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Einsamkeit nach Tod der geliebten Mutter

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Ich kann dich gut verstehen. Mein Vater ist letztes Jahr an Krebs gestorben und hatte davor einen langen Leidensweg, man konnte täglich sehen, wie er mehr und mehr abbaute, wie der Glanz und die Hoffnung aus seinen Augen verschwand. Kurz nach seinem Tod spürte ich erst eine riesige Erleichterung, weil ich so glücklich darüber war, dass er nicht mehr leiden musste. Aber je länger er fort ist, desto schlimmer wird es für mich und ich habe ehrlich gesagt Angst, dass dieses Gefühl niemals aufhört. Manchmal werde ich regelrecht panisch, wenn ich daran denke, dass ich ihn - zumindest in diesem Leben - NIE wieder sehen werde.

Keine gemeinsamen Familienessen mehr, keine lustigen Mails von ihm, keine Spaziergänge, nichts. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich dir raten soll, da ich, wie du siehst, in derselben Situation stecke. Früher dachte ich immer, die Trauer wird mit der Zeit besser und weniger. Aber da es bei mir wie gesagt andersrum ist, macht mir das doch ziemlich Angst.
 
Hallo Susanne

Wie ich Dir in meiner vorhergenden mail schon geschrieben Habe,Deine Mutti ist dort hin gegangen wo wir Alle mal hingehen muessen.Es gibt kein Zurueck und Der Tot ist die einzige Gerechtigkeit auf der Welt.
Ich weiss es ist schwer,habe auch keine Eltern mehr und lebe immernoch ohne Truebsal zu blasen.
Ich bin hier in diesem " ,Jammerkasten" weil ich auch ein Proplem habe,bin naemlich alleine und wuerde mich sehr freuen wenn Ich jemanden Weibliches aus diesem Jammerthal befreien koennte.
Zum Beispiel Dich ,denn so wie es jetzt aussieht richtest Du dich selbst zu Grunde
Wenn Du den Mut hast, wuerde ich Dir h fuer 2Wochen nach Myanmar einladen,Ich weiss es klingt verrueckt, aber wenn Du den Flug von ca 700 € uebrig hast und ich alle anderen Kosten ueberneme wuerdest Du dir einen Gefallen tun und mir auch.
Und wenn Du einmal gesehen hast wie die Menschen hier leben ,dann denkst Du auch bestimmt anders Deine Propleme.
Wenn Du so weitermachst wie bisher, frisst Dich dein Selbstmitleid auf und mit 50 ist man zu jung um sich aufzugeben.
Also denke mal trueber nach und Deine Mutti freut sich wenn Ihre kleine Tochter noch etwas unternimmt.

Also rauss aus dem finsteren Tahl ans Licht sonst sieht man Dich nicht und Du wirst uebersehen und von der Umwelt vergessen.

Gruss
Bonbo
 
Hallo Susann50,

ich habe durch Zufall deinen traurigen Text gelesen und mir war es wichtig dir zu antworten. Ich kann deine Situation und deine Einsamkeit genau nachfühlen, denn mir geht es genauso. Ich habe vor einigen Jahren meinen Vater ganz plötzlich verloren und vor noch nicht ganz zwei Jahren meine über alles geliebte Mama. An Krebs und das, obwohl sichs von Seiten der Ärzte so positiv angehört hat. Trotzdem ist sie plötzlich verstorben. Bis heute kann ich das alles nicht fassen, immer wieder denke ich an vergangene Zeiten und komme mir wie im falschen Film vor. Phasenweise kommt man notgedrungen zurecht, bis einen die Gegenwart in anderen Phasen wieder ganz schrecklich einholt. Ich (39) habe zwar eine kleine Familie (Mann und 2 Kinder) aber ansonsten haben wir niemanden mehr. Keine Verwandten, Bekannten, Familie, Freunde etc. Meine Kinder wachsen ohne Großeltern oder andere "Mitmenschen" auf. Wir versuchen zwar aus der schweren Situation das Beste zu machen. Was allerdings z.B. an Weihnachten, Geburtstagen mehr als schwierig ist. Vor allem wenn man dann andere Omas und Opas mit ihren Enkeln beobachtet und genau weiß dass das bei uns auch so hätte sein können, blutet mir das Herz. Bin sehr traurig!

Wie hast du Weihnachten verbracht?

Einen lieben unbekannten Gruß. Ich verstehe dich!
 
Hallo Susann50

Ich weiss wie du dich fühlst. Hast du keine Möglichkeit, in eine andere Stadt zu ziehen? Damit du wenigstens nicht jeden Tag an die Vergangenheit erinnert wirst? Ich denke, das würde dir wirklich gut tun.
Wieso nimmst du die Einladung vom anderen User an, der dich nach Myanmar eingeladen hat? Das wäre auch eine Möglichkeit, um dich abzulenken.

Ich drücke dich fest und vergiss nie, dass wir alle das gleiche wie du erleben werden früher oder später. Es gibt sicher auch in deiner Umgebung gerade Menschen, die schrecklich leiden wegen dem Tod eines geliebten Menschen. Vielleicht gibt es auch eine Selbsthilfegruppe in der Nähe!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft.
 
