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Ein schwieriges Gespräch mit dem Vorgesetzten: wie bereite ich mich vor?

Lajana

Mitglied
Hallo an alle!

Nun brauche ich wieder Hilfe...

Ich habe mich entschlossen, mit meinem Chef zu sprechen, da ich immer unzufriedener an meiner Arbeitsstelle werde. Ich überlege, ob ich die Arbeitsstelle wechseln soll, möchte aber diese Möglichkeit als letzten Ausweg betrachten. Nun wie bereite ich mich auf das Gespräch vor? Vor allem, mein Chef ist nicht gerade angenehmer Gesprächspartner (s. mein Beitrag "Schwieriger Vorgesetzter" http://www.hilferuf.de/forum/beruf/218639-schwieriger-vorgesetzte.html

Die Situation ist folgende: Ich bin Fachkraft im kaufmännischen Bereich. Im Betrieb habe ich meine (zweite) Ausbildung gemacht und in die Festanstellung (befristet) übernommen worden. Es ist ein Kleinbetrieb, im Büro sind wir nur zu dritt + Azubi + Chef. Meine Kollegin und ich besetzen eine Vollzeitstelle je zur Hälfte (jede von uns hat eine 25 Std/Woche). Klingt eigentlich ganz nett oder? Nun zu meinem eigentlichen Problem... Meine Kollegin arbeitet länger im Betrieb als ich und, obwohl sie eine Quereinsteigerin war, übernimmt sie die größten und wichtigsten Aufgaben. Bei meiner Einstellung haben wir die Wirckungsbereiche so verteilt, dass sie sich um den Kundenstamm kümmert und ich für Mitarbeiterbereich + andere Angelegenheiten, die so anfallen z.B. Beschaffung oder Autoflotte (wir haben mehrere Dienstwagen). Klang eigentlich vernünftig. Nun in der Realität sieht es so aus: mehrere Aufgaben, die logisch gesehen in meinen Bereich passen, übernimmt trotzdem sie (z.B. Fortbildungen für MA oder Gesundheitsvorsorge für MA). Sie kommt mit ihrer Zeit gut zurecht, also wird sie auch nichts abgeben wollen, da sie sonst möglicherweise in Minusstunden gerät. Mir bleiben dann immer weniger und immer unbeliebte Aufgaben, die sie nicht erledigen will. Aufgabenfelder teilen will sie auch nicht, denn das würde für sie bedeuten auch die Verantwortung zu teilen. Da sie ein Kontrollfreak ist, macht sie das sehr nervös. Also rutsche ich immer tiefer in die simple und nervige Aufgaben, die so gesehen jeder Azubi machen könnte, weil alles andere sie macht.

Ich will nicht sagen, dass sie egoistisch oder rechthaberisch ist. Sie macht das, weil sie das schon immer gemacht hat, noch vor mir. Jede Erwähnung darüber, dass ich ihr etwas abnehmen könnte (immer sehr höfflich und korrekt meinerseits) endet in einer Panikanfall ihrerseits. Das ist für mich einfach entnervend. Sie ist einfach ein Mensch, der jede Veränderung hasst. Allein der Übergang zum Duzen hat bei uns drei Jahre gedauert. Aber ich bin sehr geduldig. Nur das Problem ist, ich komme langsam auch an meine Grenzen. Der Job macht mir keinen Spass mehr, obwohl ich meinen Beruf sehr mag. Ich habe keine Lust mehr zur Arbeit zu fahren, weil ich entweder zu wenig zu tun habe oder etwas total langweiliges machen muss, was keiner machen will. Ich bin Fachkraft und möchte meine grauen Zellen arbeiten lassen. Mein Job muss eine geistige Herausforderung für mich darstellen... Am liebsten würde ich mich krank melden, denn allein bei der Gedanke, dass ich wieder ins Büro fahren muss, kriege ich Kopf- oder Bauchschmerzen.

