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Einen leeren Lebenslauf optimieren

Die Frage ist nun, was tun? Auch wenn es nur ein Nebenjob ist, kommt so ein Lebenslauf, der im Grunde nur aus zwei relevanten Zeilen besteht (Abitur und Studium), sicher sehr fragwürdig rüber.
Warum? Für einen Nebenjob ist der Lebenslauf eher zweitrangig.

Welche Dinge sollte man in einem solchen Fall noch am ehesten hervorheben? Hobbys, Sprachkenntnisse? Oder einen Fokus legen auf das Anschreiben und warum er unbedingt diesen Job machen möchte?
Das würde ich von der Art des Nebenjobs abhängig machen. Für manche Nebenjobs braucht man ja noch nicht mal zwingend eine ordentliche Bewerbung.
 
Aber das ist doch das geringste seiner Probleme. Wie du schon fest gestellt hast wird er alleine nicht fertig.

Was bringt es ihm wenn er jetzt zig Aktivitäten neben das Studium packt und mit 35 ggf irgend wann mal fertig wird oder nie?

Allein wg dem Bafög und anderer Kosten ist ein kleiner Nebenjob Sinnvoll um sich über wasser zu halten. Und wenn er da was findet wo er Studieninhalte nutzen kann oder das Sozial ist statt Burger Braten dann um so besser.

Aber Sinnvoller als jedes zusätzliche Eherenamt oder Aktivität, mit der man sich halt auch herrlich vom Studium ablenken kann, währe ggf mal ne Psychologische begleitung und lernen.

Er braucht mehr zielstrebigkeit und nicht mehr ablenkung.

Ja, ich finde auch, dass ihm konkretere Pläne helfen könnte. Und auch eine psychologische Beratung erachte ich als sinnvoll. Er hat definitiv seine Probleme.
Jedoch - Wie bewegt man jemanden dazu, sich helfen zu lassen, wenn dieser der Meinung ist, dass andere ihm nicht helfen könnten, nur man selbst?
Selbsthilfe ist definitiv eine wichtige Sache bei Problemlösungen, keine Frage. Doch oft stößt diese Eigenhilfe an ihre Grenzen und man sollte Hilfe von außen annehmen. Das hat er (noch) nicht erkannt.

Jobs wo er Studieninhalte einbringen kann sind sicher sinnvoll, allerdings weiß ich nicht welche Möglichkeiten sich bei seinem Studiengang bieten. Und sozial ist, wie gesagt, so eine Sache...
Nun ja, ich kann ihm aber Empfehlungen geben wie ich will - Er hat sich entschlossen, sich erstmal auf eine bestimmte Art von Nebenjob zu konzentrieren, um sich nicht zu überlasten bei so vielen Möglichkeiten.
 
Ich denke, dass ein solcher Nebenjob ihm durchaus helfen würde. Klar, er hat dann weniger Zeit zum Lernen - aber die viele aktuell vorhandene Zeit scheint er ja auch nicht fürs Studium zu nutzen. Dann kann er genauso gut arbeiten gehen.

Ich denke, ihm würden sogar einfache Tätigkeiten wie bei McDonalds Burger braten oder irgendwo Regale einräumen gut tun. Einfach, dass er ein wenig Struktur in den Tag kriegt und auch mal was anderes als den akademischen Elfenbeinturm sieht, einfach mal etwas aus seiner Standardsituation raus kommt. Vielleicht wird er so besser animiert, endlich eine Entscheidung zu treffen. Sprich, das Studium durchziehen oder es tatsächlich abzubrechen.

Bleibt natürlich die Eingangsfrage, wie man einen leeren Lebenslauf aufpeppt. Lügen oder was dazu erfinden würde ich nicht. Ich würde die Hobbys etwas herausheben (gerade dass er gerne reist, er kann ja bei Hobbys "Reisen und fremde Kulturen kennenlernen (z.B. *hier 3 seiner interessantesten Reiseziele hinschreiben*). Vorausgesetzt, er zieht nicht von einer Partyinsel zur nächsten. Falls er ein paar Sprachen spricht -> auch dazu schreiben, und wenn es nur Grundkenntnisse sind.
Ansonsten natürlich auf das Anschreiben setzen. Vielleicht noch etwas einbringen wie dass er zeitlich flexibel ist (da es sich nicht so liest, als würde er Vorlesungen und Tutorien allzu regelmäßig besuchen, kann er - wenn er schon schwänzt - die Zeit ruhig zur Arbeit nutzen).
 
