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Erlebnis im Krankenhaus

  • Starter*in Starter*in Kristallwesen
  • Datum Start Datum Start
Liebe Tarantula,

wenn ich mal jemanden brauche, der mir ganz viele Links schickt, die triggern und mir dann noch ganz viel schreibt, das triggern kann, dann wende ich mich sicher an dich, Okay, das war nicht spaßig... ich merk ja, dass du der Schreiberin nur helfen willst, aber selbst mich - und ich bin nun wirklich stabil - triggert z.B. dieser EMDR-Film stark, da wäre eine Triggerwarnung vorher echt angebracht...

Und dieses Misstrauen gegen die DIS-Diagnose, die du äußerst... (ja, nicht direkt, nur indirekt)... vielleicht weißt du auch, dass es nur einen Unterschied gibt zwischen "Dissoziativ gestört - nicht genauer spezifiziert" (im Englischen, glaub ich, DDNOS = Dissociative Disorder not other specified") und der richtigen DIS-Diagnose gibt, nämlich den Zeitverlust beim Persönlichkeitswechsel. Die modernen Autoren wie Herr Nijenhuis, van der Hart, etc. sehen das nicht mehr als Unterschiedskritierium - entwickeln zum Teil ganz andere diagnostische Modelle - und, wenn ich mich recht erinnere, wird diese Unterscheidung auch nicht mehr im neuen Manual der Psychiater in Amerika stehen... bedeutet: dass man Persönlichkeitswechsel sehr wohl mitbekommen kann.

Ich würde jemandem, der derzeit nicht sehr stabil ist, als Erstes mal empfehlen wollen, dass sie die Imaginationsübungen von Luise Reddemann (kann man googlen) nutzt, um sich erst mal eine Art "Werkzeugkasten" zu bauen, mit dem sie sich selbst stabilisieren kann.

Was auf jeden Fall hilft, ist, ein bisschen Respekt für die eigene Seele zu entwickeln, die macht das ja schließlich alles nicht aus Spaß, sondern es ist eine Phase des Heilungsprozesses... nur eine Phase... es wird nicht immer so bleiben...

Was ich dir, Kristallwesen, empfehlen würde, ist das Buch von Wayne Kritsberg: Die unsichtbare Wunde - es ist vergriffen, aber über die Fernleihe jeder Stadtbücherei zu bekommen... es ist auch ein Arbeitsbuch, aber vor allem ist es für mich eine Art "Atlas" gewesen von dem neuen Wirrwarr-Land, in dem ich gelandet war... ich hab durch dieses Buch erst kapiert, worin ich mich befinde - nämlich in einem Aufräum- und Heilungsprozess - und dass ich nur eine Phase dessen durchmache. Das war für mich Gold wert und sehr stabilisierend!

Und zu guter Letzt hilft Humor auch sehr, wenn man gerade mal wieder im Chaos ist... einfach ein bisschen zuversichtliches Vertrauen darauf, dass man da auch wieder rauskommt...

Übrigens Tarantula, das fand ich wieder sehr gut, den Hinweis darauf, dass man leicht dazu neigt zu hoffen, andere würden einem die Last abnehmen, und dass das aber einen hohen Preis hat... das ist leider wahr.

Und daher als Allerletzen Satz noch: vertrau dir ein bisschen mehr, Kristallwesen, du bist viel stärker als du denkst und du kannst viel mehr erreichen, als du jetzt glaubst... Mein Satz, als ich total im Chaos war, war der: "Steh endlich auf und kümmer dich um deinen Scheiß" (und das meinte jeglichen "Scheiß", von früher von jetzt, es ist ja meist so, dass alles auf einmal kommt)... wenn du magst, darfst du ihn leihen für ne Weile🙂))

Liebe Grüße, auch an Tarantula, die mir büüüüddee das nicht übel nimmt, was ich oben geschrieben habe, ich kann deine Texte gut verstehen...

Meli
 
Persönlichkeitswechsel jetzt im Sinne von DID? 😕

Wenn Du "A" wärst, würde "B" nichts davon wissen, und wenn Du "B" wärst, würde "B" denken, er/sie wäre Dein "ICH".
Persönlichkeitswechsel ist nichts, was man merkt

Das stimmt so nicht. Das ist bei jedem anders. Es gibt viele Möglichkeiten.

