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Manuel+
Gast
Hallo Magna Mater!Ich möchte einmal generell einwerfen, dass sich niemand "entwertet", nur weil er/sie sich auf eine Affäre einlässt. Dass der damit verbundene Sex, oftmals als weniger wert oder gar als "entwertend" angesehen wird, als etwa Sexualität innerhalb von festen Partnerschaften, ist nichts weiter als moralinsaure Vorurteilsschablonistik, denn ich gehe mal nicht davon aus, dass diejenigen, die das so eifrig behaupten, gar selbst sich so "entwerten"; doch woher sonst, wissen sie so gut Bescheid?
Sorry, ich kann so etwas nicht ernst nehmen. Dinge zu verurteilen und zu bewerten, die man selbst vermeintlich nie tun würde, weil sie ja so verwerflich sind - angeblich. Das alleine zeigt die Widersinnigkeit derartiger Aussagen, von dem Umstand, dass die meisten Affären sehr viel liebevoller sind, als viele Beziehungen, sonst käme es nämlich gar nicht erst zu der Affäre, jetzt mal ganz abgesehen.
In einer Beziehung, in der beide Partner rundum glücklich und mit ihrer reinen Zweisamkeit zufrieden sind, käme es erst gar nicht zu Ausbrüchen. Aber Hauptsache die Moralapostel konnten sich mal wieder aufspielen und ihr Entwertungsliedchen intonieren.
Deine Argumentation lautet: Affairen sind nicht zu verurteilen (oder sogar gut zu heißen), weil sie anstelle einer kaputten Beziehung treten.
Fragt sich dann nur: warum führen die Fremdgeher die alte Beziehung weiter (meist unter Lügen)? Warum halten sie eine in Deinen Augen minderwertige Beziehung am Laufen, wo doch die neue Affaire so viel liebevoller ist?
Sobald man eine Beziehung für so "minderwertig" hält, dass man eine andere Beziehung für besser hält, sollte man meines Erachtens die "minderwertige" beenden. Das Wesen einer Affaire besteht aber darin, dass man mindestens zwei Beziehungen am Köcheln hält, von denen fast immer eine als "minderwertiger" betrachtet werden muss. Affairen haben also systemimmanent eine "minderwertige" Beziehung integriert. Und das macht sie schließlich so verwerflich.
Eine Affaire ist fast immer für alle Beteiligten schlechter. Insofern sehe ich überhaupt keinen Grund, Affairen zu verteidigen. Sie bringen in aller Regel viel Leid mit sich. Und sie sind oft Ausdruck einer amoralischen Persönlichkeit.
Man erzähle mal seiner 13jährigen Tochter, dass Affairen eigentlich ganz gut sind und nur so einen schlechten Ruf haben wegen der "moralinsauren Vorurteilsschablonisktik"!!??? Selbst 13jährige dürften noch ein gesundes Gefühl dafür haben, dass da was nicht stimmt.