Mein Chef will nichts dagegen unternehmen. Wozu? Es läuft ja auch so prima. Er ist schon etwas älter und möchte lieber das Leben genießen. Deshalb will ich mit ihm klar reden und die Tatsachen auch nennen, nur weiß ich nicht wie. Wie argumentiere ich richtig? Ich will auch keinem auf die Füße treten, aber ich habe es satt, meine Interessen ständig hinten dran zu stellen. Ich meine, das ist doch die Aufgabe des Vorgesetzten, die Kompetenzen zu verteilen. Jetzt wurde noch ein Azubi eingestellt mit der Perspektive, in drei Jahren die Aufgaben meiner Kollegin zu übernehmen, da sie daa in die Rente geht. Also auch keine Zukunfstaussichten für mich als Fachkraft. Dabei war das bei meiner Einstellung besprochen, dass meine Ausbildung mir erlauben würde, die Stelle zu übernehmen. Und zwar in Vollzeit, da ich schon 44 bin und meine Familienplanung längst abgeschlossen ist. Alles ist sehr frustrierend...:wein:

Ich weiß, die Meisten werden sagen, such dir einen anderen Job. Ist schon richtig, aber so leicht ist es nicht. Und auch sonst fühle ich mich sehr wohl im Unternehmen. Deshalb möchte ich noch diese eine Möglichkeit nutzen. Wenn das nicht fruchtet, gehe ich...

Danke für eure Tipps!
 
Ein kleiner Nachtrag...

Eine Frage, ist es üblich, dass der Chef von den MA verlangt, schriftliche Berichte darüber erstellen, was man alles im Laufe des Arbeitstages gemacht hat😕? Das hat von uns heute unser Chef verlangt. Wir sollen alles präzise notieren. Das "riecht" für mich nach totaler Kontrolle und baldiger Kürzung der Arbeitszeit.

Erklärungen dazu wurden nicht gemacht. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll...
 
Hallo an alle!

Ich wollte mal eine Zwischenmeldung machen und hoffe auf eure Tipps.

Inzwischen hat sich die Gesamtsituation für mich so verschlechtert, dass ich gesundheitliche Probleme bekam: eine Woche lang mit Migräne zu arbeiten ist nicht schön 🙁 Also bat ich meinen Vorgesetzten um ein Gespräch unter vier Augen. Promt hat er die Zeit gefunden und kam in ein paar Tagen - ohne Vorankündigung - zu mir ins Büro. Ich kannte schon seine Gewohnheit - wichtige Gespräche ohne Vorbereitung zu führen:mad: - also habe ich mich schon vorbereitet, bevor ich ihn um einen Termin bat. Ich muss sagen, als ich bei der Vorbereitung eine Liste mit "Störfaktoren" für mich erstellt hatte, war ich überrascht: ich habe eine A4 Seite voll geschrieben. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel ist. Das war für mich ei deutliches Zeichen, dass da eine Änderung kommen soll...

Na ja,... Das Gespräch war sehr lang (1,5 Stunden) und sehr emotional von beiden Seiten. Ich habe die Situation erklärt (und versucht, die ruhe zu bewahren): dass mir immer weiter die Aufgaben, die in mein Bereich gehören, weggenommen werden; dass meine Pflichten immer weiter auf das Niveau von Belanglosigkeiten runterrutschen; dass ich immer weniger zu tun habe, da sogar der Azubi meine Aufgaben mit mir teilt; dass mir schlicht einfach langweilig an meinem derzeitigen Arbeitsplatz ist, da die Herausforderung und Komplexität fehlen (so seltsam es auch klingt); dass ich mich beruflich nicht weiterentwickle, sondern eher umgekehrt, degradiere. Und das alles führt dazu, dass ich mich immer unsicherer fühle, was mich weitere Fehler machen lässt und letzendlich fühle ich mich hier völlig überflüssig und fehl am Platz. Und das Schlimmste, ich sehe auch keine positive Perspektive für mich. So, wie ich das sehe, es wird auch nichts geändert.

