Hallo zusammen,
vielleicht könntet Ihr mir zu meinem Problem Ratschläge geben...
Ich bin nun seit gut zwei Jahren mit meiner Freundin zusammen. Während dieser Zeit hat sich zwischen ihr und meinen Eltern eine Entwicklung vollzogen, die sich mittlerweile in deutlicher gegenseitiger Abneigung äußert.
Das ist für mich im Alltagsleben zwar vordergründig nicht schlimm, weil es sich immer wieder gut verdrängen lässt und meine Eltern nicht auf meine Freundin treffen müssen. Aber ab und zu kocht es immer wieder hoch und wird jedesmal immer heftiger, was mich innerlich sehr aufreibt. Vor allem sehe ich immer deutlicher die Frage "Sie oder meine Eltern?" am Horizont aufsteigen.
Das ganze geht ursprünglich von meiner Freundin aus. Für sie sind meine Eltern überheblich, arrogant und oberflächlich. Weil ich meine Eltern im Laufe der Jahre auch immer mehr aus einer "objektiveren" Sichtweise betrachte, stimmt ich in vielen Punkten mit meiner ihr überein.
(Nur einige Beispiele, die meine Eltern charakterisieren:
Meine Mutter kann z.B. anderen Menschen nicht richtig zuhören. Sie legt ihrem Gegenüber bei Gesprächen oder Fragen die Antworten schon vorher in den Mund und hat immer einen sehr schnellen und beherrschenden Gesprächsstil. Außerdem hat das Äußere, also Kleidung bei ihr einen hohen Stellenwert.
Mein Vater ist jemand, der sich selber als den Oberweisen sieht und sich selber gern reden hört. In Gesprächen kommt es ihm hauptsächlich darauf an, anderen seine Ansichten und sein angehäuftes Wissen darzulegen, in Form von Monologen. Ihm vertraute Personen, die mal etwas nicht wissen, laufen Gefahr, sich ein lautes "Was? Das Weißt du nicht? Du weißt nicht, was ein ... ist?" einzuholen. Das ist dann zwar scherzhaft gemeint (ich weiß das, weil ich meinen Vater kenne). Für meine Freundin scheint aber viel zu deutlich der innerliche arrogante Oberlehrer durch. Ich kann das auch total nachempfinden.)
Aber trotzdem sind sie meine Eltern, und ich sehe auch positive Seiten an ihnen. Sie haben es immer gut mit mir gemeint. Auch wenn gut und gut gemeint oft verschiedene Dinge sind... Ich sehe eben ihren guten Willen.
Meine Freundin reagiert sehr konsequent: sie kommt nicht mehr mit, wenn ich meine Eltern besuche. Auch bei Anlässen / kleinen Familienfeiern, an denen meine Eltern ausdrücklich meine Freundin dabeihaben wollen. Außerdem hat sie vor kurzem meinen Vater auch nicht mehr zum Geburtstag angerufen.
Ich komme immer nur mit zu ihren Eltern, die wirklich absolut herzliche Traum-Schweigereltern sind.
Natürlich kriegen meine Eltern nach und nach Wind von der ganzen Abneigung. Immer öfter sind die Ausreden, z.B. dass sie Familienfeiern fernbleibt, nicht mehr glaubhaft und ich rücke auch mit der Wahrheit raus. Bis auf wenige Eingeständnisse gegenüber der Kritik meiner Freundin lautet das Resumee meiner Eltern dann aber grundsätzlich: "Da kann man sich auch reinsteigern und alles dramatisieren. Wir sind schließlich die Eltern und sie muss sich da fügen und fünfe grade sein lassen. Wenn ihr wirklich etwas an dir liegt, würde sie trotzdem mitkommen und dich nicht alleine lassen." Letzteres sehe ich nicht so, weil ich meine Freundin kenne. Sie ist sehr konsequent und spielt grundsätzlich nie nach außen nach dem Motto Gute Miene zum bösen Spiel". Sie will grundsätzlich ehrlich sein mit sich selber und den anderen, was ich für eine Einstellung halte, die ich sehr repektabel und auch bewundernswert finde, denn sie zieht sie wirklich sehr konsequent durch.
Aber für meine Eltern ist sie die komplizierte "Diskutierfreundin" ihres Sohnes, die ihm eigentlich gar nicht gut tut.
Weil die Einstellung meiner Freundin mir größtenteils auch einleuchtet, hatte ich mich in letzter Zeit mal mehr, mal weniger von meinen Eltern distanziert. Aber immer wieder merke ich, dass zu meinen Eltern weiterhin ein gutes Verhältnis haben will, und halte nichts mehr von dieser Distanzierung ... Mit meinen Eltern zu brechen, kommt für mich nicht in Frage.
Allerdings ist mir auch klar geworden, dass meine Freundin es niemals mehr mit meinen Eltern können wird.... und zu einer beständigen, guten Partnerschaft gehört für mich, dass meine Partnerin mit meinen Eltern harmoniert....
