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Gast
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Hallo zusammen,
ich habe mich gerad registriert, leider funktioniert der Login nicht, deshalb nun als Gast.
Also, ich bin bin 35 Jahre alt und staatlich anerkannter Erzieher. Außerdem habe ich eine abgeschlossene Ausbildung als Maler u. Lackierer, die ich damals im elterlichen Betrieb direkt nach der Schule absolviert habe. Sowohl in dem einen als auch in dem anderen Beruf bin ich nicht ganz freiwillig gelandet. Die Ausbildung als Maler war eher die Idee meines Vaters, da ich es damals versäumt habe mich rechtzeitig um einen Ausbildungsplatz zu kümmern, den Rest könnt ihr euch ja sicher denken.
Der Beruf des Erzieher war einige Jahre später dann letztendlich eine Notlösung.
Seitdem ich ca 20 Jahre alt bin sind Depressionen mein ständiger Begleiter, eine Umschulung nach der Maler u. Lackierer Ausbildung zum Groß-u. Außenhandelskaufmann musste ich deshalb abbrechen. Damals litt ich an starken Depressionen mit Panikattacken und konnte teilweise das Haus nicht mehr verlassen. Dazu kam die Alkoholkrankheit meines Vaters, später Trennung der Eltern, Tot wichtiger Bezugspersonen und Trennung von damaliger Partnerin. Alles zusammen für mich ein schweres Paket.
Ich bin nach einigen Jahren der Perspektivlosigkeit letztendlich Erzieher geworden, habe die Ausbildung mit einem Schnitt von 1,9 abgeschlossen und habe danach direkt eine Festanstellung gefunden. Eines kann ich jetzt schon mal vorweg nehmen, in 5 Jahren habe ich 5 mal selbstständig den Arbeitsplatz gewechselt, habe es nie länger als 1 Jahr bei einem Arbeitgeber ausgehalten. Gearbeitet habe hauptsächlich in stationären Einrichtungen des Jugendhilfe mit u.a. sexualisiert und gewalttätigen Jugendlichen mit Schicht/Wochenend- und Feiertagsarbeit, später dann in der ambulanten Jugendhilfe, in der Schulsozialarbeit und an einer Offenen Ganztagsschule an einem Gymnasium.
Der Beruf hat mich nie wirklich interessiert, dazu die zum Teil extremen Arbeitsbedingungen, kein Privatleben mehr, und eben die Erkrankung Depression. Diese ist in den Jahren im Beruf schlimmer und schlimmer geworden, so dass ich mir mehrere Auszeiten nehmen musste, also krank geschrieben war, um mich überhaupt mal ansatzweise erholen zu können.
In diesem Jahr habe ich endgültig das Handtuch geschmissen, bin seit einem halben Jahr krank geschrieben und habe bei der Agentur für Arbeit Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben beantragt. Nach diversen medizinischen - u. psychologischen Gutachten wurden mir diese auch bewilligt, ich kann also eine Umschulung beginnen. Im April habe ich außerdem eine ambulante Psychotherapie begonnen.
Mein Problem ist nun, dass ich mir mittlerweile unsicher bin ob es der richtige Weg ist nochmal bei 0 anzufangen. Oft stelle ich mir die Frage, ob ich nicht doch in den Beruf des Erziehers zurückkehren kann und sollte, wenn die Therapie mich dabei unterstützt. Gleichzeitig kann ich aber schon ausschließen, dass die meisten Arbeitsbereiche der sozialen Arbeit für mich definitiv nicht mehr in Frage kommen. Noch in diesem Monat beginne ich eine Maßnahme zu Berufsfindung. Leider habe ich überhaupt keine Ahnung, was ich beruflich machen will und kann, bin völlig Interessenlos. Außer Reisen, Sport und Gesundheit/Ernährung gibt es überhaupt nichts, was mich interessiert. Die Tendenz ging in Richtung Tourismus, habe aber Zweifel daran, ob eine kaufmännische Tätigkeit das richtige für mich wäre, was ich hoffentlich während der Berufsfindung herausfinde. Außerdem habe ich große Angst, dass ich wieder in diese Situation komme wenn ich einen Beruf ausübe, den ich nicht mit Herzblut mache.
Vielleicht gibt es hier Leute die in einer ähnlichen Situation sind oder waren?!
