Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Eigentlich sollte ich glücklich sein, aber....

G

Gelöscht 8102

Gast
Erstmal ein hallo an alle.

Bin neu hier, und muss einfach mal was los werden:
Ich arbeite nun fast zwei Jahre in meinem jetzigen Beruf als Bürokauffrau und bin momentan einfach nur noch frustriert. Ich weiß noch nicht mal wirklich woran es liegt. Nun gut, ein Weg bedeutet für mich ca. 45 Minuten fahrt, aber das hat mir eigentlich nie was ausgemacht. Ansonsten habe ich einen netten Chef und mit den Kollegen komme ich auch gut klar. Ich bin meinen Aufgaben gewachsen und höre ab und an auch mal ein Lob. (was ja im Arbeitsleben angeblich die Ausnahme sein soll). Also frage ich mich, wieso bin ich nicht glücklich damit? Wieso denke ich trotzdem darüber nach mir einen anderen Job zu suchen? Natürlich kehrt auf der Arbeit irgendwann die Routine ein, so dass evtl. alles langweilig erscheint, aber nach zwei Jahren? Meinem Freund habe ich so was auch schon angedeutet, aber nicht wie genervt ich wirklich bin. Der würde vermutlich gleich Angst bekommen. Von wegen: unsere schöne Wohnung, zwei Autos, dass ist ja alles nicht billig. Und sollte ich jetzt einfach meinen Job aufgeben ohne was Neues zu haben, dann könnten wir vermutlich nicht so zu weiter machen. Aber so weit bin ich mit meinen Plänen ja auch noch nicht. Hat jmd. von euch ähnliche Gedanken?

Liebe Grüße, Jill
 
Hallo Jill,

mir geht's gerade ähnlich. Bin Fachinformatikerin und eigentlich finde ich meinen Job nicht allzu schlecht. Nur ist er mir zu langweilig auf Dauer, weil ja irgendwann immer Routine einkehrt. Arbeite jetzt seit 5 Jahren hier, habe auch hier Ausbildung gemacht und langsam wird es wohl Zeit, was neues auszuprobieren 🙂
Was ich dagegen getan habe: Ich mache gerade mein Abitur am Abendgymansium nach und überlege, ob ich danach nicht ein Studium bzw. Fernstudium anfangen soll.

Fühlst Du Dich eventuell unter- oder überfordert? Gibt es vielleicht in Deinem jetzigen Job irgendwelche Weiterbildungsmaßnahmen, die Du machen könntest, also z. B. nebebei auf der Abendschule oder durch interne Fortbildungsmaßnahmen? Das wäre dann halt nicht ganz so ein großer Bruch zu dem, was Du jetzt machst, weil eigentlich scheint Dir Dein Beruf ja schon Spaß zu machen. So habe ich das jetzt jedenfalls verstanden. Aber es wäre doch noch ein bischen zusätzliche Förderung/Ansporn - was neues halt 🙂 Und Du müsstest nicht zwingend den Wohnort wechseln und auf kein bis wenig Geld verzichten und könntest Deinen Lebensstandard halten.

LG,
Grünpflanze
 
Hallo Grünpflanze,

danke dir für deine Antwort. Mein Job macht mir an sich wirklich Spass, aber ich denke "unterfordert" beschreibt die ganze Situation ganz gut. Ich kenne meine Arbeitsabläufe wie im Schlaf und handle somit auch immer sofort, daher bin ich auch meist mit meiner Arbeit sehr schnell fertig. Vielleicht sollte ich wirklich zusätzlich zu meiner Arbeit eine Weiter-/ Fortbildung machen. Dann kommt bloß wieder die Frage auf: in welche Richtung/ in welchem Bereich möchte ich mich fortbilden?! Und außerdem bin ich durch meinen weiten Arbeitsweg meist nicht vor 19🤐5 Uhr zu Hause, habe somit auch etwas Zeitmangel. Es ist halt alles nicht so einfach. Bei dieser Sache fällt es mir schwer eine Entscheidung zu treffen!😕
 
Hmm ja gut, die Frage nach der Richtung beschäftigt mich im Moment auch gerade.
Da kann ich Dir leider auch nicht wirklich weiterhelfen.

Ich kenne jetzt Dein Arbeitsumfeld nicht gut, aber Du schreibst, Du hast einen netten Chef. Vielleicht kann der Dir da weiterhelfen. Er weiß, wie Du arbeitest und kann Dir eventuell Tips zu Stärken und Schwächen geben. Vielleicht kann er Dir auch interne Weiterbildungsmöglichkeiten aufzeigen. Das hängt natürlich auch von der Größe des Unternehmens ab, in dem Du arbeitest. Vielleicht würde es ja schon helfen, wenn Du ihn erst mal nach anderen Aufgaben als Deinen jetzigen fragst und ihm sagst, dass Du Dich ziemlich unterfordert fühlst. Ich kenne aber auch Deinen Chef nicht und weiß nicht, wie er auf so was reagiert. Grundsätzlich habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass Interesse an Weiterbildung positiv aufgenommen wird. Eventuell weiß auch die Personalabteilung (falls es so etwas bei Euch gibt) was über Weiterbildungsmaßnahmen.

Wenn Du so spät erst nach Hause kommst ist es natürlich wirklich schwierig, noch was nebenbei zu machen. Ich weiß leider auch nicht, wie (zeit)aufwändig so ein Studium oder so eine Weiterbildungsmaßnahme ist. Arbeitszeit reduzieren?

Da fällt mir auf: Ich setze gerade voraus, dass Du überhaupt was in der Richtung Weiterbildung machen möchtest. Es gibt ja auch noch die Möglichkeit, wirklich etwas ganz anderes zu machen. Aber das bedeutet halt immer gleich entweder kündigen oder eine neue Ausbildung und wenn man so was macht, dann besteht halt immer die Gefahr, dass auch das nach einiger Zeit wieder langweilig wird. Und man wieder vor dem selben Problem steht. Und der Lebensstandard an den man sich gewöhnt hat sinkt natürlich auch. Aber besser als unzufrieden sein finde ich das allemal.

Ohne was anderes zu haben den Job aufgeben halte ich auch für unsinnvoll, Du bist in der Position, Geld zu verdienen und Dir das alles in Ruhe überlegen zu können. Das finde ich eine ziemlich starke Position.

Ach ja, und zum Freund: Spätestens wenn Du Dir was überlegt hast, was Du machen möchtest solltest Du die Karten auf den Tisch legen. Ich denke aber, wenn er merkt, dass Du das gut durchdacht hast wird er sich nicht so viele Sorgen machen.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben