Also, ich bin mit dem Tierschutzverein in Kontakt und habe heute schon die Nachricht hinterlassen, dass die mich dringend zurückrufen sollen (eigentlich sind sie erst Abends zu erreichen).
Ich werde erst versuchen, sie bei einer guten Pflegestelle unterzubekommen oder einen Platz für sie zu finden, wo sie sich wohlfühlen (und definitiv Kontakt halten!). Tierheim wäre für mich nur die allerletzte Option, wenn ich dann nicht nur kurz vor einem Nervenzusammenbruch stehe, sondern einen habe. Die aller-aller-allerletzte Option wäre für mich, die Katzen an die Vorbesitzer zu geben. Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn die den beiden etwas antun oder sie wirklich "entsorgen", weil sie die überhaupt nicht haben wollten und nur loswerden wollten. Wenn man schon lügt, um Katzen loszubekommen und sich NULL dafür interessiert, ob sie es dann bei der Stelle gut haben - dann zeigt das, wie wenig man an ihrem Wohl interessiert ist.
Aktuell sieht es so aus, dass eine Arbeitskollegin zwei Bekannte hat, die sich sehr gut mit Problemkatzen auskennen und selbst viele Notfälle wieder hinbekommen haben. Sie leben beide auf dem Land. Eine der Bekannten hat ein sehr, sehr großes Haus und Hof und es gäbe die Option für die beiden, rauszugehen - wenn sie Freigänger sein sollten oder das allgemein brauchen. Ich habe schon Details weitergegeben und auch mit offenen Karten gespielt, also welche Probleme die beiden machen und dass man wirklich jemanden katzenerfahrenen bräuchte.
Die Dame vom Tierschutz meinte auch, dass sie Kontakte hat zu Pflegestellen, die zumindest für einige Zeit die beiden übernehmen könnten, bis sie endgültig vermittelt worden sind. Und diese Pflegestellen können dann auch mit Katzen umgehen, die gewisse Problematiken mitbringen. Zwar ist nicht klar, ob diese Pflegestellen freie Plätze haben, und es kann auch sein, dass es keine gibt, aber es ist trotzdem eine Option und vielleicht habe ich Glück.
An sich bin ich wirklich mit den Nerven fertig. Die Katze schreit schon den ganzen Tag durchgehend. Wirklich durchgehend! Nichts hilft und wenn, dann nur kurz und sie legt wieder los. Ich habe so Panik, dass die Nacht auch so verlaufen wird. Dann kann ich kein Auge zu machen und mich schon darauf vorbereiten, die Nacht durchzuarbeiten und dann wenigstens einige Punkte auf meiner "To Do-Liste" runterzubekommen. Ich schaffe das wirklich nicht mehr. Ich bin überfordert mit der gesamten Situation und merke, dass ich am Ende bin. Entweder halten mich die beiden auf Trab, oder ich muss arbeiten und dazwischen hänge ich wie ein Schluck Wasser in der Kurve und versuche die Nerven zu behalten. :wein:
Wenn ich wüsste, dass beide nur noch zwei Tage hier wären, bis sie geholt werden, könnte ich das aber leichter durchhalten. Aber ich würde sie auf keinen Fall an jemanden geben, der ebenfalls mit ihnen überfordert wäre. Sie haben schon genug durchleiden müssen, sie verdienen jetzt eine Stelle, die sich gut kümmern kann und weiß, was sie brauchen und wie man mit ihnen umgeht.