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Enkel wird von seiner Mutter schlecht behandelt

G

GastDirgni

Gast
Unser Enkel (7) wird von seiner Mutter sehr lieblos behandelt. Er hat ADHS und ich weiß das ein solches Kind schwierig ist. Aber dennoch tut mir der Junge sehr leid. Er bekommt Ritalin und ist dadurch ruhiger geworden. Sie aber schreit ihn nur an, sperrt ihn bei jeder Gelegenheit in sein Zimmer. Sie kümmert sich nicht um die Schule. Das macht mein Sohn allein, obwohl er arbeitet und extra für Schultermine frei nehmen muss, sie hingegen ist zu Hause. Unser Enkel hat noch 4 Geschwister, sie sind nicht mit uns verwandt, und alle Kinder haben einen schrecklichen Umgangston miteinander. Den haben sie von der Mutter und ihrem Freund übernommen. Unser Enkel wird für den Umgangston bestraft, obwohl er es nicht anders hört. Die Mutter und ihr Freund trinken auch täglich Alkohol. Dies erzählt unser Enkel bei seinen Besuchen. Wie können wir unserem Enkel helfen? Er tut uns so schrecklich leid.
 
Hallo Dirgni,
Kinder suchen sich nach Möglichkeit selbst ihre
Vorbilder und ich denke, auch schlechte Vorbilder
können nützlich sein, wenn dadurch der Kontrast
zu den positiven stärker wird. Heißt: ihr selbst seid
sehr wertvolle Bezugspersonen. Ich hatte das
Glück, alle vier Großeltern ausführlich zu erleben
und bin von allen deutlich beeinflusst worden, mehr
als von meinen Eltern, denke ich manchmal.

Ob darüber hinaus Einmischen sinnvoll ist, lässt
sich schwer vorhersagen. Es könnte auch nach
hinten losgehen und den Kontakt zum Enkelkind
erschweren. Es mag etwas komisch klingen: aber
wenn ein Kind in solch einer Umgebung aufwächst,
entwickelt es häufig auch die Fähigkeit, damit an-
gemessen umzugehen und es als Normalität auf-
zufassen, was von außen als schrecklich erscheint.
Oft sind solche Kinder später sogar fähiger, mit
harten Umständen zurecht zu kommen als andere,
die in Watte gepackt aufgewachsen sind, was aber
keine Entschuldigung für das Verhalten der Eltern
darstellen soll ...

Gruß, Werner
 
Ich finde es immer schwierig, so eine Situation von außen zu beurteilen. Einen Siebenjährigen in ein Zimmer zu sperren und ihn nur anzuschreien, finde ich von einer Mutter natürlich alles andere als gut und richtig. Leider stimmt es aber, dass euch der Kontakt zum Enkelkind erschwert werden könnte, solltet ihr euch einmischen.

Daher frage ich zunächst mal: Wie ist denn euer Verhältnis zur Mutter des Enkelkindes? Wenn es halbwegs gut ist, könntet ihr ja mal anmerken, dass sie etwas erschöpft wirkt und eure Unterstützung anbieten - z.B., dass euer Enkel öfters mal zu euch kommt, damit sie ein wenig Zeit für sich hat. Je mehr Verständnis ihr für die Mutter zeigt, desto eher wird sie euer Angebot vermutlich annehmen. So ein Alltag mit 5 Kindern ist ja auch wirklich nicht ganz ohne.

Im Falle einer Kindswohlgefährdung würde ich aber aller Risiken zum Trotz nicht untätig bleiben, sondern mich notfalls auch ans Jugendamt wenden. Allerdings ist sicherlich sinnvoll, auch hier zunächst das Problem familienintern zu lösen zu versuchen. Es gibt auch Familien-Beratungsstellen, die bei solchen Problemen sehr hilfreich sein können. Da könnt ihr als Großeltern hingehen und euch einfach mal informieren und die Situation schildern. Ich bin mir sicher, die können euch bessere Tipps geben als ich.