- es gibt eine sogenannte Host-Persönlichkeit, die den größten Teil des Alltags schafft, keine Ahnung von den anderen hat, bei denen sich aber viele im Hintergrund durchaus kennen.

- dann gibt es Teams, wo drei, vier oder mehr Personen gemeinsam den Alltag bestreiten und auch wissen, dass es mehrere Personen sind.

- möglich ist auch, dass man zu Beginn amnetisch gegenüber den anderen ist, sich das aber gerade im Verlauf einer Therapie ändert. Tatsächlich ist es Ziel der Therapie, möglichst viele Barrieren aufzuheben, damit die Leute sich kennen lernen.

- und es gibt noch ganz viele andere Modelle. Jede DIS-Störung ist anders.


Und dass DIS eine schlimme Diagnose ist ... ich finde es wenig einfühlend, dass du das jemandem schreibst, der mit eben dieser Diagnose leben muss.

Ich habe mehrere Persönlichkeiten, kenne viele andere, die Viele sind und ja, das kann schwierig sein. Aber man ist eben, wer man ist.

Ich bin im Übrigen auch Ich. Ich grenze mich von den Anderen sehr entschieden ab. Die anderen sind eben "sie". Gemeinsam sind wir auch "Ich". Warum darf es da nicht viele Modelle geben, was alles "ich" ist?

Wir akzeptieren und mögen einander und leben wie in einer Großfamilie zusammen. Da gibt es auch Probleme, vor allem, wenn nur ein Badezimmer vorhanden ist ... aber wir lieben und respektieren einander. Das war nicht immer so, aber wir haben eine gute Therapeutin, die uns viel geholfen hat. Ich habe eine Partnerin, die mir sehr viel geholfen hat. Man kann auch dann ein gutes, erfülltes Leben führen, wenn man DIS ist. Wir haben nie angestrebt, eine unserer Personen wegzutherapieren, denn jeder ist eine einzigartige Persönlichkeit und hat sein Leben. Jeder hat etwas zu unserer Familie beizutragen.


Was EMDR angeht, so darf das bei Leuten mit DIS gar nicht angewendet werden. Das lernt jeder Therapeut bei der Ausbildung. Das ist jedenfalls in Deutschland so. Ich habe die Ausbildung gemacht und kann dir sagen, das wird keinesfalls auf die leichte Schulter genommen. Das gleiche gilt auch für Hypnose. Wendet das jemand bei einem Klient mit DIS an, kann er seine Zulassung verlieren (wenn der Patient es meldet).



@Kristallwesen
Kommst du aus dem Kult? Das musst du mir nicht beantworten, aber wenn ja, dann können viele Techniken für dich gefährlich sein und du musst noch vorsichtiger sein, weil Programme ausgelöst werden können.


Die Imaginationsübungen der Reddemann sind wirklich sehr gut, aber auch da solltest du vorsichtig sein. Auch die können retraumatisierend sein. Für manche funktionieren auch die Bilder nicht, die sie benutzt. Ist das bei dir auch so, dann wähle dir andere Bilder, die für dich die richtigen sind.

Die Kugel aus Licht, die einen vor allem schützt, wie Tarantula schrieb, kann ein sehr starkes Bild sein. Ein schöner Vorschlag.

Menschen nutzen die Methode der Visualisierung seit tausenden von Jahren. Also so falsch kann es nicht sein.


Mir haben die Bücher von Christiane Sautter viel gebracht. Das sind keine sepziellen DIS-Bücher, da geht es "nur" um Traumatisierung, aber es wird sehr viel erklärt.

Auch sehr gut und tatsächlich an DIS-Klienten gerichtet, ist folgendes Buch:

Schritt für Schritt ins Leben: Ein kompaktes Selbsthilfebuch für Menschen mit Dissoziativer Identitätsstörung und Zwischenformen: Amazon.de: Christine Striebel: Bücher

Das kann ich guten Herzens empfehlen, weil es auch sehr liebevoll geschrieben ist.


Was deine momentanen Flashbacks angeht, ich habe mal eine Übung gemacht, die mir sehr viel geholfen hat.

