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Einsamkeit...

Hallo Polux,

ich musste schmunzeln als ich deinen Beitrag gelesen habe. Du hast wohl keine Freunde, die unglückliche Momente haben.... 😀 alles nur Gute-Laune-Menschen. Klasse!

Nein, sicherlich kennst du Menschen in deier Umgebung die sich auch einsam fühlen. Das eben war nur Spaß. 😉

Nun, deine Frage, könnte auch heissen, wieso ist der eine Erfolgreich und der andere nicht.

Ich sehe es so, dass es immer an der Einstellung des Menschen und an der Summe der Erfahrungen liegt. Meistens liegt es an der schrecklichen Vergangenheit oder an der hoffnungsvollen Zukunft, die vielleicht Erlösung verspricht, bloss wenn ich DIESE oder JENES richtig mache.

Es ist interessant wie du das Wort EINSAMKEIT definierst, und das ist ebenso der Grund, für einen Anderen ist EINSAMKEIT nicht einfach nur eine Pubertätsphase, sondern ein DAUERZUSTAND... sowas kann sehr schmerzlich sein. Und ich kenne es aus Erfahrung.

Der Grund dafür ist: Man entfernt sich immer mehr von seinem SELBST. Die Seele in jedem von uns zeigt uns den Weg und wenn wir diesen gehen, so finden wir Freude, Spaß, Liebe, Leichtigkeit und Heilung.

Doch die Menschen DENKEN nur, sie FÜHLEN nicht.
Kopf ist nur für logische Aufgaben wie Rechnen, Planen, Erinnern gedacht.
Herz ist für Wegweisung und Wachstum verantwortlich. Doch nur der, der dem Herzen folgt finden den Weg des Glücks.

Wenn man innerlich einsam ist, sich verlassen, nicht zu etwas fähig. So wirkt es auch nach Aussen. Man hat dann keine Freunde, keine Freude, keine Interessen und keinen Sinn.

Eine andere art von Einsamkeit ist der Glaube, dass jemand anderes für dein Glück verantwortlich ist. Man sucht auch hier im Äusserem. Nach einem Partner, der mich glücklich macht. Durch diesen Glauben klammert man sich an einen fest, man gibt ihm keine Luft zum Atmen und keinen Freiraum und irgendwann geht das auf Kontrolle hinaus.
Dann recht es dem Partner und er geht... die andere Person fühlt sich Einsam. Die einsame Person versteh nicht, dass nur SIE SELBST für sein glück verantwortlich sein kann.

Einsamkeit ist ein Produkt falscher Gedanken.

Polux, ich freue mich, dass du die Einsamkeit so formulierst, wie du es schreibst. Das ist eine sehr gute Art leichter zu leben. Wäre schön, wenn andere Menschen es von dir für sich übernehmen.

wünsche dir...

Seelenheil
 
Das menschliche Bewusstsein stellt einen immer wieder vor das Problem des Dualismus..eines Gefühls der Gespaltenheit und Abgetrenntheit von der Welt...aber an sich läßt sich der Dualismus ganz gut überwinden..indem man z.B buddhistisch meditiert und erkennt, dass an sich alles untrennbar miteiander verbunden ist und das Gefühl der Einsamkeit nur zeitweiliges EGO-Gerülpse...das Aufstossen eines Bewusstseins dass sich selbst ab isoliert und ausgrenzt aus der Welt...ist jedoch wie furzen gegen den Wind...die schlechten Gase (oder Gedanken) landen dann immer wieder bei einem selbst und zirkeln dann ewig hin und her. Manche bleiben in diesem Zirkel hänge und andere gehn weiter und kommen da raus.

Seelenheil schrieb meiner Ansicht nach ganz richtig dass Einsamkeit Produkt einer ungünstigen Denkweise ist...niemand ist einsam außer denen die es partout so sehen und fühlen wollen (kann auch ne Zwangsstörung oder so sein) ...Diese Denkweise kann unterschiedliche Ursachen halten. Ich denke es ist ganz normal während der Pubertät sone Reflexionsphase durch zu machen in der man sich auch mal einsam fühlt...man löst sich ab, entdeckt das eigene Ich was den SChrecken vor sich selbst, vor der Welt und der eigenen Verantwortung beinhaltet und das schockt manche und führt zu dem Gefühl der Einsamkeit...bis man erkennt dass andere genau dasselbe durchmachen und man damit gemeinsam einsam ist.
Polux hat das GAnze sehr schön beschrieben...dieses gefühl sich von niemandem verstanden zu fühlen....ich denke das ist halt normales Ablösen und eigene Willens- und Meinungsbildung. Mit der Zeit erkennt man dass man verstanden wird insofern man genügend Mühe investiert sich verständlich zu machen.
Dauerzustand wird Einsamkeit an sich nur wenn man sich bewusst ab isoliert und sich versucht durch Unverstandensein und Andersheit (die jedoch oft nur eingebildet ist) zu definieren.

Tyra

ich stimme Seelenheil nicht zu dass man nur seinem herzen folgen sollte....man sollte sowohl seinem Verstand als auch seinem herzen folgen.. wer diese beiden dinge (Herz und Verstand/Logik) trennt, akzeptiert sich nicht in seiner Gänze und das führt dazu innerlich zerrissen zu sein. Vernunft als ein Mittler zwischen Herz und Verstand ist wichtig...Das Herz folgt seiner ganz eigenen Logik...
Das Herz ohne den Verstand neigt manchmal dazu kopflos zu handeln und der Verstand ohne das Herz etwas zu herzlos und nur beide gemeinsam können die dualistische Spaltung überbrücken.
Frauen neigen erziehungsbedingt dazu sich aufs Herz fest zu legen und schiessen sich damit oft ein Eigentor...zwischen Herz und Verstand gibt es ebenfalls keine Trennung, außer man treibt bewusst nen Keil dazwischen, was ich für keine gute Idee halte.
Ein klarer Verstand übersetzt sich Gefühle ganz gut...und umgekehrt weiss ein weises Herz den Verstand zu schätzen, der manchmal verwirrte Gefühle ein wenig ordnet und sortiert....
Schon die alten griechischen Philosophen wiesen darauf hin dass das Herz (Gefühle) oft auch täuschen oder verwirren kann und Reflexion der Gefühle (mittels des Verstandes) daher oft wichtig ist..ich sehe das ähnlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Einsamkeit ist, wenn man niemanden hat mit dem man vertraut ist. Mit dem man ungezwungen reden kann oder bei dem man sich geborgen fühlen kann.
Die Gründe dafür sind sehr verschieden. Die einen kommen mit der Gesellschaft nicht zurecht, anderen fehlt schlichtweg das Selbstvertrauen und wieder andere haben einfach zuviele schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht.
Das Alles führt aber dazu das man sich verkricht und keine sozialen Kontakte mehr pflegen kann oder will.
Und je länger man allein durch´s Leben geht umso schwieriger wird der Ausweg aus der Einsamkeit.


Gruß der Fischkopp
 
Schmerzhaft an der Einsamkeit ist wohl die Tatsache, dass es ein biologischer Trieb des Menschen ist, sich anderen zu nähern; sowohl körperlich als auch geistig.

Manche stellen fest, dass sie niemanden haben dem sie nahestehen. (zB wenn sie gern ne Freundin hätten, aber keine finden)
Vielleicht noch, dass ihnen jemand nahe steht, dem sie selber nicht nahestehen (also jemand, den man mehr mag als man von diesem gemocht wird). Dieses emotionale Gefälle bringt schäden am Selbstwertgefühl und recht depressive Gefühlszustände mit sich.
Zu ihrem Glück sind diese Leute meistens aber so unreflektiert, dass sie nicht erkennen, dass sie von ihren Trieben gesteuert werden, und sobald sich an ihren sozialen Umständen etwas ändert, sind sie glücklich.

Andere wiederrum erkennen, dass sie durch ihre Einsamkeit unglücklich sind, aber auch, dass sie von ihren Trieben gesteuert werden. Diese befinden sich in der Zwickmühle:
Auf der einen Seite dürfen sie feststellen, dass sie von ihren Emotionen in Griff gehalten werden, und keine wirkliche Freiheit im Leben besitzen.
Auf der anderen Seite dürfen sie auch feststellen, dass sie einen Partner etc auf eine Art "Droge" reduzieren würden, wenn sie nur eine Beziehung (oder sonstige soziale Kontakte zur Überwindung der Einsamkeit) eingehen würden um sich nicht so einsam zu fühlen.

Meist findet man dann im Leben irgendwann irgendwen, der einem das Selbstwertgefühl zurechtrückt, und man vergisst alle Probleme; die erste Gruppe, weil sie gefunden haben, was sie suchten, die zweite Gruppe, weil sie zwar merken dass ihre biologische Predestination vorhanden war, die Sache sich aber sehr richtig anfühlt, und desshlab aus dem Gedankengut verschwindet.
 
Einsamkeit

Er sitzt da, allein, einfach so,
und doch scheint er glücklich, zufrieden und froh,
die anderen sehen und kennen ihn nicht,
und doch zieht ein Lächeln ihm leicht durchs Gesicht.

Er spricht mit den Blättern am Baum über ihm
und spürt wie die Winde nach Norden entfliehn.
Die Schwalben am Dach unterhalten sich gern
und erzählen Geschichten vom südlichen Fern.

Die Wolke am Himmel, sie lächelt ihm zu,
er spricht auf der Wiese mit Hase und Kuh,
die Würmer am Boden erzählen vom Sand
und die Fische im Wasser vom anderen Strand.

Die anderen Menschen, sie sprechen vom Geld,
der einsame Mensch, er spricht mit der Welt,
mit Vögeln und Würmern und Fischen im Teich.
Ist dieser nun arm und die anderen reich?
​
(c)1976 Hans-Peter Weyer
​
 
Einsamkeit bedeutet für mich nach Hause zu kommen und niemand ist da. Man ist allein, versucht sich zu beschäftigen, doch irgendwann fällt einem die Decke auf den Kopf.

Oder aber auch: viele Sorgen und Probleme zu haben. Die mögen wohl einzeln klein erscheinen, aber insgesamt häuft sich einiges zusammen. Man würde gerne mit jemandem im realen Leben (nicht hier im Forum) sprechen, traut sich aber nicht.

Man will sich selbst und schon gar nicht vor anderen eingestehen: "Hoppla, da ist was schiefgelaufen!"

Dann schluckt man es runter. Zieht sich gedankenverloren zurück, pflegt seine Bekanntschaften nicht mehr und eines Tages steht man so gut wie alleine da....

Und der Weg von dort hinaus ist ganz schön schwer....
 

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