Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Energie gewinnen?

takita

Aktives Mitglied
Ich habe gerade ein Interview gesehen, in dem ein Langzeitarbeitsloser, was er auf Grund seines kaputten Rückens ist, sich selbst aktiv hält, indem er vorerst ehrenamtliche Tätigkeiten (Büroarbeit) macht. Und jetzt wird es interessant...

... Auf der Frage, warum er das tue, bzw. Was sein Geheimrezept ist, wie er sich aufrappelt, kam folgendes...

Er habe bemerkt das er mehr Energie hat, wenn er etwas für andere tue, als er für sich selbst aufbringen kann.

Hierbei geht es um eine ansonsten trostlose Perspektive, zumal er sehr ärmlich leben muss, nun auch noch seit 4 Jahren Single ist, also auch Beziehungsprobleme hinter sich hat. Dazu die physische Hauptkrankheit und sicherlich auch mit Depressionen zu kämpfen .

Diese Perspektive im Verständnis ist mir noch nie vorher so in der Art und Weise im Zusammenhang klar geworden. Ist das evtl. wie als "Trick" zu verstehen um sich möglicherweise aus schwerer Antriebslosigkeit zu befreien?

Was denkt ihr dazu und habt ihr ähnliche Probleme bzw. sogar ähnliche Erfahrungen machen können?

Grüße Takita
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige(7)

G

Gelöscht 118320

Gast
Für viele Menschen scheint diese Strategie nicht ... nachvollziehbar oder auf die eigene Situation andwendbar zu sein.

@takita
Du hattest seine Beweggründe und seine Motivation bereits zitiert.

Der Hintergrund, warum er für andere eher Energie aufbringen kann, als für sich selbst?
Das kann alles mögliche sein:
Vielleicht, weil er sich selbst nicht mag und er es sich selbst nicht wert ist? Vielleicht aus Bescheidenheit, geringen Ansprüchen für das eigene Leben? Vielleicht ein sehr ausgeprägtes Helfersyndrom? Wegen der positiven Resonanz: die Dankbarkeit, der Respekt, die Anerkennung? Die sozialen Kontakte, Begegnungen, Bekanntschaften und Freundschaften?
Vielleicht auch ein Mix aus dem ein oder anderen oder allem?
Aber:
Das ist am Ende alles SEIN Profit und sind SEINE Benefits, und es macht sich auch noch sehr gut in seinem Lebenslauf + die Kontakte und eventuelle Bescheinigungen.
Er macht für mich eindeutig das Beste aus seiner Situation!
 

SFX

Aktives Mitglied
Hallo,

mein immer bewährter Tipp: Für Regelmäßigkeit im Leben sorgen! Regelmäßig und ausreichend schlafen, regelmäßig und ausreichend essen, regelmäßig und ausreichend Bewegung, regelmäßig und ausreichend arbeiten, regelmäßig und ausreichend Erholung. Damit kann man tatsächlich schon sehr viel erreichen!

Das verschafft einem die nötige Struktur im Leben. Ob man es wahr haben will oder nicht, der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

Gerade während der Arbeitslosigkeit geht diese Struktur verloren. Man hat keine Verpflichtungen, kann also nachts aufbleiben. Dann aufstehen nach Lust und Laune. Essen? Naja, heute so und morgen anders. Auf Dauer ist das schädlich, nicht mal so sehr körperlich. Tatsächlich eher psychisch!

Kein Wunder also, wenn besagter HartzIV-Mann seine "Energie" aus der ehrenamtlichen Tätigkeit gewinnt. Es verschafft ihm lediglich Struktur im Leben.

Liebe Grüße,
SFX
 
G

Gelöscht 118178

Gast
Naaja, so allgemein lässt sich das nicht beantworten.

Ist ein etwas anderer Kontext:
Ich kenn so einige die in jeder Hinsicht viel mehr und heftigere Probleme als ich haben und trotzdem sehr viel auf die Reihe bekommen. Motivation sind in deren Fall dann meist ihre Kinder. Sich selber vernachlässigen sie aber für ihre Kinder gehen sie arbeiten, halten das Haus in Schuss, kochen frisch, kümmern sich um den Hund und was noch so alles ansteht. Ohne ihre Kinder würden sie versumpfen.
Ich finde, es ist eine sehr edle Sache, wenn man sich für andere stark macht und aufrafft.
Es gibt ja leider zu viele Eltern, die genau das nicht oder gerade "wegen" ihrer Kinder nicht schaffen und die Kinder dann vernachlässigt lder gefährdet werden.

Ich würde von mir auch behaupten etwas "Helfersyndrom" zu haben und für Menschen die mir wichtig sind sehr viel Energie aufwenden zu können, die ich für mich nicht nutze. In Dauerbelastung werde ich dann aber irgendwann doch unzuverlässig, weil mir das zu viel Belastung wird.
Ich hatte auch überlegt ein Ehrenamt anzunehmen, weil ich das für meine Struktur für hilfreich halte, aber im Endeffekt bin ich zu unzuverlässig und instabil dafür.

Im Fazit: für manche ist das die Lösung. Für manche aber nicht.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Sinnhaftigkeit verleiht Energie.
Wenn man weiß, dass andere auf einen warten und uns brauchen, steht es sich viel leichter auf.
Wer nur um sich selbst kreist, kann eigentlich auch liegenbleiben.
Mal grob gesprochen.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben