um alltags Kleinigkeiten, in denen man Gutes tut mag, dies einen positiven Effekt haben.
Weil man diese Einstellung und Gefühl sichtbar nach außen trägt und eben eine selbstzufriedene Grinsebacke ist. 😀
Geht es darum wirklich Gutes zu tun ohne hohle Worthülsen, hat das überhaupt keinen Effekt.
Wenn es so wäre, würde scheiße nicht oben schwimmen.
Handlungen, die nur gut aussehen sollen, besitzen keine wirkliche moralische Bonität. Darin sind wir uns einig.

Es ist meines Erachtens aber durchaus möglich, wirklich gut zu sein. Es gibt eine Alternative zur Heuchelei. Ich kann verstehen, dass man schnell frustriert (und in extremen Fällen verzweifelt) wird, wenn man überhaupt nicht mehr an die Möglichkeit des Guten glauben kann.
 
Karma. Nein, so wie der Begriff definiert ist, glaube ich nicht dass so etwas existiert. Aber ich halte es für erstrebenswert ein Gefühl in sich zu suchen, dass man im Einklang mit sich selber steht. Gut und Böse? Ich halte es für wichtig, erstmal zu erkennen, dass im Leben Grauwerte existieren und eben kein Schwarz oder Weiß.
 
Karma. Nein, so wie der Begriff definiert ist, glaube ich nicht, dass so etwas existiert. Aber ich halte es für erstrebenswert ein Gefühl in sich zu suchen, dass man im Einklang mit sich selber steht. Gut und Böse? Ich halte es für wichtig, erstmal zu erkennen, dass im Leben Grauwerte existieren und eben kein Schwarz oder Weiß.
 

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