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ESC 2026

In 2 Tagen geht das Grauen los.
Mein Freund und ich werden es uns anschauen und ordentlich ablästern.😄
 

Hallo Kylar,

schau mal hier: ESC 2026. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Man kann's leider nicht anders sagen. Deutschland übertrifft sich mal wieder selbst darin, das absolut nichtssagendste Lied zu finden...
Ich habe mich noch gar nicht mit der deutschen Vorauswahl beschäftigt und kann zu den diesjährigen Liedern und Interpret*innen deswegen noch nichts sagen, aber so true was du schreibst @ms.cooper .

Für mich ist echt ein ziemlich schrulliges Phänomen, dass Deutschland ESC einfach nicht kann (- von ein paar Glückstreffern alle fünfzehn Jahre abgesehen, die mal ganz passable Punkte holen und eine bessere Platzierung landen). Ich selbst komme aus Exjugoslawien und dort ist der ESC DAS Allerallergrößte überhaupt und bedeutet den Menschen echt viel - und zwar ganz unironisch, weil es (- vielleicht abgesehen von Grandslam-Finalspielen von Novak Djokovic) das einzige Mal im Jahr ist, an dem"sie" (bzw. ihre Leute) sich zeigen können und eine Chance haben, positiv wahrgenommen zu werden. (Ganz vereinfacht und abgekürzt geschrieben.)

Jedenfalls ist der deutsche Vorentscheid jedes Jahr auf's Neue fast wie Zahnschmerzen, weil es für meine Balkan-Nase so unübersehbar auf der Hand liegt, dass Deutschland (ergo die Verantwortlichen) es einfach nicht checkt und selten das richtige Gefühl für den aktuellen ESC-Zeitgeist hat.

Aber auch blinde Hühner finden mal ein Korn, insofern gibt es manchmal doch bessere Jahre. Wir werden am Samstag auf jeden Fall zusehen und ich bin schon gespannt.
 
Ich selbst komme aus Exjugoslawien und dort ist der ESC DAS Allerallergrößte überhaupt und bedeutet den Menschen echt viel - und zwar ganz unironisch, weil es (- vielleicht abgesehen von Grandslam-Finalspielen von Novak Djokovic) das einzige Mal im Jahr ist, an dem"sie" (bzw. ihre Leute) sich zeigen können und eine Chance haben, positiv wahrgenommen zu werden. (Ganz vereinfacht und abgekürzt geschrieben.)

Ich habe ja eine Schwäche für die Region und liebe es, wenn in Landessprache gesungen wird, wie auch immer man sie gerade politisch korrekt nennt 😉 Leider singen auch Serbien, Kroatien & co. in letzter Zeit meist auf Englisch. Tose Proeski, Zeljko Joksimovic, Kaliopi etc. - das waren tolle Beiträge *seufz*
 
Puh, selten so eine miese Vorentscheid-Show gesehen und vor allem so eine unpassende Auswahl an Songs. (Unabhängig von meinem persönlichen Musikgeschmack und davon, dass das allesamt sicher coole Menschen und Musiker*innen sind, die viel Arbeit und Herzblut in ihre Auftritte gesteckt haben).

Der einzige, bei dem ich so ein bisschen ESC-Vibes spüre, ist wavvyboi. Alle anderen matchen (- meiner bescheidenen Meinung nach -) überhaupt nicht. Überhaupt nicht.
 
Jo, schwierig. Vom Hocker gehauen hat mich nix. Sara hat eine gut, kräftige und professionell geschulte Stimme. Das wars dann aber schon. Lied und Performance total langweilig und beliebig. Chanel Terrero hatte es drauf. Wir können nur Abklatsch, und das auch noch piefig.
 
