hinsichtlich der "geistreichen"
möchtegern-flipchart-aufzählung von Herr chico...
vorab begriffsdefinition: arbeit = nicht selbsterfüllende angestellten- bzw. arbeitertätigkeit inkl. unselbständiger selbständigkeit
1. nur auf arbeit bekomment man erfolgserlebnisse und hat soziale Kontakte...???
das ist aber traurig wenn man selber nicht in der lage ist aus eigener nicht gesellschaftlich festgefahrenen anstrengung erfolg zu erleben, sondern immer auf andere angewiesen ist die einem sagen was man zu tun hätte. ich kann selbst tätig sein, meinen wert aus der tätigkeit ziehen und nicht arbeiter oder angestellter sein, sondern arbeitslos oder sozialhilfeempfänger sein...ja das geht, und minder den wert des menschein kein bisschen! ach ja, der nächste schritt wäre dann sein wert erst gar nicht aus einer tätigkeit beziehen zu müssen. ja,...da brechen jetzt sicher welten zusammen ;-)
2. nur auf arbeit wird man gefordert...???
arbeit dient der wirtschaft, und nur indirekt wenn gar nicht der gesellschaft. das heißt durch arbeit wird man gestresst,
abgestumpft und verliert über kurz oder lang die fähigkeit zum rationalen denken. durch arbeit verliert man zeit, zeit
welche besser genutzt wäre sie in die eigenen kinder oder gar die eigene selbstentwicklung zu investieren. ne, aber es ist
besser einem stupiden dogma verfallend irgendwelche sinnlose arbeit zu machen die keinem was bringt, um sachen herzustellen
die keiner braucht während man seine kinder in tagestätten abschiebt weil man sich eh bewusst ist dass man der erziehung
nicht mehr gewachsen ist. kinder rauchen uns saufen weil die eltern denen seit klein auf keine aufmerksamkeit gönnen,
stattdessen lieber einem chef in den hintern kriechen für ein seltenes "ooh das haben sie aber schön getippt" und ein paar
zahlen auf dem konto.
3. nur auf arbeit lernet man stress zu bewältigen, mit konflikten umzugehen...???
möge mir einer mal zeigen wie man stress bewälltigt! jeder ist dem stress auf seine eigene art und weise ausgesetzt und hat verschiedene leidensgrenzen. aber jeder kommt irgendwann an seine grenzen. insbesondere intelligentere menschen, wenn sie denn sinn ihrer tätigkeit und mühen nicht mehr nachvollziehen können, sind in hohem maße burnoutgefährdet. gerade weil sie sich so viel mühe geben und glauben stressresistent zu sein. jeder burnoutfall ist für mich eine wunde die vom verbrechen der ausbeutung zeugt. wer brav kuscht und sich seinen wert aus einer arbeit zieht tut mir im tiefsten maße leid. und was die konflikte angehen,...die meisten konflikte entstehen erst durch dumme und sinnlose arbeitsstrukturen.
4. wir menschen brauchen die beschäftigung um nicht depressiv zu werden.
welch fasst schon an wahnsinn grenzender schwachsinn,...menschen bruachen einen selbstwert um nicht depressiv zu werden, das ist alles. ich kann das ganze jahr in der hängematte liegen ohne mich zu beschäftigen und muss nicht depressiv werden. beschäftigung ist nur ablenkung und nicht mehr. die meisten menschen wissen sich so gut zu beschäftigen mit arbeit, freizeit, lifestile dass sie glauben einer depression zu entgehen, aber diese selbtlüge, diese verfremdung holt einen in form einer depression mit garantie ein. spätestens wenn man alt und verschrumpelt ist und dann einer auf die dumme idee kommt einem die arbeit weg zu nehmen und einen in die pension zu schicken. ein selbstverleugnendes trauerspiel dass sich durch ein ganzes leben ziehen kann...
ich finde am mensch sein gibt es nichts verwerflicheres als zwecks bequemlichkeit und eigennutz dogmen zu verfallen und diese dann noch wie gift an hilfesuchende menschen zu verbreiten. dogmen wie jenes über ein derart degeneriertes system sich für die gesellschaft verpflichtend durch ausbeutung des eigenen lebes in form von arbeit einbringen zu müssen. die gesellschaft geht an arbeit zu grunde und nicht umgekehrt. und ich schreibe von der anfänglich oben definierten arbeit, nicht von hilfsbereitschaft und fleiss.
der beste satz den ich gelesen habe war von Herzilein, ich zitiere: "Wenn ich arbeite, bin ich unabhängig..."
das paradoxon brauch ich jetzt wohl nicht näher schildern ;-)
ICH ARBEITE NICHT MEHR,...gehöre aber wahrscheinlich nachwievor zu den fleissigsten bienen. In über 15 jahren harter arbeit hab ich rein gar nichts von bedeutung geleistet, jetzt im gegenzug lebe, und leiste ich für mich und die gesellschaft.
geht erhobenen hauptes zum arbeitsamt und bildet euch nicht ein euer wert wäre mit betreten des gebäudes ein geringerer!!!
schliesslich haben uns unsere vorfahren gezeigt wie man arbeitet und was für eine welt haben sie uns hinterlassen? gehts scheissn!
liebe grüsse ich (fragt mich was ich bin und ich antworte sicher nicht mit einem berufstitel, sondern mit : "mensch")