D
Deviant
Gast
Hallo zusammen,
ich stehe zur Zeit vor einem großen Problem, bei dem mein Umfeld entweder hilflos oder parteiisch ist...daher würde ich das Problem hier gerne mal darstellen, in der Hoffnung dass jemand eine Meinung dazu hat...
Also, ich bin 27 Jahre alt und wollte immer Medizin studieren. Ich habe zwar alibihaft mal was anderes versucht, aber auch nicht besonders ernsthaft. Im Grunde habe ich eine medizinische Ausbildung gemacht, eine internationale Weiterbildung, war auch in beidem sehr gut und auch immer hervorragend in meinem Job. Phasenweise hatte ich immer wieder Zweifel der verschiedensten Art ob dieser Weg so der richtige ist, vor allem da die ZVS einem jedes Semester wieder die lange Nase gezeigt hat "Ääätsch, genau wieder EIN Semester zuwenig!". Nun bin ich in dem Bereich Notfallmedizin tätig, einem Bereich, den ich seit 13 Jahren spannend fand und gemacht habe und für den ich immer alles geopfert habe. Auch Beziehungen, Freundschaften...
Nun bin ich an dem Punkt, wo ich zunehmend merke, dass ich vieles mit nach Hause nehme. Ich will jetzt auch nicht sagen, dass menschliche Not sonst an mir vorbeigegangen ist, um Gottes Willen - aber so mitgenommen hat mich das nie. Auch betreffs den Arbeitszeiten und dem Gehalt und dem Ansehen dessen was man da tut...es hat mich nie wirklich gestört, aber mir kommen immer mehr Zweifel. Das Schlimme ist: Ich habe mit Ärzten im Freundes-/Bekanntenkreis gesprochen, die genau meine Argumente bringen. Und nun habe ich langsam echt Zweifel, ob ich diesen Job machen will. Ich stehe kurz davor eventuell doch einen Studienplatz zu bekommen und nach acht Jahren Warterei stelle ich fest: Das ist es wohl nicht. Es gab für mich aber nie was anderes und mir fällt auch echt nichts ein, wo ich sagen würde: Jawoll! Das mach ich!
Meine Freunde sagen: Hey klar, machs trotzdem, wird schon! Meine Eltern wollen natürlich, dass ich Frau Doktor werde. Und einige meiner Freunde, die mich schon lange kennen, sind der Situation gegenüber auch total hilflos. Und ich irgendwie auch. Ich frage mich ob das die letzten Jahre all die Opfer wert war und werde so viele Bilder nicht mehr los...
Ich weiß grad echt nicht was ich machen soll und wie es weitergehen soll. Wenn jemand einen Rat hat, würde ich mich freuen!
Grüße
Dax
ich stehe zur Zeit vor einem großen Problem, bei dem mein Umfeld entweder hilflos oder parteiisch ist...daher würde ich das Problem hier gerne mal darstellen, in der Hoffnung dass jemand eine Meinung dazu hat...
Also, ich bin 27 Jahre alt und wollte immer Medizin studieren. Ich habe zwar alibihaft mal was anderes versucht, aber auch nicht besonders ernsthaft. Im Grunde habe ich eine medizinische Ausbildung gemacht, eine internationale Weiterbildung, war auch in beidem sehr gut und auch immer hervorragend in meinem Job. Phasenweise hatte ich immer wieder Zweifel der verschiedensten Art ob dieser Weg so der richtige ist, vor allem da die ZVS einem jedes Semester wieder die lange Nase gezeigt hat "Ääätsch, genau wieder EIN Semester zuwenig!". Nun bin ich in dem Bereich Notfallmedizin tätig, einem Bereich, den ich seit 13 Jahren spannend fand und gemacht habe und für den ich immer alles geopfert habe. Auch Beziehungen, Freundschaften...
Nun bin ich an dem Punkt, wo ich zunehmend merke, dass ich vieles mit nach Hause nehme. Ich will jetzt auch nicht sagen, dass menschliche Not sonst an mir vorbeigegangen ist, um Gottes Willen - aber so mitgenommen hat mich das nie. Auch betreffs den Arbeitszeiten und dem Gehalt und dem Ansehen dessen was man da tut...es hat mich nie wirklich gestört, aber mir kommen immer mehr Zweifel. Das Schlimme ist: Ich habe mit Ärzten im Freundes-/Bekanntenkreis gesprochen, die genau meine Argumente bringen. Und nun habe ich langsam echt Zweifel, ob ich diesen Job machen will. Ich stehe kurz davor eventuell doch einen Studienplatz zu bekommen und nach acht Jahren Warterei stelle ich fest: Das ist es wohl nicht. Es gab für mich aber nie was anderes und mir fällt auch echt nichts ein, wo ich sagen würde: Jawoll! Das mach ich!
Meine Freunde sagen: Hey klar, machs trotzdem, wird schon! Meine Eltern wollen natürlich, dass ich Frau Doktor werde. Und einige meiner Freunde, die mich schon lange kennen, sind der Situation gegenüber auch total hilflos. Und ich irgendwie auch. Ich frage mich ob das die letzten Jahre all die Opfer wert war und werde so viele Bilder nicht mehr los...
Ich weiß grad echt nicht was ich machen soll und wie es weitergehen soll. Wenn jemand einen Rat hat, würde ich mich freuen!
Grüße
Dax