Jedoch - Wie bewegt man jemanden dazu, sich helfen zu lassen, wenn dieser der Meinung ist, dass andere ihm nicht helfen könnten, nur man selbst?

Vielleicht kommt ihr ja auf eine einigung. Keiner von euch hat ne Kristallkugel, also kann natürlich keiner garantieren das sein weg oder deiner was bringt.

Was man machen kann ist:
  • beides versuchen sofern es sich nicht wiederspricht, also er den nebenjob den er will und dazu z.B. die begleitung
  • Studienberatung als neutrale dritte fragen
  • Zeitfenster setzen. Er versucht jetzt 6 Monate sein ding und wenn es nichts merkliches bringt versucht er mal 6 Monate deine empfehlung.
Selbst wenn er nur seinen Weg umstetzt so bewegt ihn das ggf damit auch anzufangen. Über Pläne zu reden ist einfach. Das umsetzen ist das Problem.

Vielleicht reicht es schon wenn du ihn motivierst so das er dir beweisen will das es klappt.
 
Ich würde das jetzt erst mal alles so lassen wie es ist und ganz normale Bewerbungen schreiben. Man sieht dann ja obs klappt oder nicht. Und wenn es nicht klappt - dann kann man immer noch überlegen, was man verbessern kann. Ich würde mir jetzt von vorneherein echt keinen Kopf machen. Weil wie gesagt: Büchsen einräumen ist eine Hilfstätigkeit.
 
Moin Moin,

was machen Manche hier für ein Fass auf... Es geht doch lediglich um einen Nebenjob. Zeitung aufschlagen, Anzeige lesen, anrufen, hin fahren, vorstellen fertig. Ansonsten durch die Stadt gehen, bei Anzeigen im Schaufenster, rein gehen und vorstellen.

Ich denke deinem Freund und auch dem ein oder anderem tätige mal einen Blick ins "Real Life" gut.

Oder liege ich völlig daneben ??? Gut, ich bin wohl auch eher der Tellerwäscher Typ, erstmal anfangen, sich zeigen und dann hocharbeiten.

Viel wichtiger als ein Lebenslauf, ist doch der Wille zu arbeiten, aufmerksam sein, Fleiß und Zuverlässigkeit. Solche Dinge eben oder irre ich mich da ???

Ps. Vielleicht sollten wir eher im Moment, als in der Vergangenheit oder der Zukunft Leben.

Ach so, den Druck von Akademiker Eltern etc. kenne ich sehr gut... 🙂

Was viel er den Überhaupt als Nebenjob machen ?

LG Mr X
 
Ich bin ja auch so ein ähnlicher Fall.

28 und außer als Werkstudent auch nichts weiter gemacht, liegt aber wohl auch an meiner chronischen Erkrankung.
Ich denke es gibt einfach Menschen, die eben anders sind. Soll es ja echt geben 😀 Man mag es kaum glauben. Und vielleicht sind sie sogar notwendig.
Mir fällt es bspw. zur Zeit ziemlich schwer überhaupt an Job zu denken - wenn man mal schon die ganzen negativen Seite von Sklavenarbeit/Ausbeutung/Steuern/Gesellschaft weglässt - da dich deine Krankheit so abfuckt, dass dein Körper einfach nein sagt. Manche Menschen haben gravierende Probleme und die Gesellschaft ist leider auch unfähig diese zu lösen, obwohl sie ja so viel arbeitet und so viel schafft. Das ist erst einmal alles sehr unverständlich. Wir müssten uns eigentlich mehr darauf fokussieren als Gesellschaft problemorientierte Lösungen zu schaffen, die wirklich konstruktiv und nachhaltig sind, aber der Kernaspekt liegt fast immer erst einmal auf Profit/Gewinn. Wenn es wirklich darum gehen würde reale Probleme zu lösen, also auch die Probleme individueller Menschen, ohne gleich daran zu denken, wie kann man eigentlich seine Existenz finanzieren muss (denn das erfordert ja leider dieses Gesellschaftssystem), dann würde es wohl um die Gesellschaft besser stehen. So ist die Gesellschaft nur ein Vorwand, um auf Kosten anderer zu leben, sie auszubeuten, zu manipulieren, zu betrügen, usw. Die Unterschicht ist in der Regel eher freundlich und nicht so ausbeuterisch, betrügerisch veranlagt allerdings. Deswegen schafft sie es wahrscheinlich auch nicht unbedingt in die Oberschicht zu gelangen, haben sie ganz andere Ideale und Präferenzen.
Die Gesellschaft könnte sich bspw. viel mehr Gedanken darüber machen wie einzelnen eben nicht gleichgestrickten Menschen wirklich geholfen ist, und wie sie wirklich irgendwo florieren und aufblühen könnten, mit ihren Talenten/Idealen etwas schaffen können. Letztendlich geht es aber auf dem Arbeitsmarkt doch im Wesentlichen darum, wie gut man sich anpassen kann, und wie gut man sich ausbeuten lässt. Ist doch alles Schwachsinn meine lieben Leute.
 