ADHS einzig mit Ritalin zu behandeln, erscheint mir auch nicht so klug, gerade wenn ein Kind noch so jung ist... Da gibt es doch auch verschiedene Thrapieansätze alternativ zu Medikamenten bzw. ergänzend zu Medikamenten.
 
Ich finde es immer schwierig, so eine Situation von außen zu beurteilen. Einen Siebenjährigen in ein Zimmer zu sperren und ihn nur anzuschreien, finde ich von einer Mutter natürlich alles andere als gut und richtig. Leider stimmt es aber, dass euch der Kontakt zum Enkelkind erschwert werden könnte, solltet ihr euch einmischen.

Daher frage ich zunächst mal: Wie ist denn euer Verhältnis zur Mutter des Enkelkindes? Wenn es halbwegs gut ist, könntet ihr ja mal anmerken, dass sie etwas erschöpft wirkt und eure Unterstützung anbieten - z.B., dass euer Enkel öfters mal zu euch kommt, damit sie ein wenig Zeit für sich hat. Je mehr Verständnis ihr für die Mutter zeigt, desto eher wird sie euer Angebot vermutlich annehmen. So ein Alltag mit 5 Kindern ist ja auch wirklich nicht ganz ohne.

Im Falle einer Kindswohlgefährdung würde ich aber aller Risiken zum Trotz nicht untätig bleiben, sondern mich notfalls auch ans Jugendamt wenden. Allerdings ist sicherlich sinnvoll, auch hier zunächst das Problem familienintern zu lösen zu versuchen. Es gibt auch Familien-Beratungsstellen, die bei solchen Problemen sehr hilfreich sein können. Da könnt ihr als Großeltern hingehen und euch einfach mal informieren und die Situation schildern. Ich bin mir sicher, die können euch bessere Tipps geben als ich.

ADHS einzig mit Ritalin zu behandeln, erscheint mir auch nicht so klug, gerade wenn ein Kind noch so jung ist... Da gibt es doch auch verschiedene Thrapieansätze alternativ zu Medikamenten bzw. ergänzend zu Medikamenten.



Wir haben keinerlei Kontakt zur Mutter und möchten das auch nicht.
 
Was sagt der Vater denn?


Alle o.g. Aussagen haben wir von unserem Sohn und unserem Enkel. Er hat schon oft versucht mit der Mutter zu reden, ohne Erfolg. Den letzten Weg zum JA scheut er, da die Mutter es sofort erfährt und es dann wieder Stress mit ihr gibt. Das hatte er schon einmal, als die Schule sich bei meinem Sohn beschwert hat weil die Mutter sich nicht kümmert.
 
Alle o.g. Aussagen haben wir von unserem Sohn und unserem Enkel. Er hat schon oft versucht mit der Mutter zu reden, ohne Erfolg. Den letzten Weg zum JA scheut er, da die Mutter es sofort erfährt und es dann wieder Stress mit ihr gibt. Das hatte er schon einmal, als die Schule sich bei meinem Sohn beschwert hat weil die Mutter sich nicht kümmert.

Sorry, mir sind das zuviele Pauschalaussagen- wenn Dir dein Enkel SO wichtig ist, dann schau da vorbei und sorge ggf für Hilfe!
 
Ich gebe Klageweib recht. Und auch deine Aussage, dass ihr keinen Kontakt zur Mutter wünscht finde ich kontraproduktiv. Die Mutter gehört zum Kind und wenn ihr sie nicht zumindest akzeptierend behandelt, wie wollt ihr eurem Enkel da hilfreich sein? Manchmal sollte man über seinen eigenen Schatten springen und erwachsen handeln, vor allem wenn es um das Wohl von Kindern geht.
 
es geht um das kind! wenn der vater sich kümmern will - oder ihr - solltet ihr den konflikt mit der mutter nicht scheuen.
wäre es nicht auch eine wunderbare Lösung, wenn das kind zum Vater kommt?
 

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