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Englisch

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Gast

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Hallo liebe Studenten und andere, die sich hier rumtreiben 🙂

Ich habe soeben mein erstes Semester an einer Uni hinter mir (bzw. die Hälfte der Prüfungen noch vor mir), ich studiere Philosophie. Warum, und ob ich am Ende unter der Brücke ende soll hier nicht Thema sein. 😉
Das ganze ist größtenteils echt spannend, die Leute nett, und ich bin nicht unglücklich. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich das nicht packe. Nicht, weil es so wahnsinnig schwierig ist, aber ein wirklich großes Problem ist Englisch. Ich habe zwar vor der Einschreibung gefragt, und man sagte mir, dass man nicht daran scheitern würde, Unterrichtssprache ist offiziell deutsch und englisch nur nebenbei. Aber ich glaube, die gehen einfach von einem anderen Niveau aus. In einigen Fächern haben wir ausschließlich englisch im Original gelesen, und das ist einfach zwei Stufen über mir. Wir hatten in der Schule einen Englischlehrer, bei dem wir wirklich, ohne Übertreibung, fast nichts gemacht haben. Viel Smalltalk (auf deutsch) weder er viel lehren noch wir viel lernen wollten, Hausaufgaben gabs nicht, keine Grammatik (bzw. hatten wir sie, wurde aber nie geprüft, ihr könnt euch ja denken was das heißt für Schüler), Wörter auch nur im ersten Jahr ernsthaft. Ansonsten viele Bücher gelesen, aber die hat natürlich kein Mensch angerührt im Zeitalter der Onlinezusammenfassungen.
Im Vergleich mit meiner Klasse war ich da nicht schlecht, weil ich auch viel englische Musik gehört habe und die Texte häufig übersetzte etc., aber verglichen mit anderen Schulabgängern bin ich wirklich schlecht. Und ein Philotext im Original ist auch für andere nicht immer einfach, und dann ich: Zu Beginn habe ich eine Liste geführt mit den Wörtern, die ich nicht kann. Für einen 20-Seiten-Text waren das knappe 3 A4-Seiten, aber das habe ich dann schnell aufgegeben.

Auf jeden Fall weiß ich nicht wie das weiter gehen soll. Das war das erste, einfachste Semester, ohne viele Originaltexte und mit viel Einführungsliteratur. Ich bin sehr skeptisch, wie das weitergehen soll. Theoretisch hätte ich mich für ein Auslandssemester melden können im englischsprachigen Raum, aber um das bewilligt zu kriegen muss man bereits gut Englisch können, weil man sonst den Vorlesungen nicht folgen kann. Folglich werde ich da nie und nimmer zugelassen.

Habt ihr in euren Studienfächern auch solche Erfahrungen gemacht, selbst oder bei Mitstudenten beobachten können? Wie ist das weitergegangen? Oder ist dieser Englischwahn trotz offiziell reinem Deutschunterricht nur bei Philosophen so ausgeprägt?
Ich weiß nicht recht, wie das weitergehen soll. Dieses Semester bestehe ich vermutlich alles, weil doch noch einige Fächer auf deutsch eingeführt wurden. Aber wie das weitergehen soll kann ich mir nicht vorstellen. Selbst Englisch lernen wäre irgendwie naheliegend, aber ein Riesenaufwand, ich bin mit eigentlich 100% Studium (zugegeben, Geisteswissenschaften sind schon nicht so streng) und Nebenjob 1-2 Tage pro Woche schon ordentlich ausgelastet, und ab und zu mal was anderes machen als arbeiten ist mir auch noch wichtig. Studienabbruch wäre irgendwie schade nur wegen sowas, und vor allem fehlt mir ein Plan B. Wie siehts in euren Studiengängen aus, ist das an der ganzen Uni so, dass Englisch auf so hohem Niveau und in so großen Anteilen einfach Pflicht ist?

Danke fürs Lesen! 🙂
 

Hallo Gast,

schau mal hier: Englisch. Hier findest du vielleicht was du suchst.

mit dem Englischen ist es schon so ne Plage. Ich .habe Bio studiert und die Literatur war nur auf E. Mein E.-unterricht ging bis zur 8 Klasse regulär, dann nur noch vertretungsweise.
Üben, üben, üben und Vokabeln rausschreiben - wiederholt sich vieles.
Nun bin ich oft auf med. Kongressen und gesprochen wird Englisch
In Holland, skand. Ländern werden nur Originalsprachen mit Untertitel gesendet Die Norweger, Holländer sprechen excellentes Englisch. Würde mir wünschen, daß wäre bei uns auch so. Leider sind wir Deutsche Hinterweltl. diesbezügl.
Also, fleißig Vokabeln raussuchn
Leo.com mit Aussprachehilfe kann ich nur empfehlen
w.
 
