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Enttäuscht vom Verhalten meiner Kollegin

Marika46

Aktives Mitglied
Liebe Community,

ich bin oft zusammen im Dienst mit einer Kollegin, mit der ich mich eigentlich immer gut verstanden habe. In Pausen sprechen wir oft über Privates und haben auch geplant, mal zusammen zum Bowling zu gehen. Einmal brachte sie mir von einem Ausflug mit Bewohnern ein kleines Souvenir mit. Seit einigen Monaten fällt mir aber auf, dass sie sich gerne über mich stellt, indem sie versucht mich abzuwerten.

Manchmal lacht sie komisch, wenn ich irgendwas nicht sofort finde oder nicht weiß und einmal fragte sie mich, wann ich endlich erwachsen werde. Das war dann der Punkt, wo ich es mir nicht mehr bieten lassen wollte. Ich fragte sie, was das soll. Sie wisse genau, dass ich ihr schon oft geholfen habe, vor allem bei der Dokumentation. Sie hat Migrationshintergrund und obwohl sie schon fast 40 Jahre in Deutschland lebt, sind ihre Sprachkenntnisse schlecht. Sie war zuerst eingeschnappt und meinte dann, sie habe es doch nicht böse gemeint. Ich habe daraufhin eingelenkt.

Am Freitag war ich mit einer Bewohnerin beschäftigt, als eine andere alte Dame auf mich zukam und mich bat, ihr eine Telefonnummer rauszusuchen. Ich beeilte mich, um das möglichst schnell zu erledigen. Anschließend sagte mir die Kollegin, dass sie "meinen Kram" weggeräumt habe und warum ich so nervös sei. Fügte noch hinzu: "Wo du sonst so langsam bist".

Ehrlich gesagt, war ich wegen des Spruchs mit der Langsamkeit schon wieder bedient. Ich weiß, dass ich nicht die Schnellste bin. Trotzdem schaffe ich mehr als die Kollegin, die ziemlich trödelig ist.

Würdet ihr so einen Spruch auch übelnehmen oder darüber hinwegsehen?

Es grüßt euch

Marika
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange sie mir hilft, würde ich sowas als normales Gehabe unter Kollegen interpretieren. Ist schwierig, wenn man nicht dabei ist, herauszuhören, wie das gemeint ist.
 
So, wie du es schilderst, sehe ich hier keine eindeutige Täter-Opfer-Situation, sondern zwei Kolleginnen, die sich gegenseitig triggern.
Ja, die Sprüche sind unnötig. Aber deine Reaktion war es auch.
Wenn dich jemand wegen "erwachsen werden" provoziert, kontert man nicht mit Hinweisen auf Sprachdefizite und Migrationshintergrund.
Das ist keine sachliche Grenzsetzung, das ist ein persönlicher Angriff.
Du betonst mehrfach, dass du mehr leistest, schneller bist, öfter hilfst. Gleichzeitig wirfst du ihr vor, sich über dich zu stellen. Merkst du, dass du im selben Atemzug genau das Gleiche tust?
Dass dich der Kommentar mit der Langsamkeit trifft, liegt vielleicht auch daran, dass du selbst sagst, nicht die Schnellste zu sein. Das macht die Bemerkung nicht nett, aber erklärbar, warum sie dich so stark beschäftigt.
Die entscheidende Frage ist nicht, ob man so einen Spruch übelnehmen darf.
Man darf alles.
Die Frage ist doch eher, warum eskalieren Situationen bei dir so häufig, ob im Job, in der Nachbarschaft, oder immer wieder mit unterschiedlichen Menschen?
Wenn Konflikte sich häufen, lohnt sich irgendwann der Blick nach innen statt die Suche nach dem nächsten Schuldigen.
Klüger wären da klare Ansage ohne Gegenangriff.
Alles andere hält das Muster am Leben.
 
