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Eigene Wohnung mieten oder nicht? (Eilt)

Ich finde die Gegenargumente mau. Wenn du da jetzt nicht rausfindest - war vielleicht ganz gut, dass du nicht ewig Zeit zum Überlegen hattest - zementierst du das Leben mit Mami und Papi weiter. Nach dem was du schreibst, geht es bei dir gerade aufwärts, da wäre eine eigene Wohnung ein weiterer Kick in die aus meiner Sicht richtige Richtung.

Mich würde auch interessieren wie du dich entschieden hast.
 
Hallo zusammen,

ich habe kurzfristig die Möglichkeit bekommen, eine eigene Wohnung mieten zu können und aus der Wohnung Eltern auszuziehen (ich habe ein Zimmer). Die Entscheidung muss heute fallen. Ich wäre für Perspektiven von außen dankbar. Ich hoffe mal das Thema ist in diesem Unterforum richtig, wenn nicht bitte verschieben.

Zu mir: m, 38, Single, in den letzten drei Jahren ziemlich starke psychische (Depression) und gesundheitliche Probleme. Die Lage hat sich deutlich stabilisiert, ich bin nicht mehr depressiv und mir geht es auch gesundheitlich viel besser, wenn auch nicht 100%ig gesund. Eltern noch selbständig, aber ebenfalls körperliche Probleme, teils eingeschränkte Mobilität. Ein Hund, an dem ich hänge und der bei den Eltern bleibt. Beziehung mit den Eltern grundsätzlich gut, aber wiederkehrende Konflikte mit meiner Mutter, als Hauptursache sehe das Aufeinanderprallen ihrer und meiner psychischen Probleme und den Platzmangel, der zwar nicht extrem ist, aber schon vorhanden. Mutter hat psychische Probleme, denen Sie ausgeliefert ist, aber reflektionsfähig. Die neue Wohnung wäre in der Nähe, 10 Minuten mit dem Bus, 15 mit dem Fahrrad. Meine Mutter will dass ich bleibe, mein Vater ist für beides offen, tendiert glaube ich aber auch eher zu bleiben.

Ich habe für mich ein Pro und Contra aufgestellt.

Pro:
+++ kein Platzmangel mehr und keine Konflikte dadurch
++ neue Beziehung wäre womöglich (bin mir hier nicht sicher, mir geht es auch als Single gut)
++ besser möglich eigenes Leben und eigenes Umfeld aufzubauen
++ Gute Gelegenheit, Zusage für schöne Wohnung, schöne Natur in der Umgebung
++ wird Zeit


Contra:
--- Vielleicht aus gesundheitlicher Sicht zu früh, ich fühle mich bis auf die Konflikte sehr wohl, was wichtig für meine psychische Gesundheit ist. Ich habe die Befürchtung, dass es mir zu einsam wird.Andererseits 1: Ich kann auch jederzeit zurückziehen. Andererseits 2: ich kann jederzeit besuchen.
-- Hohe Kosten. Ich hätte nach Abzug aller Kosten für die Miete nur noch 800€ zu leben. Ich bin sparsam.
-- Für meine Mutter wäre es hart, ich bin Ihre Hauptbezugsperson, Ehe ist nur pro Forma. Außerdem fällt meine Unterstützung im Haushalt weg.
-- Hund bleibt

Ich bin unentschlossen, ich denke es geht beides. Wenn es nicht klappt und ich wieder zurück will, ist das halt der Aufwand und das Geld für die Wohnung bis zur Kündigung, was verkraftbar wäre. Ich hoffe mal der Vertrag hat keinen Kündigungsverzicht, wenn ja tendiere ich dazu abzulehnen. Wenn ich es nicht mache, kann ich mir zu einem späteren Zeitpunkt eine Wohnung suchen.

Danke fürs Lesen!

Was denkt ihr?
Nach Lesen Deiner Pros & Contras würde ich antworten, ausziehen, wenn Du es stemmen kannst. Es ist irgendwann Zeit, sich abzunabeln.
 
Hm, ganz normal würde ich sagen, mit 38 ist es höchste Zwit, auszuziehen aus dem Elternhaus.

Man kann auch mit Depressionen und mit psychischen Problemen allein leben, wenn man z. B. Professionelle Hilfe in Anspruch nimmt. Z. B. Betreutes Wohnen in der eigenen Wohnung oder ähnliches.

Ich glaube nicht, dass es gesund ist, aufgrund der psychischen Probleme oder auch körperlichen Probleme aller Familienmitglieder für immer zusammen zu leben.

Jeder und jede einzelne muss lernen auch ohne das enge Familienmitglied zurecht zu kommen.

Und, die Eltern werden älter und kränker mit der Zeit und sterben irgendwann.

Wie soll man als "Kind" zurecht kommen, wenn man erst beim Tod der Eltern plötzlich allein zurecht kommen muss, vorher noch nie selbständig gelebt hat.
 

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