Mein Chef hat mir dagegen vorgeworfen, ich würde nachlässig arbeiten und meine Leistung, di ich am Anfang erreicht habe, geht immer weiter nach unten. Er dachte, das käme von der Überforderung und deswegen wurden mir die Aufgaben genommen. Ausserdem wurde eine Rehe meier Fehltritte genannt, von denen ich keine Ahnung hatte. Auf meine Frage, warum das mit mir nicht sofort geklärt wurde, habe ich keine Antwort bekommen. Eine weitere unangehnehme Überraschung habe ich erlebt, als ich erfahren habe, dass meine Kollegin einige meiner Aussagen direkt an den Chef weiter getragen hat. Ich meine, wir sind mit ihr keine beste Freunde, aber nach einer (langer) Eingewöhnunsphase kamen wir miteinander relativ gut klar. Nun würde ich am Liebsten mit ihr überhaupt nicht reden. Geht aber schlecht, da wir zusammen arbeiten müssen 🙁 Aber das schlimmste war für mich, als mein Vorgesetzte mir klar machte, dass er sich erhofft hätte, ich wäre so etwas wie "Büros gute Seele", die das Arbeitsklima verbessert und verschönert. Ok... Das schmeichelt mir, dass er meine menschliche Qualitäten so hoch schätzt, aber... Das ist mein ARBEITSPLATZ! Ich bin hier, um zu arbeiten und meine BERUFLICHE Qualitäten einzubringen. Das Menschliche gibt es gratis dazu. Und wenn es mit dem Beruf nicht stimmt, dann wird es auch mit der menschlichen Seite nicht klappen. Sorry, aber ich bin kein Möbelstück... 🙁:mad: Das habe ich auch deutlich gesagt und bei ihm damit eine kleine Schockwelle ausgelöst.

Dann wurde ich nach Lösungen gefragt, was würde ich mir vorstellen. Ich sagte, ich möchte niemanden auf die Füsse treten, aber ich möchte auch endlich mal meine Interessen wahren. Ich bin ausgebildete Fachkraft und habe diese Ausbildung bewusst und gezielt angetreten und mit guter Leistung abgeschlossen. Ich habe mich angepasst, da ich dachte, die ersten Jahre nach der Ausbildung muss der Arbeitgeber erst mich in Aktion sehen. Gut, dann tu ich meine Pflichten so gut ich kann. Nun sehe ich aber inzwischen, dass ich keine steigende Entwicklung erlebe, eher umgekehrt. Und eine Perspektive sehe ich auch nicht. Deshalb soll dieses Gespräch stattfinden, damit ich wieder an Klarheit gewinne, denn ich kann nicht das Gesamtbild sehen. Dann hat mein Chef eine Reihe von Aufgaben für mich aufgelistet, die teilweise auch interessant sind, fallen aber wiedermal nicht in meinen beruflichen Profil. Keine einzige... Im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, er versucht irgendetwas zu erfinden, um mich zu beschäftigen. Denn eine Kündigung ist eine zimlich unangenehme Sache und dem Unangenehmen geht man am besten aus dem Weg.

Fazit: In den nächsten Jahren wird sich für mich hier nichts ändern. Mein Chef hat gesagt, dass auch meine Kollegin um ein Gespräch gebeten hat. Was sie da alles über mich erzählt hat, das will ich gar nicht wissen... Es wurde mir klar, dass meine berufliche Qualitäten nicht gefragt werden. Stress wird zunehmen, da ich für alles verantwortlich gemacht werde und selbst meine Fehler mit mir nicht besprochen werden, damit ich sie verarbeiten und in der Zukunft vermeiden kann. Beruflicher Wachtum? Fehlanzeige! Fortbildungen werden nicht angeboten, meine Vorschläge werden abgelehnt mit der Begründung, ich kann mir das Wissen auf einem anderen Weg beschaffen. Auch finanziell lohnt es sich für mich nicht. Das Gehalt ist unterdurchschnittlich für mein Beruf und ich fahre täglich 50km, um zu meiner Arbeitsstelle zu gelangen. Somit steht für mich fest, ich will gehen. Nur wie mache ich das?

