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Es macht keinen Spaß mehr arbeiten zu gehen

Raplife

Mitglied
Bin noch in der Ausbildung aber ich hasse es regelrecht, zur Arbeit zu gehen. Mir wurde am Anfang der Ausbildung sofort gesagt, dass T sehr speziell ist... einfach nicken und tun was er will. Aber mittlerweile geht's einfach nicht mehr. Ich werde jeden Morgen wach, kaum geschlafen und ich weiß, dass ich da wieder hin muss. Ich bin einfach so verdammt müde, jeden Tag aufs neue. Ich hab etwas gebraucht, war aber bei der Chefin und hab mit ihr geredet (die Frau ist echt einsame Spitze) und ich erzählt wie unwohl ich mich deswegen fühle. Sie sagte, dass sie das verstehen kann, ich mir aber "ein dickeres Fell" zulegen sollte, Ausbildungsjahre seien schlielich auch keine Herrenjahre. Ich bin wohl einfach nur zu sensibel, ich bekomme nicht mal den Mund auf wenn ich mal wieder Lack bekomme. Kleinste Fehler werden als weltbewegende Misstände dargestellt, immer muss ich wieder was ausbessern, nie ist etwas in Ordnung (andere Kollegen sind an sich zufrieden wie ich meine Sachen mache, nur eben T nicht und wenn es ihm nicht gefällt muss man es neu machen).
Dann wurde ich einmal "erwischt" wie ich auf mein Handy geguckt hab, ich wartete auf eine wichtige E-Mail und sofort schrie T rum, dass wir ja bei der Arbeit wären und so etwas gar nicht geht, telefoniert dann aber eine Woche später über eine halbe Stunde mit seiner Schwester über irgendwelche Vorbereitungen für einen Geburtstag, die 1. niemanden interessieren und 2. war er so laut, dass seine Bürokollegin sich einfach zu uns gesetzt hat, da sie nicht vernünftig arbeiten konnte. Er muss immer über jedes kleinste Detail seines Lebens reden und prustet sich so richtig auf, er ist wichtig - die anderen - und vor allem ich - nicht.
Er kommt einfach reingerannt, fängt schon 5m vorher im Flur an zu labern, erwartet wohl, dass wir ihm sofort unsere Aufmerksamkeit schenken, klatscht irgendwas auf den Tisch, rennt raus und redet noch am anderen Ende des Büros davon, was er jetzt genau haben will.

Könnte noch mehr so Sachen auflisten, aber das reicht glaube ich. Anfang hatte ich richtig Spaß an der Ausbildung, hab mich sehr fleißig angestellt, oft länger geblieben ect. aber jetzt kann ich jeden Feierabend kaum noch abwarten, möchte in den Pausen am liebsten vor die Tür. Meine Chefin fragte mich bei dem Gespräch auch, ob ich denn überhaupt noch Spaß an der Ausbildung hätte - was ich verneinte.

Ich hasse diese Person einfach so sehr, denn sie schadet mir nicht nur direkt, sondern auch noch indirekt. Wenn andere wegen ihm schlechte Laune bekommen wird diese an mir ausgelassen. Ich werde für Dinge verantwortlich gemacht, für die ich absolut gar nichts kann. Teilweise habe ich richtig heftige Magen-Darm Beschwerden, schlafen kann ich auch nicht mehr richtig. Ich möchte da nicht mehr arbeiten gehen.
 
Sie sagte, dass sie das verstehen kann, ich mir aber "ein dickeres Fell" zulegen sollte, Ausbildungsjahre seien schlielich auch keine Herrenjahre.

In gewisser Weise hat sie recht - das Leben hat sehr harte Seiten, die man nur durchsteht, wenn man sich ein dickes Fell wachsen lässt. Sehe es als Herausforderung und Training für spätere Situationen, gegen die Deine Jetzige nur ein Pubs ist.
Ich selbst wurde während meiner Lehrzeit auch oft von höherer Stelle schickaniert, aber ich wollte die Stärkere sein und habe mich nicht unterkriegen lassen - dazu war ich viel zu stolz 😉
Nach Beendigung der Ausbildung war es einfach - Schnee von gestern und vergessen und eine gute Übung für die Folgezeiten.


Dann wurde ich einmal "erwischt" wie ich auf mein Handy geguckt hab, ich wartete auf eine wichtige E-Mail und sofort schrie T rum, dass wir ja bei der Arbeit wären und so etwas gar nicht geht,

In vielen Branchen - ist ein Blick auf das Handy schon ein Kündigungsgrund - das solltest Du nicht vergessen.

telefoniert dann aber eine Woche später über eine halbe Stunde mit seiner Schwester über irgendwelche Vorbereitungen für einen Geburtstag, die 1. niemanden interessieren und 2. war er so laut, dass seine Bürokollegin sich einfach zu uns gesetzt hat, da sie nicht vernünftig arbeiten konnte.

Vorgesetzte verfügen über Privilegien, über die Dir kein Urteil zusteht - darüber entscheiden andere, inwiefern das mit seiner Position vereinbar ist

Er muss immer über jedes kleinste Detail seines Lebens reden und prustet sich so richtig auf, er ist wichtig - die anderen - und vor allem ich - nicht.
Er kommt einfach reingerannt, fängt schon 5m vorher im Flur an zu labern, erwartet wohl, dass wir ihm sofort unsere Aufmerksamkeit schenken, klatscht irgendwas auf den Tisch, rennt raus und redet noch am anderen Ende des Büros davon, was er jetzt genau haben will.