Da saß ich in Gedanken in einem Kino und auf der Leinwand wurde der Film gespielt, eben jene Szene, die mir so viel Angst machte. Der Film lief ganz schnell und ich sah eigentlich nur Schatten an mir vorbei rasen. Wenn der Film am Ende angekommen ist, stellt man sich nun vor, wie er rückwärts zum Anfang zurück läuft. Erst mal lässt du ihn langsam laufen, sodass eine Art Slapstick dabei rauskommt. Wenn du merkst, dass es dir nicht gut tut, lässt du den Film schneller laufen. Das kannst du so oft wiederholen, bis der Film rückwärts auf normaler Geschwindigkeit läuft.

Es hat bei mir die Angst langsam aufgelöst, weil ich den Täter in einer neuen Situation gesehen habe und durch eben das Rückwärtslaufen war sein Handeln komisch. Die Szene verlor für mich ihren Schrecken.

Aber ganz vorsichtig sein, wenn du merkst, die Atmung wird schneller, du bekommst einen Knoten im Magen, dann immer die Geschwindigkeit des Films erhöhen.

Sag dir immer wieder, dass es ein Film ist, du nur beobachtest und dass du aktuell nicht in der Szene bist. Es wäre gut, wenn du Stück für Stück an kleinen Episoden arbeitest. Also nicht die ganze Krankenhaus-Geschichte auf einmal bearbeiten, sondern erst mal kleinere Episoden, die dir nicht so viel Angst machen, dann langsam an die wirklich schlimmen Situationen gehen.

Für die Nacht kauf dir in der Apotheke Ammoniak. Daran kannst du riechen, wenn du aus einem schlimmen Traum aufwachst.

Und für den Moment, wenn du am Tag besser schlafen kannst, dann mach das. Lenk dich in der Nacht ab, schau Fernsehen, hör Musik, was immer dir gut tut.

Malen ist eine gute Therapieform. Das kannst du am Tag machen. Keine Traumabilder, sondern schöne Bilder mit viel Licht, Natur, all den Dingen, die dir gut tun. Die hängst du übers Bett, sodass du sie, wenn du nachts aufwachst, gleich siehst. (Im Moment würde ich an deiner Stelle immer eine kleine Lampe an haben!).

Stofftiere tun den Innenkindern gut. Die brauchen jetzt ganz besonders viel Liebe und Fürsorge. Die müssen die Kuscheltiere nicht mal selbst in den Arm nehmen, also sie müssen nicht anwesend sein. Die bekommen das auch mit, wenn du das für sie machst. Bei den Kindern ist es oft so, dass sie die Anderen mitbekommen. Ach und Kinderfilme schauen, das ist bei uns der Renner! Da gucken irgendwie alle zu. Augsburger Puppenkiste ist super! Lies den Kleinen Kindergeschichten vor. Pippi Langstrumpf ist sehr gut, weil es ein Mädchen mit ganz viel Kraft ist. Das ist ein machtvolles Bild, das du nach innen schickst.

Leg dir nachts die Telefonnummer der Telefonseelsorge neben das Bett. Du musst da nicht anrufen. Es hilft, wenn du weißt, du kannst anrufen.

Bei einem Trauma hilft körperliche Betätigung, denn die Erlebnisse sind im Körper eingefroren. Wenn es dir ganz schlecht geht, kannst du eine fetzige CD auflegen und abrocken. Tanz so wild du kannst. Schüttel den Körper. Stell dir vor, du stehst unter einem Wasserfall und lässt den ganzen Dreck von dir abwaschen.

Man kann sich auch viel durch den richtigen Geruch helfen. Stichwort Aromatherapie. Majoran ist in deiner Situation ganz gut. Aber such dir einfach das, was du magst und lass nachts die Duftlampe oder -kerze brennen. Das kann sehr beruhigend sein und dabei helfen, in der Realität zu bleiben.

Mehr fällt mir gerade nicht ein. Vielleicht hilft dir die eine oder andere Idee und du kannst das für dich umsetzen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

Tuesday
 
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möglichst viele Barrieren aufzuheben, damit die Leute sich kennen lernen.

- und es gibt noch ganz viele andere Modelle. Jede DIS-Störung ist anders.