Hilfe, wie schlecht und langatmig und belanglos kann man so eine Show eigentlich machen?
Hazel Bruggers Beiträge fand ich teilweise ganz lustig, aber ich mag sie und ihren arschtrockenen Humor auch richtig gerne. Davon ab einfach nur lahm, absolut überflüssige Interviews mit der internationalen Jury, dem Kommentator und den Sofa-Sitzer*innen. Ich frage mich echt, was das Ansinnen der Redaktion ist, die sich den Ablauf der Show ausgedacht hat. Wie bricht man die Zuschauer*innen möglichst effektiv? Wie beschert man ESC-Fans einen Abend, der zum Kopf gegen den Tisch knallen langweilig und ereignislos ist? Es gab neun, NEUN, Acts - wieso zur Hölle musste man das ganze so ziehen?
Wir haben parallel im Live-Stream den serbischen Vorentscheid geschaut und der war zwar richtig trashig, teilweise schlimm kontrovers, aber dafür halt auch mutig und kultig. Vor allem aber haben da alle so, so Bock drauf.

Und die deutschen Beiträge… ja, schade einfach. Ich fand viele der Teilnehmer*innen sympathisch und man konnte sehen, dass die alle viel Kreativität und Leidenschaft in ihre Musik stecken, aber auch hier habe ich nur Fragezeichen Richtung Castingredaktion im Kopf. Wieso wurden diese neun Beiträge aus sicher hunderten ausgewählt? Waren alle anderen noch…äh…unpassender?

Kein einziger passt so richtig zum ESC. Mein Mann und ich können uns an keine Auswahl erinnern, die so schlecht war. (Also nicht schlecht im Sinne der einzelnen Menschen und Songs, sondern einfach im Kontext des ESCs.)

Bela mit „Herz“: niedlicher Typ, beim Einspieler dachte ich, da kommt bestimmt ein cooler Banger, aber leider nicht, sondern eher Kiddy Contest-Niveau.

Dreamboys mit „Jeanie“: auch hier dachte ich beim Einspieler, sympathische Mädels und so wie du über ihren kreativen Prozess und ihren Song reden, kommt da bestimmt was Cooles. Aber dann war’s lauwarmer Feelgood-Kaufhaus-Pop, den man nach zehn Sekunden wieder vergessen hat. Gar kein Wiedererkennungswert, weder die Mucke, noch die Performance. Außerdem war die Tonqualität unterirdisch, man konnte kaum verstehen, was gesungen wurde und es war kaum zu glauben, dass da vier Leute an den Mikros stehen. Keine Power, total verwaschen. Entweder die vier Frauen hatten Pech mit der Technik oder die Komposition war einfach nicht sonderlich ausgereift.

Myle, Laura Nahr, Malou Lovis, Sarah Engels, Molly Sue: joah, kann ich gar nicht viel zu sagen, sicher sehr subjektiv welche dieser Songs und Musiker*innen man mehr oder weniger mochte oder als herausstechender wahrnahm. Mich hat keiner von ihnen abgeholt, allesamt Songs, die keine Playlist sprengen würden, aber bei denen ich niemals lauter drehen und mitsingen würde oder die gar so ins Ohr gehen, dass man sie nicht vergisst.
Und Kommentare wie von, glaube, Malou, sie selbst wäre ja eigentlich gar nicht so ne Person für den ESC, finde ich immer so oberdämlich, weil es für mich einfach das deutsche Problem wiederspiegelt à la „Wasch mich, aber mach mich nicht nass.“ Man will mitmachen, man will - natürlich - vorne mitspielen und hält sich auch für gut genug, aber zugleich grenzt man sich direkt vom ESC ab, weil was für ne peinliche Trash-Veranstaltung, nee, ich stehe da drüber und bin zu cool für, aber grade deswegen mache ich trotzdem mit, weil Europa hat bestimmt auf mich gewartet.“ Für mich einfach das Sinnbild des deutschen Zugangs und es von einer Teilnehmerin auch noch im Zuge der Vorentscheid-Show zu hören, finde ich einfach nur bescheuert.

