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Emdr

Hallo Nessa,

auch wenn ich mich in einigen Dingen wiederhole die gesagt wurden.😉

Also die EMDR ist als solches, also ohne die Stabilisierungsphase, relativ kurz. Je nach dem wie viel dabei Bewußt gemacht werden muß, um das es das Gehirn schaft das oder die Traumatisierenden, oder die was auch immer gravierenden negativ Ereignisse, entgültig abzuspeichern.

Das Problem ist, dass unser Gehirn nicht weiß wo es die vorhandenen Bilder aus dessen Zwischenspeicher speichern soll, ohne das der Verstand dabei hilft Dadurch entsteht eine Endlosschleife.

In dem Moment wo das Bild ganz bewußt "angetippt" wird, steht die Endlosschleife und wartet sozusagen auf deine Meinung
. Dabei ist es völlig egal wie bewertet wird, sondern DAS bewertet wird!
Erst dann weiß unser Hirn damit umzugehen wohin mit dem scheiß. Deswegen sind diese Bilder aber nicht weg! Das werden sie auch nie sein, da sie nun einen schützenden Charakter/ Faktor, für den Fall einer ähnlichen Situation, übergestülpt bekommen haben. (Angst ist ein schützendes Element!)

Das Ansträngenste ist die Stabilisierung. Die ist ebenso individuell verschieden lang wie kurz. Bei mir sind 5 Jahre angesetzt. 2,5 hab ich rum. Das klingt viel, zeigt aber damit auch, dass es ziemlich komplex ist, die verschiedensten alten Verhaltens und Denkmuster so zu formatieren, dass sie Wegweisend sind und bleiben. Und nicht wie ggf. gewohnt, rückwärts oder in schleifen laufen. Dadurch bekommt Deine Depression einen Sinn. Denn ohne die Depri, würdest Du weiter und weiter powern, bis es nicht mehr geht. Doch so ist unser Körper samt Seele nicht gebaut. Der funktioniert immer lebenserhaltend. Das Letzte was dabei abgeschaltet wird, ist das Herz.

Deine und meine Angst vor der EMDR ist sicher normal. In meiner heutigen Vorstellung die Bilder "anfassen" zu müssen, geht's mir kalt den Rücken runter. Und sollte ich mich nach der Stabilisierung gegen die EMDR Thera entscheiden, dann hab ich dennoch sehr viel für mich getan. Zum Beispiel die Kälte die mir grad den Rücken runter geht, die ist längst nicht mehr so kalt wie vor 2 Jahren noch.

Tja... wir sind eben Behalter. Und so weit ich weiß, speichert das Gehirn stets mit Bildern. Selbst das ABC. Sicher weil unserer Augen den größten Input Kanal haben.

Bislang hab ich nur mit einer Frau persönlich gesprochen die EMDR gemacht hat. Die ist nur Happy damit. Somit dürfte sich auch die Depri von selbst erledigen. Mußt mal Tante Google danach fragen! 😉
---

Was mir noch etwas unschlüssig ist, in wie weit das Alter eine Rolle spielt. Besonders diese Textstelle ... und die Erinnerungen kommen wieder hoch? vom Link in der Mitte der Seite.
Das würde bei mir bedeuten, dass, wenn ich mit der Stabilisierung fertig bin, 50 bin. Aber vielleicht sollte ich mir darüber einen Kopf machen, wenn es soweit ist. Der Link ist sehr aufschlußreich!


MvG
Abendtau

Ich leide auch an komplexen PTBS, einschliesslich DIS. So eine EMDR Therapie wäre nichts für mich ------ unvorstellbar für mein Innenleben. Jede Art von "Spielchen" regt uns sehr auf, wobei wir schon lange in Behandlung sind.

Warum ich dich anschreibe ist folgender Grund. Hast du die Langzeittherapie ohne weiteres durch bekommen ? Du schreibst, dass bei dir 5 Jahre angesetzt sind . . . .

So eine DIS Therapie ist auch langwierig. Ich denke, um so älter man ist um so geringer die Chance auf "Besserung". Dumm ist, dass ich Gutachten vorliegen habe, die dies belegen. Ich hätte es nicht mit meinem Auge lesen dürfen.

Ich freue mich auf Antwort von dir.
 

Hallo Gast,

schau mal hier: Emdr. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Halo Gast,

Das klingt als hättest Du eine MPS.

Wäre schon vom naturell der Kombination MPS und EMDR sehr Kompliziert und Komplex. Stell ich mir sehr schwierig vor, alle Innis davon zu überzeugen das eine EMDR Thera zu einem sehr guten Ergebnis führt. Aber das nur mal so am Rande.