LG,
Michel
vielleicht könntet Ihr mir zu meinem Problem Ratschläge geben...
Ich bin nun seit gut zwei Jahren mit meiner Freundin zusammen. Während dieser Zeit hat sich zwischen ihr und meinen Eltern eine Entwicklung vollzogen, die sich mittlerweile in deutlicher gegenseitiger Abneigung äußert.
Das ist für mich im Alltagsleben zwar vordergründig nicht schlimm, weil es sich immer wieder gut verdrängen lässt und meine Eltern nicht auf meine Freundin treffen müssen. Aber ab und zu kocht es immer wieder hoch und wird jedesmal immer heftiger, was mich innerlich sehr aufreibt. Vor allem sehe ich immer deutlicher die Frage "Sie oder meine Eltern?" am Horizont aufsteigen.
Das ganze geht ursprünglich von meiner Freundin aus. Für sie sind meine Eltern überheblich, arrogant und oberflächlich. Weil ich meine Eltern im Laufe der Jahre auch immer mehr aus einer "objektiveren" Sichtweise betrachte, stimmt ich in vielen Punkten mit meiner ihr überein.
(Nur einige Beispiele, die meine Eltern charakterisieren:
Meine Mutter kann z.B. anderen Menschen nicht richtig zuhören. Sie legt ihrem Gegenüber bei Gesprächen oder Fragen die Antworten schon vorher in den Mund und hat immer einen sehr schnellen und beherrschenden Gesprächsstil. Außerdem hat das Äußere, also Kleidung bei ihr einen hohen Stellenwert.
Mein Vater ist jemand, der sich selber als den Oberweisen sieht und sich selber gern reden hört. In Gesprächen kommt es ihm hauptsächlich darauf an, anderen seine Ansichten und sein angehäuftes Wissen darzulegen, in Form von Monologen. Ihm vertraute Personen, die mal etwas nicht wissen, laufen Gefahr, sich ein lautes "Was? Das Weißt du nicht? Du weißt nicht, was ein ... ist?" einzuholen. Das ist dann zwar scherzhaft gemeint (ich weiß das, weil ich meinen Vater kenne). Für meine Freundin scheint aber viel zu deutlich der innerliche arrogante Oberlehrer durch. Ich kann das auch total nachempfinden.)
Aber trotzdem sind sie meine Eltern, und ich sehe auch positive Seiten an ihnen. Sie haben es immer gut mit mir gemeint. Auch wenn gut und gut gemeint oft verschiedene Dinge sind... Ich sehe eben ihren guten Willen.
Meine Freundin reagiert sehr konsequent: sie kommt nicht mehr mit, wenn ich meine Eltern besuche. Auch bei Anlässen / kleinen Familienfeiern, an denen meine Eltern ausdrücklich meine Freundin dabeihaben wollen. Außerdem hat sie vor kurzem meinen Vater auch nicht mehr zum Geburtstag angerufen.
Ich komme immer nur mit zu ihren Eltern, die wirklich absolut herzliche Traum-Schweigereltern sind.
Natürlich kriegen meine Eltern nach und nach Wind von der ganzen Abneigung. Immer öfter sind die Ausreden, z.B. dass sie Familienfeiern fernbleibt, nicht mehr glaubhaft und ich rücke auch mit der Wahrheit raus. Bis auf wenige Eingeständnisse gegenüber der Kritik meiner Freundin lautet das Resumee meiner Eltern dann aber grundsätzlich: "Da kann man sich auch reinsteigern und alles dramatisieren. Wir sind schließlich die Eltern und sie muss sich da fügen und fünfe grade sein lassen. Wenn ihr wirklich etwas an dir liegt, würde sie trotzdem mitkommen und dich nicht alleine lassen." Letzteres sehe ich nicht so, weil ich meine Freundin kenne. Sie ist sehr konsequent und spielt grundsätzlich nie nach außen nach dem Motto Gute Miene zum bösen Spiel". Sie will grundsätzlich ehrlich sein mit sich selber und den anderen, was ich für eine Einstellung halte, die ich sehr repektabel und auch bewundernswert finde, denn sie zieht sie wirklich sehr konsequent durch.
Aber für meine Eltern ist sie die komplizierte "Diskutierfreundin" ihres Sohnes, die ihm eigentlich gar nicht gut tut.
Weil die Einstellung meiner Freundin mir größtenteils auch einleuchtet, hatte ich mich in letzter Zeit mal mehr, mal weniger von meinen Eltern distanziert. Aber immer wieder merke ich, dass zu meinen Eltern weiterhin ein gutes Verhältnis haben will, und halte nichts mehr von dieser Distanzierung ... Mit meinen Eltern zu brechen, kommt für mich nicht in Frage.
Allerdings ist mir auch klar geworden, dass meine Freundin es niemals mehr mit meinen Eltern können wird.... und zu einer beständigen, guten Partnerschaft gehört für mich, dass meine Partnerin mit meinen Eltern harmoniert....
LG,
Michel