Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Emotional "taub" . . . = beziehungsunfähig?!?

Ich finde nicht dass es schlimm ist wenn man sich bei einer Auseinandersetzung, die völlig aus dem Ruder läuft, zurückzieht. Würde ich eher als geusnden selbstschutz bwz. als Deeskalationstaktik umschreiben und mir ging es früher, als ich mich noch an "beziehungen" versucht habe, ehrlich gesagt auch nicht viel anders.

Irgendewann artete ein Thema aus, man diskutierte normal, dann wurde es heftiger und irgendwann wurde es gar zu einer Farce - aus einer Mücke wurde ein Rhinozeros und ich hab dann dicht gemacht, weil es einfach lächerlich wurde. Und nicht nur das, es war schlichtweg außerordentlich kräftezehrend! Und es ist eines jeden Menschen gutes Recht, dies so zu empfinden und dann seine persönlichen Konsequenzen zu ziehen.

Ich würde aber daraus nicht unbedingt ableiten, nur aufgrund dieser Reaktionsweise prinzipiell Beziehungsunfähig zu sein, denn es kommt schlichtweg auch darauf an, wen du an deiner Seite hast. Es gibt auch Frauen, die diese unerträgliche Stufe der "Kommunikation" nicht brauchen und mit einer solchen Frau lässt sich sicher dann auch schnell einen Konsens finden.

das mit den Gefühlsausgeschaltetseinphasen kommt ja auch nur zeitweise vor. Aber eben nicht nur "im Streit", sondern - je nach Heftigkeit - dauert es dann eine Weile (mehrere Tage bis zu ca. anderthalb Wochen), bis mein "inneres Depot" wieder so weit aufgefüllt ist, dass ich emotional "wieder funze". Und nun stell Dir vor, es geht um ein Thema, das meiner Partnerin unter den Nägeln brennt . . . und ich bin grad in meiner "emotionalen Schockstarre", aber langsam wieder am Auftauen, und dann kommt ein neuerlicher Disput, der die Intensitätsgrenze überschreitet . . . nun?

Hmmja, is vielleicht für jede👎, der/die so was nich kennt, schwer bis gar nicht möglich, sich da reinzuversetzen . . . .?!?

Hehe, wie angedeutet, ich kenn das...😉...deswegen hatte ich oben "kräftezehrend" geschrieben. Sensible Menschen (denn bei Frauen wird das andersrum betrachtet sicher nicht anders sein) sind schnell geschlaucht und erschöpft von solchen Sachen und dann zieht man sich eben in sich selbst erst mal für ´ne Weile zurück. Man braucht dann seine Zeit für sich selbst und erst wenn der Akku wieder voll ist, dann hat man der Angebeteten wieder etwas zu geben.

Ob das verwerflich ist? Finde ich nicht; es gehört zu deiner Persönlichkeit und außerdem ist sowieso jeder unterschiedlich belastbar. Bzw. empfindet etwas anderes als "Ballast".

Grüße vom völlig beziehungsunfähigen Dr. Clock 😀
 
...Deine Beweggründe an sich kann ich nachvollziehen, weil ich selbst bei innerer Verletzung zum Rückzug neige und manchmal ein paar Tage brauche. Wenn sie jedoch anders gestrickt ist, dann interpretiert sie es wohl eher als Liebesentzug oder als Druckmittel gewisse Themen nicht auf den Tisch zu bringen.

>>>> Habe aber seeeeehr viel Energie und Zeit darauf verwendet, ihr klar zu machen, was dieser Rückzug alles NICHT bedeutet, warum ich so funze und dass es weder um Bestrafung à la "Liebesentzug" noch um Vermeidungstaktik hinsichtlich bestimmter Reizthemen geht! Aber wie gesagt, wir sind jetzt eh getrennt. Geht eher um meine totale Desillusionierung bezüglich Beziehungsfähigkeit . .

