Hallo ihr,
ich benötige mal Hilfe bzw einfach Meinungen zu meiner Situation.
Ich hatte mich im Herbst von meinem Freund getrennt. Wir hatten eine 2jährige Beziehung mit Höhen und Tiefen, aber leider mehrheitlich Tiefen meines Empfinden nach. Er persönlich sieht das aber anders.
Es begann mit einer intensiven Hochphase, er gestand mir relativ schnell seine Liebe. Nach einigen wochen sprach er bereits vom Zusammenziehen. Ich merkte nach 3-4 Monaten bereits erste Unstimmigkeiten.
z.b. Er war sehr eifersüchtig auf meinen Ex-Partner, mit dem ich seit vielen Jahren befreundet bin. wir hatten nur eine kurze Beziehung die viele Jahre zurückliegt. Seiner Meinung nach empfindet der Ex noch etwas für mich, was anfangs auch so war, ich schränkte den Kontakt dann etwas ein (zu 2t trafen wir uns eh nie, nur ist er im gleichen Freundeskreis).
Es legte sich dann alles wieder. Einmal fand ich eine handgeschrieben Liste mit allen meinen männl. Facebook Freunden in der wohnung meines Freundes, da waren wir gerade mal 4 Monate zusammen.
Darauf angesprochen sagte er, ihm fiele auf dass ich einen neuen Freund bei FB hatte und er wollte checken ob im Laufe der Zeit neue Freunde hinzukämen. Ihm war das sichtlich unangenehm und er begründete es damit dass seine Ex ihn betrogen hatte.
Es gab öfter Diskussionen auch wegen Instagram Followern, ich hätte zu viele und ab und zu fragte er wer das und das ist. Ich muss dazu sagen dass ich nicht mal sonderlich aktiv in sozialen Netzwerken bin und private Konten habe.
Dann fing es nach ca. 6 Monaten an, dass er sich sehr schnell in Kleinigkeiten hineinsteigerte/unnötig Streit anfing. Verschiedene Sachen, immer Nichtigkeiten, die mich mit der Zeit richtig wütend machten.
in Unseren ersten beiden Urlaube hatten wir neben schönen Tagen auch mindestens einmal richtigen Streit. Nach dem Sommerurlaub '23 fing ich an, das erste Mal über Trennung nachzudenken weil ich so enttäuscht war wie alles lief.
Nach einem intensiven Gespräch wollte er bzw wir an sich arbeiten. Leider blieben die Streitigkeiten, nur dass er ggf. nicht mehr ganz so laut und impulsiv wurde. Unerträglich war es trotzdem. Da ich ebenfalls immer stärkere Wut gegen ihn entwickelte, fing ich an aus den Situationen fliehen zu wollen, indem ich dann seine Wohnung verlassen wollte oder ihn halt meiner wohnung verweisen wollte, wenn es bei mir vorkam. Natürlich nicht sofort, sondern wenn man schon lange ergebnislos diskutiert hatte. Ich habe es ebenfalls versucht den Raum zu wechseln, er kam dann hinterher und redete weiter auf mich ein.
Wenn ich gehen wollte, versperrte er mir den Weg oder lief mir hinterher.
Auch kam es vor, dass er sich vor meine Autotür stellte und mich nicht einstiegen ließ.
Letztes Jahr kam es dann einmal zu einem schlimmen Streit wo ich ihm im Affekt, weil er wieder nicht von mir abließ, eine Ohrfeige gab. Er schlug zurück und das ziemlich doll. Er bereute dies zutiefst und kämpfte extrem um die Beziehung. Da ich ja vorher auch zuschlug, dachte ich ich gebe dem ganzen noch eine Chance und dann lief es wirklich einige wochen besser.
er war ruhiger, steigerte sich nicht mehr so in Kleinigkeiten hinein.
Ich muss dazu sagen, dass ich in früheren Beziehungen so etwas nie erlebt habe und mich dieses Auf und Ab extrem verwirrte und ja, wahrscheinlich auf gewisse Weise auch emotional abhängig machte.
Wenn es harmonisch lief bei uns war auch alles in Ordnung, Bis er dann wieder Themen fand, an denen er herum kritisieren konnte. Entweder hatte ich zu wenig Zeit, der Fahrweg störte ihn (75 km auseinander), wir müssten uns mehr auf die Beziehung konzentrieren etc pp.
Trotz Antrag kam es bei uns nie zu weiteren Schritten wie zusammenziehen etc.
Nachdem er nach der Trennung unermüdlich um mich kämpfte fingen wir im Januar an, uns wieder zu treffen und zu schauen ob ein kompletter Neuanfang sinn macht. Er wollte eine Therapie machen, da bei ihm einige Dinge im Argen sind (familiär etc).
Leider merkte ich relativ schnell, dass er ziemlich Druck machte, dass wir wieder offiziell zusammenkommen. Ich habe von Anfang an gesagt ich könne nichts versprechen und bin aufgrund aller Vorkommnisse sehr skeptisch und brauche Zeit.
Leider wurde er aber meinem Empfinden nach immer fordernder, was bei mir eher Rückzug als aufflammende Gefühle verursachte. Im März wollte er bereits bei 2 Geburtstagen meiner Freunde wieder teilnehmen. Ich war aber noch nicht soweit und sagte, dass das nicht geht. Er war darüber sehr enttäuscht und sauer und meinte ich würde ihn verheimlichen oder hinhalten. Ich kam immer mehr in Bedrängnis und sagte ihm natürlich auch, dass mich der Druck stört und ich einfach nach allem was schon war viel Zeit brauche. Ich hätte mir mehr Einfühlsamkeit von seiner seite gewünscht, zumal er für die meisten Streitigkeiten selbst verantworlich war und damit viel kaputt machte was er ja selbst zugab. Es gab wieder schöne und vetraute Momente, aber die Zweifel meinerseits blieben.
Ich hatte extreme Probleme mit meiner Familie zu reden, da sie ihn auch etwas kritisch sahen nach der Trennung, die nicht gut ablief. Er wollte meine wohnung nicht verlassen und ich wusste mir nicht anders zu helfen als die Polizei zu rufen.
Immer wieder fragte er mich, wann ich mit Freunden und Familie reden will.
Vor ein paar wochen kam es dann erneut zu einer unschönen Situation bei ihm zu Hause. Er wollte unbedingt ein wochenende mit mir verreisen, da er raus müsse und ich versuchte nach irgend einem freien WE zu schauen, aber hatte kein spontan freies wochenende gefunden. er wollte aber unbedingt spätestens diesen Monat noch verreisen.
da er immer wieder mit dem Thema nervte und erwartete, dass ich meine Verpflichtungen und Pläne für ihn sausen lasse, kam es zum Streit. Mir riss der Geduldsfaden und ich schrie ihn an, weil ich einfach nicht mehr konnte. Er sprang auf und sagte "ich hole jetzt ein Messer" und hielt es sich an seinen Hals. Ich war völlig schockiert und bekam Panik. Er legte es sofort wieder zurück und war selbst geschockt von seinem Verhalten. Er diskutierte mit mir und ließ mich -mal wieder- nicht aus der wohnung. Ich spielte ihm völlig fertig eine Versöhnung vor um der Situation entfliehen zu können.
Ich schrieb einen längeren Text bei Whatsapp und blockierte ihn dann auf allen Kanälen mit Hilfe von Freundinnen. Ich bekam diverse Briefe, Blumen etc. und große entschuldigungen, einsicht etc.
Er versuchte zu erklären, dass er immer Angst habe, wenn ich gehen wollte, dass es vorbei ist bei uns und er deshalb so reagiert, was er nun natürlich einsehe dass er sich da falsch verhält. Er fühlte sich hingehalten und verheimlicht, da ich in 4 Monaten nicht mit meiner Familie sprach (nur mit Freunden) und er mich deswegen nicht besuchen konnte. Er wollte ja nur endlich Teil meines Lebens wieder sein und dass es endlich wieder wird wie früher. Und er verstand nicht dass ich mich so schwer tat und er hätte seiner Meinung nach keinen Druck gemacht. Das mit dem Messer tat ihm unendlich leid, es wäre eine Kurzschlussreaktion auf mein Schreien gewesen.
Ich habe mich immer wieder auf ihn eingelassen, zum einen weil natürlich immer noch Gefühle da waren, zum anderen vielleicht auch wegen einer gewissen Torschlusspanik. Ich kann mir vieles selbst nicht erklären. Ich war mehrheitlich unglücklich in der Beziehung und hoffte eigentlich, es wäre meine Letzte. War mein Vorgehen zu hart?
Wie kann jemand nach den ganzen Vorfällen nicht verstehen, dass man einfach verletzt ist und erwarten, dass man jetzt noch eine Chance gibt? Man kann doch nicht einfach immer alles vergessen und auf Knopfdruck glücklich sein? Warum hat jemand, der mich angeblich so liebt, die 2 Jahre denn nicht genutzt und stattdessen so viel falsch gemacht? Sicher habe ich auch Fehler gemacht. Aber wie gesagt, ich habe sowas vorher nie erlebt. Es tut einfach verdammt weh und man fühlt sich so ausgelaugt.
ich benötige mal Hilfe bzw einfach Meinungen zu meiner Situation.
Ich hatte mich im Herbst von meinem Freund getrennt. Wir hatten eine 2jährige Beziehung mit Höhen und Tiefen, aber leider mehrheitlich Tiefen meines Empfinden nach. Er persönlich sieht das aber anders.
Es begann mit einer intensiven Hochphase, er gestand mir relativ schnell seine Liebe. Nach einigen wochen sprach er bereits vom Zusammenziehen. Ich merkte nach 3-4 Monaten bereits erste Unstimmigkeiten.
z.b. Er war sehr eifersüchtig auf meinen Ex-Partner, mit dem ich seit vielen Jahren befreundet bin. wir hatten nur eine kurze Beziehung die viele Jahre zurückliegt. Seiner Meinung nach empfindet der Ex noch etwas für mich, was anfangs auch so war, ich schränkte den Kontakt dann etwas ein (zu 2t trafen wir uns eh nie, nur ist er im gleichen Freundeskreis).
Es legte sich dann alles wieder. Einmal fand ich eine handgeschrieben Liste mit allen meinen männl. Facebook Freunden in der wohnung meines Freundes, da waren wir gerade mal 4 Monate zusammen.
Darauf angesprochen sagte er, ihm fiele auf dass ich einen neuen Freund bei FB hatte und er wollte checken ob im Laufe der Zeit neue Freunde hinzukämen. Ihm war das sichtlich unangenehm und er begründete es damit dass seine Ex ihn betrogen hatte.
Es gab öfter Diskussionen auch wegen Instagram Followern, ich hätte zu viele und ab und zu fragte er wer das und das ist. Ich muss dazu sagen dass ich nicht mal sonderlich aktiv in sozialen Netzwerken bin und private Konten habe.
Dann fing es nach ca. 6 Monaten an, dass er sich sehr schnell in Kleinigkeiten hineinsteigerte/unnötig Streit anfing. Verschiedene Sachen, immer Nichtigkeiten, die mich mit der Zeit richtig wütend machten.
in Unseren ersten beiden Urlaube hatten wir neben schönen Tagen auch mindestens einmal richtigen Streit. Nach dem Sommerurlaub '23 fing ich an, das erste Mal über Trennung nachzudenken weil ich so enttäuscht war wie alles lief.
Nach einem intensiven Gespräch wollte er bzw wir an sich arbeiten. Leider blieben die Streitigkeiten, nur dass er ggf. nicht mehr ganz so laut und impulsiv wurde. Unerträglich war es trotzdem. Da ich ebenfalls immer stärkere Wut gegen ihn entwickelte, fing ich an aus den Situationen fliehen zu wollen, indem ich dann seine Wohnung verlassen wollte oder ihn halt meiner wohnung verweisen wollte, wenn es bei mir vorkam. Natürlich nicht sofort, sondern wenn man schon lange ergebnislos diskutiert hatte. Ich habe es ebenfalls versucht den Raum zu wechseln, er kam dann hinterher und redete weiter auf mich ein.
Wenn ich gehen wollte, versperrte er mir den Weg oder lief mir hinterher.
Auch kam es vor, dass er sich vor meine Autotür stellte und mich nicht einstiegen ließ.
Letztes Jahr kam es dann einmal zu einem schlimmen Streit wo ich ihm im Affekt, weil er wieder nicht von mir abließ, eine Ohrfeige gab. Er schlug zurück und das ziemlich doll. Er bereute dies zutiefst und kämpfte extrem um die Beziehung. Da ich ja vorher auch zuschlug, dachte ich ich gebe dem ganzen noch eine Chance und dann lief es wirklich einige wochen besser.
er war ruhiger, steigerte sich nicht mehr so in Kleinigkeiten hinein.
Ich muss dazu sagen, dass ich in früheren Beziehungen so etwas nie erlebt habe und mich dieses Auf und Ab extrem verwirrte und ja, wahrscheinlich auf gewisse Weise auch emotional abhängig machte.
Wenn es harmonisch lief bei uns war auch alles in Ordnung, Bis er dann wieder Themen fand, an denen er herum kritisieren konnte. Entweder hatte ich zu wenig Zeit, der Fahrweg störte ihn (75 km auseinander), wir müssten uns mehr auf die Beziehung konzentrieren etc pp.
Trotz Antrag kam es bei uns nie zu weiteren Schritten wie zusammenziehen etc.
Nachdem er nach der Trennung unermüdlich um mich kämpfte fingen wir im Januar an, uns wieder zu treffen und zu schauen ob ein kompletter Neuanfang sinn macht. Er wollte eine Therapie machen, da bei ihm einige Dinge im Argen sind (familiär etc).
