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Ein Leben ohne Liebe ?

Liebe ist nicht zwangsläufig nur in einer Liebesbeziehung zu suchen.

@Lizzy

Ich würde behaupten, dass die Zeit schon Wunden heilt.

So ist es jedenfalls bei mir.
 
Liebe...dieser Begriff ist für mich der pure Hohn.
Wenn jemand verliebt ist, beginnt er Dinge nur mehr durch die rosarote Brille zu sehen. Man kann diesem Menschen keine Fakten mehr aufzeigen, keine normale Konversation mit ihm führen, er vergisst seine Freunde und kein Tag vergeht an dem die 2 Verliebten nicht zusammen sind.
Spätestens da wird mir Übel. Ich kenne keine Seele, die noch nicht belogen oder betrogen worden ist. Liebe ist Dress for the moment! Nichts beständiges!
Viele träumen von der ewigen, perfekten Liebe! Mir ist sie noch nicht begegnet und das wird sie auch nicht. Leute hört auf in einer Traumwelt zu leben!!

@Schattenkind der Liebe: Ich möchte deinen avantgardistischen Anmerkungen beipflichten. Mitleid ist eine Eigenschaft, derer man sich nicht bemächtigen sollte. Es ist gewissermaßen eine Schwäche.
 
Es tut mir weh zu sehen, wie viele Leute hier nicht an die Liebe glauben, an das einzige, was diese Welt, diese unglaublich haessliche Welt, wunderschoen macht. Haesslich nun in Werten gesehen, denn natuerlich kann unsere Welt doch noch wunderschoen sein. Auch wenn man das, wenn man den Nachrichten heutzutage folgt, nicht mehr denken koennte.
Auf jeden Fall, habe ich einen Auszug von einer meiner Geschichten, die ich im Moment schreibe, gelesen und moechte ihn hier posten, vielleicht ueberzeugt er euch ja, dass Liebe das einzig Wahre auf dieser Welt ist.
~Tai