Hallo Marika46 ,

eigentlich weiß man immer nicht so genau wie man anfangen soll,

in meinen jungen Jahren war ich Kollegen gegenüber auch so ziemlich
offen, hatte nichts zu verbergen oder so .
Aber dann kam Tag X und da habe ich verstanden,
von da an habe ich mich nicht mehr mit Kollegen über
privates gesprochen,
habe natürlich mich mit ihnen unterhalten, aber eben nichts privates mehr ,
nur auf beruflicher Ebene.
Heute weiß ich , das war gut und richtig so.
Muss aber auch hinzufügen bei uns waren es zu 90% Kolleginnen .
Und die können ganz schön bösartig zickig sein und mobben
konnten sie auch sehr gut.

Ich würde es mir noch eine Weile locker mit anschauen, aber auf
privater Ebene mich total zurück ziehen.
Sei höflich und warte auf das was kommt.
Sollte es schon zu weit sein mit dieser Art und
sich dies extrems wiederholt würde ich um ein Gespräch mit Deinem Vorgesetzten
bitten , vielleicht auch eine Aussprache auf Augenhöhe .

Wenn sie Dir etwas erzählen möchte was auf privater Ebene läuft,
dann musst du ganz schnell noch was erledigen und gehst raus aus dieser Situation.
Beruflich musste schon gut auseinander halten können ,
lasse Dich nicht auf Lästerei ein , denn das sind gefährliche Situationen.

Hinterfrage Dich ob Deine Kollegin irgendwas stört was Dich betrifft ,
oder spreche sie ganz direkt darauf hin an und bleibe bei der ganzen
Situation ausgesprochen ruhig und beobachte wie sie sich verhält.

Jetzt bist Du gerade sehr traurig und sogar enttäuscht ,
darum auch diese verletzte Situation.
 
Ich hätte sie direkt gefragt, was sie damit sagen möchte, und eine Erklärung verlangt. Dann freundlich darauf hingewiesen, dass du sie nicht darum gebeten hast, die Sachen wegzuräumen, und gefragt, wie sie überhaupt dazu kommt, wenn du doch nur kurz eine Nummer herausgesucht hast und du keine Ewigkeit weg warst.

Du kannst dir aber auch angewöhnen, erst das eine fertigzumachen und dann das nächste zu tun. Du musst nicht alles sofort stehen und liegen lassen.
 
...und einmal fragte sie mich, wann ich endlich erwachsen werde. Das war dann der Punkt, wo ich es mir nicht mehr bieten lassen wollte. Ich fragte sie, was das soll.
Das wäre schon genug der Nachfrage gewesen und du hättest ihr die Möglichkeit gegeben, darauf zu antworten. Stattdessen schlägst du zurück, und sie schnappt auch noch ein. Damit ist die Möglichkeit zur Klärung dahin.

Grundsätzlich hast du Recht damit zu sagen "Hey, du überschreitest gerade eine Grenze, und das geht mir zu weit." Darauf hättest du es beschränken sollen und du hättest dir so den Respekt zurückgeholt, der angemessen ist.

Indem du Sachverhalte vermischst, nimmst du dem anderen die Möglichkeit zu verstehen, dass er zu weit gegangen ist.

Wenn du schon "seit einigen Monaten" festgestellt hast, dass sie unangemessen reagiert könntest du dich fragen, warum du so etwas so lange aushältst bis du dann endlich mal etwas sagst. Vielleicht kannst du dir für die Zukunft eine deutlich frühere Reaktion angewöhnen. Die kann ja durchaus freundlich sein; der andere merkt dann aber direkt, dass er sich an einer roten Linie bewegt.

"Tine, ich mag nicht, wenn du so mit mir sprichst. Bitte lass das." "Ich habe das Gefühl, du machst dich über mich lustig. Bitte hör damit auf." Damit setzt du Grenzen. Das kann man lernen.
 
Es ist ziemlich auffällig, dass du immer wieder versuchst, bei Kolleginnen auch privat anzudocken und das dann zu Problemen auch bei der Arbeit führt.

Bleib am besten in der Arbeit einfach professionell. Lass dich nicht so leicht verunsichern. Es ist schon klar, dass das schwer ist, weil es einfach dein Naturell ist. Trotzdem. Sachlich bleiben.

Aber am besten versuchst du nicht ständig, mit Kolleginnen auch noch privat was zu unternehmen, weil das euer Verhältnis einfach noch schwieriger macht.
 

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