J
Jade75
Gast
Mir wurde vor ein paar Tagen dieses Forum als eine Art Hilfestellung empfohlen. Ich habe lange überlegt, ob ich denn überhaupt etwas zu meiner momentanen Situation sagen kann/will.
Vor wenigen Wochen ist mein Partner in meinen Armen gestroben, einfach so. Es gab keine Ankündigung, nichts. Abends als wir ins Bett wollten, hat er nur gestöhnt, mich gebeten ihm zu helfen und ist zusammengebrochen. Noch bevor ich den Notarzt anrufen konnte war er schon tot. Ich habe es ihm genau angesehen, wollte es nur nicht wahrhaben. Es war einfach furchtbar. Und ich konnte nicht bei ihm bleiben, weil der Notarzt darauf bestanden hat, dass ich vor der Haustüre auf ihn warte und nicht bei einem freund bleiben kann. Es dauerte wenig, bis der Noarzt eingetroffen ist. Die Wiederbelebungsversuche habe über eine halbe Stunde gedauert und ich musste das alles mitanhören. Ich bin zwar aus unserem Schlafzimmer raus, weil es für mich so furchtbar war, ihn so hilflos da liegen zu sehen und ihm nicht helfen zu können, aber ich musste ja in der Wohnung blieben. Und hätte ich auch hin sollen? Irgendwann kam der Notarzt runter zu mir und sagte so ganz ohne Interesse und fehl jedes Mitgefühls, dass er gestorben war. Wahrscheinlich noch vor seinem Eintreffen. In diesem Moment habe ich gar nicht verstanden, was mir der Notarzt gesagt.
Die ersten Wochen danach habe ich in totaler Trance erlebt. Ich bin arbeiten gegangen. Um die Beerding musste ich mich nicht kümmern, das hat seine Familie übernommen. Eigentlich konnte ich genau so weitermachen, wie vor diesem schrecklichen 15. Februar.
Aber jetzt komme ich langsam zu mir, ich fange an zu verstehen, was mir passiert ist. Und es ist so unfair. Wir waren über fünf Jahre zusammen und haben auch genau so lange zusammengelebt. Klar, wir hatten nicht nur gute Zeiten. Aber wir haben uns zusammengerauft. Und es war schön. Es wurde mit jedem Jahr schöner. Und eigentlich hätte es nicht besser laufen können, wie es im letzten halben Jahr lief. Überhaupt keinen Streit mehr. Totale Harmonie, spießige Harmonie. Sogar das Fernsehen wurde zum Harmonie-Event. Und jetzt ist er einfach weg...
Ich hab so oft über ihn und seine verrückten Vorstellungen vom Leben und Partnerschaft gelacht. Und jetzt, wo er weg ist, weiß ich, was er mir immer sagen und beibringen wollte. Ich habe nicht verstanden, dass ich durch ihn bedingungslose Liebe erfahren habe. Ich war so dumm, so schrecklich dumm.
Es tut so weh. Ich möchte am liebsten den ganzen Tag schreien. Und meine Wut über diese Ungerechtigkeit rauslassen. Aber es geht nicht, mich muss genauso funktionieren wie vorher auch. Darf gar nicht schlecht darauf sein. Es interessiert auch kaum jemanden, wie es mir geht. Ich dachte, die Welt müsste anhalten, oder doch wenigstens langsamer werden. Sie muss doch merken, dass einer fehlt. Aber das ist nicht so. Kaum jemand (Familie und einige wirkliche Freunde) interessiert sich noch dafür. Für meine Umwelt geht es einfach so weiter. Aber für mich nicht. Ich hasse diese Leben ohne ihn.
Alles geht einfach so schnell weiter, ich habe gar nicht die Zeit mich zurecht zu finden. Meine Gefühle und Gedanken zu ordnen, zu trauern.
Ich fühle mich so verdammt alleine. Es hat mich niemand gefragt, ob ich das will. Wir hatten uns so viel vorgenommen für die nächsten zwei Jahre. Wir wollten heiraten und Kinder. Ich fühle mich so betrogen vom Leben. Er hätte doch noch so viel Zeit gehabt, der er mit mir verbringen sollte. Das ist alles so unfair. Er fehlt so....
