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Einsamkeit

  • Starter*in Starter*in Lonely Soul
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L

Lonely Soul

Gast
Eigentlich habe ich es schon längst aufgegeben, nach Lösungen zu suchen, zumindest habe ich schon sovieles versucht, was mir nicht geholfen hat, sodass ich fast keine Hoffnung mehr habe. Auch dass mir hier geholfen werden kann bzw. wird, denke ich eher weniger, da ich selbst nicht mehr weiter weiß. Ich werde mich kurz fassen, das einzige was ich will sind Freunde, die für mich Zeit haben, nur leider habe ich keine Ahnung wie und wo ich welche finde. Ich halt es einfach nicht mehr aus ständig alleine zu sein, ich brauche jemanden, in dessen Nähe ich mich nicht mehr einsam fühle. Eine Freundin habe ich schon aufgegeben, aber ich bin mir sicher, dass ich irgendwie die Chance dazu habe, einen Freund zu finden. Nur.... ich weiß nicht wie... was soll ich tun? Ich habe keine Lust auf Herzschmerzen, Tränen, Schlafmangel aufgrund intensiver Traurigkeit (wie jetzt)... lange werd ich so jedenfalls nicht mehr weiterleben. Na ja, falls mir zu meiner Verwunderung jemand eine Lösung nennen kann und will, kann er sie ja in diesen Thread hineinposten. Ach ja, ich bin kein Party-Typ und forsch bin ich eigentlich auch nicht...
 

Hallo Lonely Soul,

schau mal hier: Einsamkeit. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hi Du,

Einsamkeit hört dann auf, wenn man unter dem Alleinsein nicht mehr leidet . . . . verstehst du was ich meine?

Ich bin auch viel alleine und war es immer. Und zeitweise habe ich unter Einsamkeit gelitten. (O.k. ich habe meinen Mann und eine Tochter - aber deswegen bin ich trotzdem oft alleine - vor allem seit meine Tochter eigene Wege geht)
Wenn ich aber dann unter Menschen ging - hab ich immer wieder gemerkt, dass ich vieles von dem was um mich herum so passiert, gar nicht um mich haben will.
Das 'sichzurSchaustellen', das Getratsche, den Trubel . . .

Irgendwann hab ich mir dann die Frage gestellt: bin ich wirklich einsam? oder einfach nur gern allein.
Und der Witz ist: wenn man mit sich selbst im Reinen ist, und diese Frage geklärt hat, dann ergeben sich Bekanntschaften von ganz allein, was wohl daran liegt, dass ein Mensch, der mit seinem Alleinsein zufrieden ist, eine ganz andere Ausstrahlung hat.
Wer verzweifelt sucht, erfährt oft Ablehnung - weil er zu negativ auf andere wirkt.

Um Menschen kennen zu lernen, würde ich vielleicht zur VHS gehen, einem Chor beitreten, zu einem walking Kurs gehen . . . usw.

Was mich interessieren würde: warum hast du deine Freundin aufgegeben?

LG
Brigitte
 
Hallo Lonely Soul,

zu deiner Verwunderung werde und möchte ;-) ich dir zwar keine konkrete Lösung geben, aber einen guten Tipp. Vielleicht kannst du damit erstmal etwas leichter mit der Situation umgehen. Eine Lösung bekommst du dann selber hin...

Also du möchtest Freunde und/oder einen Partner haben und hast schon alles mögliche versucht, um das zu erreichen. Aber das alles hat bis jetzt nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt.

Das stelle ich mir grad vor wie beim Pilzesuchen: Man geht in den Wald und sucht und sucht aber man findet keinen einzigen...sehr frustrierend. Frage: Wo wachsen denn bloß die viele Pilze, die manche Leute immer nach Hause bringen??

Da die Antwort darauf sehr schwierig ist, versuche doch mal, dein primäres Ziel als zweitrangig zu betrachten. Um bei dem Beispiel zu bleiben: Mach einen Spaziergang durch den Wald, genieße die frische Luft, das Singen der Vögel, die Schönheit der Natur. Aber versteife dich nicht darauf, einen Pilz finden zu wollen. Und wenn du sogar einen findest, dann ist das noch ein ganz besonderer Glücksfall.

Ich meine, es gibt leider kein geeignetes Mittel, um Freunde zu finden. Und man sollte keine anderen Mittel für dieses Ziel zweckentfremden. Also nur auf Parties gehen, um Party zu machen. Nur ins Café gehen, um einen Cappu zu trinken. Nur zum Tanz-Kurs, um tanzen zu lernen... aber lieber nicht mit dem Primärziel, Freunde zu finden.

