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Gast
Hallo Fuechsin
Da muss ich Erich Fromm aus "Die Kunst des Liebens" zitieren, der diesen Sachverhalt ganz gut beschrieben hat, wie ich finde.
"Eine Form der Pseudoliebe, die nicht selten ist und oft als die „große Liebe“ erlebt wird (und die noch öfter in rührenden Filmen und Romanen dargestellt wird), ist die abgöttische Liebe. Wenn jemand noch nicht das Niveau erreicht hat, wo er ein Gefühl der Identität, des Ich-Seins hat, das sich auf produktive Entfaltung seiner eigenen Kräfte gründet, neigt er dazu, die geliebte Person zu „vergöttern“. Er wird dann seinen eigenen Kräften entfremdet und projiziert sie auf die geliebte Person, die er als summum bonum, als Inbegriff aller Liebe, allen Lichts und aller Seligkeit verehrt. Bei diesem Prozeß beraubt er sich völlig des Gefühls von eigener Stärke und verliert sich in der Geliebten, anstatt sich in ihr zu finden. Da in der Regel niemand auf die Dauer die Erwartungen eines so abgöttisch Liebenden erfüllen kann, muß es zu Entäuschungen kommen, und man sucht sich mit einem neuen Idol zu entschädigen, manchmal in einem nicht endenden Kreislauf. Kennzeichnend für diese Liebe ist die Intensität und Plötzlichkeit des Liebeserlebnisses. Oft wird diese abgöttische Liebe als die wahre große Liebe bezeichnet. Aber während sie angeblich der Inbegriff einer intensiven, tiefen Liebe ist, spricht aus ihr in Wirklichkeit nur der Hunger und die Verzweiflung des abgöttisch Liebenden. Es braucht wohl nicht besonders erwähnt zu werden, daß nicht selten zwei Menschen in einer gegenseitigen abgöttischen Liebe zusammenfinden, die in Extremfällen das Bild einer folie a' deux bietet."
Rotfuchs
Das würde ich so unterschreiben, schöner Text. Wie bei meiner verheirateten Ex, der alten Sch#&%pe damals. Für die wäre ich von einer Brücke gesprungen, wenn ich sie nur haben hätte können. Man war die süß. Ich glaube, ich sollte sie mal wieder anrufen, vielleicht ist sie inzwischen ja wirklich geschieden, dann kann man der Sache ja noch eine Chance geben.