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Erdbeben in Türkei/Syrien

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Die Waisenkinder und Halbwaisenkinder tun mir am meisten leid. Was wird aus denen, die keine Verwandten mehr haben? 😥
Gerade die aus Syrien haben es sehr schwer. In der Türkei wird es wahrscheinlich (bessere) Kinderheime geben. Aber in Syrien?
Sie kommen in ein Kinderheim und bestimmt in kein gutes. Man kann nur hoffen, dass sie von liebevollen Eltern adoptiert werden und dennoch ein schönes Leben haben.

Meine Mutter war mit 12 Jahren Vollwaise, wenn auch nicht nach einem Erdbeben. Ihre Eltern starben innerhalb von 15 Monaten, der Vater noch dazu plötzlich und unerwartet. Sie und ihre Geschwister wurden voneinander getrennt und wuchsen bei verschiedenen Verwandten auf, meine Mutter 90 km von ihrem Heimatort entfernt. Man merkte meiner Mutter zeitlebens in Stresssituationen an, dass sie durch den frühen Tod ihrer Eltern traumatisiert war. Wenn man dann auch noch eine Katastrophe wie die in der Türkei/Syrien erlebt hat und selbst verschüttet war, können die psychischen Folgen nur noch fataler sein.

Wir können hier nur spenden für seriöse Hilfsorganisationen, falls wir nicht selbst eine Ausbildung haben, um vor Ort helfen zu können. Fremdes Leid relativiert oft auch das eigene Elend. Ich habe es auch nicht leicht (von Kindheit an schwierige Rahmenbedingungen, diverse Schicksalsschläge und zwischenmenschliche Enttäuschungen, nur wenig Menschen, die wirklich daran Anteil nehmen, und ansonsten jede Menge beruflicher Stress und Ärger). Aber diese Menschen haben es zigfach schwerer. Ich möchte nicht mit ihnen tauschen. Schon aus Dankbarkeit darüber, dass man es zumindest nicht sooooo schlecht hat wie die Erdbebenopfer, sollte man etwas tun, wenn man es sich leisten kann.

Fremdes Leid sollte immer ein Grund sein, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu helfen, zu unterstützen und, wenn es sich um Menschen handelt, die man näher kennt, auch Zeit zu "opfern", um Anteil zu nehmen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das den allermeisten Menschen schon zu viel ist. Einen Geldbetrag als Spende zu überweisen, kostet jedoch weniger Zeit, als einem Trauernden alle 14 Tage mal per WhatsApp ein paar aufmunternde oder ablenkende Wort zu schreiben oder sich nach seinem Befinden zu erkundigen. Ein Geldbetrag ist online in wenigen Minuten überwiesen. Und ich denke, der Mehrzahl der Menschen in Deutschland geht es gut genug, um wenigstens etwas geben zu können - jeder nach seinen Möglichkeiten. Wenn im Durchschnitt pro Einwohner 1 Euro gegeben würde (und es sind ja längst nicht alle Menschen hier Sozialhilfeempfänger oder arme Rentner, die nicht mal das können), hätte man schon 83,2 Millionen Euro zusammen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es für die RetterInnen sein muss, "aufzugeben" 😢😢. Das Gefühl, dass da vielleicht immer noch Menschen leben könnten.... Obwohl die Statistiken was anderes sagen, und dann werden immer noch lebende Menschen gefunden.. Wir soll man da aufgeben können, ohne dass es einen zerreißt?!?

Ganz, ganz schrecklich das alles...
 
Das Gefühl, dass da vielleicht immer noch Menschen leben könnten.
Erst heute wurde eine 42jährige Frau aus den Trümmern geborgen, 222 Stunden nach dem Beben. Das sind mehr als 9 Tage!
Aber wenn jemand genug Luft bekommt und etwas Wasser zur Verfügung hat (im Idealfall auch etwas Zucker), ist das durchaus möglich. Voraussetzung ist natürlich, dass der/die Verschüttete nicht ernsthaft verletzt ist.
 