Wenn bekannt ist, das dies einer seiner charakterlichen Eigenschaften ist kann man nur eines - darüber schmunzeln.


Ich hasse diese Person einfach so sehr, denn sie schadet mir nicht nur direkt, sondern auch noch indirekt. Wenn andere wegen ihm schlechte Laune bekommen wird diese an mir ausgelassen. Ich werde für Dinge verantwortlich gemacht, für die ich absolut gar nichts kann. Teilweise habe ich richtig heftige Magen-Darm Beschwerden, schlafen kann ich auch nicht mehr richtig. Ich möchte da nicht mehr arbeiten gehen.

Nicht die Person schadet Dir, sondern Du selbst schadest Dir, weil Du ihm zu viel Beachtung und zu viele Gedanken schenkst.
Anfänglich hattest Du Spaß an diesem Job - der Job hat sich nicht geändert, nur Deine Einstellung und die kannst Du jederzeit wieder ändern, wenn Du nur das Positive an Dich heranlässt - alles andere kannst Du "wie ein nasser Hund" einfach abschütteln. Die paar Tropfen die zurückbleiben, trocknen und hinterlassen keinen "Juckreiz". 😉
 
Was würde dir denn "Spaß machen"?
Als Ungelernter für ein Butterbrot Hilfsarbeiterjobs machen?
Oder soziale Hängematte?
Du kannst nicht einfach hinschmeißen, weil dir eine Person unsympathisch ist.
 
Du bist in der Ausbildung und an deiner Stelle würde ich mich an Regeln wie Handyverbot in der Dienstzeit, strikt halten.

O.k., du kommst mit der einen Person nicht zurecht. Aber du bist nicht in der Position, diese zu kritisieren. Ob er jetzt viel labert, das kann dir egal sein.

Es geht in der Ausbildung um dich. Du musst einen guten Eindruck hinterlassen, du willst diesen Beruf lernen. Es kann dir egal sein, ob der Kollege ein Wichtigtuer ist und er dir total unsympathisch ist. Das ist alles nicht von Belang.

Du machst dir mit dieser Einstellung deine Ausbildung zunichte. Die Chefin ist gut, sagst du ja selber. Was höchstens möglich wäre, eventuell, wenn jemand anderes für die Ausbildung zuständig ist. Du brauchst ein dickeres Fell. So etwas, was du jetzt erlebst, kann dir immer wieder passieren.
 
Nicht leichtfertig hinschmeißen.
Zumindest Abitur oder eine abgeschlossene Ausbildung sind heutzutage wirklich nicht schlecht, vielleicht auch beides.

Danach kannst du frei entscheiden: Angestellt sein, selbständig, Studium, soziale Hängematte, Weltreise, andere Ausbildung usw.
Erfülle zumindest diese Mindestanforderung der Gesellschaft, eine gewisse Grundbildung erlangt zu haben.
Du schadest dir damit wahrscheinlich nicht und der Zeitraum ist auch überschaubar.
Niemand wird dich zwingen, danach jahrzehntelang in diesem Beruf zu arbeiten.
Ich würde die Ausbildung abschließen und danach ein paar Jahre in dem Beruf arbeiten, um Geld zu sparen.
Davon ausgehend kannst du wirklich frei entscheiden und bist flexibel und unabhängig, man wird dich nicht unterdrücken oder zu etwas zwingen können, wenn du schon ein bisschen etwas geleistet hast.
Dein Standing allgemein und dein Respekt vor dir selbst wird größer.

Das muss nicht richtig sein, vielleicht ergibt sich auch eine andere Gelegenheit, die attraktiver erscheint als die Ausbildung. Wenn es so ist, kannst du sie ergreifen. Hast du nichts in Aussicht, schließe die Ausbildung ab.
Ruiniere dir auf jeden Fall nicht deine psychische und körperliche Gesundheit, spätestens das ist ein Warnsignal.
Vielleicht bist du in einer anderen Abteilung, einer anderen Firma oder einem anderen Beruf besser aufgehoben.
Oder du bist noch nicht reif dafür, eine Ausbildung zu absolvieren. Denk mal über dich selbst nach.
 
Also bin ich als Azubi ein minderwertiges Wesen. Achso.

Ich finde nur die Kontraste krass, denn ich habe auch Kollegen, die mich fragen, wie ich bestimmte Probleme lösen würde, die mir geduldig Sachen erklären, mich mal "machen lassen" und die Wert drauf legen, dass ich selbstständig arbeite. Von denen kommt nicht dieses lächerliche Befehlsgehabe, da kommt kein "du darfst nicht denken, sei leise und tu was ich dir sage".

Der Beruf ist anspruchsvoll, viele nehmen nur Leute mit Abitur, weswegen mich dieses primitive rumgehabe noch mehr verwirrt.

Ich hab in der Zwischenzeit noch mal überlegt und mir ist klar geworden, dass es wirklich das dümmste wäre, wegen einem Lackaffen alles zu schmeißen.

Ich hab zwischenzeitlich sogar mal den Mund aufbekommen, als es mir dann zu viel wurde. Den Blick hättet ihr sehen sollen. 😀

Aber trotzdem nehm ich das noch immer alles mit nach Hause. Ich kann da nicht so wirklich von abschalten, es beschäftigt mich in irgend einer Weise doch noch.
 

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