Vor wenigen Wochen ist mein Partner in meinen Armen gestroben, einfach so. Es gab keine Ankündigung, nichts. Abends als wir ins Bett wollten, hat er nur gestöhnt, mich gebeten ihm zu helfen und ist zusammengebrochen. Noch bevor ich den Notarzt anrufen konnte war er schon tot. Ich habe es ihm genau angesehen, wollte es nur nicht wahrhaben. Es war einfach furchtbar. Und ich konnte nicht bei ihm bleiben, weil der Notarzt darauf bestanden hat, dass ich vor der Haustüre auf ihn warte und nicht bei einem freund bleiben kann. Es dauerte wenig, bis der Noarzt eingetroffen ist. Die Wiederbelebungsversuche habe über eine halbe Stunde gedauert und ich musste das alles mitanhören. Ich bin zwar aus unserem Schlafzimmer raus, weil es für mich so furchtbar war, ihn so hilflos da liegen zu sehen und ihm nicht helfen zu können, aber ich musste ja in der Wohnung blieben. Und hätte ich auch hin sollen? Irgendwann kam der Notarzt runter zu mir und sagte so ganz ohne Interesse und fehl jedes Mitgefühls, dass er gestorben war. Wahrscheinlich noch vor seinem Eintreffen. In diesem Moment habe ich gar nicht verstanden, was mir der Notarzt gesagt.
Die ersten Wochen danach habe ich in totaler Trance erlebt. Ich bin arbeiten gegangen. Um die Beerding musste ich mich nicht kümmern, das hat seine Familie übernommen. Eigentlich konnte ich genau so weitermachen, wie vor diesem schrecklichen 15. Februar.
Aber jetzt komme ich langsam zu mir, ich fange an zu verstehen, was mir passiert ist. Und es ist so unfair. Wir waren über fünf Jahre zusammen und haben auch genau so lange zusammengelebt. Klar, wir hatten nicht nur gute Zeiten. Aber wir haben uns zusammengerauft. Und es war schön. Es wurde mit jedem Jahr schöner. Und eigentlich hätte es nicht besser laufen können, wie es im letzten halben Jahr lief. Überhaupt keinen Streit mehr. Totale Harmonie, spießige Harmonie. Sogar das Fernsehen wurde zum Harmonie-Event. Und jetzt ist er einfach weg...
Ich hab so oft über ihn und seine verrückten Vorstellungen vom Leben und Partnerschaft gelacht. Und jetzt, wo er weg ist, weiß ich, was er mir immer sagen und beibringen wollte. Ich habe nicht verstanden, dass ich durch ihn bedingungslose Liebe erfahren habe. Ich war so dumm, so schrecklich dumm.
Es tut so weh. Ich möchte am liebsten den ganzen Tag schreien. Und meine Wut über diese Ungerechtigkeit rauslassen. Aber es geht nicht, mich muss genauso funktionieren wie vorher auch. Darf gar nicht schlecht darauf sein. Es interessiert auch kaum jemanden, wie es mir geht. Ich dachte, die Welt müsste anhalten, oder doch wenigstens langsamer werden. Sie muss doch merken, dass einer fehlt. Aber das ist nicht so. Kaum jemand (Familie und einige wirkliche Freunde) interessiert sich noch dafür. Für meine Umwelt geht es einfach so weiter. Aber für mich nicht. Ich hasse diese Leben ohne ihn.
Alles geht einfach so schnell weiter, ich habe gar nicht die Zeit mich zurecht zu finden. Meine Gefühle und Gedanken zu ordnen, zu trauern.
Ich fühle mich so verdammt alleine. Es hat mich niemand gefragt, ob ich das will. Wir hatten uns so viel vorgenommen für die nächsten zwei Jahre. Wir wollten heiraten und Kinder. Ich fühle mich so betrogen vom Leben. Er hätte doch noch so viel Zeit gehabt, der er mit mir verbringen sollte. Das ist alles so unfair. Er fehlt so....