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einfach nicht fürs arbeiten geeignet?

  • Starter*in Starter*in Ida28_Gast
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I

Ida28_Gast

Gast
guten mittag! ich werde hier nun mal meine odysee in der arbeitswelt zum besten geben und hoffe auf ein paar ratschläge oder evtl. auch erfahrungsaustausch. kurz zu mir: weiblich, 28, lebe definitiv nicht in einer strukturschwachen gegend.

ich habe mit 22 mit hängen und würgen meinen realschulabschluss geschafft (mit hängen und würgen deshalb, weil ich eigentlich meine komplette schulzeit durch ausgegrenzt und fertiggemacht wurde, entsprechend ungern ließ ich mich in der schule blicken). habe dann sogar eine ausbildung im büro einer größeren firma gefunden, die mir sehr viel spaß machte. dort wurde ich nach der probezeit ohne jegliche vorwarnung gekündigt mit der begründung, ich sei desinteressiert und verschlossen, das würde keinen sinn machen, mich dazubehalten. nun gut, dass ich nach jahrelangem mobbing nicht gleich jedem vertrauensseelig um den hals falle dürfte ja irgendwo nachvollziehbar sein, aber ich denke mit meiner arbeit an sich hatte das wenig zu tun, da ich von kunden oftmals gelobt wurde, u.a. auch für meine höflichkeit und meine arbeit generell.

ich war natürlich wie vor den kopf gestoßen nach dem rauswurf, suchte betriebe, wo ich die ausbildung hätte fortsetzen können und dort spielte sich nahezu exakt dasselbe ab. vornerum war jeder sche*ssfreundlich zu mir, kurzzeitig hatte ich sogar das gefühl, "dazu zu gehören", doch alsbald wurde ich auch dort auf's mieseste rausgeworfen und mir wurde gesagt, dass mein vorheriger arbeitgeber ja durchaus recht gehabt hätte, mich zu kündigen, da ich ja zu nix taugen würde.

man könnte jetzt sagen gut, vielleicht liegt mir büroarbeit nicht. aber ich habe leider keinen bereich, in dem ich WIRKLICH gut bin. ich kann weder besonders gut zeichnen, bin absolut nicht fingerfertig (zwei linke hände), noch kann ich gut analysieren oder habe viel fantasie. auch im sozialen bereich, wo ich ein praktikum bekam, wurde ich nur schlecht behandelt, anstatt dass man mir einfach mal gesagt hätte, wie ich mich richtig verhalten soll. es kamen immer nur von vorneherein beleidigungen und die aufforderung, zu gehen, da es ja keinen sinn machen würde.

mein berater vom arbeitsamt belächelt mich auch nur noch und sagt ständig, ich müsse mich eben einfach mal anstrengen. als ob ich das nicht täte! geld bekomme ich vom amt auch keines laut ihm, da ich noch keine 3 jahre gearbeitet habe und es mir somit nicht zustünde.

habe mich dennoch total sinnlos in eine maßnahme stecken lassen, die von morgens 7 bis nachmittags 15 uhr dauerte. irgendein schwachsinniges bewerbungstraining, man solle sich überlegen, welches tier man denn sein könnte, wenn man eines wäre etc.pp., schlichtweg sinnlos. da saß ich dann mit mehreren endvierzigern, die schon morgens um 7 nach bier rochen, keinen einzigen fehlerfreien satz aufs papier brachten und in den raucherpausen auch noch rumproleteten, dass sie ja im leben nicht dran denken würden, ernsthaft einen der angebotenen jobs anzunehmen.

ich schreibe nach wie vor bewerbungen, von den gut und gerne 500, die ich in den letzten monaten verschickt habe, ist nichtmal die hälfte zurückgekommen, alles andere natürlich nur absagen. ich frage mich, welchen sinn das alles hat. klar möchte ich geld verdienen. klar möchte ich später mal (haha, "später mal", ich bin ja schon 28..) eine familie haben, eine einigermaßen schicke wohnung, vielleicht mal urlaub machen.. aber WIE? WIE zum teufel, wenn mich keiner nimmt, oder ich überall wo ich auftauche rausgeschmissen werde?

schon so oft habe ich zu meinem berater gesagt, ich wünsche mir nur EINMAL im leben einen job, in dem ich respektiert und einigermaßen fair behandelt werde und ich würde ohne zu murren gerne auch überstunden schieben, eine 45h-woche haben, alles egal, wenn ich nur arbeiten könnte, ohne mich dabei permanent psychisch fertigmachen zu lassen. er meint dann jedesmal nur so süffisant grinsend, dass das ganz bei mir läge, ob ich jemals in den genuss einer solchen arbeit kommen werde.

manchmal denke ich echt, dass ich vielleicht einfach nicht fürs arbeiten "gemacht" bin? dass das liebe schicksal es vielleicht aus irgendeinem grund nicht gut mit mir meint diesbezüglich, oder was anderes für mich vorgesehen hat? aber das ist doch kein leben so? wenn mein freund (der mich derzeit mitunterhält, da ich ja kein geld bekomme vom amt) nicht wäre, keine ahnung, wo ich dann jetzt stünde oder ob ich überhaupt noch einen trockenen schlafplatz hätte.. bitte helft mir.
 
Hey lass den Kopf nicht hängen. Heutzutage ist es leider so, das in vielen Firmen gemobbt wird. Teilweise suchen sie sich immer einen "Schwächeren" dafür aus, weil sie selber durch den Job oder privater Probleme gefrustet sind. Ich glaube noch nicht mal, das es was mit Dir zu tun hat.

Du Deine erste negative Erfahrung in Deinem Ex-Ausbildungsbetrieb wurde Dir so ziemlich Dein Selbstbewußtsein genommen, was vorher vielleicht auch nicht gerade das größte war. Vielleicht machst deswegen unbewusst etwas, was die Anderen anstachelt.

Besteht nicht die Möglichkeit, das Du eine ausserbetriebliche Ausbildung absolvierst? Da gibt es doch viele Möglichkeiten und auch tolle Ausbildungsberufe, die von der Arbeitsagentur angeboten werden. Das sind doch auch Maßnahmen, die gefördert werden. Kann natürlich sein, das Du durchs Raster fällst, weil Du keine staatlichen Leistungen erhälst. Aber frag mal nach, wenn Du zu so etwas auch Lust hättest.

Dort wird sicher auch der Eine oder der Andere nicht Dein bester Freund werden, aber nach ein paar Jahren haste wenigstens ne Ausbildung in der Tasche.

Lass den Kopf nicht hängen, natürlich taugst auch Du etwas, Du musst nur an Dich glauben. Lass Dich von dem blöden Gesabbel von dummen Menschen nicht runterziehen, die bekommen teilweise selber nichts auf die Reihe und lassen ihren Frust an Dir aus.

Das ist echt unglaublich, was aus den Menschen wird. Anstatt zu helfen oder Tips zu geben, wird man gemobbt und rausgeschmissen. Lass Dir auch nicht alles gefallen, wenn Dir so etwas nochmal passieren sollte, was ich nicht hoffe.

Ich habe vor ein paar Jahren auch eine Auszubildende gehabt, sie war im Methadon Programm und manchmal dachte ich auch mir platzt die Hutschnur, weil ich alles immer und immer wieder erklären musste und trotzdem machte sie es häufig falsch. Das ist aber nun mal so und auch mir (mit Ausbildung) passiert so etwas. Sie hat ihre Ausbildung aber geschafft und arbeitet heute in der Verwaltung. Und auch Du kannst es schaffen 🙂 aber Du musst auch dran glauben.

Alles Gute und ja nicht aufgeben...
 
Hey!

Ich glaube nicht das du wertlos bist oder ungeeignet für eine Arbeit. Du hast sie eben noch nicht gefunden, die passende Tätigkeit! Was würdest du, egal jetzt welchen Abschluss du hast, am liebsten arbeiten?! Nenne einfach mal 1 oder 2 Jobs, die dir Spaß machen würden!
Mich hat man auch mal einfach so rausgeschmissen, mit der Begründung, ich passe nicht ins Team- und im Endeffekt war ich später froh drüber, es waren allesamt Schweine und Arschkriecher in dieser Firma. Ich wurde rausgeschmissen weil ich selber gedacht habe und dort die starren Regeln aufbrechen wollte und Ordnung ins Chaos, aber das ist den Herrschaften nicht bekommen und sie mögen es garnicht, wenn man nicht nach ihren schmierigen Regeln spielt. So ist das öfter.
Weisst du, vielleicht gibst du den anderen aber auch ein gefundenes Ziel mit deinem verschlossenen, geheimnisvollen Verhalten - vielleicht halten sie dich für arrogant? Oder desinteressiert?! Du bietest mit dem, was in dir vorgeht und du somit nach aussen trägst, eine ideale Angriffsfläche - weil du eben mit der Einstellung, keiner würde dich haben wollen und das ist und bleibt so, an neue Sachen ran gehst und das sich bemerkbar macht. Die Menschen merken das und wollen sich nicht mit den Problemen anderer beschäftigen, dazu sind sie sich zu sehr um sich selber besorgt.
Das mit den Bewerbungen, das kennt glaub ich fast jeder hier. An welche Firmen z.B/Bereiche hast du denn welche verschickt? Nur Büros? Und dazu hast du nicht viel vorzuweisen in deinem Lebenslauf, die gutherzigen Chefs, die dir trotzdem Chancen geben weil sie eben gutherzig sind, sind entweder ausgestorben oder es fehlt ihnen die Geduld,´jmd eine Chance zu bieten der nicht seinen Master in BWL mit 1,0 + schon 3 Jahre Auslandserfahrung mitbringt.
Warum fragst du zunächst nicht mal in einem Unternehmen das Putzleute beschäftigt, du hättest Arbeit, und könntest dir über die weitere Zukunft Gedanken machen, aber eben etwas unbeschwerter, weil du eigenes Geld verdienst! Glaub mir, wenn ich arbeitslos wäre, ich würde putzen gehen oder 400 €- Jobs oder kellnern im Cafe oder Pakete packen oder oder oder. Ich wäre mir für nichts zu schade. Früher habe ich im Supermarkt Regale eingeräumt, im Eiscafe gejobbt, am Flughafen am Check-In gearbeitet (dafür braucht man keine Ausbildung!!!), in nem größeren Kaufhaus Teilzeit als Verkäuferin - Hauptsache das man wieder in nen Arbeitsrythmus kommt!
Das ist alles echt hart, aber das schaffst du! Du hast einen lieben Freund der dir beisteht, das ist viel wert! Und mit 28 ist man nicht zu alt um was neues zu beginnen!! Also, geh in dich und schau, was dir abseits von arbeiten Spaß macht, welches Talent du hast, irgendwas wirst du entdecken, und dann schau was du damit machen könntest, es gibt dutzende Online-Tests (kostenlos) die du mal probieren kannst (Studien oder Berufswahl). Würdest du gerne studieren? Interessieren dich Fremdsprachen? Kunst? Tiere? Es gibt soviele Berufe! Da ist was für dich dabei! Nicht aufgeben, niemals, niemals aufgeben!!! Viel Erfolg
 
