Hallo,
ich habe lange überlegt in welche Kategorie ich diesen Beitrag einordne, weil ich meine Probleme über eigentlich alle Foren verteilt sehe. Ich denke dennoch, dass "Ich" die am besten passende Kategorie ist.
Jetzt zu mir: Ich bin 28 Jahre alt, habe nach dem Abitur ein BWL Studium sehr gut abgeschlossen, war über ein Stipendium ein Semester im Ausland, habe dann einen guten Job bekommen und verdiene mehr als alle Gleichaltrigen die ich kenne. Außerdem habe ich eine sehr intelligente und hübsche Freundin, die nun mit ihrem Medizinstudium fertig geworden ist.
Soweit so gut. Was belastet mich? Ich bin ein grundsätzlich sehr neidischer Mensch und vergleiche mich ununterbrochen mit anderen. Ich kann mein BWL Studium inzwischen gar nicht mehr richtig ernst nehmen und bereue es damals nicht z.B. auch Medizin studiert zu haben. Diese Reue resultiert jedoch nicht aus einem großen Interesse an Medizin, sondern vielmehr daran, dass meine Freundin und alle in ihrem Umfeld gerade Ärzte werden. Ich weiß z.B. das die Arbeitsbedingungen im Krankenhaus schlecht sind und sie und ihre Freunde bei weitem nicht so viel verdienen in den nächsten 10 Jahren wie ich - dennoch bin ich neidisch. Vielleicht auf den Status "Arzt" - vielleicht auf den Dr. Titel? Ich weiß es nicht so genau. Das geht soweit, dass ich überlege meinen Job zu kündigen und ein Zweitstudium der Medizin anzustreben. Wenn ich ehrlich zu mir bin, ist mein verfolgtes Ziel dabei, nicht mehr gefühlt schlechter als die anderen zu sein.
Zudem entsteht daraus eine einnehmende Zukunftsangst. Ich denke inzwischen, dass meine bisherige "Karriere" nicht nachhaltig genug war/ist und es ganz schnell vorbei sein könnte mit meinem beruflichen Erfolg. Rein objektiv ist mein Arbeitsplatz nicht bedroht und ich würde wahrscheinlich auch in anderen Unternehmen eine adäquate Stelle finden. Es fehlt mir - verglichen mit Medizin - die echte akademische Unterfütterung, das Fachwissen. Ich empfinde mein tägliches Arbeiten und das meine Kollegen inzwischen immer mehr als "Schaumschlägerei". In der Medizin hingegen spielt m.E. echtes Fachwissen eine größere Rolle und ist nicht so leicht erlernbar wie meine täglichen Arbeiten.
Meine Gedanken kreisen ununterbrochen um dieses Thema. Meine Leistung im Beruf fängt an darunter zu leiden. Meine Partnerschaft belastetet das ebenfalls, gerade weil meine Freundin meine Gedanken nicht wirklich nachvollziehen kann.
Ich weiß nicht was ich machen soll und bin sehr verzweifelt. Ich bin für jeden Ratschlag dankbar.
Wenn jemand ähnliche Probleme hat / hatte und vielleicht auch Lust auf ein persönliches Treffen oder ein Telefonat hat würde ich mich sehr freuen. Ich wohne derzeit in Mittelhessen.
Liebe Grüße,
rolli8
ich habe lange überlegt in welche Kategorie ich diesen Beitrag einordne, weil ich meine Probleme über eigentlich alle Foren verteilt sehe. Ich denke dennoch, dass "Ich" die am besten passende Kategorie ist.
Jetzt zu mir: Ich bin 28 Jahre alt, habe nach dem Abitur ein BWL Studium sehr gut abgeschlossen, war über ein Stipendium ein Semester im Ausland, habe dann einen guten Job bekommen und verdiene mehr als alle Gleichaltrigen die ich kenne. Außerdem habe ich eine sehr intelligente und hübsche Freundin, die nun mit ihrem Medizinstudium fertig geworden ist.
Soweit so gut. Was belastet mich? Ich bin ein grundsätzlich sehr neidischer Mensch und vergleiche mich ununterbrochen mit anderen. Ich kann mein BWL Studium inzwischen gar nicht mehr richtig ernst nehmen und bereue es damals nicht z.B. auch Medizin studiert zu haben. Diese Reue resultiert jedoch nicht aus einem großen Interesse an Medizin, sondern vielmehr daran, dass meine Freundin und alle in ihrem Umfeld gerade Ärzte werden. Ich weiß z.B. das die Arbeitsbedingungen im Krankenhaus schlecht sind und sie und ihre Freunde bei weitem nicht so viel verdienen in den nächsten 10 Jahren wie ich - dennoch bin ich neidisch. Vielleicht auf den Status "Arzt" - vielleicht auf den Dr. Titel? Ich weiß es nicht so genau. Das geht soweit, dass ich überlege meinen Job zu kündigen und ein Zweitstudium der Medizin anzustreben. Wenn ich ehrlich zu mir bin, ist mein verfolgtes Ziel dabei, nicht mehr gefühlt schlechter als die anderen zu sein.
Zudem entsteht daraus eine einnehmende Zukunftsangst. Ich denke inzwischen, dass meine bisherige "Karriere" nicht nachhaltig genug war/ist und es ganz schnell vorbei sein könnte mit meinem beruflichen Erfolg. Rein objektiv ist mein Arbeitsplatz nicht bedroht und ich würde wahrscheinlich auch in anderen Unternehmen eine adäquate Stelle finden. Es fehlt mir - verglichen mit Medizin - die echte akademische Unterfütterung, das Fachwissen. Ich empfinde mein tägliches Arbeiten und das meine Kollegen inzwischen immer mehr als "Schaumschlägerei". In der Medizin hingegen spielt m.E. echtes Fachwissen eine größere Rolle und ist nicht so leicht erlernbar wie meine täglichen Arbeiten.
Meine Gedanken kreisen ununterbrochen um dieses Thema. Meine Leistung im Beruf fängt an darunter zu leiden. Meine Partnerschaft belastetet das ebenfalls, gerade weil meine Freundin meine Gedanken nicht wirklich nachvollziehen kann.
Ich weiß nicht was ich machen soll und bin sehr verzweifelt. Ich bin für jeden Ratschlag dankbar.
Wenn jemand ähnliche Probleme hat / hatte und vielleicht auch Lust auf ein persönliches Treffen oder ein Telefonat hat würde ich mich sehr freuen. Ich wohne derzeit in Mittelhessen.
Liebe Grüße,
rolli8