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Entscheidungprobleme, was studieren?

Reflexion23w

Mitglied
Hi, ich kann mich einfach nicht entscheiden was ich studieren soll, vielleicht kann mir hier jemand dabei helfen und mir nen Rat geben.

Also ich habe mich für Medienmanagement und für Soziale Arbeit beworben. (Im nachhinein wäre vielleicht Mediendesign besser gewesen aber nun hab ich die Wahl nicht mehr)

Jedenfalls find ich den Studienplan gut von MM, aber BWL hat mir in der Schule nicht gefallen und nun hab ich Angst dass es alles zu wirtschaftlich wird und es am Ende ein Bürojob wird, worauf ich so gar keine Lust habe. Außerdem liest man dass der Medienbereich auch überlaufen ist, vor allem Marketing.

Bei SA habe ich das Problem, dass ich Angst habe dem ganzen nicht gewachsen zu sein, weil ich selbst schon viele Probleme im Leben hatte und ich auch schon ne gewisse Meinung habe was z.B gewalttätige Eltern betrifft oder junge Eltern ohne Abschluss aber 2 Kinder.
Den Job an sich finde ich trotz schlechter Bezahlung ganz spannend, weil jeder Mensch seine Geschichte hat und anders ist und der Beruf auch abwechslungsreich. Habe ein Praktikum in einer therapeutischen Klinik gemacht und es war schon ganz spannend.
Ich hätte gerne Medizin oder Psychologie studiert, aber ich habe nur eine Fachhochschulreife mit 2er Schnitt. Ich überlege aber auch ob ich es später versuchen soll im Zweitstudium in Richtung Medizin zu gehen.. man weiß ja nie ob sowas klappt, aber ist nur ein Gedanke.
Grundschullehramt, könnte ich mir sogar auch vorstellen. (sorry für Rechtschreibfehler, habe gerade wenig Zeit darauf zu achten)

Meine Interessen sind vielfältig ,ich finde es gut kreativ zu sein (Richtung film, Grafik), finde Germanistik aber auch ganz toll, oder eben auch die sozialen Berufe)

Momentan stehen eben nur 2 Bereiche zur Auswahl SA oder MM und da muss jetzt ne Entscheidung her, deshalb wäre ich über jede Hilfe dankbar!
 
hi,

dir ist aber klar, dass auch design oft einen bürojob beinhaltet? habe ein praktikum in einer kommunikationsagentur letztes jahr gemacht (studiere bwl) und für die designmenschen sah's da nicht viel anders aus als für die bwler.

medienmanagement klingt in der tat eher bwl-lastig. aber wenn dir der stundenplan gefällt?

ich finde es nicht schlimm, wenn man eine meinung hat bzgl bestimmter leute und trotzdem soziale arbeit uä studiert, man muss nur aufpassen dass man dann niht mit vorurteilen belastet ist oder das irgendwie überträgt. eine meinung hat jeder, nur die frage ist wie man damit umgeht.

du könntest ja auch erst einen bachelor machen in einem der fächer und sollte es dir danach nicht so liegen, noch einen anderen master?
 
Es mag sich jetzt komisch anhören, aber:

Ich finde, grundsätzlich ist es gar nicht so wichtig, was man nun studiert.

Warum? Anfangs hast du nunmal keine genaueren Infos ob dir das Studium nun konkret Spaß macht oder wo sich eventuell irgendwelche Probleme oder unerwartete Schwierigkeiten auftun. Du kannst nur mit dem entscheiden was Du nunmal jetzt zur Verfügung hast (ich setze mal voraus, du hast die bestehenden Infomöglichkeiten ausgeschöpft!). Zu den anderen Dingen, die man eben selbst erfahren muß, kann dir auch keiner was sagen. Die mußt du eben selbst herausfinden.