Liebe Susann50...

Ich weiß leider genau, wie du dich gerade fühlst: Meine Mama starb 2018 am Weihnachtsabend! :/
Ich kenne deinen Schmerz... Das Gefühl, das die Zeit für dich Stehenbleibt aber die Welt um dich rum, sich wie im Zeitraffer bewegt... Der Schmerz über den Verlust deiner Mama hingegen ist Allgegenwärtig - ebenso wie die Hoffnung, dass alles nur ein Böser Traum ist und man jeden Moment wieder aufwachen könnte...


Doch die bittere Wahrheit ist, dass all das zur Trauerbewältigung dazugehört und egal wieviele Menschen daran teilhaben,... deinen Schmerz NICHT LINDERN KÖNNEN! Das Einzige was dir helfen wird, ist AKZEPTANZ und das Gefühl, dass dich deine Mama begleiten wird und von jetzt an über dich wacht! Hör' in dein Herz und vertrau' darauf! Diese Einsamkeit und das Gefühl der Leere wird nicht verschwinden... aber es wird leichter! Gib' dir Zeit um all das zu verarbeiten. Richte deinen Blick nach vorne und tu' das was dir gut tut, lerne vorallem DIR SELBST ZU VERZEIHEN - alles andere kommt wie von selbst.


Ich wünsche dir alle Kraft der Welt und meine Gedanken sind mit dir, Susann50! Es gibt einen Grund warum wir noch hier sind:
Wir schulden es den Verstorbenen weiterzumachen und sie dadurch zu Ehren, dass wir unseren Weg finden und den Mut haben ihn zu gehen...


- gezeichnet, jemand, der dasselbe Schicksal erleiden musste...wie Du!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Susann,

auch ich bin ganz alleine ohne Geschwister und Angehörige. Bis zu ihrem Tod lebten meine Eltern bei mir. Meine Mama verstarb im vorigen Jahr und mein Papa im Jahre 2021. Auch die Krankenhauserlebnisse waren schrecklich. Ich habe meine Eltern sehr geliebt und liebe sie immer noch. Loslösen ist da für mich der falsche Weg. Ich habe mir in meinem Wohnzimmer eine Ecke eingerichtet mit einem großen Bild von meinen Eltern - von ihrer Goldenen Hochzeit. Mir hilf mein christlicher Glaube - morgens und abends vor dem Bild das Morgen- und Abendgebet, wobei ich meine Eltern segne. Ich glaube daran, dass meine Eltern auch nach ihrem Tod weiter bei mir sind. Ich sehe sie nicht, aber als sensibler Mensch spüre ich zeitweise meine Eltern, besonders meinen Papa. Das kannst Du Dir so vorstellen: wenn Du in einem Raum sitzt und jemand, den Du besonders gut kennst, kommt unbemerkt von hinten in den Raum, dann spürst Du, dass er hereingekommen ist. So ist es auch, meinen verstorbenen Vater noch zu spüren - es ist sein Liebe, charakterlich irgendwie mein Vater - mehr ist es nicht, aber auf diese weise spüre ich ihn. Meine Eltern sind also weiter bei mir und begleiten mich. Und das ist ein Trost, auch, wenn man immer mal Zeiten hat, in denen man weint. Aber das ist normal, nach dem Weinen geht es einem wieder besser. Aus meiner eigenen Erfahrung sage ich Dir ganz sicher: Deine verstorbenen Eltern begleiten Dich sind bei Dir, auch, wenn Du sie nicht siehst, und beschützen Dich! Das, aber auch Morgengebet und Abendgebet, der Glaube an Gott, geben mir Trost, der Glaube an Gott morgens und abends beten reicht ist ganz wichtig und gibt Halt. Das empfehle ich Dir auch, in dem Glauben, dem Du angehörst.
Dann ist ganz wichtig, das mache ich auch, neben der Arbeit auch Zeiten finden, an sich zu denken und das Leben genießen, denn es gibt doch viele schöne Dinge, die man wirklich genießen kann, über die man sich dann freut - z.B. ein Kaffee (Latte Macchiato) bei dem man den Übergang der Milch in den Kaffee so schön anschauen kann, oder ein besonderer Tee, dabei Musik, ein Spaziergang und dabei wirklich die Natur betrachten, mal kreativ sein und etwas malen, es gibt da viele Möglichkeiten.

Du musst auf keinen Fall denken, Du hättest einen "Makel" und andere würden Dich nicht mögen. Nicht solche negativen Gedanken, denn da kommst Du ins Grübeln und in immer weitere negative Gedanken hinein, was in Depression münden kann. Das weiß ich aus medizinischer Erfahrung mit Patienten. Wenn negative Gedanken kommen, musst Du Stopp sagen und denken, "Ich schaffe alles, ich bin gut!" Schließe Dich Gruppen an, wo sich Menschen treffen - es gibt auch Gruppen, wo Dir die Leute nicht gefallen, dann weiter, in anderen Gruppen probieren - nicht aufgeben, bis Du Gruppen mit lieben Menschen gefunden hast!

