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Er nörgelt und jammert ständig....

Hallo mad scientist

Ich wundere mich mehr, dass Du gerade mal mit einem Mann zusammen bist, und ihn schon anders haben willst.

Bei Dir scheint es so zu sein, dass Deine Depressionen weggeblasen sind, wenn da irgendjemand ist, auch wenn er weit entfernt ist. Plötzlich ist die Welt in Ordnung. Das geht nicht allen Menschen so.

Wenn es ihm schlecht geht, dann ist das eben so. Und wenn er das sagt, ist das auch in Ordnung. Wobei ich Deine Bedenken nachvollziehen kann. Wenn es jemandem immer schlecht geht, bleibt natürlich kein Raum für einen lockeren Umgang.

Jede Beziehung ist auch ein Kompromiss. Letztlich mußt Du selbst entscheiden, ob Du für Dich die richtige Wahl getroffen hast.

Wobei ich Deinen Threadtitel anders verstehe. Er jammert, und Du nörgelst. 😉

Günter
 
Da ist mein Jahrelang Single und lernt endlich einen Menschen kennen mit dem man zusammen ist. Und kaum ist man zusammen, wird man von Problemen des Gegenübers überschlagen. Sie hat doch selber ihre Probleme und versucht es selber zu lösen.
Gerade letzteres kann ich bei mad scientist nicht feststellen, gloria. Sie hat in dem anderen Thread selbst geschrieben, sie würde sich nur wegen ihres Kindes nicht umbringen, ansonsten schon, da sie sich ohne Mann wie der letzte Dreck fühle. Ähnliches schreibt sie in diesem Forum, wie ich recherchiert habe, bereits seit 2008. Ein Mann - und eben nicht sie selbst - soll alle ihre Probleme lösen. Sobald sie den hat, hat sie wieder Oberwasser - dann ist von Selbstmord oder auch nur trüben Gedanken nicht mehr ansatzweise die Rede. Daher tue ich mich sehr schwer damit, ihre angebliche Verzweiflung ernst zu nehmen.

Jeder Mensch hat Probleme, und damit muss man auch rechnen, wenn man eine Beziehung eingeht. Ich möchte ja auch von einem Partner so akzeptiert werden wie ich bin, mit meiner Vergangenheit, mit meiner atypischen Lebensgeschichte (die zwar anders war als die von mad scientist, aber leichter als sie habe ich es - nur eben aus anderen Gründen - auch nicht gehabt!) und auch mit meiner nicht immer unbeschwerten, sondern des öfteren eben auch eher nachdenklichen und melancholischen Stimmung. Ich erwarte umgekehrt auch nicht von einem Partner, dass er immer gut drauf sein muss, nur weil er mich an seiner Seite hat. Für so unwiderstehlich halte ich mich nämlich nicht. 😉

Und mir ist außerdem gerade in den letzten Jahren klar geworden, dass ein Partner auch nicht dazu da ist, mich dafür zu "entschädigen", dass mein Leben in der Vergangenheit nicht so verlaufen ist wie bei den meisten anderen Frauen meines Alters.

Ich habe nicht den Eindruck, dass mad scientist für einen Partner nur ansatzweise ebenso viel Verständnis aufbringt wie für sich selbst. Okay, wenn der neue Partner wirklich ausschließlich jeden Tag 24 Stunden rund um die Uhr depressiv und nicht zu einer Therapie bereit wäre, dann wäre es in der Tat problematisch. Damit ist auf Dauer der geduldigste und einfühlsamste Partner überfordert. Aber dass das tatsächlich so ist, nehme ich mad scientist nicht ab. Wie konnte sie sich denn dann in ihren neuen Freund verlieben, wenn er von Anfang an chronisch mies drauf war? Sie ist ja nach ihren eigenen Worten erst wenige Wochen mit ihm zusammen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber wenn man von Anfang an nur mit Problemen belastet werde, dann hat sich diese Beziehung für mich erledigt. Denn da hab ich das Gefühl ausgenutzt zu werden und als seelischen Mülleimer missbraucht zu werden.

Dann musst du aber fair sein und den Mann mit deinen Problemen ebenfalls nicht belasten. Kannst du das?

