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Eltern zwingen mich zum Islam

Es schwingen eine ganze Hand von unausgesprochenen Vorurteilen mit, habe ich das Gefühl.
Die Ratschläge mit "Notschlafstätten" usw. würden hier sicher viele nicht geben, wenn es sich um Katholiken oder Juden handele.

Natürlich ist es so, dass man in D seine Religion frei wählen kann.

Und trotzdem werden Babys bereits getauft oder beschnitten... letzten Endes ist es alles der gleiche Mist. Als Minderjähriger ist man abhängig von den Eltern, die den Weg vorgeben.
Man muss für sein Recht auf Konfessionslosigkeit einstehen. Es hilft, sich dabei rechtlichen Beistand zu suchen, in etwa mit Hilfe des Jugendamtes.
 
Es schwingen eine ganze Hand von unausgesprochenen Vorurteilen mit, habe ich das Gefühl.
Die Ratschläge mit "Notschlafstätten" usw. würden hier sicher viele nicht geben, wenn es sich um Katholiken oder Juden handele.

Natürlich ist es so, dass man in D seine Religion frei wählen kann.

Und trotzdem werden Babys bereits getauft oder beschnitten... letzten Endes ist es alles der gleiche Mist. Als Minderjähriger ist man abhängig von den Eltern, die den Weg vorgeben.
Man muss für sein Recht auf Konfessionslosigkeit einstehen. Es hilft, sich dabei rechtlichen Beistand zu suchen, in etwa mit Hilfe des Jugendamtes.

Nach unserem Verständnis ist das durchaus richtig. Je nachdem wie aber die Eltern des TE kulturell geprägt sind kann genau das gewaltig nach hinten losgehen.

Der TE hat sich schon seit Tagen nicht mehr gemeldet. Ich hoffe, er findet eine Lösung.
 
Es schwingen eine ganze Hand von unausgesprochenen Vorurteilen mit, habe ich das Gefühl.
Die Ratschläge mit "Notschlafstätten" usw. würden hier sicher viele nicht geben, wenn es sich um Katholiken oder Juden handele.

Natürlich ist es so, dass man in D seine Religion frei wählen kann.

Und trotzdem werden Babys bereits getauft oder beschnitten... letzten Endes ist es alles der gleiche Mist. Als Minderjähriger ist man abhängig von den Eltern, die den Weg vorgeben.
Man muss für sein Recht auf Konfessionslosigkeit einstehen. Es hilft, sich dabei rechtlichen Beistand zu suchen, in etwa mit Hilfe des Jugendamtes.
Entweder du hast keine Ahnung oder bist sehr blauäugig. Mal unabhängig davon ob wir von Christentum, Judentum, Islam oder überhaupt von Religion sprechen; wenn dich deine Eltern unter Androhung von physischer oder psychischer Gewalt zu irgendetwas zwingen, dann stehst du nicht mal eben für dein Recht ein, sondern siehst zu, dass dir nichts schlimmes passiert. Das hat rein gar nichts mit "unausgesprochenen Vorurteilen" zu tun. Gewalt ist Gewalt.
 
Und aus islamischen Familien kennen wir leider zu viele Beispiele, was unter Deckmänteln wie "Familienehre" alles passieren kann. Das Verstoßen eines Kindes ist da nur ein harmloses Beispiel. Passiert in anderen fanatischen Familien (katholisch, diverse Sekten...) zwar auch zuweilen, aber im Zusammenhang mit Islam einfach zu häufig. Deswegen muß der TE sehr vorsichtig vorgehen und auf Selbstschutz achten. Notfalls auch per Lügen und Heucheln, bis er selbständig ist. Tut einem ehrlichen Menschen in der Seele weh, ist klar, aber wenn es angesichts der Umstände nicht anders geht... gegen Intoleranz von Erwachsenen haben Kinder automatisch schlechte Karten.
 
Und aus islamischen Familien kennen wir leider zu viele Beispiele, was unter Deckmänteln wie "Familienehre" alles passieren kann. Das Verstoßen eines Kindes ist da nur ein harmloses Beispiel. Passiert in anderen fanatischen Familien (katholisch, diverse Sekten...) zwar auch zuweilen, aber im Zusammenhang mit Islam einfach zu häufig.

Nein. Es wird einfach nur mehr darauf geachtet, es mehr in den Fokus gerückt.
 