Auszug
Gedanken über sie fliegen durch mein Gehirn in Lichtgeschwindigkeit. Mein Herz schlägt schneller alsbald ich die Ursache meiner Gedanken erkenne und es breitet sich eine unbeschreibliche Wärme in meinem Körper aus. Es hat mich erwischt. Durch und durch, vollkommen, Körper, Herz und Seele. Sie ist mein Sauerstoff, mein Ein und Alles. Überrascht setze ich mich auf mein Bett als die Erkenntnis sich offenbart. Ich lasse mich nach hinten fallen, bis mein Rücken auf der Matratze aufkommt und ich an die Decke schaue. Ich schließe meine Augen und sehe sie sofort vor mir. Ihr Gesicht hat sich auf meine Netzhaut für die Ewigkeit eingebrannt. Ihre markante Nase, ihre hohe, starke Stirn, ihre gewölbten Wangenknochen, und ihre feinen, zierlichen Lippen haben es mir angetan, und setzen mich jedes Mal erneut in ihren Bann. Am meisten berühren mich jedoch ihre Augen. Ihre unglaublich tief-grünen Augen sehen durch mich durch und durch und sie wissen sogar die Mauern um meine Seele zu durchbrechen. Ich bin ihnen ausgeliefert, nichts bleibt ihnen verborgen, und sie kennen meine dunkelsten Geheimnisse.
Ein Schauer durchfährt mich und ich muss meine Augen öffnen. Die Tiefe meiner Gefühle erschreckt mich zu Tode, aber im gleichen Moment möchte ich sie mein ganzes Leben lang fühlen und behalten – für die Ewigkeit.
Lange kann ich die Augen nicht offen halten, denn sie spielen ihren eigenen Film für mich ab. Als hätten sie ihren eigenen Willen, schließen sie sich wieder und ich ich fühle mich fast wie eine Gefangene in meinem eigenen Körper. Jedoch bin ich das in diesem Falle gerne. Ich sehe Situationen vor mir, die ich mit ihr verbracht habe, meine Ohren hören ihre wundervolle Stimme, mein ganzer Körper kann sie neben mir fühlen, und es gibt mir eine Gänsehaut. Ich greife nach dem nächsten Kissen und drücke es fest an mich. Ein unglaubliches Gefühl der Vollkommenheit überfällt mich, als ob ich sie tatsächlich in meinen Armen halten würde, als ob sie tatsächlich bei mir wäre. Ohne dass ich mir bewusst bin, was ich tue, flüstere ich leise in das Kissen hinein, wo ich ihre Ohren vermute und sage ihr wie viel sie mir bedeutet.
Ich muss zurück an den Tag denken, als sie mir das erste Mal sagte, dass sie in mich verliebt war. Irgendwo hatte ich es schon gefühlt, es schon geahnt, es in ihren stockenden Antworten bemerkt, dennoch warf es mich gänzlich aus der Bahn. Ihr Geständnis überwältigte mich vollkommen. Ich konnte oder wollte nicht verstehen, was sie an mir, einer stinknormalen Frau, so liebenswert finden konnte. Im Nachhinein weiß ich aber, dass der Grund, warum ich so überwältigt war, ein ganz anderer ist. Ich wollte und konnte mir nicht eingestehen, dass es mir mit ihr genauso ging. Dass schon damals eine Flamme mein Herz verzehrte, die nur ihr galt und die nun, heute, noch genauso stark weiter brennt.
Je länger ich mit geschlossenen Augen daliege, desto mehr verwandelt sich das Kissen in meinen Armen. Es dauert nicht lange und ist es kein Kissen mehr. Es ist sie. Ich fühle, wie ihr Körper auf mir liegt, wie sie ihren Kopf auf meinem rechten Schlüsselbein auflegt und ihre Arme unter meinen Schultern hindurchführt, um ihre Hände dann hinter meinem Kopf zu verschränken und mich fest an sie zu drücken. Ihr linkes Bein liegt außerhalb von meinem rechten, und ihr rechtes liegt zwischen meinen Beinen. Und so liegt sie auf mir, einfach nur ganz fest an mich geschmiegt. Ich drücke sie sanft mit meinen Armen noch näher an mich heran und denke, dass es nichts Schöneres auf Erden geben kann. In diesem Augenblick werden sie und ich Eins, es gibt einen Herzschlag, eine Atmung, eine Seele. Es gibt nur uns. Am liebsten würde ich gerade diesen Augenblick einfrieren.
Mein Herz schlägt noch schneller, und meine Hände reiben kleine Kreise über ihren Rücken. Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich so von Gefühlen eingenommen bin. Es ist das erste Mal, dass alle meine Sinne so von Wonnegefühlen, von positiven Gefühlen überrannt werden. Es ist das erste Mal, dass ich weiß, was absolutes Glück bedeutet. Lange dauert es nicht, bis sich der Verstand und die Zweifel melden. “Es ist noch neu, da kann sich noch vieles verändern”, sagt mein Verstand. “Wie kannst du ihr nur so sehr vertrauen, obwohl du sie noch nicht wirklich kennst?”, fragt meine einst zu sehr verwundete Seele. Ein kleiner Krieg bricht in mir aus, es wird hin und her gefeuert mit Argumenten, mit rationalen Argumenten, dass was ich fühle nur ein Schein ist, dass ich am besten jetzt damit anfange, alles zu vergessen, dass ich mich nicht wie ein verliebter Teenager aufführen sollte, sondern wie ein vernünftiger Erwachsener. Es wird mir von dem überaus vernünftigen Verstand beigebracht, dass es zu viele Fakten zu bedenken gibt, als sich blind in solch ein Abenteuer ein zu lassen. Und so wütet in mir ein Krieg, während meine Hülle immer noch unter dem Einfluss ihres Körpers auf meinem aufblüht. Es ist ein unglaubliches Paradox, und ich weiß nicht, wie ich diese Zwiespältigkeit besiegen kann. Bis, ja bis, sich letztendlich mein Herz zu Worte meldet und sagt: Ruhe jetzt, Verstand und Seele. Ihr wisst beide genau, was ich fühle. Das hier ist Liebe. Vollkommene, reine Liebe. Keine Widerrede!
Die Seele und der Verstand gucken sich kurz an, zucken mit den Schultern, und gestehen sich ihre Niederlage ein. Es ist offensichtlich, dass sie sich der gesamten Situation, der wirklichen Wahrheit, die ganze Zeit bewusst waren, es sich nur nicht eingestehen wollten. Eine unbeschreibliche Ruhe überfällt mich, denn der Krieg in mir ist, zumindest für diesen Moment, vorbei und für eine kleine Ewigkeit schwebe ich in der unfassbaren Erkenntnis, dass ich verliebt bin. Hoffnungslos, rettungslos, vollkommen verliebt.
Ich schlage meine Augen auf und ein Lächeln umspielt meine Lippen. Ich ziehe das Kissen noch einmal nahe an mich heran und vergrabe einen Kuss tief in dessen Oberseite, auf ihren Kopf inmitten ihrer wundervollen, dichten Haare, bevor ich es liebevoll zurück an seinen Platz lege und aufstehe. Mit einer neuen Leichtigkeit gehe ich zurück an die täglichen Dinge, die meine Aufmerksamkeit verlangen. Eine Leichtigkeit, die von neuer Erkenntnis geprägt ist, von jener Erkenntnis, dass ich mich sehr wohl blind auf dieses Abenteuer einlassen kann. Alles andere ist gar nicht möglich, denn ohne sie bin ich nichts.
 
Ich lese von ner ganzen Menge Menschen hier, die klar zu beneiden sind. Ihr kennt die Liebe auf eine besondere Weise. Denn Ihr werdet wieder geliebt.