Ragazzki: eigentlich ganz witzig, aber halt ziemlich peinlich einen deutschen Kombi-Verschnitt aus Tommy Cash und Käärija (- das „Ciao ciao ciao“ erinnert schon stark an dessen Song damals) zu bringen. Auch hier verstehe ich die Redaktion nicht und frage mich: wieso?? Einer der Typen hatte sogar eine Mütze in Käärija-grün auf. Will man die Leute unbedingt mit der Nase drauf stoßen, dass es ein Abklatsch aus mehreren Songs und Interpreten ist, die ESC in den letzten Jahren total gut verstanden haben und deswegen dementsprechend erfolgreich waren? Sagt dann irgendein Readaktionsfutzi: „Weißte was, nimm noch die Mütze und lass das Bühnenbild noch extra nach Tommy Cash aussehen, damit wirklich noch die allerletzten Zuschauer*innen sofort checken, was wir mit dem Song machen wollen.“?

wavvyboi: wie gestern schon geschrieben, der einzige bei dem ich Potential sah und das Gefühl hatte, dass es mit dem ESC so ein bisschen matcht. Wobei es für mich auch kein Lied war, bei dem ich sofort aufhorche. Bei mehrmals Hören bleibt es womöglich schon hängen und nachdem heutzutage im Vorfeld der ESC-Woche schon ganz viel über Socialmedia gearbeitet wird, um die Songs groß zu machen, hätte es womöglich sogar aufgehen können, aber letztlich auch kein Act bei dem ich jetzt voller Überzeugung gesagt hätte: jo, das kann was werden. Da war ich bei Abor & Tynna oder sogar Lord of the Lost (- die am Ende ja gar nichts gerissen haben) hundertmal optimistischer.

Jetzt ist es Sarah Engels geworden mit einer Nummer, die es so gefühlt schon hundertmal gab, nichts Neues, nichts Herausragendes, keine Message.
Meine erste Assoziation war zwar tatsächlich Helena Paparizou, die mit ihrem Song damals gewonnen hat, aber der war auch hundertmal eingängiger und obwohl ich ihn und generell so Dance-Nummern überhaupt nicht mag, habe ich den Chorus sofort im Kopf und könnte direkt mitsingen. Ich bezweifle stark, dass der Song von Sarah Engels auch nur einen Bruchteil dieser Wirkung hat und denke, dass er je nachdem, was die anderen Teilnehmer*innen so bringen, irgendwo in der Unbedeutsamkeit rund um Platz 20 landen wird.

Am meisten habe ich mich aber über den Zusammenschnitt der „schönsten ESC-Momente“ geärgert. Ja, die schönsten Momente aus deutscher und westeuropäischer Perspektive und wenn man bewusst alle Beiträge, die aus dem Osten kommen, komplett negiert und ausklammert. Wie arrogant und ignorant kann man das eigentlich machen?
Es wurden neben den deutschen Teilnehmer*innen nur oder fast nur westeuropäische Acts gezeigt, Abba, Brotherhood of Man, Johnny Logan, Celine Dion und von den jüngeren Alexander Rybak, Conchita, Mans Zelmerlöw und Nemo. Jamala war ungefähr eine Viertelsekunde zu sehen und Klavdia vom letzten Jahr, aber was ist mit Ell & Nikki, Marija Šerifović, Ruslana, Sertab oder Riva? Sowas verstehe ich nicht, so ne Compilation wird doch nicht von einer Einzelperson zusammengestellt, da müssen doch mehr Menschen draufgucken, die wissen, dass der ESC nicht am nicht mehr existenten eisernen Vorhang endet und genau das der Sinn der gesamte Veranstaltung ist. Im live gesungenen Medley nochmal dasselbe.
Aber hey, immerhin haben es Moldawien, Rumänien und Polen in die Kategorie „kurioseste ESC-Momente“ geschafft. 👍 Dafür reicht es dann grade noch (- obwohl all diese Länder auch schon recht gute Beiträge hatten).
 