Also entweder haben Probleme Platz, dann aber die von beiden, oder sie haben keinen Platz, dann spielen wir heile Welt.
 
Du hast eine knallharte Einstellung dazu, aber vielleicht war für dein Leben eine Partnerschaft nicht so sehr wichtig.
Nein. Es hat nur nie jemanden interessiert, ob mir eine Partnerschaft wichtig gewesen wäre. Es würde auch niemanden interessieren, wenn ich mich deswegen umbringen würde. Mich fängt keiner auf, und wenn ich noch so verzweifelt bin. Wahrscheinlich hat gerade deswegen dann irgendwann der Selbsterhaltungstrieb bei mir gesiegt. Ich erlebe oft genug Einbrüche, aber irgendwann bin ich dann am Tiefpunkt angelangt und halte von allein wieder nach irgendwelchen Kleinigkeiten Ausschau, für die es sich auch als Dauersingle zu leben lohnt. Und wenn es die Natur im Frühling ist. Oder irgendein nettes Wort von einem Mitmenschen am Arbeitsplatz, für den ich etwas tun konnte, auch wenn einem Kollegen natürlich nicht so nahe stehen wie Freunde oder gar ein Partner. 🙂

Im Grunde schade ich mir dadurch obendrein, denn Beschützerinstinkte beim Mann weckt diese Form von Tapferkeit 😉 nun mal nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Finde ich jetzt auch nicht unbedingt fair, spamburger, wie du mit gloria umgehst.

Ich teile zwar deine Auffassung, dass in einer Beziehung für Probleme beider Platz sein sollte, und wenn es keine Probleme geben darf, dann macht man sich was vor. Und ich kann mich nur wundern, wie schnell mad scientist bei Problemen des Menschen, der ihrem Herzen am nächsten stehen sollte, ungeduldig und genervt reagiert, wo sie selber doch, sobald sie keinen Partner hat, gleich keinen Sinn mehr in ihrem Leben sieht und sich am liebsten umbringen würde. Und das, obwohl sie wegen ihrer kleinen Tochter allen Grund zum Weiterleben hat. 😎 Also, wenn's danach ginge, wer weniger Glück im Leben und gerade in der Liebe gehabt hat, dann müsste ich schon längst tot sein. Und gloria und du wahrscheinlich auch.

Ich glaube gloria aber ohne Weiteres, dass sie einen Partner mit ihren Problemen nicht behelligen würde, weil sie einfach so sehr daran gewöhnt ist, immer mit allem alleine fertig werden zu müssen.

Mir geht es nämlich genau so, man wächst da allmählich rein, ohne es zu merken... Auch mein Exfreund hat in unserer fünfjährigen Beziehung von Anfang an seine Probleme und Ängste schön auf mir abladen können, mich selber mit meinen aber im Regen stehen lassen. Ich brachte es damals einfach nicht fertig, eiskalt über seine Probleme hinweg zu gehen, weil ich bis dahin immer Single gewesen war (was übrigens auch niemanden in meinem privaten Umfeld sonderlich berührt hat - nicht mal meine eigene Mutter, denn sie hatte genug mit ihren eigenen traumatischen Kindheitserlebnissen, Ehe- und Gesundheitsproblemen zu tun, als dass sie mir in dieser Beziehung emotionale Unterstützung hätte geben können) und daher weiß, was es heißt, traurig zu sein, sich innerlich einsam zu fühlen. Ich wollte nicht, dass sich durch mein Verschulden jemand so allein gelassen fühlt, wie ich mich oft gefühlt habe. Schon gar nicht der Mann, den ich liebe.

