Der Thread ist vor allem an Männer adressiert.
Meint ihr, es ist sinnvoll eine weinende Frau zu trösten (gute Freundin, Freundin) und wie würdet ihr das im Idealfall machen?
Meine Erfahrungen damit sind durchwachsen. Ich hab das einmal gemacht und jemanden in den Arm genommen und sie weinte daraufhin noch stärker, was mich total irritiert hat. Warum ist das so?
Wie kann man eine weinende Bekannte, Freundin trösten? Was hilft am besten? Und warum sind Männer immer so erschrocken wenn Frauen weinen?
Ich bin zwar kein Mann, aber ich glaube als Frau kann man da vielleicht tatsächlich "bessere" Antworten liefern. Einfach aus weiblicher Sicht, weil viele Männer, wie du selbst sagst, mit diesem Thema noch etwas in Konflikt stehen. Um so besser, dass du dich damit auseinandersetzt.
🙂
Ja, Personen, die einem sehr nahe stehen, sollte man dann trösten, es sei denn, diese Person wünscht es nicht. Wir sagen dann schon, wenn wir unsere Ruhe haben möchten und wenn wir nicht gerade hysterisch sind können wir das auch in lieb sagen.
😉 Falls es doch mal nicht ganz so nett sein sollte, dann bloß nicht persönlich nehmen! Gib uns dann einfach etwas Zeit. Ich z.B. melde mich dann von selbst wieder, falls das tatsächlich mal vorgekommen sein sollte und entschuldige mich für mein Verhalten.
Wie man eine Frau tröstet? Es kommt ganz darauf an. Was für eine Beziehung habt ihr zueinander? Was ist passiert? Wenn gerade jemand gestorben ist, dann ist das Trösten durch einen kleinen Witz natürlich nicht angebracht. In anderen Situationen kann das Wunder wirken. Grundsätzlich kann man denke ich schon sagen: Einfach in den Arm nehmen, man muss nicht ein mal zwingend reden. Allein das Gefühl, dass man umarmt wird hilft schon. Als würde man aufgefangen werden.
Das noch mehr weinen wenn man mich umarmt kenne ich zum Teil auch von mir. Ich habe ja schon das Auffangen angesprochen. Wenn ich umarmt werde und dann noch mehr weinen muss, dann heißt das bei mir in Bezug auf meinen Gegenüber nichts anderes als: "Du bist mein Fels in der Brandung, kannst für mich stark sein, wenn ich es nicht bin. Ich kann bei dir sein wie ich bin, zeigen was ich fühle und alles raus lassen, weil ich weiß, dass du mich danach (allein durch deine Anwesenheit) wieder aufbaust, was ich sonst allein schaffen müsste und (vielleicht) nicht könnte."
Es ist bei mir sehr selten, dass das passiert. Manchmal sind es sogar Freudentränen, manchmal leider auch nicht. Ich bin ein Mensch, der gerne alles in sich rein frisst, wenn mal wirklich was los ist, meist kann ich mich nicht öffnen. Solche Momente wie oben beschrieben, da ist die Umarmung wie der Schlüssel zu all dem Verdrängten, was ich momentan eigentlich alles nur von mir weg schieben will und dann geht es los. Aber das tut gut. Bloß nicht aus Angst keinen mehr umarmen.
😉
Warum Männer erschrocken sind kann ich dir nicht sagen. Aber da findet bestimmt jemand anderer eine gute Antwort darauf. Eine Möglichkeit wäre, dass Männer immer noch nicht vollständig gesellschaftlich anerkannt weinen "dürfen", Frauen hingegen schon. Eigentlich ja Schwachsinn, aber dennoch ist es in den meisten von uns irgendwie verankert.