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Einsam, verzweifelt, hoffnungslos.. manchmal kommt alles auf einmal

Calindera

Mitglied
Hallo, ich habe meine Geschichte bereits in einem anderen Teil des Forums angefangen..

Aber ich.. ich bin alles und nichts. Ich habe meine Tochter und die ist mit Sicherheit das Beste, was mir in meinem ganzen Leben passieren konnte - und ich tue alles für sie.

Aber ich bin nicht mehr der Mensch, der ich vor langer Zeit - bevor ich meinen Noch-Ehemann kennenlernte - war. Ich war glücklich, fröhlich, lebenslustig. Ich hatte vor nichts Angst.
Heute bin ich anders. Ich habe vor allem Angst - ich bekomme Panikattacken, wenn ich aus dem Haus gehe, ich fürchte mich vor jedem Tag, der auf mich zukommt weil er statt Glück nur neue Schwierigkeiten mit sich bringt. Jeder Tag, an dem ich aufwache und weiss das mein Ex schon wieder Schwierigkeiten machen wird, ist ein schlechter Tag. Ich bin für meine Tochter da, ich mache alles mit ihr und ich würde nichts tun, dass ich sie jemals verlieren könnte.

Aber ich wäre trotzdem gerne wieder die andere Person. Mein Ex hat mich 3 Jahre lang unterdrückt, gedroht, klein gemacht unter Druck gesetzt und mir alles das abverlangt was ich abgrundtief hasse. Ich war eine Marionette aus Angst vor ihm. Und jetzt komme ich nicht mehr aus dem Teufelskreis heraus. Ich habe Angst, Panik. Manchmal habe ich das Gefühl niemand kann mir helfen und ich muss mein ganzes Leben lang so weiter machen, vor mich her vegetieren. Ich bin jetzt 30 Jahre alt - und jetzt schon der Meinung, dass ich mein ganzes Leben mit meiner Tochter alleine bleiben werde. Ich habe zu sehr Angst, nochmal in sowas reinzurutschen. Ich schreibe mit Leuten aus dem Internet - aber sobald jemand mich näher kennenlernen will haue ich ab. Ich kann nicht, ich meine, ich hätte gerne jemandem zum anlehnen und jemanden der mir zuhört, für mich da ist - aber ich kann einfach nicht. Ich glaube ich werde nie mehr in der Lage sein einem Mann zu vertrauen. Vielleicht bin ich ja dazu bestimmt als frigide alte Jungfer zu sterben. Viele Leute sagen in hohem Alter : Ich habe viel erreicht, gut gelebt.. Ich kann später sagen: Ich habe eine Tochter, meine Tochter ist und war mein Leben - ansonsten habe ich nichts - ausser der ständigen Angst.
 
Hallo, ja du hast recht. Ich sollte nicht direkt übertreiben, aber ich war wieder in so einer gefühlsduseligen Stimmung, dass es dann direkt damit los geht.
Im Moment fühle ich mich echt damit wohl, dass ich alleine bin und mir geht es mit der Vorstellung besser, dass ich immer allein bleibe, als mir Sorgen machen zu müssen, dass ich nochmal Vertrauen aufbauen muss. Ich meine, wozu? Ich habe das doch schon so oft erlebt. Man lernt jemanden kennen, man verliebt sich und dann geht es daneben - wie so oft.
Und in meiner momentanen Lebensphase bin ich nicht mal in der Lage auf der Strasse jemanden anzusprechen - geschweige denn, dass mich mal jemand ansprechen würde! Meine einzige Möglichkeit wäre jemanden über das Internet kennen zu lernen, aber da ich meinen Ex auch darüber kennen - und jetzt hassen - gelernt habe, habe ich darin nicht mehr soviel Vertrauen. Bleibe ich lieber alleine, niemand verletzt mich, niemand kann mir _irgendetwas_schlechtes antun.

Wir sind jetzt seit 9 Monaten getrennt und ich habe immer noch Angst. Es passiert mir tatsächlich manchmal, dass ich jemanden treffe und denke: Wow, klasse Typ.. Aber ich bin eher so ein Typ, auf den immer die abfallen, die sonst niemand will 🙁 Versager, Nichtsnutze, Schläger, Betrüger.. Und die sehen nicht mal gut aus - meiner Meinung nach, aber weil ich nie alleine sein wollte, habe ich mich drauf eingelassen- und jetzt sehe ich ja was dabei rausgekommen ist - nur schlechtes.. Also bleibe ich lieber alleine..