Und dass DIS eine schlimme Diagnose ist ... ich finde es wenig einfühlend, dass du das jemandem schreibst, der mit eben dieser Diagnose leben muss.

Hallo zusammen,

ich wehre mich dagegen zu sagen "die Leute" - ohne Anführungsstriche, denn jeder Anteil ist immer DU, das sollte man sich doch vor Augen halten. Es ist auch schon irgendwo geschrieben worden, man soll bloss den Anteilen keine Personen - Namen geben, weil man sonst die ganze Sache verfestigt und das Ziel ist die Integration aller Anteile in deine Persönlichkeit.

Und dann gibt es auch Leute, die sagen, DID sei Therapeuten - gemacht und durch die Diagnose erst richtig virulent. Manche Leutchen ziehen sich den Schuh vielleicht gerne an, weil das Modell irgendwie Sinn macht, ich frag mich halt: Wird die Diagnose heute zu vorschell gemacht? Warum gibts heute so viel mehr DID - Fälle als vor 20 Jahren? Das ist wie mit der Autismusdiagnose: Ganz viel, die es von sich selbst glauben, dabei sind nur sehr wenige wirklich dem Autismusspektrum zuzuordnen. Und daran Schuld? Filme wie "Sybil" oder "Rain man"?

Ich meine, man muss nicht dauerhaft mit der Diagnose DIS leben, dafür ist ja die Therapie da, dass die Sache nur vorübergehend ist. Man muss auch nicht damit leben, wenn man einen Bodymass - Index von 35 hat, daran kann man auch etwas ändern, aber ich sags einfach mal so, dass man es in beiden Fällen schwer hat, ich bin da nicht einfühlend, das tun nur die, die z.B. Dicke "stattlich" nennen (Übergrößenversandhäuser).🙄 Man kann aber etwas ändern.

Das die Vids betrifft, hat mir eines dabei geholfen, mich zu erinnern, ich finde es sehr schwer zu entscheiden, wann man eine Triggerwarnung geben muss, weil so viel triggern kann, manchmal auch Sachen, die für den anderen ganz unbedeutend sind, die triggern dann bei mir.

Wenn ich z.B. ganz viel über die Sachen schreibe, wie gestern abend, dann merke ich, dass wieder etwas hochkommt, wenn ich dann nachts im Bett liege, aber es wird von mal zu mal weniger. Die Skills haben mir am Anfang geholfen, jetzt muss ich mir nur noch sagen: "Es ist alles in Ordnung, wir haben 2013, du bist sicher, es kann nichts passieren."

Ich habe mir vorgestellt, ich gehe noch einmal in die Situation von damals herein, ich also jetzt als erwachsene Frau und hole das Kind von damals mit einer SEK - Einheit da raus, nehme es in den Arm und es legt seinen Kopf an mich. Ich trage es fort, und ich nehme auch das Kind mit (die Seele von dem Kind), das out of body war, die gehört zu dem kleinen Mädchen. Und dann lasse ich in Gedanken die Polizei die beiden Täter festnehmen und in Handschellen abführen.

T.
 
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Hallo zusammen,

ich wehre mich dagegen zu sagen "die Leute" - ohne Anführungsstriche, denn jeder Anteil ist immer DU, das sollte man sich doch vor Augen halten. Es ist auch schon irgendwo geschrieben worden, man soll bloss den Anteilen keine Personen - Namen geben, weil man sonst die ganze Sache verfestigt und das Ziel ist die Integration aller Anteile in deine Persönlichkeit.

Aha, du willst mir also erzählen, wie ich mit den verschiedenen Persönlichkeiten umzugehen habe, oder wie?

Ganz früher ging man davon aus, dass es Ziel der Therapie sei, die einzelnen Persönlichkeiten zu integrieren, sodass am Ende eine Person dabei raus kommt. Das macht man seit Jahrzehnten nicht mehr. Heute geht es mehr darum, dass die einzelnen Persönlichkeiten sich nicht länger gegenseitig blockieren und dass es zu einem Austausch kommt.