Dieses Glück wiederfährt leider nicht jedem Menschen. Es gibt uns nunmal, ob Ihr wollt oder nicht. Ob Ihr es begreift oder nicht. Aber es gibt einen von 1000 Menschen, der alleine bleibt. Für den Rest seines Lebens. Der lieber alleine bleibt, als ständig unter der stetigen falschen Hoffnung zu leiden. Dieses unermessliche Leid. Ihr wisst nicht wie das ist, verdammt zu sein. Verdammt dazu, alleine zu sein. Es ist sicher nicht schön. Ganz sicher nicht. Ich kenne es. Ich lebe damit. Ich habe mich abgefunden.

Wir, die nicht in der Sonnenseite der Liebe stehen. Ja, wir haben Liebe erfahren. Wir haben das Gefühl von 1 Mio Schmetterlingen im Bauch erfahren. Meist nicht nur einmal. Denn wir haben nicht so schnell aufgegeben. Doch wir haben uns was vorgemacht. Denn immer enden die Schmetterlinge als Schlangen in unserem Bauch. Schlangen, die deinen Magen und dein Herz zerquetschen. Denn unser Herz wird immer gebrochen. Es stellt sich letztlich immer heraus, dass es nicht so war wie es hätte sein können oder sollen. Wir werden desillusioniert. Wir werden verlassen, verstoßen, zurückgestoßen. Wir werden nicht wider geliebt. Wir werden benutzt, solange wir unterhalten. Und wenn das Interesse nachlässt, werden wir zugeklappt und ins Regal gestellt, wie ein Buch, das man bereits gelesen hat.

So haben wir uns dazu entschieden, der Liebe aus dem Weg zu gehen. Nix mehr zu riskieren, um nicht immer wieder verletzt zu werden. Wir suchen unsere Erfüllung in anderen Dingen. Meistens im Beruf. Bemitleidet uns nicht ob unserer Wahl. Wir wissen, was wir tun. Wir haben unser Schicksal akzeptiert und arrangieren uns mit unserem Leben. Wir haben erkannt, wer wir sind. Wir sind der oder die eine von 1000.

Grüße an die Liebenden

Loveless
 
Hat der Mensch denn überhaupt einen Anspruch auf Liebe, sprich von anderen geliebt zu werden. Um welcher Werte wegen darf denn der Einzelne solch ein, doch recht anmaßendes Begehren von der Gesellschaft einmahnen? Daß beinahe alle Produktionsgüter mit dem Versprechen einer erhöhten Begehrlichkeit der eigenen Person vermarktet werden, spricht für den Wunsch. Aber die Einlösung bleibt doch auf der Strecke.
 
Anspruch auf Liebe? So wird es ganz bestimmt nichts. Wer tatsächlich einen Anspruch auf Liebe stellt, der wird auch nie wirkliche Liebe erfahren. Die Anspruchshaltung ist vermutlich gerade das Problem. So viele Menschen denken so. Geliebt wird immer nur derjenige, der auch selbst liebend auf andere zugehen kann. Der bereits mit einem guten Beispiel voran geht, der aber gar nicht erst etwas dafür erwartet.

Mit einer Anspruchshaltung wird die Liebe zu einem Konsumgut gemacht, zu einem Besitzstand. Aber so funktioniert es garantiert nicht, das muss sogar immer wieder scheitern. So wie auch jede Opferhaltung, jedes Klammern an irgendwelche Überzeugungen immer ein garantiertes Scheitern mit sich bringen muss. Das allein ist bereits ein kleiner Tod im Leben. Denn niemand lebt wirklich ohne die Liebe, daran glaube ich. Denn er oder sie ist dann jederzeit und überall ersetzbar, wie eine gut geölte Maschine.
 
Niemand hat einen Anspruch auf Liebe. Von daher ist diese oft verschmähte und kritisierte „Selbstliebe“ gar nicht sooo unwichtig, denn wenn ich das Entsprechende in mir selbst finde, entwickle ich keine verzweifelte Anspruchshaltung, es unbedingt von Außen bekommen zu müssen.

Es ist so, wie Traumatisierter einmal mehr sehr gut ausdrückt: Wer anderen mit einer Erwartungshaltung begegnet, sorgt wohl ehr dafür, dass man den-/diejenige👎 vergrault. Denn wer lässt sich schon gerne auf jemanden ein, von dem man spürt, dass man ihm gegenüber einen bestimmten Anspruch gerecht werden muss?

Liebe ist etwas Freiwilliges und kein Tauschgegenstand.
 
Anspruch auf Liebe? So ein Quatsch. Ich kann meinen beiden Vorrednern nur Recht geben.

Geliebt werden, ist ein Geschenk. Ein großes Glück. Und es ist mit der Liebe wie mit allem Glück auf der Welt und im Leben. Es ist nicht jedem Menschen vergönnt. Entweder man findet sich damit ab oder man rennt sein ganzes Leben lang einem Wunsch hinterher, der sich nicht erfüllen wird.
 

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