Calliah
Aktives Mitglied
Und 20 Minuten hältst du für vertretbar? Kinder müssen auch erfahren, dass es Regeln gibt.
Natürlich kann man sie mal entscheiden lassen, wenn es zwei Paar Winterschuhe gibt und beide aufs Wetter ausgerichtet sind, aber 3 jährige haben eigentlich kognitiv noch nicht die Fähigkeiten abzusehen welche Folgen bestimmte Entscheidungen und ihr Handeln haben.
Man kann das im kleinen üben, aber die Mutter in der Kitagruppe überlässt alle Entscheidungen und das halte ich für ein kleines Kind sehr extrem.
Wie weit will man das denn später ausarten lassen? Wenn man das macht, hat man irgendwann die Rollenumkehr. Dann wird das Kind zu den Eltern und entscheidet was wie gemacht wird.
Mir ist egal was andere wie machen. Oft kennt man nur das was man sieht und manchmal steckt viel mehr dahinter.
Wie ich bereits schrieb, es ging nicht DAS Kind und DEN Weg. Kinder sind so unterschiedlich, selbst wenn sie aus den gleichen Genen stammen. Habe ich ein sehr zurückhaltendes Kind, bin ich froh um eine Diskussion. Habe ich ein Kind das immer seinen Willen durchsetzen "muss" beende ich das ganz schnell.
Und obendrauf weiß ich nicht mehr, wie es mit drei war. Auch wenn es viele entwicklungspsychologische Erkenntnisse gibt, sind sie immer noch sehr individuell. Das eine Kind sehr früh empathisch, dass andere für drei durchaus weiter oder zurück. Da steht ein kleiner Mensch, dem man nichts überstülpen kann, dass muss ich mir auch immer wieder klar machen.