Ich hab eine Intervall Thera über 5 Jahre. Heißt: Ca. 3 Monate daheim, dann ca. 2-4 oder mehr Wochen stationär. Beides variiert etwas. Plus 2 Ambulante Therapien vor/nach der Klinik (eine beim Psychiater, die andere beim Psychologen).

So ohne weiteres hab ich das nicht bekommen. Die KK hat natürlich versucht zu sparen. Doch die Gutachten der verschieden Chefärzte und Ärzte aus diversen Kliniken wo ich in Behandlung bin/war, sind wohl ausreichend genug gewesen. Ich weiß aber v. einer Chefärztin, dass es ziemlichen Stress gegeben haben muß, um das das durch geht. Zumal ich ja Kassenpatient bin und nicht privat. (Normalerweise steht mir eine Chefarzt Behandlung gar nicht zu. Das gibt jedesmal Probleme.)

DIS hab ich auch. Und auch das ist in den letzten 2 Jahren weniger geworden. Wahrscheinlich nur gering. Das kann ich nicht so gut/genau Bestimmen.

Auch wenn Dein Gutachten aussagt das nur geringe Chance besteht, so ist die Chance dennoch da! Dieser Tatsache darf sich auch keine Krankenkasse entziehen.

Wenn man sich also knapp 2 Jahre Zeit für die Entscheidungsfindung nimmt, ob man die Chance nutzt oder nicht, wird's problematisch. Da auch die Psychiater/Therapeuten-Findung samt Termin ggf. viel Zeit braucht.
Wenn eine Thera nicht weiter geführt wird, ohne das ganz bewußt gesagt wurde - ich breche ab. Dann ruht die Therapie für max 2Jahre. Dann gilt sie automatisch als abgebrochen Mit dem Abbruch gibt's dann leider eine Therapie-Sperre für 2 Jahre. Allerdings ist zwar ein Veto möglich, dürfte aber schwierig werden. Die KK will und muß sparen. Motto: Koste es was es wolle. :-(

Meine KK weiß worum es bei mir im Persönlichen geht! Nicht im Detail, aber doch so viel das es reicht. Seit dem hab ich es leichter, zumindest bilde ich mir das ein. 😉 Billig bin ich für die bestimmt nicht.

Ist ein weiter Weg zur EMDR. sfz...

MvG
abendtau
 
Hallo °°°abendtau°°°

lieben Dank für deine Mühe mir zu antworten. Ich bekomme meine Therapie demnächst von 50 auf 90min die Stunde verlängert. Bei 50 min komme ich gerade einmal an bzw. kann mich so langsam entspannen und das Gespräch suchen.

Ich denke, dass die Therapie sich erst einmal zwischen 3 und 6 Jahre belaufen wird. Es ist ein langer Weg, der sicherlich viel Gesprächsbedarf bietet.

Eine Intervall Therapie kommt für mich nicht in Frage, da ich mich nicht unter Menschen aufhalten kann. Meine Vergangenheit beruht auf schweren, jahrelangen Misshandlungen, wenn du weisst was ich meine. Man kann es nicht ändern.

Nach deiner Diagnose darf ich wohl nicht öffentlich fragen oder ? Ich leide an MPS (sehe es als leiden, inbegriffen aller Ängste).

MFG
 
Hallo abendtau,

danke das Du mir geantwortet hast ich schau mir den Link jetzt mal an.
Ich weiss das ich nicht einfach bin aber ich habe glaube ich auch Angst davor das alles noch schlimmer wird.

Noch bekomme ich meinen Altag hin aber an manchen Tagen habe ich keine Kraft mehr.
Ich kann mir nicht vorstellen das es durch das EMDR besser werden soll aber ich werde es versuchen. Du hast es gut erklärt und ich denke mir auch ein bisschen die Angst davor genommen.

vielen Dank
Nessa.
 
Guten Abend Nessa,

Nix zu danken! Gern.
Freut mich sehr für Dich das ich Dir ein wenig die Angst nehmen konnte.

Und... die ganz normalen Scheißtage die jeder so hat, die gibt's ja auch noch!😀

Ich denke wenn Du Deine Schwellenangst überwunden hast, dann wird's leichter. Das Hoch und Runter während der Stabilisierung wurde ja schon vom doof beschrieben.
Das kommt eben auch daher, dass die Therapeuten zwar wissen das Du funktionierst, aber sie wissen eben noch nicht, wie Du auf das Ein oder Andere reagierst. Somit reflektiert Dein Tief, den therapeutischen Ansatz. Sehe solche Tiefs mal als Puzzle! Selbst wenn einige Teile fehlen, so gibt's dennoch ein Bild. Kennste doch. ;-)

Wie ist es denn an einem schlechtem Tag. Sind es dann mehr oder weniger Angstzustände? Sowas wie: Die Angst vor der Angst (Vermeidung)? Letzteres dreht die schützenden Eigenschaften der normalen Angst ins Gegenteil um. Da kann sich der Vermeidungskreis ausdehnen.
Oder ist es an einem solchen Tag mehr so Richtung...
undefinierbar Kraftlos?