Und dass man den Anteilen keinen Namen geben soll ... LOL ... da zeigt sich schon, dass du nur geringe Ahnung von DIS hat. Ich glaube, das lässt sich gar nicht verhindern. Es sind meist vollständige Personen (und keine "Anteile"). Den Namen haben sie, entweder weil sie einfach damit "geboren" wurden oder weil sie ihn sich selbst gegeben haben.

Sorry, aber du bist auf einem sehr veralteten Stand!



Und dann gibt es auch Leute, die sagen, DID sei Therapeuten - gemacht und durch die Diagnose erst richtig virulent. Manche Leutchen ziehen sich den Schuh vielleicht gerne an, weil das Modell irgendwie Sinn macht, ich frag mich halt: Wird die Diagnose heute zu vorschell gemacht? Warum gibts heute so viel mehr DID - Fälle als vor 20 Jahren? ?

Da rollen sich mir die Zehennägel hoch!

Weißt du, wer den Scheiß mit den Therapeuten in die Welt gesetzt hat? Das waren Täter. Das war ein reiches Elternpaar, das seine Tochter schwer misshandelt hat und als diese sie angezeigt hat, haben sie einen Wissenschaftler gekauft, der ihnen eine Theorie gebastelt hat, mit der die Täter nicht nur ihren A**** aus dem Knast raushalten konnten, sondern sie haben auch noch den Therapeuten der jungen frau finanziell ausgenommen, sodass in den USA ganz lange kein Therapeut mehr gewagt hat, diese Diagnose zu stellen, aus Angst, er wird ebenfalls verklagt.

Die Diagnose lässt sich gar nicht durch Therapeuten einreden. Damals ging man davon aus, dass dies bei der Hypnose passiert. Seit Jahrzehnten ist aber Hypnose bei DIS-Klienten kontraindiziert, findet also gar nicht mehr statt!

Die Diagnose wird deswegen heute öfter als früher gestellt, weil das Krankheitsbild lange Zeit zum einen wenig bekannt war und zum anderen dort wo es bekannt war, geleugnet wurde.

Heute gibt es genaue Richtlinien, nach denen DIS diagnostiziert wird und es gibt therapeutisches Handwerkszeug, das bei der Diagnose hilft.





Ich meine, man muss nicht dauerhaft mit der Diagnose DIS leben, dafür ist ja die Therapie da, dass die Sache nur vorübergehend ist. Man muss auch nicht damit leben, wenn man einen Bodymass - Index von 35 hat, daran kann man auch etwas ändern, aber ich sags einfach mal so, dass man es in beiden Fällen schwer hat, ich bin da nicht einfühlend, das tun nur die, die z.B. Dicke "stattlich" nennen (Übergrößenversandhäuser).🙄 Man kann aber etwas ändern.

Du vergleichst jetzt nicht ernsthaft die Multiple Persönlichkeit mit Übergewicht? Sorry, aber spätestens jetzt kann ich dich nicht mehr ernst nehmen! Selten so einen hahnebüchenen Unsinn gelesen.

Und nein, die Diagnose DIS kann man nicht ablegen wie etwas zu viel Speck auf den Rippen. Man kann lernen, damit zu leben, aber es werden sich nie alle Persönlichkeiten einfach wegtherapieren lassen.

Weißt du, was schlimm an DIS ist? Das sind die Vorurteile der Leute, wenn sie es erfahren. Dass du ausgegrenzt wirst, dass man dich für durchgeknallt hält, dass man denkt, so was gibt es nicht. Und genau zu diesen Vorurteilen tragen Falschinformationen, wie du sie hier verbreitest, bei.

Das macht mich richtig sauer!

Und weißt du, was mich noch sehr viel mehr sauer macht.

Du weißt offensichtlich sehr genau, wie das ist, wenn man seiner eigenen Wahrnehmung nicht trauen kann, wie es ist, wenn man denkt, das habe man nur geträumt, das kann nicht sein. Und trotzdem stellst du meine Wahrnehmung in Frage und versuchst mir einzureden, das seien ja keine Personen, das sind nur Anteile.

Ich weiß zum Glück, wer und was ich bin, was WIR sind.

