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Es wird niemals besser

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Ich lebe im Dreck, kümmere mich nicht um mich selbst, bin seit mehreren Jahren schwer-depressiv und diese ganzen Therapien/Medikamente und Co. sollen doch zur Hölle fahren. Es wird so getan als ob das Patentrezepte wären und man im Falle keiner Resultate grundsätzlich selbst Schuld wäre. Oder man kriegt gesagt, dass man immer weitersuchen sollte.

Wozu? Erklärt mir das mal jemand ohne die üblichen 08/15-Bullshit. Ich bin sozial unfähig, bin zu dumm für alles und habe einfach kein Interesse mehr an irgendwas. Ich liege auf meinem Bett und starre die Wand an. Mein einziger Ausweg ist der Tod, denn lange mache ich das nicht mehr mit.

Es will auch keiner begreifen, dass es für manche Menschen keinen anderen Ausweg gibt. Immer wird der selbe Quatsch erzählt. "Morgen triffst du deine Traumfrau", "Morgen gewinnst du im Lotto", "Du hast eine tolle Karriere vor dir", "Du findest schon was das dich glücklich macht".

Warum kapiert niemand, dass man an diesen Dingen vielleicht ebenfalls kein Interesse mehr hat? Ist man so geistig gelähmt, als dass man sich das nicht mal vorstellen könnte?
 
Ich kenne das alles.
Es ist schwierig aus der Ferne irgendetwas für deine Situation dazu zu schreiben, ich möchte deswegen kurz etwas zu mir schreiben.

Ich habe irgendwann für mich erkannt, dass die Psycho-Industrie mir nicht helfen wird und helfen kann. Sie hatte für mich keinen Nutzen, sie hat mir sogar zeitweilig geschadet, ich hatte dadurch temporär mehr Probleme als ohne (die ich zwischenzeitlich allerdings wieder begradigen konnte). Ich hege keinen Groll oder mache irgendjemanden einem Vorwurf, für andere mag das tauglich sein und es mag sie weiterbringen, bei mir war es eben nicht so. Ich habe also irgendwann für mich verstanden, dass nur ich alleine mir helfen kann. Nur ich. Entweder ich ziehe mich ganz alleine irgendwie raus oder niemand wird es tun und es wird nicht geschehen. Ob das fair ist, ob das gerecht ist, spielt keine Rolle. Dazu kommt, dass ich im Tod letztlich niemals die Erlösung gesehen habe. Natürlich habe ich immer wieder daran gedacht, aber letztlich habe ich für mich so gedacht, dass mit dem Tod das ganze Ertragen des Leids vergebens gewesen ist. Ich war soweit gekommen, habe soviele Jahre den Sch**ss mitgemacht nur um zu sterben und mit leeren Händen dazustehen? Dann hätte ich mir ja alles sparen können, das hätte ich ja schon viel früher haben können! Deswegen habe ich es nicht getan. Ich denke im Tod ist keine Erlösung, weil man auch dort kein Glück findet. Glück gibt es - wenn überhaupt - nur im Leben. Im Tod ist nichts, kein Leid, aber halt auch kein Glück. Man hat nichts davon tot zu sein. So jedenfalls meine Meinung.

Ich habe Sch**sse gefr*ssen ohne Ende, aber ich stehe heute - mehr oder weniger - ganz gut da. Gemessen an dem was ich Sch**sse gefr*ssen habe, denke ich, ich stehe sogar sensationell gut da. Quasi wie ein Ausnahmetalent. Es ist also möglich ganz, ganz unten zu sein und trotzdem wieder nach oben zu kommen. Das es viele nicht schaffen, ist klar, aber es bedeutet nicht, dass es eben nicht doch geht.
 
Du sprichst mir so aus der Seele.
Immer dieses 'irgendwann wird besser' oder 'du machst dir nur was vor, du kannst es' - was wenn man wirklich zum Scheitern verurteilt ist?
Denke genauso wie du und das seit Jahren.
 