In wiefern bist Du nicht einfach? Sagst Du das oder wer?

Bis dann...
abendtau
 
Hallo abendtau,

nein die anderen sagen ich bin nicht einfach. Sie können nicht damit umgehen das ich oft son niedergeschlagen bin.
Ich habe z.b. zwei Jobs und bin oft völlig ausgepowert aber wäre ich mehr zuhause wäre das nur noch schlimmer.
Ich schlafe kaum noch und wenn kommen die Alpträume.

Wie soll man das jemanden erklären. Ich höre oft stell Dich nicht so an. Mach doch mal. Konflickte kann ich kaum austragen ich bin immer der Verlierer weil ich nachgebe.
Ich bin auch in einem katholischen Heim groß geworden und ich denke mal das daß daher kommt.
Ich hoffe das wenn die EMDR wirklich hilft das es dann erträglicher wird.

wie ist das bei Dirl.
LG
Nessa
 
Hallo Nessa,

für mich sieht es so aus, als hättest Du die Aussagen der Anderen zum großem Teil angenommen/verinnerlicht. Das nennt sich dann Ich Syntonie.
Bei mir kam gerne der Satz: "Das bildest du dir nur ein." (am Ende kam es genau so. *lach*) Ja sowas kenn ich nur zu gut. Konflikte waren lange Zeit nicht mein Ding. Aber wenn Du gut auf die Emdr vorbereitest wirst, dann beinhaltet das auch eine Verhaltenstherapie, bei der auch Konfliktbereitschaft etc. auf dem Plan steht.

Ich bin ja nun kein Arzt, aber Dein Krankheitsbild enthält offenbar auch eine Depression. Wäre auch irgendwo typisch

Du polarisierst Dich auch sehr auf die Angst wegen der Emdr. Du solltest Dich lieber auf die Vorbereitung/Stabilisierung Derselben konzentrieren! Um so mehr Du das tust, um so leichter und schneller geht die Emdr (die kann somit ggf. nur 2-5 Sitzungen dauern).
Das es Fälle gibt wo die Emdr nicht funktioniert oder auch völlig schief ging, davon gehe ich aus. Um genau zu ergründen warum usw. das schief ging, bräuchte man jedes Detail. Selbst wenn ich die hätte, stimmen die garantiert nicht mit den meinen überein. Schließlich bin ich ein Unikat. 😀 Das die Wissenschaft bis heute nicht wirklich weiß wie die Emdr genau funktioniert, ist mir wurscht, solang´s funktioniert.

Ich schätze mal das Du einen Hang zum Perfektsein hast. Perfektionismus, besonders in der Arbeit, wirkt gern wie eine Bremse. Auch Dein/ein stets großes Harmoniebedürfnis trägt dazu bei. Da Du ein verständnisvoller Mensch bist, gibst Du letztlich nach, um die Harmonie anderer nicht zu stören.
Um dieses Ungleichgewicht zu beheben, muß man etwas gleichgültiger werden. Nur etwas! Auch das "Zwischen-den-zeilen-lesen", was Du sicher gut kannst, solltest Du minimieren! Das minimiert die Mißverständnisse aus Vermutungen. Fragen ist besser! (zum Beispiel so fragen: Ich hab das Gefühl das... ?)

Ich kann das alles nur Vermuten, meine aber das es bei Dir so sein wird. Wohl auch weil ich das nicht nur von mir kenne. ;-)
Mach Dich da nicht zu sehr verrückt! Step by Step solche Dinge angehen die Priorität haben! Vieles löst sich dann ganz von selber auf. Und angefangen hast Du ja schon. Prima! 🙂

LG...
abendtau

______________________________________________________

@ Gast:

Hallochen,

Eine Intervall Therapie kommt für mich nicht in Frage, da ich mich nicht unter Menschen aufhalten kann. Meine Vergangenheit beruht auf schweren, jahrelangen Misshandlungen, wenn du weisst was ich meine. Man kann es nicht ändern.
Ich würde mir eine Intervall-Thera als Option offen halt. Schließlich weißt Du heute nicht um Deinen Fortschritt von morgen. ;-) Ansonsten weiß ich was Du meinst.