Englisch ist übrigens die Welt- und Wissenschaftssprache und hat mit Wahn nix zu tun. Die wchtigen Informationen bekommst über die engl. Sprache, besonders wenn man interdiziplinär arbeiten muß - das erfordert auch das Berufsleben.

Aber ned aufgeben

w.
 
Hi,

lass dich nicht unterkriegen 🙂

Klar wirkt das erst einmal erschreckend, wenn man auf einmal so viele Texte, noch dazu sehr komplexe, auf Englisch lesen und verstehen muss.

Aber wenn du dich immer wieder mit Englisch beschäftigst, wird das schon sehr bald kein Problem für dich sein! Ich bin ja ein echter "Englischfreak" und liebe die Sprache über alles - daher kann ich dir nur empfehlen: Schau öfter mal Filme im Original, auf Englisch, an! Am besten mit englischen Untertiteln. Lies auch in deiner Freizeit was auf Englisch, dadurch erweitert sich dein Vokabular enorm! Vielleicht kannst du auch englischen Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln eine Chance geben?

Sehr empfehlenswert finde ich PsychologyToday.com. Da findest du übrigens auch jede Menge frei zugängliche Artikel zu philosophischen Fragen und Weltanschauungen.
 
Als Englischstudentin kann ich nur sagen, was mir am meisten geholfen hat, war:

- Bücher auf Englisch lesen
- Englische Filme sehen
- Mich im englischsprachigen Internet in Foren anmelden, die mich interessiert haben, und aktiv mitdiskutieren. Besonders hier musste ich natürlich jede Menge Vokablen nachschlagen (jemand erwähnte schon leo.org), aber das Schreiben hilft am meisten, weil du da dein aktives Vokabular erweiterst anstatt wie beim Lesen/Filmschauen "nur" das passive.

Ich hatte zwar in der Schule Englisch als Leistungskurs und keinen schlechten Lehrer, aber so gut war ich zu Beginn des Studiums auch nicht; philosophische Texte wären mir da auch eine Hausnummer zu groß gewessen. Aber nach ca. einem Jahr intensiver Beschäftigung damit (siehe oben) war das alles schon viel leichter.
 
Ich würde auch vorschlagen dich mehr mit der Englischen Sprache zu befassen.
Blödes Vokabeln lernen war nie mein Ding, aber man kann das auch anders lernen. Es gibt interaktive Lernprogramme, du kannst Filme/Serien auf Englisch gucken (vllt erst auf deutsch, dann nochmal auf englisch, dann verstehst du die Handlung schonmal) und vielleicht geht der nächste Urlaub in ein englischsprachiges Land?
Ansonsten...hast du vielleicht jemanden an deiner Uni, der mit Erasmus aus England oder so da ist? Dann könntet ihr ein Tandem bilden: du bringst ihm/ihr Deutsch bei, er/sie, dir Englisch.
Oder hast du vielleicht einen Komilitonen, der Englisch gut beherrscht und dir Nachhilfe geben könnte?
Es gibt genug Möglichkeiten, denke ich 🙂
 
Ich danke euch schon mal für die Ermutigungen. 🙂

Zuerst mal zum "Englischwahn"; ich habe im Grunde nichts gegen Englisch, höre auch viel solche Musik und hin und wieder sehe ich mir auch einen Film auf englisch an. Und das jemand mit akademischem Abschluss englisch können muss, macht auch für mich Sinn.
Aber irgendwie wird für mich ein grosser Schritt übersprungen. In der Schule muss man praktisch nichts können, und ab dem ersten Tag an der Uni verlangen sie fast (zumindest passives) Muttersprachniveau. Offensichtlich haben es ja schon viele vor mir geschafft, aber wirklich logisch scheint mir das nicht. Deshalb auch mein Unmut, aber eigentlich habe ich die Sprache immer gemocht.

