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Eltern verstehen mich nicht

Dwarfmuecke

Neues Mitglied
Hallo, ich bin neu hier.
Ich brauche Hilfe. Meine Mutter hat mich sehr zeitig, im Alter von 17 Jahren, bekommen. Mein Vater war 19 Jahre alt. Sie sind immer noch zusammen und verheiratet. Ich bin jetzt 16 Jahre alt.
Bei uns ist es so, dass ich das Gefühl habe, dass wir alle nichts gemeinsam haben. Zu meinem Vater habe ich so gut wie keine Bindung und mit meiner Mutter wenigstens eine Bindung. Funktionieren tut das ganze aber auch nur, wenn ich nur mit einem Elternteil zusammen bin. Bei beiden zusammen bin ich immer so ein Anhängsel.
Wir haben auch nichts gemeinsam. Keine Tätigkeit, die allen Spaß macht oder ähnliches.
Heute, am 18.04.19, gab es bspw wieder die Situation, dass meine Eltern laut Musik gehört haben. Mit viel Bass... Ich bin jedoch ein sehr sensibler Mensch und mich macht der Bass innerlich sehr unruhig. Ich werde hektisch, rege mich innerlich auf, mein Puls geht hoch und ich bin emotional sehr nah am Wasser gebaut. 2 Mal habe ich ihnen gesagt, dass sie bitte die Musik aus machen sollen, da ich müde bin und gern zur Ruhe kommen möchte. Es passierte nichts, außer dass keiner versteht, warum ich es so möchte. Beim dritten Mal hat mein Vater mich angeschrien, was eigentlich mein scheiß Problem ist. Ich, als sehr sensibler Mensch, war danach komplett fertig. Ich muss auch jetzt gerade wieder weinen, nur beim Gedanke daran. Dann habe ich ihn angeschrien, dass es mir jetzt scheiß egal ist, was sie machen und sie mich mal können. Das ist eigentlich nicht meine Art, jedoch war ich komplett fertig und meine Nerven lagen blank. Dann bin ich hochgestürmt. Später kam mein Vater hoch, ich war gerade im Bad und habe mein Gesicht gewaschen um mich irgendwie wieder zu beruhigen, da ich bestimmt 15 Minuten durchgeheult habe. Da kam mein Vater hoch. Mit seinem Weinglas, er ist Alkoholiker... Er sagte, in einem angsteinflößenden, netten Ton, dass ich mal in mein Zimmer gehen soll, damit man die Situation klären kann. Ich direkt wieder angefangen zu weinen, da ich Angst vor meinem Vater hatte und schon immer habe. Ich lief dann ganz schnell an der Wand an ihm vorbei und habe mich auf meinem Bett in meine Decken gekuschelt. Im Verlauf des Gespräches kamen wir auf unsere Gesamtsituation zu sprechen. Also, dass ich mich ungeliebt fühle, dass keiner auf mich Rücksicht genommen hat und einige weitere Dinge. Das wurde alles abgestritten, dass das ja nicht stimmt. Dabei hat er schon wieder geschrien. Mein Puls ging gleich wieder hoch und ich hatte wieder Angst.
Das ist einfach auch der Punkt. Das ist das erste Mal in 16 Jahren gewesen, dass ich meine Gedanken und alles ausgesprochen habe und es hat ihn einfach nicht interessiert. Dann wusste ich wieder, warum ich noch nie etwas gesagt habe. Da es eh nichts bringt.
Mein Opa sagt schon immer, ich muss mal meine Meinung sagen, jedoch weiß ich ja, dass es nichts bringt. Merkt man ja auch hier wieder.
Ich habe nur meine Oma und meinen Opa, als einzige echte Familie und Leute, denen ich mich anvertrauen kann. Besonders meine Oma. Ich bin aber einfach fertig. Ich musste es jetzt mal niederschreiben und möchte wissen, ob mir jemand Tipps geben kann, wie ich es hier schaffe. Ich lebe laut Plan auch noch einige Jahre hier, da ich noch Abitur mache, nach meinen Prüfungen, und dann gehe ich noch studieren. Es dauert also noch einige Jahre, bis ich nicht mehr hier lebe...
Um euch meine Situation noch weiter zu schildern, habe ich noch eine weitere Situation. Ich fahre dieses Jahr im Sommer das erste Mal mit meinen Eltern in den Urlaub. Wenn ich jedoch nochmal mit ihnen fahren möchte, muss ich es selber bezahlen. Ich soll meinen eigenen Urlaub mit meinen Eltern bezahlen. Andere Familien fahren 2 mal im Jahr, seit Jahren, weg. Bei mir wäre es dann das zweite Mal und ich soll es selber bezahlen. Da habe ich aber schon gesagt, dass es dann das erste und letzte Mal war. Das finde ich einfach so krank. Geld haben sie jedoch für massenweise unnötiges Zeug. Aber nicht für das eigene Kind. Für Zigaretten und Alkohol reicht es, aber eben nicht für mich...
Es ist jetzt auch einfach zu lang, um euch alles zu erzählen. Es gibt noch so viel mehr, aber da bräuchte ich gefühlte 10 Jahre um alles aufzuschreiben.

