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Erzieherin ohne eigene Kinder

Bonsoir

Aktives Mitglied
Meine Schwester ist 26 und arbeitet als Erzieherin.
Sie war heute sehr niedergeschlagen und als ich sie darauf ansprach meinte sie, sie wird ständig schräg von der Seite angeschaut von anderen Müttern, weil sie selbst mit Kindern arbeitet aber selbst keine Kinder hat.

Die würde sagen, sie hat ja keine Ahnung, da sie selbst keine eigenen Kinder hat.

Ich finde das sehr unfair. Kinder sind ja nun kein Garant dafür, dass man ein super Erzieher oder eine super Erzieherin ist oder?
Warum haben die solche Vorurteile? Was denkt ihr? Seht ihr das auch so?
 
Ehrlich gesagt, ist es mir ein unbekanntes Problem. Ich der Kita in der ich mein Vorpraktikum gemacht hab hatten 3 von 4 keine Kinder, in der Kita meiner Tochter ca 1/3 keine.
Vielleicht auch mal dran denken, das die Erzieherausbildung zb in nrw mittlerweile 5 Jahre dauert ( 2 Jahre Sozialhilfen/ Kinderpflegerin etc, dann 2 Jahre Fachschule für Sozialwesen und 1 Jahr Berufspraktikum/Anerkennungsjahr).Viele andere Ausbildungen sind nach 2 -3, 5 Jahren abgeschlossen.
In der Ausbildung ein Kind zu kriegen denk ich ist nicht unbedingt sinnvoll, vielleicht möchte man danach auch erstmal mit beiden Beinen im (Berufs-) leben stehen, sowie eine dauerhafte Partnerschaft.
Also eigentlich nachvollziehbar das viele jüngere Erzieher ( noch) keine Kinder haben.
 
Hallo Bonsoir,
Es gibt mehrere Gesichtspunkte darüber nachzudenken, warum andere Erzieher oder Mütter sich so zu deiner Schwester verhalten.
Ich finde es schon wert da mal näher hinzuschauen.
Wenn man das Herz am rechten Fleck hat, ist es sicher möglich auch ohne eigene KInder eine herzliche Erzieherin zu sein.

Erst mal gilt es für deine Schwester, falls sie daran interessiert ist, mit dir zu beleuchten, welche Motivation die anderen Personen haben, sich so zu verhalten.
Was genau wird gesagt, worauf bauen sich diese Aussagen auf?
Um welche Verhaltensweisen geht es denn?

Man muß nicht zwingend selbst Mutti sein, natürlich macht diese Erfahrung viele Verhaltenssituationen bei Kindern nachvollziebarer. Hat deine Schwester denn Erfahrung als Babysitter oder so?
Theorie und Praxis sind schon sehr weit auseinander.

Deine Schwester hat diesen Beruf ausgelernt, sie wird wohl schon etwas Selbstvertrauen haben.
Natürlich ist es immer gut auch mal kritisch zu sich selbst zu schauen, doch sollte dies nicht in Selbstzweifel enden.

Vielleicht magst du mit deiner Schwester das genauer besprechen.
 
Ich finde das sehr unfair. Kinder sind ja nun kein Garant dafür, dass man ein super Erzieher oder eine super Erzieherin ist oder?
Warum haben die solche Vorurteile? Was denkt ihr? Seht ihr das auch so?

Ich hätte möglicherweise solche Vorurteile, wenn mir jemand mit seiner Aussage zu nahe tritt. Wenn ich mich vielleicht in einer hilflosen Situation befinde und mein Gegenüber da noch mit seiner Aussage oder seinem Anliegen an mich eins drauf gibt. Wenn mir mein Gegenüber "kluge" Ratschläge erteilt.

Hilft dir das bei deiner "Warum"-Frage?
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Schwester ist 26 und arbeitet als Erzieherin.
Sie war heute sehr niedergeschlagen und als ich sie darauf ansprach meinte sie, sie wird ständig schräg von der Seite angeschaut von anderen Müttern, weil sie selbst mit Kindern arbeitet aber selbst keine Kinder hat.
[...]

"Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens."

Ich wünsche deiner Schwester weiterhin viel Freude an ihrem sinnvollen und interessanten Beruf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es ehrlich gesagt absolut nicht schlecht, wenn Erzieher/Innen noch keine eigenen Kinder haben.
Denn dann fällt der ständige Vergleich fort und sie sind völlig offen für die Entwicklung des jeweiligen Kindes.
 
es gibt immer Dinge, die anderen an einem selbst nicht gefallen.... sind keine da, werden auch gern welche erfunden. ;-)
So ist die Welt, so funktionieren Menschen.
Wie bei allen sozialen Tieren entwickeln sich Gruppenstrukturen durch Zusammenschließen und Ausschließen, durch die Entwicklung oft unausgesprochener Konventionen. Wer denen in irgendeinem Punkt nicht entspricht, wird gegängelt, ausgeschlossen, gemobbt.
Unsympathisch, verletzend, aber Realität.

Es macht keinen Sinn, jetzt auf sachlicher Ebene zu schauen, ob Erzieherinnen mit oder ohne Kinder die besseren Pädagogen sind, denn darum geht es den Müttern nicht.
Denen geht es um Macht, um Hierarchie, um Gruppenstruktur.
Solche Eltern erlebt man als Erzieherin oder Lehrerin immer wieder. Es ist an einem selbst, diese Vorurteile zu widerlegen, indem man gute Arbeit macht.
Dickes Fell und Selbstbewusstseim helfen dabei.
 
Kann mir nicht vorstellen das diese Sache nicht eine Vorgeschichte besitzt. Es wird nicht einfach mal über eine Erzieherin gesagt, sie hätte keine Ahnung. Da muss ja wohl ein bestimmtes Thema und eine Diskussion, evtl. sogar eine etwas lautere Auseinandersetzung vorangegangen sein.
 
Meine Schwester ist 26 und arbeitet als Erzieherin.
Sie war heute sehr niedergeschlagen und als ich sie darauf ansprach meinte sie, sie wird ständig schräg von der Seite angeschaut von anderen Müttern, weil sie selbst mit Kindern arbeitet aber selbst keine Kinder hat.

Die würde sagen, sie hat ja keine Ahnung, da sie selbst keine eigenen Kinder hat.

Ich finde das sehr unfair. Kinder sind ja nun kein Garant dafür, dass man ein super Erzieher oder eine super Erzieherin ist oder?
Warum haben die solche Vorurteile? Was denkt ihr? Seht ihr das auch so?

Diese Mütter übersehen halt, dass Deine Schwester eine qualifizierte Ausbildung in diesem Beruf hat. Es hat ja auch nicht jeder Lehrer Kinder. Und nicht jede Mutter hat eine Ausbildung und weiß aber alles besser, obwohl sie es nicht besser weiß.
 
Vielleicht sollte ich fairerweise sagen, dass meine Schwester aus biologischer Sicht keine Kinder kriegen kann.

Nein, der Sache ist nichts voraus gegangen. Die haben da eine Mutter in der Gruppe, die gerne mal provoziert und intrigiert und die sagte dann zur Kollegin meiner Schwester: Na, ihre Kollegin hat ja gar keine Kinder. Wie will sie das dann einschätzen?

(Ging um eine Förderung, die ein Kind braucht)
 

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