Aber wenn ich denke, so ein Zeugs wird auch von Leuten gelesen, die sich ihrer Sache nicht sicher sind, dann finde ich solche Aussagen wie von dir richtig fies! Mal überlegt, dass du damit Schaden anrichten kannst!? Also bitte, erkundige dich mal, auf welchem Stand die neuste Forschung ist und wie man therapeutisch arbeitet, wenn jemand diese Diagnose hat.


Um das positiv abzuschließen: Wie du mit den Imaginationsübungen umgehst, finde ich gut. Das kann eine sehr kraftvolle Technik sein. Schön, dass es dir so hilft.


Tuesday
 
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Nö, Tuesday, ich will Dir gar nichts sagen. Halt das wie Du willst. ich hab das in erster Linie für die TE geschrieben.

Meine Therapeutin hat mir sehr geholfen mit dem, was sie getan hat und wie sie es getan hat, und das in einigen wenigen Sitzungen. Was ist das für ein Quatsch "hat man früher so gemacht, jetzt nicht mehr?" Man macht alles Mögliche, es gibt auch Leute, die sagen, EMDR ist Bockmist, andere glauben an Teufelsaustreibung.
Solange es hilft, ist das egal. Bei Dir hat es aber wohl offensichtlich noch nicht geholfen, also warum nicht, wenn Du so gut weißt, wie Therapie heute zu funktionieren hat?

Tuesday, bei Dir ist echt jedes Wort verschwendet, ich versteh Deinen aggressiven Ton nicht, oder ist das Dein Täterintrojekt? Mensch, total praktisch so was, man kann sich benehmen wie man will, man ist es nämlich gar nicht, das sind die Leute. :nerv:

(Zum ersten Mal wird mir klar, dass Therapeuten echt einen harten Job haben, dass sie bei allem möglichen Leuten auch noch empathisch daher kommen müssen, und ich kann den Stundenlohn nachvollziehen...)
 
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Hallo Tarantula,

eigentlich mag ich mich nicht in fremde Diskussionen einmischen, aber manchmal kann ich mich leider schwer zurückhalten, wenn ich finde, dass irgendwo jemandem Unrecht getan wird bzw. "Mist" gelabert wird.

Danke fürs Einmischen. Besser hätte ich es nicht sagen können. Darum möchte ich dem auch nichts mehr hinzufügen.


@Tuesday: Sorry, falls du nicht "m" bist - habe immer von "ihm" und "er" gesprochen.

Stimmt schon 🙂

Ganz vielen lieben Dank!


Tuesday
 
Tarantula macht sehr deutlich, dass ihr ihre Therapie anscheinend wenig geholfen hat, wenn sie sich so abschotten muss gegen andere Meinungen...das tut mir Leid für sie.
 
Hallo zusammen,

ich habe das hier gelesen, weil ich zufällig Fachkrankenschwester bin. Ich arbeite in einer psychiatrischen Klinik und wollte man eine Lanze für meine Kolleginnen und Kollegen brechen.

Wir haben hier alle einen sehr harten Job, das kann sich keiner so richtig vorstellen, der nicht selbst vom Fach ist, aber es ist so. Da ist zum einen der Schichtdienst, der schon für sich zermürbend ist, zum anderen, dass wir wirklich unter Druck stehen und weitaus mehr arbeiten müssen, als es eigentlich für uns und die Patienten o.k. ist.

Darunter leiden wir und die Patienten natürlich auch. Einige von uns versuchen trotzdem ihr Bestes, auch wenn es ihre eigenen Kräfte übersteigt, andere helfen (heimlich) bei sich selbst mit Medikamenten (leider auch Missbrauch nach), weil es wirklich sehr viel Belastendes gibt, auf das man keinen Einfluss hat, das man gerne ändern möchte aber nicht kann.

Man möchte wirklich manchmal viel besser auf einzelne Patienten eingehen können, sie sehen in einem auch oft jemanden, an dem sie sich festhalten wollen, oder sie wollen einfach nur reden, wofür man aber wegen des Arbeitspensums keine Zeit hat.

Zu meiner Vorgeschichte ich habe bereits eine Traumafolgestörung und bin zurzeit in einer Tagesklinik der Aufenthalt geht dem Ende zu bin aber zurzeit am Suchen nach einer traumatherapeutin in Oberbayern was sich als sehr schwierig gestaltet, leider.