Ich denke, dass ein solcher Nebenjob ihm durchaus helfen würde. Klar, er hat dann weniger Zeit zum Lernen - aber die viele aktuell vorhandene Zeit scheint er ja auch nicht fürs Studium zu nutzen. Dann kann er genauso gut arbeiten gehen.

Ich denke, ihm würden sogar einfache Tätigkeiten wie bei McDonalds Burger braten oder irgendwo Regale einräumen gut tun. Einfach, dass er ein wenig Struktur in den Tag kriegt und auch mal was anderes als den akademischen Elfenbeinturm sieht, einfach mal etwas aus seiner Standardsituation raus kommt. Vielleicht wird er so besser animiert, endlich eine Entscheidung zu treffen. Sprich, das Studium durchziehen oder es tatsächlich abzubrechen.

Bleibt natürlich die Eingangsfrage, wie man einen leeren Lebenslauf aufpeppt. Lügen oder was dazu erfinden würde ich nicht. Ich würde die Hobbys etwas herausheben (gerade dass er gerne reist, er kann ja bei Hobbys "Reisen und fremde Kulturen kennenlernen (z.B. *hier 3 seiner interessantesten Reiseziele hinschreiben*). Vorausgesetzt, er zieht nicht von einer Partyinsel zur nächsten. Falls er ein paar Sprachen spricht -> auch dazu schreiben, und wenn es nur Grundkenntnisse sind.
Ansonsten natürlich auf das Anschreiben setzen. Vielleicht noch etwas einbringen wie dass er zeitlich flexibel ist (da es sich nicht so liest, als würde er Vorlesungen und Tutorien allzu regelmäßig besuchen, kann er - wenn er schon schwänzt - die Zeit ruhig zur Arbeit nutzen).

Danke für die Tipps. Das meiste sehe ich genauso. Nebenbei, er schwänzt eigentlich weniger. Er belegt halt nur sehr wenig Kurse.

Vielleicht kommt ihr ja auf eine einigung. Keiner von euch hat ne Kristallkugel, also kann natürlich keiner garantieren das sein weg oder deiner was bringt.

Was man machen kann ist:
  • beides versuchen sofern es sich nicht wiederspricht, also er den nebenjob den er will und dazu z.B. die begleitung
  • Studienberatung als neutrale dritte fragen
  • Zeitfenster setzen. Er versucht jetzt 6 Monate sein ding und wenn es nichts merkliches bringt versucht er mal 6 Monate deine empfehlung.
Selbst wenn er nur seinen Weg umstetzt so bewegt ihn das ggf damit auch anzufangen. Über Pläne zu reden ist einfach. Das umsetzen ist das Problem.

Vielleicht reicht es schon wenn du ihn motivierst so das er dir beweisen will das es klappt.

Was ich meine, habe ich ihm schon versucht darzustellen. Vielleicht kam es aber auch falsch an, denn er reagierte genervt, wenn ich ihm erzählte, wofür er sich alles bewerben könne. Aber wenn er endlich einfach mal anfängt, ist der erste Schritt getan. Vielleicht funktioniert seine "Methode" ja, wer weiß das schon?

Moin Moin,

was machen Manche hier für ein Fass auf... Es geht doch lediglich um einen Nebenjob. Zeitung aufschlagen, Anzeige lesen, anrufen, hin fahren, vorstellen fertig. Ansonsten durch die Stadt gehen, bei Anzeigen im Schaufenster, rein gehen und vorstellen.

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Was viel er den Überhaupt als Nebenjob machen ?

LG Mr X

So einfach klingt es, aber das ist es gar nicht. Ich hatte z.B. auch Probleme, meinen ersten Nebenjob zu bekommen. Trotz allem ich irgendwann in die Läden gegangen bin und gezielt nachgefragt habe.

Er interessiert sich für Lagerarbeiten.
 

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