Zu überlegen wäre eher ob die Beziehung wirklich noch Sinn hat, wenn ihr über einen (oder mehrere?) Punkt(e) dermaßen regelmäßig aufeinanderstößt, dass die Situation eskaliert (die innere Notwendigkeit sich der Nähe des Partners vollkommen zu entziehen ist in meinen Augen eine Eskalation) und keine Lösung in Sicht ist.

Eventuell ist auch das ein Punkt, der im Hinterkopf deiner Freundin herumschwirrt und sie verunsichert.

Naja, sowohl sie als auch ich waren ca. 20 Jahre verheiratet vor unserer Beziehung, und da gibt es dann, allein schon zur Vermeidung der Neuauflage "unguter Muster", schon ne Menge Redebedarf. Die Eskalation lag in erster Linie daran, dass sie ein Mensch ist, der immer wieder schnell in seine Befürchtungen reinplumpst.
 
... Es gibt auch Frauen, die diese unerträgliche Stufe der "Kommunikation" nicht brauchen und mit einer solchen Frau lässt sich sicher dann auch schnell einen Konsens finden.

>>>> Meinste? Aber WO?? WO sind die denn? Ich finde nur immer "Stressnasen" oder, wenn "unstressige Damen", dann sind die wieder anderweitig inkompatibel (das sind dann meist welche, die es mir ZU LOCKER nehmen . . . bin aber nicht an einer "offenen", sondern an einer verbindlichen Beziehung interessiert . . . und deshalb wohl auch die resignierte Erkenntnis, dass ich für so ne Beziehung vllt. schon "emotional zu geschrottet" bin). 🙁

Hehe, wie angedeutet, ich kenn das...😉...deswegen hatte ich oben "kräftezehrend" geschrieben. Sensible Menschen (denn bei Frauen wird das andersrum betrachtet sicher nicht anders sein) sind schnell geschlaucht und erschöpft von solchen Sachen und dann zieht man sich eben in sich selbst erst mal für ´ne Weile zurück. Man braucht dann seine Zeit für sich selbst und erst wenn der Akku wieder voll ist, dann hat man der Angebeteten wieder etwas zu geben.

Ob das verwerflich ist? Finde ich nicht; es gehört zu deiner Persönlichkeit und außerdem ist sowieso jeder unterschiedlich belastbar. Bzw. empfindet etwas anderes als "Ballast".

Grüße vom völlig beziehungsunfähigen Dr. Clock 😀

Gruß zurück, dear Doc 'ROCK around the CLOCK'
 
Meinste? Aber WO?? WO sind die denn? Ich finde nur immer "Stressnasen" oder, wenn "unstressige Damen", dann sind die wieder anderweitig inkompatibel (das sind dann meist welche, die es mir ZU LOCKER nehmen . . . bin aber nicht an einer "offenen", sondern an einer verbindlichen Beziehung interessiert

Dann hast Du schon ein Problem, denn das sind widersprüchliche Anforderungen: Eine selbstbewußte Dame über 40 hat i.a. genug Lebenserfahrung und persönliche Reife um in der Beziehung mit Dir nicht ihren einzigen Lebenszweck zu sehen und sie ist i.a. im allgemeinen gut beraten, die Sache am Anfang erstmal locker zu sehen.

Die Frauen, die sich sofort auf Dich einlassen und Dich sofort in Beschlag nehmen, sind oft weniger selbstbewußt und "brauchen" die Beziehung oft auch um persönliche Defizite auszugleichen. Genau diese Frauen werden dann aber auch eher zu Eifersucht, Besitzansprüchen und Kontrolle tendieren und daher auch öfter "emotinal rüde" mit Dir umgehen.

Wenn es bei Dir nicht um den Wunsch einer Familiengründung geht, ihr also keinen biologischen Zeizdruck habt, dann wärst Du vermutlich gut beraten, Deine Beziehungen auch erstmal etwas locker anzugehen und nach starken, selbstbewußten Frauen Ausschau zu halten. Nazürlich solltest Du das dann selber auch sein.

digitus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi digitus,

na, dass eine verbindliche Beziehung nicht ab der ersten Minute verbindlich ist, ist dann doch selbst mir klar. Das war ja auch eine TENDENZIELLE Aussage. Sprich: es sollte eine Beziehung sein, welche das POTENTIAL zu einer langfristigen und verbindlichen Beziehung hat. Und das ist bei bestimmten Frauen, die recht unstressig gepolt sind, leider schon allein aufgrund ihrer Wünsche nicht wahrscheinlich.