1. Ich will eine neue Arbeitstelle suchen, will aber erst meinen Chef nicht einweihen, weil er jegliche Äußerung der Untreue als persönliche Beleidigung aufnimmt und mein Arbeitsalltag wird somit unerträglich. Das habe ich schon bei einer anderen Kollegin, die vor ein paar Monaten gegangen war, beobachtet. Aber ist das rechtens, dass ich meine Arbeitsuche geheim halte?

2. Wie bewerbe ich mich richtig aus bestehendem Arbeitsverhältnis? Ich möchte nicht unbedingt die interne Situation preisgeben. Das geht im Grunde keinen an.

3. Dann wäre dann noch die Sache mit dem gebuchten Urlaub im Sommer. Soll ich ihn stornieren? Oder gibt es Möglichkeiten, dass der neue Arbeitgeber ihn übernimmt? Vorausgesetzt natürlich, dass ich bis dahin eine neue Stelle finde.

Ich habe noch mehr Fragen... Zurzeit habe ich mehr Fragen als Antworten. Ich habe in drei Wochen einen Urlaub und hoffe, dadurch etwas Distanz zu der Situation zu gewinnen und auch emotional etwas runterzukommen, damit ich alles noch einmal überdenken und nue erfassen kann. Aber sagt mir - so als Außenstehender - vielleicht sind meine Ansprüche zu hoch und ich soll mich nicht so deswegen aufregen? Vielleich gehört es zum Alltag und ich übertreibe gewaltig? Soll ich mich nicht anstellen und einfach das tun, was von mir verlangt wird?... Es ist einfach zermürbend, Tag und Nacht diese Zweifel im Kopf zu haben...

Ich Danke im Voraus für eure Hilfe. Auch, wenn keiner antwortet... Danke für's "zulesen"...
 
Hallo!
Ich finde es richtig toll wie du deinem Arbeitgeber erklärt hast, was dich stört.
Ich hätte mir von deiner Seite aus allerdings auch ein paar Verbesserungsvorschläge an deinen Chef gewünscht.
Wie es aber scheint, hast du dich damit abgefunden, dass es, wenn du bleibst, wo du bist, nicht besser wird. Da ist gar keine Energie mehr von dir zu spüren, dass du dort noch weiter arbeiten willst, und ganz ehrlich: Das kann ich bei diesen Umständen gut verstehen.

1. Natürlich bist du nicht verpflichtet deinem Arbeitgeber von deinen Plänen, einen neuen Job zu suchen, zu erzählen. Das wäre höchstens nett von dir. So wie du es schilderst würde ich ihm das aber definitiv nicht erzählen.
Du hast eine gesetzliche Kündigungsfrist, lediglich die solltest du einhalten.

2. Was genau ist dir in diesem Punkt unklar?
Lästern solltest du vor anderen Arbeitgebern sicherlich nicht über deine bisherige Arbeit. Aber warum denn nicht preisgeben, dass du in deinem bisherigen beruflichen Umfeld keine Möglichkeit mehr für dich siehst dich weiterzuentwickeln? Ich würde da mal deine Negativliste durchgehen und mir daraus Phrasen zurechtlegen, die in den Ohren des neuen Arbeitgebers positiv klingen. Der wird dich nämlich ganz sicher danach fragen, warum du dort nicht mehr arbeiten willst.

3. Möglichkeit 1: Du stornierst und siehst zu, dass du so schnell wie möglich etwas Neues findest. Urlaub in der Probezeit kannst du dir wohl abschminken.
Möglichkeit 2: Du nimmst den Urlaub noch mit und schaust, dass du erst danach in ein neues Arbeitsverhältnis überehst.