Danke für eure Tipps! Im Grunde habe ich nicht einmal ein Problem damit, Sprachen und Vokabeln zu lernen, das habe ich früher in meiner Freizeit und in einmal in einem 2-jährigen Freikurs auch gemacht (nur leider nie englisch, weil das so Mainstream war 😛). Aber es fehlt mir völlig der Wille, mir dafür noch Zeit zu nehmen. 4 Tage habe ich Unterricht, 1-2 Tage Arbeit, dazu noch alles, was man fürs Studium selbst machen muss... Natürlich ist das nicht so aufwendig wie ein Mathematikstudium, aber doch auch genug zu lesen und entsprechend zeitlicher Aufwand. Daneben habe ich noch einen Freundeskreis, den ich gerne hin und wieder mal treffe - da habe ich nicht wirklich Lust, noch Vokabeln zu lernen. Jetzt, in der vorlesungsfreien Zeit, habe ich sicher Zeit für den einen oder anderen Film, aber davon kann ich natürlich noch nicht gut genug Englisch.

Aber im Endeffekt bleibt mir wohl nicht viel anderes übrig als mir irgendwo die Zeit zu nehmen und zu lernen oder einfach rumzujammern. Oder natürlich Studienfachwechsel, aber das scheint mir wie gesagt irgendwie nicht wirklich angebracht. Wäre vielleicht so oder so gut, falls ich später mal Arbeit finden möchte 😛 (und im Moment könnte ich Philo auch locker noch ohne zeitliche oder sonstige Verluste als Nebenfach anrechnen lassen), aber dennoch momentan nicht wirklich die favorisierte Variante. Trotzdem sei hier noch einmal die Frage angebracht, wie sieht / sah das bei euren Studiengängen aus (ausgenommen natürlich Englisch, welches logischerweise noch höhere Ansprüche hat), gibt es diese Sprachhürde dort auch so extrem, oder ist das nur bei uns Philosophen so?
 
Naja, wenn man die Schule abschließt, sollte man theoretisch ja bereits ziemlich gute Englischkenntnisse haben. Ich mache in eineinhalb Jahren die Matura (=Abitur) und erwartet wird eigentlich, dass wir dann in etwa das Niveau C1 haben. Aber in unserer Klasse sitzen Leute, die im Englischunterricht keinen geraden Satz rausbringen und schon mit den einfachsten Vokabeln große Schwierigkeiten haben.
Ich denke, es hängt ganz stark vom Lehrer ab, welche Kompetenzen Schüler tatsächlich erlangen. Ich hatte in den letzten fünf Schuljahren fünf verschiedene Englischlehrer. Manche von denen erwarteten so gut wie gar nichts und waren schon froh, wenn Schüler das Präsens einigermaßen fehlerfrei hinkriegten, andere hingegen verlangten eindeutig mehr.
Ist wohl eigentlich eine Glückssache, wie gut man nach dem Schulabschluss Englisch sprechen und verstehen kann.

Ich denke, dass einige der hier gegebenen Tipps aber wirklich sehr hilfreich sind und du diese Probleme noch gut bewältigen kannst, wenn du dich jeden Tag ein wenig mit der Sprache beschäftigst. Ein Tandem zu bilden könnte ziemlich lustig sein und dir sogar dabei helfen, neue Freundschaften zu knüpfen. Dieses eher unkonventionelle und somit weniger langweilige System des Lernens wurde auch schon mal von einer sehr guten Englischlehrerin, die ich ein Jahr lang hatte, erwähnt und empfohlen.

Wie es in anderen Studienfächern ist, kann ich dir nicht sagen, da ich ja noch zur Schule gehe und außerdem vorhabe, ausgerechnet Englisch zu studieren 😉

Ich wünsche dir viel Glück.
 
Ich schließe mich Lúthien Tinúviel und Ostergesetz an. Filem schauen, Lieder hören etc. ist das beste was du tun kannst. Ich habe mich vor einem halben Jahr bei papagei.com angemeldet. Dort kannst du mit Filmen, Videos, Liedern etc oder einem Sprachtrainer lernen. An der Schule von meiner Schwester lernen die mit der Website und denen hat das so viel Spaß gemacht und sie wurde immer besser, da habe ich mich dann auch angemeldet und es hat mir sehr geholfen. Anfangs habe ich den Sprachtrainer genutzt und meine Grammatik aufgerischt, mittlerweile schaue ich ohne die Website englische Serien.
 

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