Nächste Woche Dienstag habe ich meine allererste Therapiestunde - ich bin wirklich sehr gespannt und hoffe auch ganz doll, dass mir das weiterhelfen wird...
 
meine eltern wraen nicht schlecht.

meine eltern waren auch nur opfer.
in vielen situationen waren sie schwach, aber in vielen auch sehr stark.

ohne sie wäre ich heute nicht auf der welt, ohne sie würde es heute nicht
die erdbebenfrühwarnung geben.
sie haben auch den nobelpreis verdient, weil sie mit uns die hausaufgaben gemacht haben, auch wenn es ihnen schlecht ging.

ich mochte mein cousin so sehr wie einen bruder, wahrscheinlich wusste er nicht, was meine mutter angerichtet hat, oder erlebt hat.

immer wenn ich abhauen wollte hat sie gesagt, tue mir das nicht an.
das muss sie auch zu meinem opa innerlich gesagt haben.
ich wollte ihr nie was schlechtes, auch wenn ich oft schmerzen wegen ihr hatte, sie liebte mich so gut sie konnte und das ist das was zählt. auch mein vater war der beste vater der welt, weil er mit mir viel unternahm und weil er für mich da war.
mit ihm konnte ich furzen. klingt doof, aber es beschreibt die einfachheit.
meine eltern waren trotz, dass sie opfer waren für uns so gut wie möglich da. sie haben all ihre kraft in uns investiert,, damit wir es besser als sie haben. das haben sie geschafft.
ich bin jetzt zwar besoffen, aber ich habe rausgefunden, warum es erdbeben gibt, damit auch wann es zu welchen kommen kann.
ich lieb mein eltern, weil sie meine eltern sind. sie werden immer ein teil von mir sein, aber der scheiß krieg nie und auch nicht die menschen, die meine schwestern kauften. die hasse ich besonders. aber vielleicht sind auch die nur opfer und sind dumme kinder geblieben.
ich liebe meine familie und auch dich kristin und die kinder, weil ihr das beste gebt was ihr könnt und das ist das was zählt.
ich bin jetzt auf diesem kalten bahnhof, aber stelle mir vor mit euch zu sein. bei euch.
genauso wie ich mir vorstelle, wie ich gerade meiner schwester einen kalten lappen auf den kopf lege, damit sie abgelengt ist von der inneren ohnmacht.
kriege sind das schlimmste, was es gibt, nicht die opfer.
opfer bringen dann opfer, wenn sie sich als opfer sehen.
ich bin kein opfer, ich bin ein mensch, der liebe abgeben kann. der weiß, worauf es im leben ankommt. es geht um glücklcisein undn um das genioeßen der unbeschwertheit.
alle die, die böses getan haben, geben wir gedanklich einen mega arschtritt in den schritt.
meine mum hat mir torte zum geburtstag gemacht, meine oma zupfkuchen, mein opa hat mir einen wangenkuss gegeben , nie hätte ich sowas erwartet. es ist nicht leicht, aber man kann es nachvollziehen, wenn man sich vorstellt, wie schlimm kriege für kinder sind.
meine mum hatte das kind gegessen, weil sie ihre wut vernichten wollte, das hat mir das leben gerettet, also ist sie kein monster, sondern intelligent.
sie hat mich dadurch annhemen können, zumindest etwas.
darum liebe ich sie auch meinen vater. denn ich müsste mich selbst hassen, wenn ich sie verachten würde.
sie waren einfach nur opfer. das schwächt sich über die generationen ab, es kommt auf die intelligenz an. ich bin es. ich weiß, was kriege verhindern kann. "antiegoismus"

ich bin ein kind, weil ich geborgenheit brauche, so wie jeder mensch. ich rasiere mich, weil
ich es so will, nicht weil mein opa nen bart hatte. mein schlumpi hat einen bart, das war schon immer so. weil ich auch ihn mochte. der krieg hat meine familie vernichtet, aber 100000000
leben gerettet, weil ich durch meine familie stark wurde. alle energie konnte ich verwerten.
dafür danke ich ihnen und meiner eigenen familie, obwohl ich noch nicht viel von ihr hatte. keine
spaziergänge und co. aber wenn ich mütter mit ihren kindern sehe, lächle ich, weil es mir eigentlich fast immer gut ging.

sorry für die fehler, aber ich habe das unterbew. sprechen lassen.
 
Tränenarm, ich danke dir wirklich. Ich hatte bisher immer das Gefühl, dass ich mit meinen "Problemen" alleine dastehe. Um mich herum schienen immer alle so glücklich zu sein, ein schönes Leben zu führen und vorallem auf Anhieb den richtigen Partner zu finden. So wollte ich auch sein. Und wenn die anderen das schaffen, warum sollte ich das nicht auch können? Aber meine Prioritäten waren falsch. Damals wollte ich einfach nicht alleine sein. Vielleicht habe ich deswegen einfach die falschen abbekommen? Jemand der leicht zu kriegen war und nicht besonders erfahren.. Meine Partner waren auch immer jünger als ich. Heute habe ich andere Prioritäten - wer nicht mit meiner Tochter klar kommt, der braucht gar keinen Versuch zu wagen. Heute möchte ich jemanden finden, der mit beiden Beinen fest im Leben steht, der weiss was er will, egal wie lange ich dafür suchen muss. Was macht es schon, wenn ich Monate, Jahre alleine bin? Nichts - ich bin auch etwas wert, wenn ich alleine bin. Ich muss mich nicht über den Mann an meiner Seite definieren!
Ich bin anspruchsvoll geworden - aber ich bin stolz drauf. Weil ich vielleicht endlich zu meinem eigenen ICH zurück kehre. Aber es wird ein sehr langer Weg.
 