Und es ist in der Tat so, dass ich zur Zeit in einer "eher schwachen Position" bin, was die Sache natürlich noch zusätzlich kompliziert. Andererseits stelle ich immer wieder fest, dass (so ist zumindest MEINE Erfahrung in dieser Frage) Frauen einen ungleich höheren Anspruch an ihren Partner haben als ich. Auch wenn ich jetzt gerade nicht in der Lage bin, das "rundum-glücklich-versorgt-Paket" stemmen zu können, gebe ich doch viel in einer Beziehung, investiere meine Zeit, meine Kreativität, meine Zuneigung, höre zu, unterstütze, helfe in praktischer Hinsicht . . . . dennoch denke ich, keine Chancen zu haben, weil "da draussen" noch genügend "voll funktionsfähige und ökonomisch interessante" Männer rumlaufen.

Bei mir isses ja die Kombi, die meine Chancen senkt. Depri, bis auf weiteres erwerbsunfähig, und dann noch jemand, der sich nicht "fremdsteuern" lässt, sondern durchaus eigene Positionen in der Beziehung nicht nur vertritt, sondern auch behauptet . . . das zusammen lässt meinen "Marktwert" in bodenlose Tiefen sausen. Und dabei sehe ich nicht mal schlecht aus (einhelliges Feedback meiner weiblichen Peripherie).

Hach jaaa . . . .
 
Und das ist bei bestimmten Frauen, die recht unstressig gepolt sind, leider schon allein aufgrund ihrer Wünsche nicht wahrscheinlich.

Das mag schon sein: Wer sich selbst genug ist und mit seiner Sexualität selbstbewußt umgeht, der will zuerstmal eine schöne Zeit haben und sucht nicht in erster Linie Sicherheit. Bei diesen Frauen wirst Du härter zu arbeiten haben, sie für Dich auf Dauer zu gewinnen.

Bei mir isses ja die Kombi, die meine Chancen senkt. Depri, bis auf weiteres erwerbsunfähig, und dann noch jemand, der sich nicht "fremdsteuern" lässt

Ich fürchte solang Du Deine Depression nicht in den Griff kriegst, wirds beziehungstechnisch überhaupt sehr schwierig werden. Vielleicht solltest Du das Frauenthema erstmal ad acta legen und erst daran arbeiten.

digitus
 
Hallo,ich,weiblein-28, 🙂 kenne das auch und finde nicht das dass was mit emotionaler taubheit zu tun hat.
Schau,wieviele streiten bis zum bitteren ende und sagen sich dann dinge,die nicht mehr gut zu machen sind.
Ich gehe an einem gewissen punkt auch einfach,nämlich dann wenn ich merke,dass mir die argumente ausgehen und ich anfange nur noch sinnlos aus zu teilen.
Dann heisst es rückzug,bis ich mich der situation wieder stellen kann.

Du hast das als automatik,ich musste mir das mühevoll angewöhnen.

Du brauchst eben eine Frau,die dass versteht und nachvollziehen kann!
Und das sollte dann die passende Frau sein,nur wer muss ständig kleinigkeiten diskutieren?!
Find ich schlimm sowas und klar das man irgendwann in den leerlauf schaltet.

Also ich finde nicht,dass es so ein Problem ist, man muss eben drüber reden,LG leni28
 
Bei mir isses ja die Kombi, die meine Chancen senkt. Depri, bis auf weiteres erwerbsunfähig, und dann noch jemand, der sich nicht "fremdsteuern" lässt, sondern durchaus eigene Positionen in der Beziehung nicht nur vertritt, sondern auch behauptet . . . das zusammen lässt meinen "Marktwert" in bodenlose Tiefen sausen. Und dabei sehe ich nicht mal schlecht aus (einhelliges Feedback meiner weiblichen Peripherie).

