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Ethik befreiung in der Berufschule ?

In Ethik lernt man sozial blub usw.
Ich war da auch mal ein Jahr, als ich noch nicht getauft war.
Das hat mit Religion nichts zu tun und ist eben für die gedacht, die keiner Religion angehören, damit sie auch Unterricht machen müssen.

In meiner Grundschule gabs kein Ethik, hab mich da einfach von Reli befreien lassen...

Das was du als "sozial blub" bezeichnest, ist gerade in der heutigen Zeit ungeheuer wichtig. Was wir in unserer Gesellschaft seit Jahren erleben ist ein permanenter Werteverfall. Vor allem bei jungen Leuten kann man diese Entwicklung sehr gut beobachten.
Und deswegen sollte man Fächer wie Ethik oder Religion zu Pflichtfächern machen. Und ob due es glaubst oder nicht, in diesen Fächern kann man auch etwas lernen wenn man nicht getauft worden ist!

Cheney
 
Ich hab ja auch nichts gegen das Fach.
Aber wirklich ernst nehmen tun es die Schüler sowieso nicht.
Man kann ihnen alles mögliche erzählen, im Unterricht scheinen sie mitzumachen aber hinterher lachen sie nur darüber.
So wars in meiner Gruppe damals zumindest. Da waren fast nur Türken
außerdem, deshalb bin ich in Reli. Soll jetzt aber nichts heißen.
Nein bloss nicht...
Ich denke, die Kinder bzw Jugendlichen sind von vornherin schlecht von ihren Eltern erzogen worden. Es scheint ja nur so zu sein. Oder es ist der Einfluss ihrer....Mitschüler. Vor nichts mehr Respekt, das tut selbst mir manchmal weh.

Daher lohnt sich dieser Unterricht allein nicht wirklich, wenn er nicht ernst genommen wird. Wobei ich persönlich ihn interessant fand.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gast,

ich gehe davon aus, dass Du die anderen Antworten gelesen hast.

Ich vermute, dass Du Dich vom EthikUnterricht befreien möchtest. Möglicherweise hast Du auch wirklich gute Gründe dafür.

Wenn ich Recht habe - warum möchtest Du Dich vom EthikUnterricht befreien lassen?

Ich kenne diese Gründe nicht und deshalb will ich darüber nicht urteilen.

Aber ich möchte einiges positive zum EthikUnterricht sagen. Im Grunde sollte dies das wichtigste Fach überhaupt sein. Denn was ist wichtiger als die eigenen Handlungen, die man im Leben ausführt? Was ist wichtiger als der eigene Gebrauch der Freiheit? Was gibt Dir mehr Wert oder Unwert als Deine Handlungen und Deine Absichten?

Wer sich mit den Fragestellungen des Ethikunterrichts auseinandersetzt - und der Ethikunterricht bietet dazu ja die Möglichkeit - der bereitet sich damit ausgezeichnet auf das Leben vor. Denn im Leben kommen dann die Fragen:

Gehe ich auf die Konfrontation ein?
Wie verhalte ich mich in bestimmten Konfliktsituationen?
Was halte ich von Geld, der Euthanasie, von Gott......

Dass Ethikunterricht von vielen Schülern belächelt wird, ist schade. Vielleicht liegt es auch an der Art der Vermittlung. Würde man den Ethikunterricht dazu benutzen, ins Krankenhaus, auf Sozialstationen zu gehen, wäre es schon interessanter, weil die Schüler dann merken, dass Ethik sie unmittelbar berührt. Dass Einladen von Leuten in die Schule ist auch interessant (z. B. jemand, der das Konzentrationslager überlebt hat oder der im Krieg gewesen ist...).

mit herzlichen Grüßen
 
Ich hab ja auch nichts gegen das Fach.
Aber wirklich ernst nehmen tun es die Schüler sowieso nicht.
Man kann ihnen alles mögliche erzählen, im Unterricht scheinen sie mitzumachen aber hinterher lachen sie nur darüber.
So wars in meiner Gruppe damals zumindest. Da waren fast nur Türken
außerdem, deshalb bin ich in Reli. Soll jetzt aber nichts heißen.
Nein bloss nicht...
Ich denke, die Kinder bzw Jugendlichen sind von vornherin schlecht von ihren Eltern erzogen worden. Es scheint ja nur so zu sein. Oder es ist der Einfluss ihrer....Mitschüler. Vor nichts mehr Respekt, das tut selbst mir manchmal weh.