So, nun musst du dir nur noch Dinge überlegen, die dir Spaß machen würden.

Viele Grüße,
Jens
 
Brigitte meinte:
Wer verzweifelt sucht, erfährt oft Ablehnung - weil er zu negativ auf andere wirkt.
Ich versuch es ja gar nicht, weil ich mich nicht traue...

Um Menschen kennen zu lernen, würde ich vielleicht zur VHS gehen, einem Chor beitreten, zu einem walking Kurs gehen . . . usw.
Ich habe, obwohl ich Atheist bin, ein Jugendtreff in einer kirchlichen Gemeinde besucht... klar, es gibt da auch Leute, die nett zu mir sind... aber da macht man viel vorgegebenes, über Gott sprechen und so halt... und von denen will sich auch keiner mit mir treffen 🙁 und jede Woche 4,20 Euro auszugeben, nur um vielleicht eine Stunde lang Gesellschaft zu haben, ist das nicht zuviel für so wenig Zeit? Und Freunde sind es anscheinend nicht...

Was mich interessieren würde: warum hast du deine Freundin aufgegeben?
Du hast es falsch verstanden, ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass ich eine Freundin finden werde. Mit Freundin meine ich keine normale, ich meine halt meine Liebe...

puma meinte:
was sind denn konkret deine bedürfnisse?
Ich weiß was mir Spaß macht... die Dinge, die ich schon fast mein ganzes Leben lang tue... aber sie beeinflussen nicht meine Einsamkeit...

ich habe zum beispiel einem mädel nachhilfe gegeben, gratis.
Könnte ich niemals machen, zum Einen, da ich keine kenne, die nett zu mir ist/die ich leiden kann, und zum Anderen, weil ich mich nie trauen würde sowas anzubieten, falls ich das überhaupt kann...

ich musste mir manchmal stundenlang ganz gut zureden, damit ich endlich rausging und ne kleine runde gejoggt bin.
Wenn ich es nicht mehr aushalte gehe ich auch nach draußen und weine. Aber Beschäftigung habe ich genug, bloß keine Freunde...

als es mit mir seelisch zur neige ging, habe ich bemerkt, wie abhängig ich von meinen "freunden" bin
Wir sollten unsere Freunde wertschätzen. Dies können aber nur jene, welche Freunde haben...

aber es ist auch ganz wichtig, dass man lernt, sich selber zu lieben und zu achten, also sein eigener bester freund zu werden.
Jahre lang habe ich das geschafft, nur jetzt bin ich am Scheitern. Warum? Ich weiß es nicht, es kam einfach so, ich hab meine Einsamkeit plötzlich gar nicht mehr ausgehalten...

(und mal einen vorschlag machen: gehen wir ins kino, ins museum, was trinken, sport machen, etc....).
Zu wem soll ich das sagen? Es hat ja eh niemand Zeit für mich, ich wüsste nicht wen...

die hoffnung stirbt zuletzt und ich bin sicher, dass tief in dir ne kraft steckt, die dich weitertreiben wird..
Das stimmt, sie ist in mir, doch ich beginne zu zweifeln, ob es richtig ist, weiterzumachen... nach sovielen jahren hat man nur noch wenig Hoffnung...

aber ich wollte nicht mehr. so wie du schreibst. keinen bock mehr auf depressionen wegen ner beziehung, keine lust auf durchweinte nächte.
Na ja, ich denke, wenn sehr gut zusammenpasst, tritt sowas nicht auf...

wichtig ist auch, dass du deine gefühle und bedürfnisse ernst nimmst und diese kennst, damit du ihnen gerecht werden kannst.
Ja, meine Bedürfnisse... es sind alle gedeckt, außer Freunde... und das schadet mir am meisten!

ich weiss zwar nicht, ob du darauf stehst. aber mir hat die natur immer auch sehr gut getan und auch die bewegung.
Mir würde es reichen, mit jemandem reden zu können, bei dem ich mich wohlfühle...

so fing ich an aktiv zu werden.
Bin ich auch, bis jetzt ohne Erfolg...

und daran glauben, dass du den menschen begegenen wirst.
Ich habe schon zu lange daran geglaubt... schon allein deswegen, dass ich fast keinen Kontakt mit der Außenwelt habe, wird es sehr schwer werden/sehr lange dauern bis ich jemanden finde...