So wünsche ich Dir viel, viel Kraft - du schaffst das auch!
 
@KatharinaResi Die Threaderstellerin war wohl seit vielen Jahren nicht mehr hier. Ich weiß auch wie es ist - dieses Leben ohne Eltern jetzt. Sicher helfen Deine lieben Zeilen auch anderen, selbst wenn Susann hier nicht mehr lesen sollte. Viel Kraft allen Trauernden
 
Hallo Susann,

auch ich bin ganz alleine ohne Geschwister und Angehörige. Bis zu ihrem Tod lebten meine Eltern bei mir. Meine Mama verstarb im vorigen Jahr und mein Papa im Jahre 2021. Auch die Krankenhauserlebnisse waren schrecklich. Ich habe meine Eltern sehr geliebt und liebe sie immer noch. Loslösen ist da für mich der falsche Weg. Ich habe mir in meinem Wohnzimmer eine Ecke eingerichtet mit einem großen Bild von meinen Eltern - von ihrer Goldenen Hochzeit. Mir hilf mein christlicher Glaube - morgens und abends vor dem Bild das Morgen- und Abendgebet, wobei ich meine Eltern segne. Ich glaube daran, dass meine Eltern auch nach ihrem Tod weiter bei mir sind. Ich sehe sie nicht, aber als sensibler Mensch spüre ich zeitweise meine Eltern, besonders meinen Papa. Das kannst Du Dir so vorstellen: wenn Du in einem Raum sitzt und jemand, den Du besonders gut kennst, kommt unbemerkt von hinten in den Raum, dann spürst Du, dass er hereingekommen ist. So ist es auch, meinen verstorbenen Vater noch zu spüren - es ist sein Liebe, charakterlich irgendwie mein Vater - mehr ist es nicht, aber auf diese weise spüre ich ihn. Meine Eltern sind also weiter bei mir und begleiten mich. Und das ist ein Trost, auch, wenn man immer mal Zeiten hat, in denen man weint. Aber das ist normal, nach dem Weinen geht es einem wieder besser. Aus meiner eigenen Erfahrung sage ich Dir ganz sicher: Deine verstorbenen Eltern begleiten Dich sind bei Dir, auch, wenn Du sie nicht siehst, und beschützen Dich! Das, aber auch Morgengebet und Abendgebet, der Glaube an Gott, geben mir Trost, der Glaube an Gott morgens und abends beten reicht ist ganz wichtig und gibt Halt. Das empfehle ich Dir auch, in dem Glauben, dem Du angehörst.
Dann ist ganz wichtig, das mache ich auch, neben der Arbeit auch Zeiten finden, an sich zu denken und das Leben genießen, denn es gibt doch viele schöne Dinge, die man wirklich genießen kann, über die man sich dann freut - z.B. ein Kaffee (Latte Macchiato) bei dem man den Übergang der Milch in den Kaffee so schön anschauen kann, oder ein besonderer Tee, dabei Musik, ein Spaziergang und dabei wirklich die Natur betrachten, mal kreativ sein und etwas malen, es gibt da viele Möglichkeiten.

Du musst auf keinen Fall denken, Du hättest einen "Makel" und andere würden Dich nicht mögen. Nicht solche negativen Gedanken, denn da kommst Du ins Grübeln und in immer weitere negative Gedanken hinein, was in Depression münden kann. Das weiß ich aus medizinischer Erfahrung mit Patienten. Wenn negative Gedanken kommen, musst Du Stopp sagen und denken, "Ich schaffe alles, ich bin gut!" Schließe Dich Gruppen an, wo sich Menschen treffen - es gibt auch Gruppen, wo Dir die Leute nicht gefallen, dann weiter, in anderen Gruppen probieren - nicht aufgeben, bis Du Gruppen mit lieben Menschen gefunden hast!

So wünsche ich Dir viel, viel Kraft - du schaffst das auch!

Susann gibt es wohl hier nicht mehr, aber andere verzweifelte Menschen, so wie mich. Schau auf meinen Beitrag "Starke Schuldgefühle...."
Mir geht es auch grottenschlecht und ich kämpfe jeden neuen Tag um ein wenig Glück. Ich weiß nicht, ob dieser Kampf je aufhört. Im Moment fühlt es sich nicht so an. Es fühlt sich an, als müsste ich ein anderes Leben beginnen für das ich nicht bereit bin...ich presse mich in ein Leben, das ich so nicht will.
Ich habe auch meinen Lebensmittelpunkt verloren und fühle mich komplett entwurzelt...
Ich sauge alles auf, was es an Trost gibt und bin jedem dankbar, der ein bisschen Licht in mein Dunkel bringt.

Danke für Eure Beiträge. Manches davon kann ich annehmen.
 
Hallo liebe Antwortende, der Thread ist sehr alt und die TE war lange nicht hier. Wenn ihr das Them gerne weiterbereden wollt (bzw ähnliches erlebt habt, das ihr diskutieren wollt) macht gerne ein neues Thema auf. Das ist dann übersichtlicher.
ich mache hier zu, damit keine verwirrungen entstehen...
 
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