Ich hab kein MPS. Da bin ich auch froh drüber.
Die Multis die ich kenne, sehen ihr System positiv, nicht als Leiden. Ich sehe das so:
Für mich ist es ein Lösungsweg bzw. ein Schutzmechanismus der Psyche/Seele, welche durch den Schock mit seine Auswegslosigkeit
eine Mehrheit gegründet hat, um die Ganzheit zu schützen.

Ich kenne einen Multi mit gleich 5 Innenkindern. Alter und Gehschlecht sind sehr verschieden. Die Kommunikation mit einem solchen Menschen und dem System, ist mehr als schwierig. Wahrscheinlich auch im System selbst. Und wenn ich mir versuche vorzustellen wie ein Thera Gespräch für Dich aussieht, dann sehe ich Dich als Erwachsenen und neben Dir (bspw.) 1 Teenager der nicht wirklich weiß worum es denn überhaupt geht. Du würdest das sicher erklären wollen und können, aber dafür ist er/sie einfach zu jung. Ich kann nur annehmen, dass dieser Umstand einen sehr großen Leidensdruck verursachen kann. Deswegen halte Dir die Option Emdr offen!

Ich danke dir für Deine Offenheit sehr!

Und was meine Diagnose betrifft, dass sind mehrere Verknüpfungen mit der hautsächlichen, einer K-PTBS.

LG und alles Gute für Euch 🙂
abendtau
 
Zuletzt bearbeitet:


Hallo abendtau,

ja das höre ich auch oft das bildest Du Dir ein wenn ich zum beispiel sage ich bin total ausgepowert.
Zu der EMDR bin ich gekommen weil ich seit 3 Jahre in Therapie bin und nicht weiter komme. Oft überlege das überhaupt noch weiter machen zu wollen.
Ich meine der Therapeut ist sehr nett und versucht alles um mir zu helfen. Aber ürgendwie gehts mir dann ein paar Tage richtig gut und dann macht mir das aufstehen schon schwierigkeiten. Ich bin Müde und bekomme nichts mehr hin für mich schlimm weil ich wirklich alles richtig machen will.
Meine Familie sagt dann du bist schon wieder so komisch. Was ist den schon wieder und ich kann nichts erklären.
Mein Therapeut meint (das ist die erste Therapie die ich mache) das die Blockaden damit aufgelösst werden.
Ich möchte nur noch normal leben ohne das ganze drum herum den Streß.
Danke das Du mir zurückschreibst den ich habe schon ein bisschen Angst vor dem EMDR das es danach schlimmer wird aber es ist auch das einzige was mir vielleicht hilft was zu verbessern.

Lg
Nessa
 
Noch etwas Feedback über Dich, Nessa,


Aus meiner, doch sehr schmalen Perspektive, sehe ich Dich als sehr sympathischen, aufgeschlossenen Menschen, der stets bemüht ist zu helfen. Ein Teamplayer den sich jeder Chef wünscht. Manchmal bissle müde, aber immer Detail genau. Selbst wenn die Arbeit verrichtet ist, macht sich dieser Mensch Gedanken, ob Dieses oder Jenes nicht doch besser gewesen wäre. Das ist schön, macht aber müde und kostet Zeit.

Die Eltern machen sich Sorgen um sie. Ist sie da, liegt der Focus auf ihrer Tochter.
😀 ohne Gewährleistung
​

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Ich hatte Dir ja geschrieben etwas gleichgültiger zu werden. Damit bekommst Du Abstand. Auch wenn es um Dich geht! Dein Focus liegt zu sehr auf Deinen Problemen. Damit werden sie automatisch größer.

Wenn ich bei meiner stationären Thera bin, dann gibt es einmal die Woche das Gruppengespräch (8-12 Leute). Und wenn ich das möchte, dann gibt mir die Gruppe ein Feedback über mich. Entweder aus dem Zusammenhang des Thema´s heraus, oder ganz allgemein. Jeder bemüht sich um Neutralität. Ist manchmal sehr schwer sich das anzuhören. Ab und an tut's auch weh. Erst wenn alle fertig sind, kannst man etwas dazu sagen (Gruppenregel).

Hast Du eine beste Freundin/Freund dem Du solch Feedback über Dich zutraust? Ich hab nämlich das Gefühl, dass Du ein falsche Bild von Dir hast. Es hilft sehr, wenn man sich auch als ganzes betrachtet. Das hat einen sehr hohen Wert für die Selbstheilung. Zum Beispiel für die Träume. (Unsere Psyche sucht über und mit dem Traum einen Lösungsweg.) Wenn ich z.B. 75% des Tages an meinen Problemen arbeite oder denke, dann hat's halt nur 25% Luft, bspw. für schöne Träum. 😉

Gibt Dir Dein Therapeut ab und an mal eine Aufgabe/Hausaufgabe?

Schönes WE
abendtau
 

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