Hallo,

kein Mensch ist zu dumm für alles.

Ich glaube auch nicht, dass man sterben muss, weil es keinen Ausweg mehr gibt.

Du hast schwere Depressionen und magst keine Medikamente mehr nehmen. warum? Hilft Dir nichts? Es gibt doch heutzutage eine Fülle von Antidepressiva, irgendetwas sollte Dir doch helfen. Warst Du schon ma in einer Klinik?

Ich selbst habe auch viele Jahre Antidepressiva genommen. mir hatte auch gleich das erste Medikament gehofen, was ich bekommen habe. Mir ging es damals auch sehr übel, mit Angstzuständen und Panikattaken, das war übel. Klar fand ich das Medikamente schlucken nicht so toll, mit Nebenwirkungen und so. Aber ich habe mir gesagt, will ich so ein mieses Leben weiterführen oder mir mit Medikamenten ein erträglicheres Leben gestalten. Ich habe mich für letzteres entschieden.

Auch Dein Leben ist etwas wert. Jeder Mensch hat das Recht zu leben, auch wenn er nicht der Norm entspricht. Es gibt sicher Menschen die traurig wären, wenn es Dich nicht mehr gibt.

Meinst Du nicht, dass es Dinge gibt, die Dir doch noch Spass machen könnten? Vielleicht hast Du ein Hobby an dem Du Spass haben könntest, ein Sport? Ich will Dich nicht dazu überreden, aber überlege doch mal ganz genau ob ein Haustier Dir nicht Hilfe bringen könnte. Dann hast Du Verantwortung, wirst gebraucht und hast jemanden der Dich mag. Mit einem Haustier, gerade mit einem Hund, bekommt man auch ganz leicht soziale Kontakte, auch wenn man nicht so "sozial fähig" ist.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du doch wieder Freude am Leben findest und dass es Dir wieder besser gehen möge!
 
Hallo, kein Mensch ist zu dumm für alles.
Doch natürlich. Das nennt man auch natürliche Selektion.
Ich glaube auch nicht, dass man sterben muss, weil es keinen Ausweg mehr gibt.
Genau, lassen wir die Leute einfach leiden. Und wenn sie dann vor den Zug springen, schimpfen wir noch weiter.
Du hast schwere Depressionen und magst keine Medikamente mehr nehmen. warum? Hilft Dir nichts? Es gibt doch heutzutage eine Fülle von Antidepressiva, irgendetwas sollte Dir doch helfen. Warst Du schon ma in einer Klinik?
Antidepressiva wirken nicht bei jedem Mensch und lösen auch keine innerlichen Verhaltensstörungen. Ja, ich war schon mehrfach in Kliniken. Jeder Besuch war ein einziger Fehler. Das ist Bloßstellung, nichts weiter. Ich hatte sogar entsprechender Versicherung Privatpatienten-Status mit Einzelsprechstunden etc.
Aber ich habe mir gesagt, will ich so ein mieses Leben weiterführen oder mir mit Medikamenten ein erträglicheres Leben gestalten. Ich habe mich für letzteres entschieden.
Ich will kein erträgliches Leben. Ich möchte gar kein Leben mehr. Das versteht nur niemand. Niemand begreift es, wenn man aussagt, dass man an Freundschaft, Hobbies und Arbeit kein Interesse mehr hat.
Auch Dein Leben ist etwas wert.
Das ist doch Unsinn. Kein Leben hat auch nur irgendeinen Wert. Genauso wie kein Mensch irgendwelche Ansprüche auf irgendwas hat. Weder auf Würde, noch auf Freundlichkeiten. Jegliches gesellschaftliches Miteinander beruht auf Freiwilligkeit, es ist kein universelles Gesetz.

Wenn ich mich also für wertlos halte, dann bin ich es auch.

Jeder Mensch hat das Recht zu leben, auch wenn er nicht der Norm entspricht.
Dann hat auch jeder Mensch das Recht zu sterben, auch wenn der Zeitpunkt vor dem natürlichen Tod liegt.

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Es gibt sicher Menschen die traurig wären, wenn es Dich nicht mehr gibt.
Gibt es nicht und sowas interessiert mich einen feuchten Scheißdreck. Ich lass mich doch nicht emotional als Geisel nehmen, nur weil andere Menschen so selbstsüchtig sind und mir sowas tatsächlich als Argument liefern wollen. Mehr als Egoismus steckt doch nicht dahinter. Denn wenn ich mich umbringen kann, dann könnte das auch dein bester Freund oder deine beste Freundin tun. Das macht euch allen Angst.

Meinst Du nicht, dass es Dinge gibt, die Dir doch noch Spass machen könnten?
Spaß, Spaß, Spaß. Das ist anscheinend das Einzige was Menschen interessiert?
Vielleicht hast Du ein Hobby an dem Du Spass haben könntest, ein Sport?
Nein, das habe ich schon lange aufgegeben. Ich habe keine Interessen mehr.
Ich will Dich nicht dazu überreden, aber überlege doch mal ganz genau ob ein Haustier Dir nicht Hilfe bringen könnte.
Kein Geld, keine Platz und keine Lust.
Dann hast Du Verantwortung, wirst gebraucht und hast jemanden der Dich mag.
Siehst du, auch du begreifst es nicht. Mich hat es noch nie interessiert ob mich jemand braucht oder ob mich jemand mag. Ich bin doch nicht wegen solchem Papperlapapp depressiv geworden. Ich ertrag einfach meine eigene Existenz nicht.
Mit einem Haustier, gerade mit einem Hund, bekommt man auch ganz leicht soziale Kontakte, auch wenn man nicht so "sozial fähig" ist.
Ich will doch gar keine sozialen Kontakte. Menschen nerven mich fürchterlich. Immer wollen sie irgendwas. Ich soll irgendwo sein. Ich soll mir irgendwas anhören. Ich soll irgendwas sagen. Ich soll Antwort geben. Sorry, kein Interesse.
Ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass Du doch wieder Freude am Leben findest und dass es Dir wieder besser gehen möge!
Ich wünsche mir, dass mich Nachts jemand mit einer Waffe bedroht und mich dann weigere der Person meine Wertsachen zu übergeben, wenn du verstehst (=
 
Du sprichst mir so aus der Seele. Immer dieses 'irgendwann wird besser' oder 'du machst dir nur was vor, du kannst es' - was wenn man wirklich zum Scheitern verurteilt ist?Denke genauso wie du und das seit Jahren.
Irgendwann kann man halt einfach nicht mehr. Irgendwann zerbricht man innerlich.

Ich denke im Tod ist keine Erlösung, weil man auch dort kein Glück findet. Glück gibt es - wenn überhaupt - nur im Leben. Im Tod ist nichts, kein Leid, aber halt auch kein Glück. Man hat nichts davon tot zu sein. So jedenfalls meine Meinung.
Ich gebe auch niemandem die Schuld, aber der Tod ist eine Form der Erlösung. Ich habe an "Glück" oder "Freude" wirklich kein Interesse mehr. Das sind alles Lügen.
 
Hallo,

es macht mich traurig, wenn ich das so lese.

ich verstehe durchaus was Du mit den Überfall meinst und ich hoffe, dass es Dir nie passiert.

Du hast nur diese eine Leben, nur diese eine Chance.

Ich bleibe aber dabei, dass niemand zu dumm zum Leben ist und von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.

Du hast doch im Leben bisher schon was erreicht. Du hast Dein Leben bis hierher mehr oder weniger erfolgreich, geschafft. Ich nehme mal an Du bist nicht mehr ganz jung.

Ich kann verstehen, dass Du übel unter Deiner jetztigen Situation leidest und so nicht mehr leben möchtest. Aber es muss doch irgendeine Hilfe auch für Dich geben? Was hattest Du denn bisher für Medikamente? Hattest Du schon mal Tavor? Das hat richtig rein. Ich hatte das bisher noch nicht. Aber bis meine Antidepressiva wirken braucht es immer eine Woche.
Die Medikamente lösen zwar Deine Probleme nicht, machen Dich aber ansprechbar für Hilfe. Dass Deine Therapien nicht gut waren, kann ich verstehen, leider gibt es viele unfähige Psychologen. Das habe ich auch erfahren müssen, viele machen es nur noch schlimmer. Ich hatte mal eine Neurologin, die hat mir sehr geholfen.

warum bist Du denn seelisch so kaputt? Hast Du endogene Depressionen oder sind in Deinem Leben so schlimme Dinge passiert? Was hast Du denn für Verhaltensstörungen? Magst Du darüber schreiben?

Ich hatte das Ganze vorhin schon mal besser und ausführlicher geschrieben, aber das ist wohl irgendwo im Nirvana verschwunden, jetzt weiss ich nicht mehr alles so genau, was ich geschrieben habe. Ich hoffe, es kommt trotzdem ein kleines bischen bei Dir an.

LG Zebrafellchen
 
AW: Es wird niemals besser ...

Hallo, es macht mich traurig, wenn ich das so lese.
Das habe ich schon tausend mal gehört. Mich nicht.
Du hast nur diese eine Leben, nur diese eine Chance.
Das ist doch Quatsch. Wir leben einzig und alleine um uns zu reproduzieren. Zu mehr ist der Mensch auch nicht gut. Der Rest ist nur Ablenkung bis man sich wieder reproduzieren kann. Darauf habe ich keine Lust.
Ich bleibe aber dabei, dass niemand zu dumm zum Leben ist und von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.
Habe ich auch so nicht behauptet. Ich bin aber trotzdem unfähig für mich zu sorgen und habe auch kein Interesse an irgendeinem Sozialleben oder Arbeit.
Du hast doch im Leben bisher schon was erreicht. Du hast Dein Leben bis hierher mehr oder weniger erfolgreich, geschafft. Ich nehme mal an Du bist nicht mehr ganz jung.
Dahinvegetieren kann jeder.
Ich kann verstehen, dass Du übel unter Deiner jetztigen Situation leidest und so nicht mehr leben möchtest. Aber es muss doch irgendeine Hilfe auch für Dich geben?
Warum sollte es? Die Pocken können wir bis heute nicht heilen.
Was hattest Du denn bisher für Medikamente? Hattest Du schon mal Tavor? Das hat richtig rein. Ich hatte das bisher noch nicht. Aber bis meine Antidepressiva wirken braucht es immer eine Woche.
Ich habe meine Antidepressiva mind. 5-6, teilweise 8 Wochen lang genommen. Citalopram, Cipralex, Zoloft, Agomelatin, Mirtazapin, Trevilor, Cymbalta, Elontril, Doxepin, Opipramol (zum Schlafen), ... müsste mal meine Liste rauskramen. Lithium Augmentation hatte ich auch schon. Ketamin und EKT wurde bei mir mehrfach abgelehnt. "Sie schaffen das schon so". Komisch, dabei wurde ich an drei verschiedenen Stellen mit einer Major Depression inkl. psychotischer Symptome diagnostiziert.
Die Medikamente lösen zwar Deine Probleme nicht, machen Dich aber ansprechbar für Hilfe. Dass Deine Therapien nicht gut waren, kann ich verstehen, leider gibt es viele unfähige Psychologen. Das habe ich auch erfahren müssen, viele machen es nur noch schlimmer. Ich hatte mal eine Neurologin, die hat mir sehr geholfen.
Die Medikamente haben bei mir Schwindel und Übelkeit ausgelöst, mehr nicht. Ist wohl genetisch, P450-Protein.
warum bist Du denn seelisch so kaputt?
Frag mich das mal. Ich wachte eines Tages einfach depressiv auf und dann ging das nicht mehr weg. Ich war schon als Kind komisch, wurde da schon teilweise isoliert. Wobei sich das dann besserte. In meiner ersten gymnasialen Klasse wurde ich zuerst gemobbt und fand keinen richtigen Anschluss. Mit dem Mobbern freundete ich mich dann sogar noch an. Mit Frauen machte ich keine Erfahrung. Eine Klasse musste ich wiederholen. In der neuen Klasse habe ich mir selbst nichts mehr anmerken lassen und nur oberflächliche Freundschaften aufgebaut. Sobald ich mein schlechtes Abi in der Tasche hatte, brach ich jegliche Kontakte sofort ab. Irgendwann ist man nur noch verbittert. Davon abgesehen kann ich mich einfach nicht selbst organisieren und habe auch einfach keine Lust dazu. Das Lustige ist, dass ich sozial gesehen einen eher positiven Hintergrund hatte und wir alle in unserer Familie eher überdurchschnittlich Intelligent sind. Trifft auch auf mich zu (hatte auch diverse Tests in Kliniken), aber ich kann es nicht nutzen. Permanente Kopfschmerzen, Konzentrationschwierigkeiten, ... Ist alles sinnlos.
Hast Du endogene Depressionen oder sind in Deinem Leben so schlimme Dinge passiert?
Manche Sachen hätte ich nicht tun sollen, aber unabhängig davon ist nichts passiert außer den Dingen da oben. Meine Depression ist schon intrinsisch. Es hat nicht einfach was mit einer falschen Perspektive oder so zu tun. Sowas mag man ja tatsächlich durch eine Therapie behandeln können. So wie die Angst vor Spinnen o.Ä.

Mir brennen aber oft sprichwörtlich die Nerven in Armen und Beinen, wenn Leute z.B. freundlich zu mir sind. Dabei rede ich nicht über die Bäckerin oder den Kassierer, sondern irgendwelche Mitmenschen. Schlimm war es, wenn ich irgendwo mitgegangen bin und sich dann alle unterhielten und ich wieder mal verloren im Raum herumstand. Dann brauchte nur jemand zu lachen und ich zuckte vor Schmerzen zusammen. So wie die Geiseln von irgendwelchen Terroristen, die gar keine Anstalten mehr machen sich zu wehren, bevor man sie enthauptet. Genauso fühle ich mich dann. Es ist sowieso ohne irgendeinen tieferen Sinn. Es gibt kein Schlüsselereignis welches mich geprägt hat.

Und die Sachen die ich durchgemacht habe, machen weltweit Millionen Menschen durch ohne auch nur halbwegs depressiv zu werden.

Was hast Du denn für Verhaltensstörungen? Magst Du darüber schreiben?
Nicht wirklich. Es fängt mit meinen Gedanken an welche echt gestört sind, meinem menschenverachtenden Weltbild bis hin zu tatsächlichen Handlungen. Meine Wohnung ist nicht einfach Messie-haft, sie ist dreckig. Wenn ich mal esse, was auch nicht häufig vorkommt, dann von dreckigen Tellern die voll mit Dingen sind die nicht raufgehören. Muss ich nicht im Detail beschreiben. Es ist einfach widerlich. So sieht auch der Rest meiner Wohnung aus.

Ich achte auch nicht mal ansatzweise auf mich selbst. Jede Woche starte ich einen neuen Versuch mich selbst zu erdrosseln. Es ist nur eine Frage des Trainings.
 
Hallo Gast,

Wenn ich das so lese muss ich sage, Du hast ja wirklich schon viel durch. Das Du mittlerweile tief verzweifelt bist, kann ich verstehen.
Aber bevor Du das mit dem Strick nochmal probierst,:mad: solltest Du auch wirklich erst nochmal alles ausprobieren. Eine EKT bringt in vielen Fällen wirklich Besserung, ist zwar wiederlich, aber wenn es hilft... Verstehen Deine Ärzte denn nicht, wie verzweifelt Du bist, nach all den Jahren und vergeblichen Therapieversuchen? Ist denen wirklich klar wie es Dir geht? Kannst Du nicht mal jemanden mitnehmen, der auch mal was über Dich erzählen kann und ein bischen Druck macht. Allein fühlt man sich doch dem Arzt immer so ausgeliefert und Du sagst mit Deiner momentanen Haltung sicher auch, dass alles sowieso egal ist. Daher müsste mal jemand anderes mitgehen. Hast Du da nicht jemanden?

Ein Teil Deiner Medikamente waren Beruhigungsmittel, die bringen Dich nicht weiter. Du brauchst was, was Dich aufputscht. Meine Antidepressiva konnten das, zumindest bei mir haben sie toll gewirkt. ich hatte Clomipraminhydrochlorid. Es soll zwar viel moderneres und besseres Zeug geben, aber mir hat das geholfen.
Deine Depression kommt wirklich einfach von innen, nicht weil Du die Welt irgendwie falsch siehst, dass ist nur die Folge davon.

Du schreibst, Du kannst nicht für Dich sorgen und nicht arbeiten. Das ist doch ganz natürlich mit Deiner Krankheit. Diese lähmt Dich natürlich überall und das ist nicht Deine Schuld. Die sehe ich momentan darin, dass Du nicht die richtige Therapie bekommst.
Auch, dass Deine Wohnung so aussieht ist klar. Du hast doch null Motivation. Und so schnödes Zeug, wie Hausarbeit, wer macht das schon gern, auch ohne Depressionen. Wenn Du die mal überwunden hast, wird das andere auch automatisch besser.
Unkonzentriert und verplant bin ich leider auch. Ich staune immer über andere, was die so an einem Tag alles schaffen können. Ich habe ADS, vielleicht Du auch? Dann kann man seine Intelligenz nicht so nutzen, auch nicht wenn man unterfordert ist. Dann hat man auch nicht nur gute Zensuren, sondern eher schlechtere, weil man sich langweilt und nicht aufpasst. Daher sicher auch Dein schlechtes Abi.
Mein Sohn ist auch ähnlich, er ist an Freundschaften mit anderen nicht besonders interessiert. Am besten kommt er mit älteren aus. War das bei Dir vielleicht auch so?

Warum erträgst Du es nicht, wenn mal jemand freundlich zu Dir ist? Warum tut Dir das körperlich weh? Hast Du dafür eine Erklärung?

Das man in einer Menschengruppe allein und verloren herumsteht kenne ich auch, aber das ist die persönliche Ausstrahlung. Wenn man kein Selbstbewustsein hat, wird man auch nicht wahrgenommen. Das ist leider so.

Aber wenn Du Menschen blöd findest und nicht mit ihnen kannst, dann ist der PC doch eine wahnsinnige Hilfe für Dich. Da kannst Du mit Menschen kommunizieren, musst Dich denen nicht persönlich stellen und wenn Dir jemand blöd kommt, musst Du es auch nicht persönlich nehmen, die kennen Dich ja nicht. So kannst Du wenigstens ein wenig Kontakte zu anderen haben, wenn Du das möchtest. Es gibt viele Menschen, die so denken, dass alle anderen sowieso doof sind.

Woher weißt Du, dass Deine Gedanken gestört sind? Du weisst doch gar nicht, ob andere Menschen nicht auch mal ähnliche Gedanken haben. Es sind Gedanken! Was tust Du denn gestörtes und menschenverachtendes? Tust Du damit anderen weh und schädigst sie? Machst Du wirklich sowas?

Gibt es wirklich gar nichts mehr, was Dir ein kleines bischen Freude machen würde? Ein schönes Lied, Sonnenschein, Schokolade...? Mich muntert manchmal ein nettes Lied ein bischen auf.

Du kannst mir auch eine persönliche Nachricht schreiben, wenn Du hier nicht alles offem schreiben möchtest. Dazu müsstest Du dich aber anmelden. Du kannst aber trotzdem weiterhin ganz anonym als Gast schreiben. Tu ich auch manchmal.

Naja im Moment kommt man warscheinlich nicht wirklich an Dich ran. Versuche doch bitte noch mal eine andere Therapie zu bekommen. Einen Versuch ist es doch wert.


LG Zebrafellchen
 
Warum erträgst Du es nicht, wenn mal jemand freundlich zu Dir ist? Warum tut Dir das körperlich weh? Hast Du dafür eine Erklärung?
Warum haben manche Menschen Angst vor Spinnen und andere essen wieder keinen Fisch?


Das man in einer Menschengruppe allein und verloren herumsteht kenne ich auch, aber das ist die persönliche Ausstrahlung. Wenn man kein Selbstbewustsein hat, wird man auch nicht wahrgenommen. Das ist leider so.
Ich habe aber auch einfach nichts zu erzählen. Wirklich nicht. Selbst wenn, meine Erfahrungen gehen niemanden etwas an.

Aber wenn Du Menschen blöd findest und nicht mit ihnen kannst, dann ist der PC doch eine wahnsinnige Hilfe für Dich. Da kannst Du mit Menschen kommunizieren, musst Dich denen nicht persönlich stellen und wenn Dir jemand blöd kommt, musst Du es auch nicht persönlich nehmen, die kennen Dich ja nicht. So kannst Du wenigstens ein wenig Kontakte zu anderen haben, wenn Du das möchtest. Es gibt viele Menschen, die so denken, dass alle anderen sowieso doof sind.
Ändert ja nichts daran, dass der Mensch Bedürfnisse hat. Soziale Kontakte, Nähe, Berührungen, ... Ich will das aber mental alles nicht. Es widert mich einfach an.

Woher weißt Du, dass Deine Gedanken gestört sind? Du weisst doch gar nicht, ob andere Menschen nicht auch mal ähnliche Gedanken haben. Es sind Gedanken! Was tust Du denn gestörtes und menschenverachtendes? Tust Du damit anderen weh und schädigst sie? Machst Du wirklich sowas?
Ja, ich habe anderen weh getan und sie geschädigt. Und zwar mit seelischen Folgen für das restliche Leben. Und wenn ich mir vorstelle meinem Gegenüber die Kehle aufzuschlitzen und dann in die Wunde zu treten, während dieser mir irgendwas begeistert erzählt, dann ist das augenscheinlich krank. So ticke ich aber.

Gibt es wirklich gar nichts mehr, was Dir ein kleines bischen Freude machen würde? Ein schönes Lied, Sonnenschein, Schokolade...? Mich muntert manchmal ein nettes Lied ein bischen auf.
Das ist gar nicht der Punkt. Mich interessiert "Freude" einfach nicht. Aber das scheint ja das Einzige zu sein was andere Menschen interessiert. Das suggeriert ja auch die Werbung. "Glück, Glück, Glück", "Freude, Freude, Freude". Was soll das? Ich verstehe es nicht einmal.

Naja im Moment kommt man warscheinlich nicht wirklich an Dich ran. Versuche doch bitte noch mal eine andere Therapie zu bekommen. Einen Versuch ist es doch wert.
Ich hab jetzt schon ambulant Verhaltenstherapie/Tiefenpsychologische Therapie gehabt, stationär analytisch. Mehr zahlt keine Kasse und diese Therapieformen waren an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.

"Wie ist es Ihnen letzte Woche ergangen?"

Einen Scheißdreck geht Sie das an denke ich mir da nur.
 

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