Ich würde mich über einen Austausch und Meinungen freuen!
ich habe mich gerad registriert, leider funktioniert der Login nicht, deshalb nun als Gast.
Also, ich bin bin 35 Jahre alt und staatlich anerkannter Erzieher. Außerdem habe ich eine abgeschlossene Ausbildung als Maler u. Lackierer, die ich damals im elterlichen Betrieb direkt nach der Schule absolviert habe. Sowohl in dem einen als auch in dem anderen Beruf bin ich nicht ganz freiwillig gelandet. Die Ausbildung als Maler war eher die Idee meines Vaters, da ich es damals versäumt habe mich rechtzeitig um einen Ausbildungsplatz zu kümmern, den Rest könnt ihr euch ja sicher denken.
Der Beruf des Erzieher war einige Jahre später dann letztendlich eine Notlösung.
Seitdem ich ca 20 Jahre alt bin sind Depressionen mein ständiger Begleiter, eine Umschulung nach der Maler u. Lackierer Ausbildung zum Groß-u. Außenhandelskaufmann musste ich deshalb abbrechen. Damals litt ich an starken Depressionen mit Panikattacken und konnte teilweise das Haus nicht mehr verlassen. Dazu kam die Alkoholkrankheit meines Vaters, später Trennung der Eltern, Tot wichtiger Bezugspersonen und Trennung von damaliger Partnerin. Alles zusammen für mich ein schweres Paket.
Ich bin nach einigen Jahren der Perspektivlosigkeit letztendlich Erzieher geworden, habe die Ausbildung mit einem Schnitt von 1,9 abgeschlossen und habe danach direkt eine Festanstellung gefunden. Eines kann ich jetzt schon mal vorweg nehmen, in 5 Jahren habe ich 5 mal selbstständig den Arbeitsplatz gewechselt, habe es nie länger als 1 Jahr bei einem Arbeitgeber ausgehalten. Gearbeitet habe hauptsächlich in stationären Einrichtungen des Jugendhilfe mit u.a. sexualisiert und gewalttätigen Jugendlichen mit Schicht/Wochenend- und Feiertagsarbeit, später dann in der ambulanten Jugendhilfe, in der Schulsozialarbeit und an einer Offenen Ganztagsschule an einem Gymnasium.
Der Beruf hat mich nie wirklich interessiert, dazu die zum Teil extremen Arbeitsbedingungen, kein Privatleben mehr, und eben die Erkrankung Depression. Diese ist in den Jahren im Beruf schlimmer und schlimmer geworden, so dass ich mir mehrere Auszeiten nehmen musste, also krank geschrieben war, um mich überhaupt mal ansatzweise erholen zu können.
In diesem Jahr habe ich endgültig das Handtuch geschmissen, bin seit einem halben Jahr krank geschrieben und habe bei der Agentur für Arbeit Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben beantragt. Nach diversen medizinischen - u. psychologischen Gutachten wurden mir diese auch bewilligt, ich kann also eine Umschulung beginnen. Im April habe ich außerdem eine ambulante Psychotherapie begonnen.
Mein Problem ist nun, dass ich mir mittlerweile unsicher bin ob es der richtige Weg ist nochmal bei 0 anzufangen. Oft stelle ich mir die Frage, ob ich nicht doch in den Beruf des Erziehers zurückkehren kann und sollte, wenn die Therapie mich dabei unterstützt. Gleichzeitig kann ich aber schon ausschließen, dass die meisten Arbeitsbereiche der sozialen Arbeit für mich definitiv nicht mehr in Frage kommen. Noch in diesem Monat beginne ich eine Maßnahme zu Berufsfindung. Leider habe ich überhaupt keine Ahnung, was ich beruflich machen will und kann, bin völlig Interessenlos. Außer Reisen, Sport und Gesundheit/Ernährung gibt es überhaupt nichts, was mich interessiert. Die Tendenz ging in Richtung Tourismus, habe aber Zweifel daran, ob eine kaufmännische Tätigkeit das richtige für mich wäre, was ich hoffentlich während der Berufsfindung herausfinde. Außerdem habe ich große Angst, dass ich wieder in diese Situation komme wenn ich einen Beruf ausübe, den ich nicht mit Herzblut mache.
Vielleicht gibt es hier Leute die in einer ähnlichen Situation sind oder waren?!
Ich würde mich über einen Austausch und Meinungen freuen!