Daher lohnt sich dieser Unterricht allein nicht wirklich, wenn er nicht ernst genommen wird. Wobei ich persönlich ihn interessant fand.

Zunächst mal möchte ich EuFrank zu seinem hervorragenden Beitrag beglückwünschen.
Aber auch Freak hat eine ineressante Komponente bei diesem Thema angesprochen.
Denn sie hat vollkommen recht. Wertevermittlung und das erlernen von sozialem Verhalten beginnt schon im Elternhaus. Leider müssen wir seit Jahren einen rapiden Werte und Moralverfall nicht nur, aber vor allem, bei unserer Jugend feststellen. Das fängt schon damit an, das nur noch die wenigsten Eltern Sonntags mit ihren Kindern einen Gottesdienst besuchen.
Heutzutage werden über Religion eher dumme Witze gemacht, als sich ernsthaft damit auseinander zu setzen.
Wer wenn nicht die Eltern können ihren Kindern wichtige gesellschaftliche Grundwerte vermitteln? Aber in Zeiten in denen es sogar von ranghohen Politikern (ich denke da an einen Ex Kanzler) als chic und geradezu legitim empfunden wird sich möglichst oft scheiden zu lassen, kann einem eigentlich nur Angst und Bange werden.
Schulfächer wie Religion oder Ethik sollten meiner Meinung nach zu Pflichtfächern ernannt werden.

Cheney
 
Hallo Cheney,
Eltern sollten viel mehr vermitteln was für Werte es gibt. Sie sollten viele Dinge mt ihren Kindern machen; gelengentlich z.B. in die Kirche gehen, gemeinsam Bücher lesen (z.B. "Der kleine Prinz"), Gespräche bei den gemeinsamen Mahlzeiten führen etc. . Leider scheint das heute nicht mehr so oft vorzukommen, dass ein gemeinsames Leben stattfindet. Leider. Es gibt in Kirchen häufig Gospel-Gottesdienste; mit meiner kleinen Tochter war ich des öfteren dort. Am Schluß standen die Kirchbesucher dann auf und gingen singend durch die Kirche; mir war es peinlich mich dort anzuschließen, aber meine Tochter reihte sich selbstverständlich dort ein und machte mit (sie ist eher extrovertiert).
Nicht jeder mag in Kirchen gehen, aber ein breites Spektrum an sozialem Leben sollte jedem Kind vermittelt werden.
Von Ethik halten die wenigsten Jugendlichen heute etwas, nur wenn es ihnen nicht gut geht, bemängeln sie das asoziale Verhalten ihrer Mitmenschen. Wie sollen sie es denn aber lernen, wenn die Eltern sich nicht sozial verantwortlich verhalten haben? Vielen Eltern ist nicht klar wie groß ihre Verantwortung ist.
In den Schulen sollte der Ethikunterricht so früh wie möglich stattfinden.
Lieben Gruß
Beate
 