Die Krankenkassen helfen in diesem Fall - die schicken Empfehlungen von Therapeuten mit freien Plätzen, und die Tagesklinik sollte das auch tun. Wenn dir niemand weiterhilft, dann finde ich das sehr merkwürdig und irgendwie unprofessionell. Eigentlich kann ich mir das nicht vorstellen, dass wer aus einer Tagesklinik entlassen wird ohne dass geklärt ist, was danach kommt.


die Fahrer im Krankenwagen haben mich dann ins nächste Krankenhaus gefahren, da ging der horror los, es wurde zugstochen ohne mir escheid zu sagen,zugänge falsch gelegt, dodass ich eine eschwollene hand bekam die richtig schmerzte, die haben aber erst nach einer dreiviertel studne die Nadel gezogen udn wollten wieter stechen obwohl ich eh schon Angst vorm blutabnehmen habe. Dann kamen mehrere alkoholisierte Patienten in den raum, wir lagen mindestesn zu sechst in einem Raum , einer davon hat randaliert ich hatte wahnsinnige Angst, habe es den Pfleger gesagt der meinte ich soll mich nicht so haben.

Vermutlich war an diesem Tag viel los im Krankenhaus, weil du nicht die einzige warst, die den Mittelaltermarkt besucht hat und ein gesundheitliches Problem hatte. Das ist natürlich bedauerlich, dass so viele alhoholsierte Menschen dabei waren aber leider nicht zu vermeiden. Dass die fast blind bist, hat der Krankenpfleger möglicherweise gar nicht gewusst, denn sonst hätte er dir sicher etwas gesagt.
Das ist natürlich unglücklich gelaufen. Was die Braunüle betrifft, muss sie nicht unbedingt falsch gestochen sein. Manche Menschen reagieren einfach so schon sehr empfindlich darauf, es tut dann weh, obwohl alles in Ordnung ist. Wenn es tatsächlich sehr schlimm war, hättest du das sehr deutlich und bestimmt sagen müssen.


ich sagte auch das ich Hunger habe, weil ich seit em Frühstück es war schon siebzehn urh nachmitttags) nichts gegessen habe, die meinten die hätten nichts sollen doch meine Angehörigen kommen, Freudne hab ich keine und meine Mutter hat kein Auto kann also nicht von Mühldorf nach münchen fahren.
Man wird dir mit Sicherheit den Blutzuckerspiegel gemessen haben, denn das ist ja mit naheliegend, wenn jemand einfach umkippt. Wenn Unterzuckerung vorgelegen hätte, dann hätte man sicher etwas getanschnell wirkende Kohlenhydrate). Wahrscheinlich hat man das doch auch, oder? Im Krankenhaus gibt es Essen normalerweise dann nur zu bestimmten Zeiten.


Der aufnahmeärztin ahb ich auch gesagt das ich zurzeitin einer Tagesklinik bin, wegen Ängsten udn traumafolgestörung, die hat das aber anscheinend nicht aufgenommen denn auf mich udn meine Bedürfnisse wurde keine Rücksicht gnommen.
Das ist vermutlich etwas untergangen. Sehr unglücklich gelaufen, aber aufgrund der vielen Alkoholsierten so passiert. Man hört allerhand, besonders von Alkoholisierten, so dass man seine Arbeit nicht mehr gut machen könnte, wenn man dem allen Glauben schenken würde und darauf eingehen würde. Ich glaube sogar sehr wahrscheinlich, dass man dich zuerst auch für alkoholisiert gehalten hat. Man kann auf vieles, was solche Menschen sagen nicht eingehen, außer dadurch, dass man sie beruhigt im Sinne von "Ja, da haben Sie ganz recht."

als ich dann sagte das es mir egal ist ob es lebensbedrohlich ist oder nicht unterstellte sie mir Suizidalität udn drohte mir an, mich in die Psychiatrie auch stecken zu können udn das ganze unter Fixierung zu machen , ich habe panische angst vor fixierungen udn geschlossenen Abteilungen
Das sollte bestimmt keine Drohung sein. Sie muss das aber so sagen, denn wenn du dich in der Klinik umbringst, ist das ein ernstliches Problem, besonders für die Schwester, die das nicht weitergemeldet hat. Man ist auf der sicheren Seite, wenn man das tut, denn so etwas kann einem das restliche Leben zerstören. Dass sie so ruppig war, hat vermutlich damit zu tun, dass es eben sehr viele nicht sensible Zeitgenossen gibt, die Klinikpersonal nur mit solchen Drohungen ärgern wollen. Das ist nervaufreibend, glaube es mir! Manche betteln regelrecht um Fixierung durch ihr Verhalten, ich denke, die Schwester ist einfach nur sehr, sehr überarbeitet und gestresst gewesen.