Danke fürs Lesen, vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Tipps geben, was ich noch machen kann.
 

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cucaracha

Sehr aktives Mitglied
Es ist eine schwierige Situation....da du mit den Eltern auch nicht reden kannst.

Du sollst die Reise selber bezahlen...von welchem Geld denn ?
Arbeitest Du ?

Vielleicht brauchst du etwas Abstand von deinen Eltern.

Kannst du zu den Grosseltern ziehen oder wenn es sehr schlimm ist würde ich zum Jugendamt gehen und um
Auszug bitten.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Es ist traurig, dass ihr nichts gemeinsam macht oder Rücksicht aufeinander nehmt.
Wenn du deine Großeltern gern hast, kannst du vielleicht zu ihnen ziehen. Vielleicht kommen deine Eltern so zur Besinnung.
Sie sind ja noch jung, würden sie dich aufnehmen?
 

Weltkind

Aktives Mitglied
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du nicht wegen pubertärer hormoneller, emotionaler Achterbahnfahrt hier schreibst, sondern es bei euch dauerhaft schwierig ist und du unter dieser Lebenssituation leidest.

In Gesprächen ist man manchmal so emotional, dass es schwierig ist die Fakten vorzubringen. Damit das gut gelingt, schlage ich vor dich vorzubereiten.

Ich an deiner Stelle würde die hier geschilderte Situation aufschreiben, die Urlaubsgeschichte, weitere Beispiele, warum du Angst vor deinem Vater hast, dieser Alkoholiker ist und wie deine Mutter sich verhält.
Wie häufig gibt es so schwierige Tage bei euch?
Und was das alles mit dir macht.
Siehst du dich beim lernen, abschalten, schlafen beeinträchtigt durch Lärm, Streit usw?
Dein Abi in Gefahr?

Falls die räumlichen Gegebenheiten bestehen, bitte deine Großeltern um ein vertrauliches Gespräch und frage sie, ob du bei ihnen wohnen könntest.

Andernfalls gibt es betreute Wohngruppen.

Du kannst mit den Großeltern oder alleine das Jugendamt kontaktieren, um Auszug bitten und da deine unterstützenden Notizen dabeihaben.

Es wird dann ein Termin mit deinen Eltern nötig.

https://www.grosseltern.de/aufenthaltsbestimmungsrecht-kann-der-enkel-zu-den-grosseltern-ziehen/


Deine Großeltern sollten dann Kindergeld und Pflegegeld beantragen.

https://www.aktive-rentner.de/enkel-als-pflegekind-aufnehmen-geht-das.html


Beispiel Wohngruppe:

https://www.mbh-jugendhilfe.de/kinder-und-jugendwohngruppen/betreutes-jugendwohnen.html
 

Dwarfmuecke

Neues Mitglied
Es ist eine schwierige Situation....da du mit den Eltern auch nicht reden kannst.

