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Ein Handwerk lernen - Und dann?

Hallo nochmal!
Ja ich denke der Thread kann dann auch geschlossen werden. Es geht ja hier auch gar nicht um mich. Selbst diverseste Praktika vor Jahren gemacht und mich damals schon dagegen und für einen langweiligen Bürojob (der wiederum andere Vorteile bietet) entschieden, eben aus genannten Gründen.
Ich nehm für meine Kinder mit: Handwerk lohnt sich nicht aus genannten Gründen, es sei denn du planst bereits um Vorfed, den Meister, Betriebswirt etc. u machen um dann in Industrie/öffentl. Dienst etc zu wechseln oder einen eigenen Betrieb zu führen (was ja auch wieder nicht nur Vorteile hat).
Ich verbuch das ganze mal unter: So läuft das wahre Leben....
 
Eine Handwerksfirma, die einen Artikel zum Einzelhandelspreis weiterverkauft, wird bald neue Leute kennenlernen....den Insolvenzverwalter zum Beispiel. Ich glaube, es herrscht wohl viel Unklarheit bei manchen Leuten über mögliche Gewinnmargen, gerade wenn das Ziel ein Verkaufspreis auf Einzelhandelsniveau ist. Meine Frau und ich waren 10 Jahre lang selbstständig, hatten in diesem Rahmen auch die Möglichkeit, bei Läden wie Metro einzukaufen. Und eins haben wir schnell gemerkt: die Preise im Einkauf bei solchen "Großhändlern" sind nur unwesentlich geringer als die Verkaufspreise im normalen Einzelhandel. Von der Differenz kann KEIN Selbstständiger leben.
 
Dass die Handwerksberufe langsam aussterben, liegt nicht nur an den finanziellen Möglichkeiten und der teilweise harten Arbeit, sondern auch am Arbeitsklima. Auch ein junger Lehrling lässt sich halt nicht gerne wie Scheiße behandeln...
 
Wer heute ins Handwerk geht, hat Freude am Thema (oder lebt in einer Gegend, wo schlicht kein anderer Berufszweig zu finden ist). Mit Holz arbeiten als Schreiner oder Tischler, an Autos schrauben, sich körperlich beim Gerüstbau oder als Maurer austoben ... lernen tut man in jungen Jahren, aber wenn man den Job von der Pike auf gelernt hat, kann man in späteren Jahren, wenn es körperlich nicht mehr so gut läuft, vom Außen- in den Innendienst wandern und die nötige Büroarbeit wie Buchhaltung, Materialeinkäufe oder Kalkulationen der Firma erledigen, für die die Jungspunde weder das Sitzfleisch noch die nötige Erfahrung mitbringen. Und das Einlernen der Azubis natürlich, auch eine Aufgabe die erledigt werden muß und wo eine erfahrene Fachkraft gebraucht wird.
Auch im Handwerk ist heute vieles mechanisiert, so daß es weniger auf Körperkraft als auf Erfahrung und Präzision ankommt.
 

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