Gott war das schlecht.
Es ist ja immer schlecht, aber so schlecht war es noch nie.
Und dann auch noch mit Hazel Brugger, die ist bei mir sowas von unten durch, seit sie so auf die erstunkenen und erlogenen Vergewaltigungsvorwürfe gegen Luk Modrige aufgesprungen ist, um sich auf dessen Rücken schön zu profilieren.
Da war ich froh, wenn die Schöneberger gesprochen hat und das soll was heißen. Bei Brugger wurde demonstrativ auf Django unchained umgeschaltet.
Aber zwischendurch auch immer mal wieder. Bei diesem ganzen belanglosen, stinklangweiligen Gequatsche zwischendurch wäre ich sonst eingepennt.
3 Stunden Laufzeit machen aus einer Sendung nicht automatisch ein gigantisches Event. Da müsste man die 3 Stunden auch mit Unterhaltung und Qualität füllen.

Und die Acts mit Ausnahme von Molly Sue allesamt schrecklich.
Ich hatte teils das Gefühl, die können die Töne nicht treffen. Und die meisten von sich selber sooooooooo überzeugt und selbstverliebt. Wie wavvyboi seine Textzeile:
"You can hang me high, shoot me down
Burn me at the stake alive" beprisen hat, wie unglaublich deep und ausdrucksstark die doch sei.
Sowas hat man textlich schon 1000mal gehört, Bro.
Und dann war es so unemotional und unauthentisch vorgetragen. Wenn man so einen "heavy" Text singt, dann muss auch das Lied dazu heavy sein, kein generisches Pop-Nümmerchen.
Darüber singen, wie gerne man unangepasst ist und dafür die kommerziellste, angepassteste "Kunst"form wählen, die es auf diesem Planeten gibt...

Absolut unauthentisch. Genauso wie eine Sarah Engels, die versucht auf feurige Latina zu machen.
Das Kostüm sah aus, als hätte sie das aus der Reduziert-Ecke ausm Sexshop.
Und ihre "Tanzmoves", wenn man das Tanzen nennen will, waren so unbeholfen und auch schon 100mal gesehen. So "tanzt" eben jede Frau, die es schlicht nicht kann, aber anderen vormachen will sie könnte es.
Bisschen steif mit Popo und Hüften hin und herwackeln, kurz mal aufn Boden rollen, Beinchen in die Luft strecken und sich dann so elegant wie gerade möglich wieder aufräkeln. Dazu dann flackernde Light-Show, um dem Zuschauer vorzugaukeln, da wäre so etwas wie Bewegung und Esprit in der Perfomance. Und natürlich viel nackte Haut, damit es "sexy" wirkt.

Der Auftritt von Malou war für mich auch nur so ein vertonter Lesben-Softporno, nach dem Motto: "ich schlachte mal meine Sexualität aus, um mich beim queeren ESC-Publikum anzubiedern".
So unauthentisch und gestellt.
Mein Freund meinte schon zu Beginn der Performance: Um wieviel wollen wir wetten, dass die sich am Ende die Zunge in den Hals stecken?
Und klar, am Ende wurde dann natürlich geknutscht, damit es auch der Letzte checkt, der die gestellte Homoerotik im Auftritt eventuell noch nicht wahrgenommen hat.

Dieser Wonderland-Auftritt war auch schrecklich. Dieses "Was bin ich doch für ein verrücktes, aufgedrehtes Huhn"-Gehabe von Frauen, die irgendwie hipp und interessant wirken wollen, kann ich echt nicht ab und das hat diese Laura Nahr echt auf die Spitze getrieben. Dann noch mit diesem TikTok-Look, und wie sie mit diesem abgedrehten Gesichtsausdruck über die Bühne getänzelt ist.


Und die Ragazzkis , das wurde ja schon gesagt, offensichtliche Kreuzung aus Thommy Cash und Käärjia. Ich weiß nicht, ob das als Satire auf die beiden Acts gedacht war, aber wenn ja, hats Null gezündet. Aber bei der Originalität der Deutschen war es wohl wirklich eher so "Nehmen wir mal 2 Lieder, die letztes Jahr gut performt haben und schmeißen die zusammen. Dann muss da ja wieder gut werden".


Ich glaube dieses Jahr werd ich mal nen Buchmacher suchen und auf den letzten Platz für Deutschland wetten. Und ich sage auch voraus, es werden 0 Punkte.
Dann hole ich aus dem Elend zumindest ein paar Euronen bei raus.
 

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