Leider merkte ich relativ schnell, dass er ziemlich Druck machte, dass wir wieder offiziell zusammenkommen. Ich habe von Anfang an gesagt ich könne nichts versprechen und bin aufgrund aller Vorkommnisse sehr skeptisch und brauche Zeit.
Leider wurde er aber meinem Empfinden nach immer fordernder, was bei mir eher Rückzug als aufflammende Gefühle verursachte. Im März wollte er bereits bei 2 Geburtstagen meiner Freunde wieder teilnehmen. Ich war aber noch nicht soweit und sagte, dass das nicht geht. Er war darüber sehr enttäuscht und sauer und meinte ich würde ihn verheimlichen oder hinhalten. Ich kam immer mehr in Bedrängnis und sagte ihm natürlich auch, dass mich der Druck stört und ich einfach nach allem was schon war viel Zeit brauche. Ich hätte mir mehr Einfühlsamkeit von seiner seite gewünscht, zumal er für die meisten Streitigkeiten selbst verantworlich war und damit viel kaputt machte was er ja selbst zugab. Es gab wieder schöne und vetraute Momente, aber die Zweifel meinerseits blieben.
Ich hatte extreme Probleme mit meiner Familie zu reden, da sie ihn auch etwas kritisch sahen nach der Trennung, die nicht gut ablief. Er wollte meine wohnung nicht verlassen und ich wusste mir nicht anders zu helfen als die Polizei zu rufen.
Immer wieder fragte er mich, wann ich mit Freunden und Familie reden will.
Vor ein paar wochen kam es dann erneut zu einer unschönen Situation bei ihm zu Hause. Er wollte unbedingt ein wochenende mit mir verreisen, da er raus müsse und ich versuchte nach irgend einem freien WE zu schauen, aber hatte kein spontan freies wochenende gefunden. er wollte aber unbedingt spätestens diesen Monat noch verreisen.
da er immer wieder mit dem Thema nervte und erwartete, dass ich meine Verpflichtungen und Pläne für ihn sausen lasse, kam es zum Streit. Mir riss der Geduldsfaden und ich schrie ihn an, weil ich einfach nicht mehr konnte. Er sprang auf und sagte "ich hole jetzt ein Messer" und hielt es sich an seinen Hals. Ich war völlig schockiert und bekam Panik. Er legte es sofort wieder zurück und war selbst geschockt von seinem Verhalten. Er diskutierte mit mir und ließ mich -mal wieder- nicht aus der wohnung. Ich spielte ihm völlig fertig eine Versöhnung vor um der Situation entfliehen zu können.
Ich schrieb einen längeren Text bei Whatsapp und blockierte ihn dann auf allen Kanälen mit Hilfe von Freundinnen. Ich bekam diverse Briefe, Blumen etc. und große entschuldigungen, einsicht etc.
Er versuchte zu erklären, dass er immer Angst habe, wenn ich gehen wollte, dass es vorbei ist bei uns und er deshalb so reagiert, was er nun natürlich einsehe dass er sich da falsch verhält. Er fühlte sich hingehalten und verheimlicht, da ich in 4 Monaten nicht mit meiner Familie sprach (nur mit Freunden) und er mich deswegen nicht besuchen konnte. Er wollte ja nur endlich Teil meines Lebens wieder sein und dass es endlich wieder wird wie früher. Und er verstand nicht dass ich mich so schwer tat und er hätte seiner Meinung nach keinen Druck gemacht. Das mit dem Messer tat ihm unendlich leid, es wäre eine Kurzschlussreaktion auf mein Schreien gewesen.
Ich habe mich immer wieder auf ihn eingelassen, zum einen weil natürlich immer noch Gefühle da waren, zum anderen vielleicht auch wegen einer gewissen Torschlusspanik. Ich kann mir vieles selbst nicht erklären. Ich war mehrheitlich unglücklich in der Beziehung und hoffte eigentlich, es wäre meine Letzte. War mein Vorgehen zu hart?
Wie kann jemand nach den ganzen Vorfällen nicht verstehen, dass man einfach verletzt ist und erwarten, dass man jetzt noch eine Chance gibt? Man kann doch nicht einfach immer alles vergessen und auf Knopfdruck glücklich sein? Warum hat jemand, der mich angeblich so liebt, die 2 Jahre denn nicht genutzt und stattdessen so viel falsch gemacht? Sicher habe ich auch Fehler gemacht. Aber wie gesagt, ich habe sowas vorher nie erlebt. Es tut einfach verdammt weh und man fühlt sich so ausgelaugt.