Ich frage mich, wie ich die Tagesklinik körperlich schaffen soll.
Der Tag geht da länger als ein Arbeitstag. Ich arbeite aus gesundheitlichen Gründen nur sechs Stunden am Tag, die Tagesklinik geht von 8.30 bis 17 Uhr. Und dann noch längere Fahrzeit, weil da immer Berufsverkehr ist. Ich gehe von 20 bis 25 Minuten aus plus Parkplatzsuche und vom Parkplatz zur Klinik laufen, wofür nochmal 15 Minuten dazu kommen können Es sind ca. 10 km Weg, aber eben viel Verkehr und eine schwierige Parkplatzsituation.
Und es fängt schon damit an, dass es mir morgens immer extrem schlecht geht und ich da ja pünktlich früh da sein muss.
Ich schlafe sehr schlecht, wache mittlerweile bis zu viermal nachts mit starker Übelkeit und Herzrasen auf und bin dann so um 4.50/5 Uhr von selbst ganz wach, obwohl ich mich da gar nicht ausgeschlafen fühle und total k.o bin. Dann die extreme Übelkeit, Herzrasen, körperliche Schwäche. Das gehört alles zu meiner Symptomatik und ist morgens sehr stark ausgeprägt. Erst zum Nachmittag und Abend hin, wird es besser, auch wenn die Übelkeit nie ganz weg ist.
Ich brauche Stunden bis ich morgens fertig gemacht bin und weggehen kann.
Das stresst mich. Ich hatte schon ein Burnout und will durch die Tagesklinik nicht noch eins bekommen.
Es ist schon hart mit diesen Symptomen überhaupt durchzuhalten und nicht aufzugeben. Jeder Tag beginnt total schlimm. Vormittags will ich immer nicht mehr leben und ab nachmittags hänge ich dann doch an meinem Leben, wenn die Beschwerden nicht mehr ganz so extrem sind.
Aber ich will die Tagesklinik ja auch schaffen, da ich geholfen bekommen will. Auch wenn ich selbst mittlerweile gar nicht verstehe, warum ich diese Symptome überhaupt noch habe. Ich hoffe, dass es trotzdem therapierbar ist.
Es wäre auch so schön sich mal mit Leuten auszutauschen, die auch über Monate Übelkeit durch die Psyche hatten und wie sie das Problem gelöst haben. Aber dazu findet man auch nicht so viel an Erfahrungsberichten im Internet.