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Erfahrungen in der Behindertenarbeit

B

Black Blue Sky

Gast
Hallo zusammen.

Hat jemand von euch Erfahrung in der Arbeit mit Behinderten?
Ist das schwierig?

Wie empfindet/empfandet ihr eure Erfahrung?
Worauf müsste man achten und welche persönliche Eignung wäre eurer Meinung nach mitzubringen?

Viele Grüße
Black Blue Sky
 
Hallo zusammen.

Hat jemand von euch Erfahrung in der Arbeit mit Behinderten?
Ist das schwierig?

Wie empfindet/empfandet ihr eure Erfahrung?
Worauf müsste man achten und welche persönliche Eignung wäre eurer Meinung nach mitzubringen?

Viele Grüße
Black Blue Sky


Hallo Black Blue SKy,

es ist schon fast ein halbes Menschenalter her, als ich mich in einer Behinderten-Selbsthilfe-Gruppe engagierte.
Selbst Betroffener, hatte ich die naive Vorstellung, dort etwas für uns tun zu können.
Das Engagement geriet beinah zum Fiasko.

Bald bekam ich zu spüren, dass ich in den Augen meiner Mitstreiter gar nicht richtig dazugehörte. Ich arbeitete als Lehrer, verdiente ganz ordentlich. Das aber machte mich bereits zum Außenseiter in der Gruppe. Unter uns gab es Rolli-Fahrer, die den Ton angaben und in ihren Augen war meine Spastik mit ihrem Schicksal nicht zu vergleichen.

Immer wieder kam es zu Kontroversen und ich gab auf.
Nach meinem Klinikaufenthalt in der Psychiatrie vor sechs Jahren waren die Erfahrungen ähnlich.
Ich stieß schon auf Misstrauen, als ich verkündete, nicht mehr in Behandlung zu sein und auch keine Medis mehr zu bekommen.

Beide Male - obgleich Jahrzehnte dazwischen lagen- verfestigte sich bei mir der Eindruck, dass es weniger um uns Behinderte geht, sondern um ein System, das am Leben gehalten werden muss.

Burbacher
 
Hallo zusammen.

Hat jemand von euch Erfahrung in der Arbeit mit Behinderten?
Ist das schwierig?

Wie empfindet/empfandet ihr eure Erfahrung?
Worauf müsste man achten und welche persönliche Eignung wäre eurer Meinung nach mitzubringen?

Viele Grüße
Black Blue Sky



Nein, in der Arbeit mit Behinderten habe ich keine Erfahrung. Aber im alltäglichen Umgang - und NIEMAND ist unkomplizierter und freier und angenehmer als ein sog. "Behinderter". Und jedesmal im Umgang mit diesen habe ich mich gefragt, WER eigentlich behindert ist - sie - oder wir scheinbar "Gesunden"...... 🙁
 
Danke für eure Antworten.
Mir ging gestern durch den Kopf, ob das nicht was wäre für mich. Behindertenarbeit. Vielleicht mal in einer Art Praktikum austesten hier vor Ort. Aber zuerst einmal muss es mir besser gehen. Lg
 
Das kann man pauschal nicht sagen, es kommt ganz auf die Art der Behinderung an. Jemand, der im Rolli sitzt, aber kognitiv keine Einschränkungen hat, den kann man ja trotzdem allein auf die Straße lassen. Hatte aber auch schon mit Behinderten zu tun, die so sehr ausgerastet sind, dass sie ins BKH mussten, weil sie eine Gefahr für andere darstellten.
Mal so auf die Schnelle, was mir einfällt, aber natürlich nicht zwingend zutreffen muss:

- Geduld
- Wissen, wann und vor allem wie man eingreifen muss (selbst-/fremdverletzendes Verhalten)
- Wissen um Notfallmedikationen, wie diese anzuwenden sind, ...
- Wissen, welche Medis der Behinderte nimmt, eventuell (je nach Ausbildung) verabreichen
- Verständnis um die Behinderung an sich
- Empathie
- kein Ekelgefühl (Wickeln, usw.)
- Therapieformen anwenden (zumindest im kleineren Umfang)
- Arbeitsschritte erklären können
- Rituale beachten, falls vorhanden (das Missachten kann z.T. sehr schlimm enden)
- genaues Beobachten
- korrektes Einschätzen der Behinderten
- auf Ticks eingehen können
- kein Verhätscheln

Im Prinzip bist du je nach Arbeitsstelle alles, Putzkraft, Bedienung, Pflegekraft, Chef, "Spielkamerad", Therapeut, ...
 
Wie darf ich das verstehen?
Das habe ich mich auch gefragt.

Grundsätzlich haben Behinderte natürlich Rechte, die aber eingeschränkt werden können.
Es gibt extra Gesetze hierfür, denen man sich bewusst sein sollte, wenn man mit Behinderten arbeitet.
Grundsätzlich gilt natürlich, dass der Behinderte immer noch das Recht zur Selbstbestimmung hat, egal wie stark er geistig eingeschränkt ist.
 

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