Ich finde deine Ansprüche total nachvollziehbar! Ich hätte auch keine Lust mich so unter Wert zu verkaufen. Ich persönlich finde es sehr wichtig, Spaß an meiner Arbeit zu haben. Was hat man denn davon sich jeden Tag hinquälen zu müssen? Wenn dann auch noch das Geld und das soziale Umfeld nicht stimmen, gibt es da doch gar nichts mehr zu gewinnen!
Aber es ist wohl richtig, dass du da noch mal in dich gehst und dir überlegst, was genau du nun möchtest.
 
Leider haben wir nur deine Darstellung der Situation, was soll man dazu sagen?
Bist du unterfordert, könntest mehr leisten, weißt wie man einen Betrieb zu führen hat, bist der " bessere " Chef;
Laut Studien haben rund ein Viertel aller Angestellten innerlich bereits gekündigt.
Das bedeutet, daß diese nicht mehr machen als notwendig und keine emotionale Bindung zu ihrer Tätigkeit besitzen.
Zumindest einem Teil der Angestellten gefällt die Situation nicht so gut, aber ist deshalb die Selbständigkeit eine bessere Option?
Ein regelmäßiges Gehalt, feste Arbeitszeiten, Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall usw. sind Dinge, auf die ein Selbständiger verzichten muß.
Im Gegenteil, wer als Selbständiger länger ausfällt riskiert die Existenz.
Erst das unternehmerische Denken und die gemeinsam erlebten Erfolge fördern die Zufriedenheit und Motivation der Angestellten und nicht die gut gemeinten Leistungsanreize des Managements und ihrer Berater.
 
Vielen Dank für deine Antwort. Ich kann jetzt jede Hilfe gebrauchen...

Dass ich keine Energie mehr aufbringen kann, liegt daran, dass dieser "Kampf" schon lange sich hinzieht. Ich bin von Natur aus ein sehr geduldiger und toleranter Mensch und versuche zunächst, einen Kompromiss zu finden. Aber ein Kompromiss gelingt nur dann, wenn beide Parteien mitanpacken. Bis jetzt war immer ich diejenige, die sich zurückgenommen hat und da weiter gearbeitet hat, wo gerade Platz war. Ich stehe aber nun mit dem Rücken zur Wand.

Ich will aber fair bleiben. In diesen Jahren war nich alles so schlecht, ich hatte auch Erfolgserlebnisse. Dafür bin ich dankbar. Der Punkt ist aber, dass ich keine Lösung sehe. Die Aufgabenbereiche sind verteilt und die Kollegen - bleiben wir fair - sind gut darin, für mich aber ist da kein Platz mehr. Also gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder ich bleibe, finde mich mit der gesamten Situation ab und warte auf die nächste Chance oder ich gehe. Die nächste Chance kann morgen kommen oder in einigen Jahren. Und jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Arbeit zu fahren, das will ich auch nicht. Ich habe letztendlich noch meine Familie, die auch mitleidet. Und jedes weiteres Jahr bedeutet Verlust an Qualifikation und Wissen. Wenn ich gehe, wird es schmerzhaft sein, für beide Parteien, aber - wie ich es sehe - ist das der einziger Weg, der für meine Zukunft geeignet wäre. Und eine andere Lösung sehe ich jetzt nicht. Vielleicht, wenn ich im Urlaub etwas ruhe bekomme...
 
Stellenanzeigen durchforsten und bewerben, bewerben und noch mal bewerben.

jedes weiteres Jahr bedeutet Verlust an Qualifikation und Wissen

genauso ist es

Wenn ich gehe, wird es schmerzhaft sein, für beide Parteien

Das glaube ich nicht. Die kullern Dir keine Träne nach. Warum denn? So hart es klingt...wie sich Dein Chef verhalten hat Dir gegenüber ist schmierig. Im Grunde genommen hat er alle Schuld Dir überlassen - ist ja auch bequemer für ihn.