weshalb muss es diese person sein und keine andere?
Das ist richtig, ich denke es wird immer eine Person geben die man mehr liebt als die, mit der man zusammen ist, nur weiß man nichts von ihr... außer wenn man die richtige gefunden hat, was meiner Meinung nach fast unmöglich ist, da ich nicht an Schicksal etc. glaube.

aber du musst den ersten schritt tun. raus gehen, dich in die menge schmeissen, damit die leute dich auch treffen können.
Ich war im Schwimmverein, in der Musikschule, bei den Pfadfindern... jedenfalls habe ich dort keine Freunde gefunden.

was meinst du dazu???
Vielleicht hatte ich einfach nur Pech, war zu defensiv, zu anders oder ich bin einfach nur verdammt. Na ja, Gruß zurück...

Jens79 meinte:
Nur ins Café gehen, um einen Cappu zu trinken. Nur zum Tanz-Kurs, um tanzen zu lernen... aber lieber nicht mit dem Primärziel, Freunde zu finden.

So, nun musst du dir nur noch Dinge überlegen, die dir Spaß machen würden.
Das mit den Pilzen ist wahrscheinlich wahr... aber mir macht nichts draußen Spaß... ich meine, was soll man denn schon tun? Das, was mir Spaß macht, sind Musik und Videospiele... auf Partys gehe ich nicht, da ich sie langweillig und uninteressant finde. In ein Café gehe ich nicht, da ich dazu in die Innenstadt fahren müsste und trinken kann ich auch zu Hause.

Aber danke an euch alle, dass ihr versucht habt mir zu helfen.
 
Hallo Lonely Soul,

Ich versuch es ja gar nicht, weil ich mich nicht traue...
Meine Psychotherapeutin würde mich darauf jetzt fragen, was denn meiner Meinung nach schlimmstenfalls passieren könnte und ob das (eine Ablehnung) wirklich so schlimm wäre...

Ich habe, obwohl ich Atheist bin, ein Jugendtreff in einer kirchlichen Gemeinde besucht... klar, es gibt da auch Leute, die nett zu mir sind... aber da macht man viel vorgegebenes, über Gott sprechen und so halt...
Ahja, sowas habe ich auch mal mitgemacht, weil ich hoffte, irgendwie neue Impulse mitzubekommen...aber die Leute dort sind im Grunde ein Haufen [zensiert!], die sich einbilden, dass Gott ihnen den Weg zeigt oder so ähnlich. Vernünftige Menschen können mit denen nicht viel anfangen, und umgekehrt.

[Nachhilfe geben] Könnte ich niemals machen, zum Einen, da ich keine kenne, die nett zu mir ist/die ich leiden kann
Hm, ist das ein Ausschlusskriterium? Naja, hattest ja noch eine bessere Ausrede ;-)

Das stimmt, sie [die Hoffnung] ist in mir, doch ich beginne zu zweifeln, ob es richtig ist, weiterzumachen... nach sovielen jahren hat man nur noch wenig Hoffnung...
Na na, da sind noch viele Wege offen, die du noch nicht gegangen bist (um aus dieser Lage 'rauszukommen).

Ich war im Schwimmverein, in der Musikschule, bei den Pfadfindern... jedenfalls habe ich dort keine Freunde gefunden.
...und dann hast du das Pfadfinden fad gefunden.
Also ich gehöre auch zu denen, die sich mehr für Dinge (Computer, Elektronik) interessieren als für Menschen. Wenn ich ehrlich bin, kenne ich auch nur eine Person, die ich als Freund bezeichnen würde und es macht mir nichts aus, sie mal 2-3 Wochen nicht zu sehen oder anzurufen. Meine Therapeutin hat mir mal erklärt, dass man über längere Zeit nur das tun kann, wovon man überzeugt ist. Wenn Denken und Handeln nicht zusammen passen, wird man irgendwann verrückt. Um das zu verhindern, gibt es also zwei Möglichkeiten:
1. das was man tut beibehalten und das Denken und Wollen daran anpassen
2. das was man will und denkt beibehalten und das Handeln entsprechend anpassen

Mir scheint, dein Leidensdruck ist noch nicht groß genug, um dich zu einer Entscheidung zu zwingen ;-)

Viele Grüße,
Jens

PS: Kennst du schon http://www.sozialeangst.de? Habe den Eindruck, dass dein Problem auch in diese Richtung geht
 

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