Was mir in solchen Zeiten hilft in der Betroffenheit und auch dem Entsetzen gegenüber so viel Leid, ist die Erinnerung daran, dass es in all diesem Elend so viele Menschen gibt, die beweisen, wozu Menschen tatsächlich fähig sind.

Ich habe vor ein paar Jahren mit der Gründerin der Zeltschule persönlich reden können und sie hat mich sehr beeindruckt. Eine engagierte Frau, eine Macherin. Sie ist Übersetzerin für arabisch und hat daher eine Verbindung zum arabischen Raum.


Ich habe gesehen, mittlerweile haben die richtig ein kleines Imperium aufgebaut. In so drei, vier Jahren. Und alles ehrenamtlich.

Beeindruckend finde ich dieses Buch:


Es sind Geschichten von Frauen, die fliehen mussten, in den Flüchtlingslagern sind und wie man so was überlebt und was sie stark macht. Vielleicht mag der eine oder andere ja dafür Werbung machen oder ist gerade auf der Suche nach einem Geschenk.

Was mich damals so beeindruckt hat, und ich kann das so gut nachvollziehen, sie hat erzählt, dass die Kinder dort so gerne zur Schule gehen, dass die Lehrer zu Beginn der Stunden schauen müssen, dass sich keines der Kinder heimlich in ihren Kurs geschmuggelt hat, wenn es gerade frei hat. Ich glaube, ich würde das auch machen. Und man darf nicht vergessen, das sind Kinder, die ansonsten die Familie ernähren müssen, arbeiten müssen, gäbe es diesen Verein nicht. (Die Eltern bekommen keine Arbeitserlaubnis und nur die Kinder können dort die Familien ernähren, weil das so eine Grauzone ist.)

Und was ich auch nicht vergesse, das ist die Geschichte von einem der Lehrer der zeltschule, der mit seiner Familie eben auch fliehen musste und der sagte, dass dramatische am Krieg ist, dass man nicht moralisch bleiben kann. Da die Flüchtlinge dort keine Arbeitserlaubnis bekommen, musste er von den Feldern der Bauern stehlen. Dank Frau Flory konnte er wieder in seinem Beruf als Lehrer arbeiten und ehrlich bleiben.

Mit solchen Aktionen hilft man nicht nur Menschen, zu überleben. Man tut auch was für die Menschlichkeit. hier ist die Gelegenheit, um die Welt ein wenig besser zu machen.

Das gibt mir Trost. Solche Geschichten, wo Menschen in all dem Elend menschlich bleiben, aufrecht sind.

Ich habe gesehen, die haben einen ganz ganz tollen Shop mit Sachen, die die Frauen dort genäht haben, auch mit Gewürzen, Tees, Spielzeug und und und. Einfach mal schauen. Und wer sicher gehen möchte, die Spende kommt auch dort an, wo sie gebraucht wird, eben weil die schon seit Jahren in Syrien tätig sind, haben sie jetzt vor Ort gute Kontakte.
 
Im türkischen Fernsehen (auf über 80 Sendern zeitgleich) läuft zur Stunde eine Spendenaktion (dasselbe Format, das wir z.B. von RTL kennen, mit Promis am Telefon usw).
Bis dato kamen rund 114 Milliarden Türkische Lira zusammen, das macht ca. 5,6 Milliarden Euro.

Ich will mich nicht weit aus dem Fenster lehnen, aber ich weiß nicht, ob es so etwas binnen weniger Stunden (die Live-Sendung begann um 18.00 MEZ) schon gegeben hat.
 
Im türkischen Fernsehen (auf über 80 Sendern zeitgleich) läuft zur Stunde eine Spendenaktion (dasselbe Format, das wir z.B. von RTL kennen, mit Promis am Telefon usw).
Bis dato kamen rund 114 Milliarden Türkische Lira zusammen, das macht ca. 5,6 Milliarden Euro.

Ich will mich nicht weit aus dem Fenster lehnen, aber ich weiß nicht, ob es so etwas binnen weniger Stunden (die Live-Sendung begann um 18.00 MEZ) schon gegeben hat.

Mia. oder meintest du Mio.? Wenn es Mia. sind ist das ja krass
 

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