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Entlassungsgespräch

Sollilja

Aktives Mitglied
Ich musste heute mein erstes Entlassungsgespräch führen. Wobei eigentlich mein Chef (glücklicherweise) den größten Redeanteil übernommen hat. Er wollte sich schon von der Mitarbeiterin trennen, bevor ich ins Unternehmen kam. Nun trage ich diese Entscheidung aber voll mit, da die Mitarbeiterin aus diversen Gründen für ihre Stelle nicht geeignet ist.

"Mitarbeiter entlassen" ist etwas, worüber mir meine Eltern immer gesagt haben, "sowas kannst du nicht". Es brauchte allerdings nicht viel Berufserfahrung, bis ich mitbekommen habe, dass man nicht besonders weit oben in der Hierarchie sein muss, um in die Situation zu kommen, es können zu müssen. Mein Chef hat mir hinterher gesagt, ich hätte es gut gemacht.
Jetzt ist mir immer noch übel. Wie viele solcher Gespräche muss man im Leben geführt haben, bis es "einfacher" wird?
Ich habe schon etwas Angst vor den nächsten Wochen, da es wohl noch die eine oder andere Konfrontation geben wird.

In den Jahren, die ich nun schon im Beruf bin, habe ich öfters Kollegen kennengelernt, bei denen ich mich gefragt habe, wie es sein kann, dass sie so lange in ihrer Position überleben, und warum sich nicht endlich ein Vorgesetzter der Sache annimmt. Offenbar hatten die Vorgesetzten immer Schiss vor solchen Gesprächen...
 
Wie viele Gespräche man führen muss damit es einfacher wird?

Ich denke das liegt immer an der Person die es entscheidet. Wie die Beziehung zwischen dem Gekündigten und dem Entlasser ist. Wie viel Mitgefühl oder auch Wut über das Versagen bei den Aufgaben herrscht.
Wirklich leicht sollte es aber nie fallen.
(Es sei denn der Arbeitnehmer hat richtig schlimmes Verhalten an den Tag gelegt. )

Denn das würde dich jedes Mitgefühls berauben. Wenn du nichts mehr fühlst bei so einer schween Entscheidung.
 
Hallo, wurde denn voher schon ein ausfühliches Kritikgespräch durchgeführt?
Ich selbst bin im Personalbereich tätig und würde immer zu einem solchen Gespräch raten, denn gerade bei Entlassungsgesprächen (aufgrund v. mangelnder Leistung (etc.)) kann man darauf wunderbar aufbauen.

Ansonsten ist Empathie eines der wichtigsten Eigenschaften für Menschen im Personalwesen - gut wenn du diese hast!
 
Es geht doch hier nicht um die entlassene Mitarbeiterin, sondern um die Fragen der TE!


Liebe TE, wenn Du ein empathischer Mensch bist, dann werden Dir solche Gespräche wohl immer quer im Magen liegen. Aber das ist eigentlich auch nicht schlimm. Denn dann wirst Du gut mit den Menschen auf der anderen Seite (nämlich denen, die gerade ihren Job verloren haben) umgehen. Ich finde, es spricht für Dich, dass Dir das so auf dem Herzen liegt.
 
Meine Güte! Wie man hier direkt wieder eine Entscheidung kritisiert. Es geht doch gar nicht darum, warum jemand entlassen wurde. Dass jemand seine Arbeit schlecht macht und gehen muss, gibt es! Da muss man nicht mit dem TE um ihre Stelle kämpfen.
 

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