Inzwischen tat meine Hand immer noch so weh ich konnte nicht mal greifen mit der Hand ich willigte also total fertig ein zumindest das ct zu machen. was auch schlimmf für mich war , war ich hatte einen rock an udn ein pfleger vergass die vorhänge zu zu machen und als sie mich untersuchten konnte jeder meine ganzen sachen sehen, ich hatte einfach so angst fühlt emich wie ein stück fleisch.
Der Pfleger hat das nicht vergessen, der musste Dich im Blick halten, siehe oben! Oder ob du noch einmal umklappst. Das war nicht böse gemeint, sicher nicht. Der sieht dich auch nicht als Frau sondern als Patientin.


weil ich das Kontrastmittel auch nicht vertrage.
Außer einem metallernen Geschmack im Mund passiert da nichts, das ist nicht so, dass man es nicht verträgt, das sind Mittel, die sind sehr gut getestet, den Rest macht die Psyche, wenn der Mensch Angst hat und sich einredet, er verträgt es nicht. Da hätte der Pfleger besser mit dir reden und dir das erklären müssen.

flügelnachthemd was hinten offen ist, das viel ständig herunter sprich ich stand vor männern ganz nackt weil ich keine nueue unterhose merh hatte, auch war die tür nach aussen offen, sodass mcih jeder sehen konnte.

Ich fürchte, die haben sich Sorgen um dich gemacht, dass du selbstmordgefährdet bist und dir mit irgendwas an deiner Kleidung etwas antust (Gürtel, Bänder, Schnürung z.B.) Krankenhauskleidung ist auch dann angezeigt, wenn deine eigene Kleidung verschmutzt/zu eng/unpassend ist, in den meisten Krankenhäusern einfach üblich. Das ist nichts Diskriminierendes sondern dient deiner Sicherheit, falls du schnell behandelt werden müsstest.

P.S. Mir gefällt dieser Diskussionsstrang eigentlich gar nicht, er erinnert mich so sehr an meinen Arbeitsalltag, und jetzt habe ich doch Freizeit, also warum schreibe ich das eigentlich ...?

Ach egal, ich wünsche euch allen einen schönen Samstag.

Die Bobbypin
 
Hi, Bobbypin,

ich weiß., du hast vermutlich versucht, uns hier zu beruhigen, aber mich hast du extrem geschockt. Wenn ein Arzt, wenn ich ihm sage, dass ich eine komplexe, chronische Posttraumatische Belastungsstörung habe, meint, er müsse darauf nicht reagieren oder mit "ja, ja, Sie haben Recht" und sich darum nicht scheren, dann ist das für mich extrem, extrem beunruhigend. Ein Trauma ist keine Bagatelle, sondern eine gravierende Begleiterkrankung, die unbedingt und zwar echt unbedingt ernst genommen werden muss. Nach deiner Schilderung habe ich jetzt enorm Angst davor, jemals in ein Krankenhaus zu müssen.

Ich sage das immer als Erstes, dass ich diese Begleiterkrankungen habe und ich weise das Personal auch immer darauf hin, dass ich ein Psychiatrisches Testament habe - deine Ausführungen machen mir entsetzliche Angst des nicht gehört werdens, das ist genau meine Erfahrung IM Trauma gewesen und das brauch ich echt nicht nochmal...

Mein Gott, ihr geht doch mit Menschen um, mit Seelen - was nützt mir denn ein gesunder Körper, wenn meine Seele dann dafür geschrottet wurde und ich nur noch irgendwo dahin vegetieren kann, dafür habe ich doch nicht all die Jahre gekämpft, um seelisch so gesund wie nur irgendmöglich zu bleiben...:-(
 

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