Weisst du, auch wenn du, wie du eine Zeile vorher geschrieben hast, durchaus in der Lage bist, viel zu geben und viel in eine Beziehung zu investieren...wenn du besonders durch deine Depressionen doch mit dir selbst zu knabbern hast, wie willst du dann noch mit jemandem "fertig werden" der, wie du sagst, "seine eigenen Positionen vertritt und behauptet"?

Meinst du nicht es wäre wirklich besser und sinnvoller, würdest du dich wirklich erstmal auf dich und deine Genesung konzentrieren, dich stabilisieren, und wenn du diesen stabileren Zustand hoffentlich erreicht hast, sollten deine Chancen als belastbarer und stabiler Meister auf dem Beziehungsmarkt doch automatisch steigen, oder?

Oder...das klingt jetzt gemein, ist aber nicht so gemeint...könnte es sein dass du dir eine Beziehung als Therapie wünschst?
 
...Ich fürchte solang Du Deine Depression nicht in den Griff kriegst, wirds beziehungstechnisch überhaupt sehr schwierig werden. Vielleicht solltest Du das Frauenthema erstmal ad acta legen und erst daran arbeiten.

digitus

hmmm . . . ja, hab ich mir auch schon gesagt. Also, meine Ratio sagt mir das. Dummerweise sagt mein Herz wieder was anderes.

Was die Sache etwas erschwert ist, dass die Depression chronifiziert ist, da ist also weder kurz- noch mittelfristig eine grundlegende Änderung zu erwarten. Und dran gearbeitet habe ich schon länger und auch einigermassen intensiv, was ich auch weiterhin fortführe.

leni28 meinte:
Du brauchst eben eine Frau,die dass versteht und nachvollziehen kann!

japp, leni28, genau DIE brauche ich (falls Du ihr begegnest, schick sie bitte bei mir vorbei!) ;-)

faeles meinte:
waren die Frauen allgemein eher zickig und bestimmerisch? *brrrr*

eigentlich nicht (also, meine letzte Partnerin nicht, meine Exfrau war zum Teil etwas penetrant im Beharren auf ihrer Sicht der Dinge bzw. subtil dominant wenn es darum ging, "auf passive Art ihren Willen durchzusetzen").

faeles meinte:
P.S.: Ich bin (noch nicht allzu lang) glücklich Single

Dann sei froh, dass Du das glücklich sein kannst. Was das "noch nicht allzu lang" betrifft, isses bei uns identisch - das mit dem "glücklich" klappt bei mir noch net so ganz.

Dr. Rock meinte:
Meinst du nicht es wäre wirklich besser und sinnvoller, würdest du dich wirklich erstmal auf dich und deine Genesung konzentrieren, dich stabilisieren, und wenn du diesen stabileren Zustand hoffentlich erreicht hast, sollten deine Chancen als belastbarer und stabiler Meister auf dem Beziehungsmarkt doch automatisch steigen, oder?

Oder...das klingt jetzt gemein, ist aber nicht so gemeint...könnte es sein dass du dir eine Beziehung als Therapie wünschst?

Japp, wie schon zu digitus gesagt, gäbe es in absehbarer Zeit eine reelle Chance auf Besserung, würde ich das ganz genauso sehen. Da ich aber seit eh und je "diese Neigung zum Melancholischen +x" besitze und nun noch eine reaktive Depression dazukam, hiesse das, auf absehbare Zeit keine Beziehung mehr eingehen zu können. Das ist aber nicht, was ich WILL. Wobei es anscheinend eh schnurz is, was ich will, da das ja dann wieder an den Gegebenheiten scheitert. Werde vielleicht hier im Partnersuchthread ne Anzeige in Richtung "Beziehungsgestörter Mann sucht beziehungsgestörte Frau zwecks Aufbau einer beziehungsgestörten Beziehung mit Hoffnung auf langwierige Besserung" oder so . . . 😱

Well, vielen Dank für Eure Statements, liebe Leuts. Werde manche dieser Gedanken noch n bissl wiederkäuen.

LG, P.O.G.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben