Ich weiß es das ich Hilfe brauche und umso mehr einen guten Freund/ Freundin, die mich versteht. Andernfalls gehe ich kaputt. Gedanken darum kommen schon. Diese ganze Einsamkeit macht mich fertig - sie frisst mich auf.
Heute stand ich beim Süßigkeitregal (nur geschaut) und sah Mozartkugeln. Ich musste anfangen zu heulen. Weil ich an einem Bayernurlaub denken musste, mit meinen Eltern und das ich da geliebt wurde.
Ein neues Leben anfangen. Aber wo? Geboren bin ich nähe Dortmund. Dort habe ich eine für mich jetzt fremde Verwandschaft (die uns in den Jahren bie mehr besuchen kam) und jetzt, nähe Gießen. Hab ich nur meine Mutter. Ich mache mur da auch meine Gedanken. Wird alles so bleiben? Wird mich jenand besuchen kommen? Wenn ich hier bei mama in der nähe hinziehe.
Zieh ich zurück zur heimat (was glaub nie mehr passieren wird, hoffnung war noch wegen meinen Vater) dann denke uch sehr an meine Mutter. Und glaubt mir ich habe Asngst! Eines Tages die Nachricht zu bekommen.......
Das mit der Hilfe stimmt. Ich werde und nuss es machen! Mir sagte mal eine Frau "Das ich nur die negativen Seiten des Lebens" kenne. Und recht hat sie.
Als ich neulich beim Hausarzt war und er mich abseits meiner Erkältung fragte, wie es mir geht. Ja was empfand ich da? Das ich mal beachtet werde
Ruf einfach mal die Telefonseelsorge an und erzähle denen, wie es dir geht. Das ist genauso anonym wie hier und die haben doch viel mehr Ahnung oder Ideen, was du in deiner Stadt unternehmen kannst, um Freunde zu finden. Das hattest du schon mal geplant und ich verstehe auch nicht, warum du das bis jetzt nicht gemacht hast.
Ich glaube weiterhin, dass dir dein Vater nicht gut tut. Du suchst immer wieder Kontakt zu ihm und wirst durch sein liebloses, rücksichtsloses Verhalten immer wieder enttäuscht. Du sagst du willst ihn nicht ändern und kannst das natürlich auch nicht. Du musst dann aber auch lernen, mit seinen Eigentümlichkeiten zu leben, ohne dich jedes mal aufs Neue wieder darüber zu ärgern, dass er nur über eine Sache redet (Wurst), dich nicht versteht und Sachen ausplaudert, die du ihm im Vertrauen erzählt hast. Entweder du würgst ihn bei dem Thema ab oder du stellst auf Durchzug, aber immer wieder das gleiche Gedönse, er jammert er hat kein Geld aber kauft teure Wurstwaren ...
Und natürlich ist dir dein Vater nicht egal. Weil du immer noch davon träumst, dass es irgendwann wieder so wird wie früher, als ihr eine Familie wart. Aber die Zeit lässt sich nun mal nicht zurück drehen und es wird auch keine glückliche Familie werden, so hart das auch ist. Das ist völlig illusorisch. Du machst dir immer die gleichen Gedanken, warum er sich von deiner Mutter getrennt hat und warum er dich nicht geliebt hat.
Ich kann verstehen, dass dich das traurig macht und verletzt, wenn du ihm zum Beispiel erzählt hast, dass du niemandem zu reden hast, unglücklich und einsam bist und das wird dann durch den Buschfunk in der Familie weiter getratscht. Das finde ich absolut nicht o.k. aber dein Vater ist nun mal ein unsensibler Mensch, dem du anscheinend egal bist. Auch ist die Beziehung total einseitig, wenn du dich immer nur meldest. Und was soll das für eine Beziehung sein, bei dem jedes Telefonat damit endet, dass einer von beiden genervt einfach auflegt.
Und dann lässt er wieder dem Hass gegen deine Mutter freien Lauf, den er auch dir gegenüber nicht unterdrücken kann oder eher wohl nicht will. Du stehst dann zwischen den Fronten. Das tut dir doch auch nicht gut.
Ich denke, die Depression, die Einsamkeit lähmt dich im Moment.
Wenn du dich ändern wolltest, also wirklich ganz neu anfangen willst, könntest du erst mal nach einer neuen Arbeit suchen. Erst mal in den Regionen, die dir gefallen, oder deutschlandweit. Und wenn du einen neuen Job hast, dann musst du dir da natürlich eine Wohnung suchen und wenn du dann umgezogen bist, kannst du dich um Anschluss bemühen, über Vereine usw. was dir liegt. Das könnte eine neue, tolle Erfahrung werden, neue Leute kennen lernen, dem ganzen Mist bei dir den Rücken kehren usw. Das ist eine Möglichkeit, mit deiner Situation umzugehen. Ich denke, eine Veränderung würde dir auf jeden Fall gut tun.
Ich sage auch noch mal ganz klar: Freunde alleine werden dir nicht helfen. Du bist von deiner Kindheit so vorbelastet, du brauchst professionelle Hilfe! Ein Freund wird hier schnell überfordert.
Ich glaube aber allerdings wie gesagt nicht, dass du das im Moment alleine schaffst, falls du dich wirklich räumlich verändern willst, das ist ja auch nur so eine Idee. Du grübelst zuviel und kommst mit der Situation nicht zurecht.
Aber du musst diesen Schritt selber wollen, dir helfen zu lassen.
Alles Gute!