das problem bei den außerbetrieblichen ausbildungen ist, dass das höchsteintrittsalter bei 26 jahren liegt. somit habe ich selbiges bereits um 2 jahre überschritten. es gibt allerdings auch diverse ausbildungen an einrichtungen (z.b. fremdsprachenkorrespondent), die auch ausschließlich in theoretischem unterricht stattfinden. habe meinem berater diverse internetausdrucke davon mitgebracht und nachgefragt, ob das amt sowas fördern würde (ist leider recht teuer). er meinte das wäre auf keinen fall möglich, da ich ja wie bereits erwähnt noch keine 3 jahre gearbeitet hätte und ich erstmal das tun solle, bevor ich mit fördermöglichkeiten daherkomme.
der witz daran ist halt, dass ich ja nichts bekomme, womit ich mir eine förderung vom amt "verdienen" könnte.. wie soll ich da 3 jahre arbeiten / gearbeitet haben, wenn es nur absagen hagelt. sicher, ich würde mich auch nicht einstellen, 28 , aus 2 ausbildungsbetrieben geflogen und keine ausbildung. das traurige ist nur, dass man mir einfach keine richtige chance gibt und ich mich beweisen kann bzw zeigen kann, dass ich arbeiten will.
 
Hallo Ida!

Ich kann da leider nicht halbwegs mitreden, da ich ganz am Anfang stehe, aber ein Studium nun absolviert habe. Erst einmal wuerde ich mich darueber informieren, ob du den Sachbearbeiter wechseln kannst, wenn er immer nur solche Antworten gibt.
Dann wuerde ich mich nach einem Psychologen umsehen und mich nach Hartz4 erkundigen. Eigentlich sollte doch jeder einen Anspruch auf Hartz haben. Der Psychologe waere dann fuer die Aufarbeitung deiner Traumata bzw. deiner Gedanken ganz gut. Da musst du auch warten, aber moechtest du immer wieder in so einen Kreislauf geraten, in dem Leute dich als Opfer sehen?

Dann wuerde ich drueber nachdenken, ob du ein Praktikum irgendwo machen moechtest oder eine Arbeit dir suchst, bei der du nicht die wahnsinnigen Fachkenntnisse brauchst. Ich wuerde das Arbeitsamt nicht ueberbewerten. Die sollen dir zwar helfen, aber es handelt sich auch nur um eine Massenorganisation, die im Prinzip sogar Leuten hinterherjagen muss, die keine Lust haben auch nur irgendetwas aus sich zu machen. Da bist du ein Mensch in der Masse und wirst mit ein wenig Abstumpfung auch so behandelt. Die sehen ja nur das Ergebnis und kennen dich als Mensch gar nicht. Egal, wie lange du mit dem Amt schon zu tun hast, der Berater wird nie ein absolut stichhaltiges Bild von dir haben. Und wenn er such zu den Menschen gehoert, die meinen mit Trietzen wird es besser mit dir oder in ihm kommt automatisch bei deinem Verhalten so ein Impuls hoch, dann hast du immer wieder ein- und dieselbe Erfahrung, die einfach zustande kommt, weil du gar keine Abwehrmechanismen bzw. auch mal andere Verhaltensmuster zeigst. Ich kenne das von mir. Es gibt einige Menschen, die wirklich freundlicher zu mir geworden sind, aber ich hab auch das Gefuehl, ich verhalte mich bereits etwas anders ihnen gegenueber. Dabei geht es nicht um die ganzen Schweine, die irgendwie sowieso nen mistigen Charakter ihr Eigen nennen und daher auf jeden sich stuerzen, der es auch nur zulaesst. Es geht um die Aussenwirkung an sich.
 

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