Es ist auch überhaupt kein Ding, sich später umzuentscheiden, wenn auch nur teilweise, oder sogar komplett, sofern diese Entscheidung dann aus den Erfahrungen heraus getroffen wird, die du bis dahingemacht hast und nicht nur planloses Rumgeirre ist. Man MUSS keinen schnurgeraden Lebenslauf haben, und wer nur geradeaus läuft, verpaßt das meiste, was sich links und rechts noch tut.

Also: die Richtung sollte stimmen (Neigung), die Details klären sich später.

Alles was ich oben gesagt habe nehme ich zurück, wenn Du das Studium mit Bafög finanzieren mußt. Dann mußt du genau wissen was du studieren willst und daß du es auch durchziehst. Ansonsten hast Du massig Schulden umsonst gemacht und die Chance auf ein Studium auch verloren. Und mit Rumgeeiere kannst du dich auch nicht aufhalten, da sonst am Ende des Geldes noch so viel Studium übrig ist 😉

Du siehst es kommt drauf an woher die Kohle kommen soll. Bei geneigten Eltern in geordneten Verhältnissen, was ja wohl bei der Mehrzahl der Studenten zutrifft, sollten Orientierungsphasen kein Problem darstellen (man sollte jedoch auch nicht ins Rumgeeiere abdriften, selbst wenns geduldet wird, weil man sonst dasteht wie meine Schwägerin, die jetzt nach 22 Semestern Jura, BWL und WiWi auf Hartz gewechselt ist weil Papi die Langzeitstudiengebühren nicht mehr zahlen will 😉 )
 
Medienmanagement studieren

Ich habe Medienmanagemet studiert und kann Dir sagen, dass es mir sehr gefallen hat. Ich bin auch eher der Kreative Typ und steh nicht so auf den BWL-Kram. Doch ist der sehr wichtig. In meinem Studium war es perfekt, Hälfte des Lehrplans bestand aus den Besonderheiten, Strukturen, Erlösmodellen, Zukunftperspektiven etc. der Medien, die andere Hälfte aus BWL-Inhalten - jedoch meist gemünzt auf Medienunternehmen. Das Gute daran ist, du hast so viele Bereiche in die du unterkommen kannst. Ich habe an dieser FH Medienmanagement studiert BiTS - Die Unternehmer-Hochschule | Studium Medienmanagement, dort kannst du Dir auch Lehrpläne herunterladen, um eine grobe Vorstellung vom Inhalt zu bekommen.
Viel Erfolg!
 
Nur weil du dch für diese beiden Sachen beworben hast, musst du ja den Studienplatz nciht annehmen.
Soweit ich weiß, brauchst du für Soziale Arbeit auch einen 1er Schnitt.
Wenn du Glück hast, rutscht du aber trotzdem rein.

Ich finde es nicht egal, was man studiert. Man muss schließlich meist damit den Rest seines Lebens klarkommen.
Wenn du vielfältig interessiert bist, helfen Praktika meist, sich festzulegen.

Grundschullehramt ist nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Auch der Beruf danach besteht nicht nur aus malen, singen und Bäuche der kleinen süßen Kinder kitzeln.

Klar kannst du Germanistik studieren. Ein ziemlich trockenes Fach mit viel Schreibtischarbeit später.

Du musst dir klar werden, was DU willst. Das kann hier keiner für dich entscheiden.

Sozialer Beruf - ja, nein
Schreibtischjob - ja, nein
Mit Menschen arbeiten - ja, nein
Alleine arbeiten - ja, neine
Partnerarbeit oder Gruppenarbeit
Feste Arbeitszeiten oder lieber lockere
Ortsgebunden oder lieber oft unterwegs
Immer mit den gleichen Menschen oder immer neue kennenlernen
Kreativität ausleben
Technikinteresse
Leute etwas beibringen
Organisieren

usw. das sind Fragen, die du im Auschlussverfahren für dich beantworten musst. Und wenn du weißt, wie dein späterer Beruf aussehen soll, dann suchst du dir das was passt aus.
 

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