Aber ein Kompromiss gelingt nur dann, wenn beide Parteien mitanpacken

Warum sollten die Kollegen an Deinem Problem mit anpacken? Oder gar der Chef, dem sowieso nur wichtig ist, daß er seine Pferde am Laufen hat. Sorry, dies hört sich ein wenig naiv an.

Gehe so schnell es geht.

Ich glaube, zu bist "zu" lieb und achtest wirklich auf alles und jeden. Das wird leicht ausgenutzt bzw. läuft man Gefahnr nicht ernst genommen zu werden.

Gucke im I.-net nach guten Bewerbungsschreiben, lasse Dir die Unterlagen kritisch durchsehen.

Ganz ehrlich für so einen unterbezahlten Job 50 km täglich fahren, in dem man nicht für voll genommen wird...

Was willst Du auch mit einem 3 Mann Betrieb. Viell.gibt es größere bessere Fa für Dich

An Deiner Stelle würde ich mir auch mehr Biß aneignene. Ein "Nein" steht Dir auch bestimmt ganz gut 😉.

LG

Kolya
 
Hm... einen Kompromis sehe ich da aus deinen Erzählungen auch nicht. Die Anderen machen, was ihnen gefällt und du stellst dich zurück.

Es muss nicht immer alles total verfahren sein, damit man unglücklich ist und sich neu orientieren möchte.
Wenn dich die Arbeit nicht erfüllt, ist das doch schon Grund genug.
Warum dann also nicht anderweitig umsehen? Da gibt es mit Sicherheit Jemanden, der dich und deine Qualifikation mehr zu schätzen weiß.
Ich würde mich einfach mal ganz unverbindlich auf dem Arbeitsmarkt umsehen. Was bieten dir andere Arbeitgeber? Wo liegen deine Stärken? Was genau möchtest du gerne tun? Was möchtest du verdienen?

Es ist sicher auch nicht einfach sich von gewohnten Strukturen zu trennen. Vor allen Dingen, wenn man auch gute Zeiten zurücklässt. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich aber: Es lohnt sich!
 
Hallo Lajana,

ich denke auch, du hast alles versucht und nun ist's besser zu gehen. Allerdings solltest du dir dabei viel weniger Kopf machen. Du bist deinem Arbeitgeber nicht verpflichtet treu zu sein und kannst daher jederzeit ohne Gewissensbisse gehen. Das musst du nicht ankündigen und unter den Umständen rate ich sogar ab.

Es ist auch nicht so schwer, sich richtig zu bewerben. Wenn man jedoch wenig Erfahrung hat und vielleicht kaum Übung darin hat, ist es schon eine Herausforderung. Aber nur Mut, irgendwann klappt das auch bei dir. Es gibt unheimlich viel Lesenswertes zu dem Thema im Internet z.B. Jürgen Hesse oder auch bei den Jobbörsen selbst findet man Tipps. Oder du fragst einfach hier.

Du wolltest auch wissen, wie man sich bewirbt bzw. eher warum. Die klassische Antwort lautet immer: Ich suche eine neue Herausforderung. Das hören Chefs gerne und zeigt vor allem, dass du motiviert bist. Natürlich solltest nichts aus deinem jetzigen Betrieb erzählen und schon gar nicht, wie schlecht es dir dort geht oder wie bescheiden die Umstände sind. Deine Aufgabe ist es, deinen neuen Chef von dir zu überzeugen. Das gelingt am besten, wenn du authentisch bist und wenn du dich gut vorbereitest.

Den Urlaub würde ich nicht stornieren. Erstens weißt du doch nicht ob du bis dahin einen neuen Job hast. Und zweitens kannst du im Bewerbungsgespräch gleich abklären, ob das ok geht. Normalerweise sollte das kein Problem sein, denn jeder muss ja irgendwann mal Urlaub nehmen.

Viel Erfolg!
 

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