Meine Eltern zwingen mich zum Islam das heißt ich muss jeden Tag 5 mal Beten und jeden Tag mindestens 2 gebete auswendig lernen. Ich habe keine Lust mehr auf den ganzen Müll weil ich eigentlich Religionslos bin aber dies kann ich meinen Eltern nicht sagen weil sie mich dann abgrundtief hassen würden. Ich bin mitlerweile 16 Jahre alt und sie zwingen mich schon seit 5 jahren dazu. Immer wenn ich mich nur leicht dagegen wehre rasten sie immer komplett aus und wollen das ich Bete. Ich habe mir vorgenommen mit 18 sofort auszuziehen aber ich weiß nicht wie ich noch 2 Jahre so aushalten soll! Wie soll ich mit dieser situation umgehen?
Meine Eltern hatten mich auch sehr religiös erzogen und ich kann mich in deinem Beitrag wiedererkennen. Das mchte ich ihnen lange Zeit zum Vorwurf. Heute sehe ich das wesentlich entspannter und kann über mein und ihr Verhalten nur den Kopf schütteln.



Zum Verständis
Was ist mit religiöser Erziehung gemeint? Die Weitergabe und das Lehren als religiös bezeichneter Elemente: Ästhetik (was gilt es als schön und wertvoll), Erkenntnislehre (hier: Logik und Grundlagen des Schöpferglaubens), Meditation, medizinische Therapeutiken, Rhetorik (Wie redet man über die und aus der Religion...), Meditation, Rituale, Sexualpraxis, Essenslehre, Adminstatives (Organisation und Bildung einer Gemeinschaft).


Auf den Islam bezogen meinen diese Bereiche:
- Lehre über die Schöpfung und den Schöpfer
- Erlernen der arabischen Schrift (Gemeinsame Sprache zur einheitlichen Verständigung aller Muslime, leider nicht so erfolgreich)
- Laute, sprachliche Rezitation des Korans (Emotionsregulation, in ganz vielen Religionen so)
- Lesen des Korans und der Hadithe (Verstehen der Grundlagen und Begründung der Lebensweise)
- Auswendiglernen von Suren
- Rituelle Waschung
- 5x am Tag beten (Festigung und Anwendung des Gelernten und Aufbau der "Beziehung")
- Pflicht zum Freitagsgebet (Gemeinschaftsbildung)
- Hygienische Maßnahmen (nicht mit Schuhen in die Wohnung, Essen nur mit der rechten Hand…)
- Kein Sex vor der Ehe (in PräKondom-Zeiten als Seuchenprävention sehr sinnvoll gewesen)
- Keine als unrein und gesundheitsschädlich erachtete Speisen essen (Schwein, Alkohol)
- Feste Zeiten aller Rituale zur emotionalen Regulation (was die neurobiologische Basis für "spirituelle" Erfahrungen bildet)
- Aufwändige Bewirtung von Gästen
-
….
usw. usf.



Auch wenn deine Eltern so sehr darauf beharren, dass du deine Pflichten erfüllst und gottgefällig lebst, geht es nicht um die Beziehung zu Gott. Es geht ausschließlich um das Erlernen einer sozialen Rolle, d.h. das Lernen und Anwenden der oben genannten Dinge.
Was heißt das? Wenn du z.B. Besuch von deinen Verwandten bekommst und deine Eltern denen erzählen können, dass du brav deine islamische Pflicht erfüllst, dass du jeden Freitag zum Gemeinschaftsgebet gehst, dass du viele Suren auswendig kannt und vielleicht sogar zu einem Hafiz (Wächter, jemand der den Koran auswendig kann) wirst, dass du keinen Mist baust und deine Handlungen auf die islamische Ethik begründest… gilst du als vorbildlich erzogen und deine Eltern gelten in deinem sozialen Umfeld dann als gute Eltern. Und die Vorteile, die sich daraus ergeben: Prestige, mehr Optionen für dich bei der Partnerwahl, du wirst zum Vorbild für andere Verwandte/Bekannte usw.


Die Elemente des Islams erachten deinen Eltern deswegen als wertvoll, also etwas, dass man Weitergeben muss. Diese Lebensweise hat sich bei ihnen bewährt, es gab ihrem Leben Sinn und Stuktur bspw. in unbeständigen und schweren Zeiten der Migration und des Ankommens. Es ist bedeutsam in deinem sozialen Umfeld. Sie kennen es von sich selbst auch nicht anders. Leider haben den Sinn ihrer Erziehung gar nicht verstanden (mangels Bildung, Sprachkenntnisse, Faulheit…) und daraus resultiert das Unverständis, warum du nicht so leben willst wie sie. Aber du bist in der Lage es zu verstehen und kannst daraus die Konsequenzen ziehen: Nachsicht für deine Eltern, Vorbereiten einer Lebensweise für die Zeit nach dem Auszug, Lies Bücher über Sozialpsychologie um die Gründe deiner Eltern zu verstehen, Warte bis die Zeit zum Handeln gekommen ist, noch bist du zu jung.



PS: Habe den Beitrag auf die Schnelle geschrieben und werde den evtl. ergänzen
 

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