Was habe ich bloss getan, dass man mich jetzt so fertig macht? Warum habe ich das verdient? Es wird ewig so weitergehen, ich werde immer jeden Abend hier sitzen und mir die Augen aus dem Kopf heulen, weil ich so verzweifelt bin, weil ich so Angst habe. Tagsüber bin ich stark und stolz - aber wenn die Kleine schläft bricht irgendwie alles zusammen. Ich kann niemanden anrufen, weil er mich systematisch von allen abgeschirmt hat. Aber meine früheren Freunde würden mich sowieso nicht verstehen, die würden wahrscheinlich noch fragen, ob ich nicht doch zurück gehen will. Ich hab wieder das Gefühl alleine mit meinen Ängsten und meiner Verzweiflung zu sein. Meine Familie sagt das sie mich verstehen kann, aber den Eisklotz um mein Herz können sie nicht sehen. Es gibt soviel, was ich einfach nicht sagen kann, aber es tut so weh. Jedesmal aufs Neue. Und ich kann es einfach nicht vergessen. Es ist als käme alles immer und immer wieder hoch und es fühlt sich auch nicht so an, als könnte ich die Dinge irgendwann in eine "Schublade" schieben und vergessen.. verdrängen, was auch immer. Ich bin gegangen, bevor er mich ganz kaputt machen konnte, aber ich weiss nicht, ob die Risse die in meiner Seele sind jemals wieder heilen werden. Die erste Zeit hatte ich Angst vor allen Männern, ich war nicht mal in der Lage mit meinem Vater Auto zu fahren - zumindest das geht jetzt einigermassen. Ich wäre wirklich gerne so stark wie ich es nach aussen hin tue. Aber in Wirklichkeit würde ich mich am liebsten wie ein kleines Mädchen bei meinen Eltern verkriechen und mich beschützen lassen. Ich fühl mich so schutzlos, so ausgeliefert - immer noch. Dabei wollte ich nur meine eigene kleine Familie haben und glücklich sein..
Jetzt bin ich mit 30 fast geschieden und habe das Gegenteil von allem.. ich habe meine Tochter - meine Prinzessin, aber abends fühle ich mich alleine, nichts ist heile und nichts ist glücklich. Die Kleine liegt da, schläft mit ihrem "Pferdchen" im Arm und wenn ich sie angucke, dann weiss ich was bedingungslose Liebe ist. Sie gibt mir die Kraft und die Stärke.. Wenn sie mich anlächelt und mir mit ihren zwei Jahren ein "Lieb dich, Mama" ins Ohr flüstert, dann hab ich das Gefühl, dass ich alles schaffen kann.
Heute war ich mit ihr auf dem Stadtfest, sie ist Karussel gefahren. Und wenn ich ihre fröhlichen Jauchzer höre, dann geht es mir gut, dann bin ich endlich ich selbst. Leider hält das viel zu kurz an und irgendwann holt mich die harte Wirklichkeit wieder ein..
 
Danke dir erstmal =)
Obwohl er heute wieder total ausgeflippt ist, bin ich stark geblieben - endlich. Ich sage es mir fast wie ein Mantra vor: Ich bin stark - ich bin WIRKLICH stark.. Dienstag ist es endlich soweit, meine erste Therapie Stunde, die hoffentlich dann glimpflich abläuft, nachdem ich vorher auch noch zu Jugendamt muss. Wenn nur nicht diese Angst da wäre, dass mir niemand glaubt 🙁(
Oder das etwas schlimmes passieren wird. Obwohl die Vorstellung, dass gar nichts passiert und es immer so weiter geht fast genauso schlimm ist. An dem Tag, an dem ich endlich "befreit" über die Straße gehen kann ohne Angst zu haben, da gönne ich der Kleinen und mir etwas ganz besonderes glaube ich - weil das dann einfach ein Tag zum feiern ist.
 
Hi, die sogenannte "Therapie" war einfach nur daneben irgendwie-.- Hab echt gedacht, ich könnte mich jetzt mal ausquatschen und all meine Sorgen da lassen - Pustekuchen..

10 Minuten lang wurde ich über Vorerkrankungen ausgefragt und wie ich meine gefühlsmässigen Änderungen beschreiben würde. Dann fragte man mich nach meinem Verhältnis zu meinem Vater und nach meinen Problemen - grade 2 Minuten lang. Dann hat er mir Medis aufgeschrieben und ich war entlassen... In 4 Wochen soll ich wiederkommen. Achja, heute hat der Arzt noch einen Bluttest gemacht - gehört wohl zum Service dazu.. aber sehr hilfreich war das nicht 🙁 Ich glaube, da bin ich so richtig an den falschen geraten.. Ich will doch meine Probs "loswerden", nicht sie mit Medis nur unterdrücken *seufzt*
 
Eigentlich sollte das für beides sein-.- Also er ist eigentlich ein "Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie" <-- deswegen dachte ich.. Wohl falsch gedacht-.-
 

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