Hallo Beate,

das hast du sehr schön geschrieben. Um noch mal zum Thema Gottesdienst zurück zu kommen. Von den meisten Menschen werden Gottesdienste heutzutage als langweilig und Zeitverschwendung empfunden. Klar, man schläfft lieber Sonntags aus, wenn man am Abend zuvor wieder um die Häuser gezogen ist. So ist das leider heutzutage.
Aber zum Beispiel in meiner Gemeinde finden ganz oft Jugend oder Famillien Gottesdienste statt, die sogar von verschiedenen Jugendgruppen selbst organisiert werden. Und diese Gottesdienste sind alles andere als langweilig. Ein wenig Hoffnung macht mir auch die Tatsache das es der Papst schafft auf Weltjugendtagen hundertausende von jungen Menschen zu versammeln. Wenn ich an die gemeinsamme Eucharistiefeier auf dem Marienfeld in Köln zurück denke, habe ich jetzt noch Gänsehaut.
Was wir brauchen ist einfach ein Umdenken in unserer Gesellschaft. Nicht alles was heute als konservativ empfunden wird, ist auch gleichzeitig schlecht oder veraltet.

Cheney
 
Hallo Cheney,
da kann ich Dir nur Recht geben. Die Konfirmanden in unserer Gemeinde, gestalten einige Gottesdienste mit, recht unkonventionell - aber sie sind aus Überzeugung dabei. Die älteren und alten Kirchbesucher freuen sich wenn junge Menschen etwas beitragen, es ist eine Bereicherung für ALLE. Viele Pastoren öffnen die Kirchen heute im Hinblick auf "menschliche Verarmung", "Einsamkeit", "Hoffnung", ja das gesamte Spektrum des Lebens wird mit einbezogen. Ich gehe nicht oft in die Kirche, aber wenn ich dort bin, ist es für mich "Balsam für die Seele". Es liegt häufig auch an den Pastoren wie der Gottesdienst aufgenommen wird. Hier in "meiner" Stadt gibt es die Kirchennacht, in diesem Jahr wurde "Der kleine Prinz" im wechsel vorgelesen und dann von einer Baletttänzerin getanzt, die Besucher konnten aufstehen wann sie wollten, es waren sehr kleine Kinder dort und ganz alte Menschen. Die Athmospäre war unglaublich schön. Die Besucher konnten unter die Kirchenkuppel steigen, alles war mit kleinen Teelichtern beleuchtet - einfach ein sehr behütendes Gefühl was ich sehr mag.
Die Scheu in die Kirche zu gehen, sollte überwunden werden. Es gibt Gottesdienste, die ohne viele Riten abgehalten werden,- in denen es sehr menschlich zugeht. Es wird dort das gezeigt und gelebt, was heutzutage fehlt. Menschlichkeit.
Die Katholische Kirche liegt mir nicht so, da mir das Prozedere fremd ist (aufstehen, hinsetzen, hinknien etc.), aber es ist ja kein Zwang. Eine gegenseitige Akzeptanz ist wichtig.
Lieben Gruß
Beate
 
Hallo Beate,
ja die Nacht der offenen Kirchen kenne ich aus meiner Stadt auch. Eine sehr schöne Idee wie ich finde. Bei uns ist es leider so das die meisten Kirchen zunehmend tagsüber geschlossen werden. Das liegt daran, das in letzter Zeit sehr viele Fälle von Vandalismus in den Gotteshäusern gegeben hat. Wie ich finde ist das auch ein Zeichen für einen zunehmenden Werteverfall in unserer Gesellschaft.
Auch ich besuche nicht jeden Sonntag einen Gottesdienst. Aber trotzdem ist jeder Gottesdienst für mich eine wunderbare Erfahrung. Natürlich sind Gottesdienste meist geprägt von starren Abläufen. Aber gerade bei Jugend oder Familienmessen ist das meist nicht der Fall.
Und wenn man sieht mit wieviel Begeisterung und Enthusiasmus vor allem die Kinder dabei sind ist das umso schöner!
Du hast etwas sehr schönes geschrieben. "Gegenseitige Akzeptanz ist wichtig". Das sehe ich genauso.
Wenn jemand sagt das er mit Kirche absolut nichts am Hut hat, ist das vollkommen legitim. Aber dann darf derjenige auch nicht ständig, die Werte und Grundsätze welche die katholische Kirche für sich in Anspruch nimmt zu vertreten, aufs schärfste kritisieren!

Cheney
 

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