Du sollst die Reise selber bezahlen...von welchem Geld denn ?
Arbeitest Du ?

Vielleicht brauchst du etwas Abstand von deinen Eltern.

Kannst du zu den Grosseltern ziehen oder wenn es sehr schlimm ist würde ich zum Jugendamt gehen und um
Auszug bitten.
Ich gehe nicht arbeiten. Ich bin Schülerin in der 10. Klasse.
Das weitere Problem ist noch, dass ich keine Möglichkeit habe einfach zu sagen, dass ich ausziehe. Ich werde definitiv nochmal mit meinen Großeltern reden, da ich sie seit dem Vorfall nicht nochmal gesehen habe. Ich habe aber dann auch einfach Angst davor, meinen Eltern zu sagen, dass ich woanders hin möchte. Ich habe ja bisher auch nie geredet, da ich Angst davor habe, bzw hatte.
Meine Eltern denken ja auch, dass sie super Eltern sind. Auf meine Aussage, dass ich mich einfach nicht geliebt fühle, wurde mein Vater laut und schrie mich an, dass das ja totaler Mist sei. Ob ich denn gar nicht weiß, was sie alles für mich tun.
In dem Moment habe ich aber wiederum nicht von dem Geld geredet, sondern vom Umgang. Mein Vater scheint nur von Geld geredet zu haben. Und selbst da tun sie ja nicht viel für mich, sondern kaufen sich sinnloses Zeug, und wenn ich mal was brauche kommt der Kommentar "Wenn neues Geld da ist". Ich muss immer bis zum nächsten Monat warten, die jedoch kaufen sich irgendwas. Klar, ist deren Geld, aber trotzdem möchte ich ja nichts super teures, sondern z. B. einfach mal ein paar neue Anziehsachen.
Wir sind halt einfach keine Familie. Wenn ich irgendwann komplett ausziehe, dann verliere ich mich mit meinen Eltern. Ich werde mich gewiss erstmal nicht mehr melden, da ich dann froh bin ausgezogen zu sein. Ich wäre wirklich gern einfach ein paar Jahre älter, verdiene mein eigenes Geld und bin ausgezogen. Aber das geht leider nicht so einfach...
Bin mal auf das Gespräch mit meiner Oma gespannt.
 

natasternchen

Aktives Mitglied
Hey, ich kann Dich gut verstehen, weil ich auch mit 16 raus musste, ich habe es aber durchgezogen und bin in eine betreute Wohngruppe gezogen mit Unterstützung des JA. Das war die beste Entscheidung meines Lebens.

Wir hatten auch oft Geldthemen zuhause und ich wurde ähnlich kurzgehalten wie Du. Spätestens am dritten Tag war das Hartz4-Geld meiner Mutter entweder im Daddelautomaten oder es war in Bier und Zigaretten investiert, nie jedoch in Klamotten. Locker 300 Euro hat sie pro Monat für Kippen ausgegeben, was hätte ich mich gefreut, wenn es vom Amt nur Essensgutscheine oder Kleidergutscheine statt Geld gegeben hätte.

Mein Tipp: Gehe zum Jugendamt und erzähle das so, auch, dass Du Angst vor Deinem Vater hast, mit 16 bekommst Du noch Hilfe, mit 18 nicht mehr.

Der Kampf lohnt sich, ich habe heute jeden Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen, was auf einen riesigen Streit zurückgeht, als meiner Mutter mein Hartz4 weggenommen wurde und direkt an meine Einrichtung gezahlt wurde. Das hat sie damals nicht verkraftet, ihr ging es immer nur um Geld. Da ich heute selbst viel Geld habe, hat sie immer wieder versucht mich anzuschnorren, plötzlich war ich wieder die liebe Tochter aber darauf habe ich mich nicht eingelassen. Manchmal helfen einfach mal drei Jahre Funkstille, bis sich die Familie neu sortiert hat, war bei mir auch so.
 

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