Es ist mir nicht gedankt worden. Ich wurde als Klagemauer, Therapeutin, Chauffeurin und sonstiger Notnagel missbraucht und auf widerlichste Weise verlassen, sobald die Dauerlebenskrise meines Exfreundes nach fünf Jahren vorüber war. Das habe ich ihm bei der Trennung auch zurückgespiegelt mit den Worten: "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen." Gerade heute feiert mein Ex übrigens seinen 1. Hochzeitstag mit meiner Nachfolgerin (Trennungsgrund), mit der er mich seinerzeit hintergangen und mit der er letzten Sommer auch ein gemeinsames Kind bekommen hat.😎

Ich kenne es - ebenso wie gloria - nicht anders, immer mit allem allein fertig werden zu müssen. Sähe ich aus wie eine Elfe und würde mich dementsprechend benehmen, wäre es vielleicht auch anders. Aber wenn man jahrzehntelang immer wieder erfahren hat, dass man keine großartige Unterstützung bekommt, vielleicht nur deshalb, weil man (wie ich früher) extrem schüchtern ist oder allmählich notgedrungen zu eigenständig ist oder auch im "falschen" Körper einer auch äußerlich "starken Frau" steckt und Männern nicht attraktiv genug ist, dann stirbt irgendetwas in einem ab - wahrscheinlich genau das, was Männer normalerweise an Frauen anziehend finden (neben dem Äußeren, versteht sich 😉). Dann baut man eine Mauer um sich herum und macht irgendwann automatisch alles allein. Dann rechnet man gar nicht mehr mit Unterstützung, weder durch einen Partner, noch durch andere Menschen, und sucht auch nicht mehr danach - egal, ob es sich um ein emotionales oder rein praktisches Problem wie Umzug oder eine Reparatur im Haushalt handelt. Bestenfalls wendet man sich an offizielle Stellen - Handwerker, Behörden, Beratungsstellen, wenn's gar nicht mehr anders geht. Auch dass man sich in einem anonymen Forum öffnet, ist schon ein gewaltiger Schritt.

Deshalb kannst du gloria ruhig glauben, dass sie ihre Probleme allein löst und es - ebenso wie ich - in einer Partnerschaft regelrecht lernen müsste, sich auch mal unterstützen zu lassen. Sich auch mal eine schwache Seite erlauben zu dürfen, sich einfach mal fallen lassen zu können und darauf zu vertrauen, dass man aufgefangen wird. All das, was "zarte", "attraktive" Frauen ohne jegliche Anstrengung nachgeschmissen bekommen.

Ich finde es nicht schön, wenn du gloria obendrein noch mit Sätzen wie "Dazu sage ich mal nichts" verunsicherst. Du warst doch selbst immer allein und solltest eigentlich mehr Verständnis aufbringen. Es gibt mit Sicherheit ganz andere, oberflächlichere, vom Leben verwöhntere oder auch wehleidigere Frauen als ausgerechnet gloria, bei denen eine solche Bemerkung weit eher angebracht gewesen wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
@QUOTE=gloria;

...
Ich bin mir absolut sicher, dass mindestens 80% meiner Probleme und meines Selbsthasses mit einer gut funktionierten Partnerschaft gelöst wäre.

Was mir persönlich fehlt ist Akzeptanz, Selbstbestätigung und Vertrauen. Nur wenn ich diesen spüren kann, bin ich in der Lage auch meinem Partner helfen zu können. [/QUOTO

Der Partner als Retter??????
DAS funktioniert nicht. Wenn du selbst nicht in der Lage bist, dich zu akzeptieren oder zu mögen, wie sollte das ein anderer?
Abgesehen davon verschreckt man so über kurz oder lang jeden möglichen Partner, es sei denn, er hat auch psychische Probleme ...
Lg L.
 
ps: und du, liebe TE ... ja, vor wenigen tagen/wochen DIE dramatik, willst nicht mehr leben usw., dann sowas und schon bist du wieder "verzweifelt" ....

kann das alles gesund sein?
L.
 
Ich weiß nicht mehr, was ich noch denken soll. Ich habe einen guten Therapeuten und 1000 Medikamente. Also, was soll´s. Momentan denke ich gar nicht. Ich muß weiter machen wegen meinem Kind, das bin ich ihr schuldig. Die Therapie tut mir sehr gut, ansonsten lebe ich von Tag zu Tag. Ich versuche, einfach jeden Tag so zu leben, daß ich mir keine Vorwürfe machen muß. Das mein Kind zufrieden ist. Meine eigenen Bedürfnisse habe ich abgeschaltet. Dank der Medikamente geht es besser wie gedacht.

Liebe Grüße und Dank an Euch alle
 

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