• Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ende

  • Starter*in Starter*in eternal sadness
  • Datum Start Datum Start
E

eternal sadness

Gast
Es ist dies keine Anwandlung einer tollen Verzweiflung, ich kenne die Kette meiner Tage aus den wenigen Gliedern, die ich gelebt habe, zu wohl. Ich bin müde, weiterzugehen; hier will ich ganz sterben oder doch wenigstens über Nacht bleiben. Hier nimm meinen Stoff wieder, Natur, knete ihn in die Masse der Wesen wieder ein, mache einen Busch, eine Wolke, alles, was du willst, aus mir, auch einen Menschen, aber mich nicht mehr....
 

Hallo eternal sadness,

schau mal hier: Ende. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Versuche selber zu kneten und selbst etwas zu ändern, vielleicht findest Du dann neue Kraft um weiter zu gehen.
 
Starres, stummes Nichts! Kalte, ewige Notwendigkeit! Wahnsinniger Zufall! Kennt ihr das unter euch? Wann zerschlagt ihr das Gebäude und mich? - Zufall, weißt du selber, wenn du mit Orkanen durch das Sternen-Schneegestöber schreitest und eine Sonne um die andere auswehest, und wenn der funkelnde Tau der Gestirne ausblinkt, indem du vorübergehest? - Wie ist jeder so allein in der weiten Leichengruft des Alles!
Jean Paul (3, 270f), Siebenkäs
 
@lise

Wenn ich die kurze Dauer meines Lebens betrachte, das von der vorhergehenden und der darauffolgenden Ewigkeit aufgesogen wird und den kleinen Raum, den ich ausfülle, und den ich noch dazu von der unendlichen Unermeßlichkeit der Räume verschlungen sehe, die ich nicht kenne und die mich nicht kennen, so gerate ich in Schrecken und erstaune, mich eher hier als dort zu sehen, denn es gibt keinen Grund, warum es hier als dort ist, warum jetzt und nicht viel früher. Wer hat mich dorthin gebracht? Durch wessen Gebot und Führung sind dieser Ort und diese Zeit mir bestimmt worden?
 
eternal sadness meinte:
...warum es hier als dort ist, warum jetzt und nicht viel früher. Wer hat mich dorthin gebracht? Durch wessen Gebot und Führung sind dieser Ort und diese Zeit mir bestimmt worden?
Ist das nicht im Grunde völlig egal?

Warum nach einem Sinn suchen? Die Hauptsache ist doch, dass uns unser Dasein Spaß macht!

Jens
 
Man wird dumm inmitten von Schmerz und Geschrei geboren; man ist der Spielball der Unwissenheit, des Irrtums, der Bedürfnisse, der Krankheiten, der Bosheit und der Leidenschaften; vom Augenblick der ersten Stammelns bis hin zum Greisengefasel lebt man inmitten von Schurken und Scharlatanen jeglicher Art; zwischen einem Mann, der einem den Puls fühlt, und jenem anderen, der einem den Kopf verwirrt, haucht man sein Leben aus; man weiß nicht, woher man kommt, warum man gekommen ist, wohin man geht - und dies wird als das größte Geschenk unserer Eltern und der Natur bezeichnet, als das Leben.

Denis Diderot
 
Jaja...wie war das noch gleich...?
"Das Leben ist eine unheilbare Krankheit, die tödlich endet und durch Geschlechtsverkehr übertragen wird"

Entweder das, oder gar nichts.
Wer am Leben ist, weiß was ihm da blüht ...braucht sich gar keiner zu beschweren, auch ein Diderot nicht.

Jens79 meinte:
Die Hauptsache ist doch, dass uns unser Dasein Spaß macht!
eternal sadness meinte:
...lebt man inmitten von Schurken und Scharlatanen jeglicher Art;
Und genau diese Typen auf's Kreuz zu legen, das macht Spaß 🙂)

Jens
 
Ich kann mir die gegenwärtige Lage der Menschheit schlechthin nicht denken als diejenige, bei der es nun bleiben könne; schlechthin nicht denken als ihre ganze und letzte Bestimmung. Dann wäre alles Traum und Täuschung; und es wäre nicht der Mühe wert, gelebt, und dieses stets wiederkehrende, auf nichts ausgehende, und nichts bedeutende Spiel mitgetrieben zu haben.[...] Ich äße nur und tränke, damit ich wiederum hungern und dürsten, und essen und trinken könnte, so lange, bis das unter meinen Füßen eröffnete Grab mich verschlänge, und ich selbst als Speise dem Boden entkeimte? Ich zeugte Wesen meines Gleichen, damit auch sie essen und trinken, und sterben, und Wesen ihres Gleichen hinterlassen könnten, die dasselbe tun werden, was ich schon tat? Wozu dieser unablässig in sich selbst zurückkehrende Zirkel, dieses immer von neuem auf dieselbe Weise wieder angehende Spiel, in welchem alles wird, um zu vergehen, und vergeht, um nur wieder werden zu können, wie es schon war; dieses Ungeheuer, unaufhörlich sich selbst verschlingend, damit es sich wiederum gebären könne, sich gebärend, damit es sich wiederum verschlingen könne?
Nimmermehr kann dies die Bestimmung sein meines Seins, und alles Seins. Es muß etwas geben, das da ist, weil es geworden ist; und nun bleibt, und nimmer wieder werden kann, nachdem es einmal geworden ist; und dieses Bleibende muß im Wechsel des Vergänglichen sich erzeugen, und in ihm fortdauern, und unversehrt fortgetragen werden auf den Wogen der Zeit.
Johann Gottlieb Fichte
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
K Trauer nimmt kein Ende Trauer 4

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.
      Oben