Hat nicht Gott zu dir gesprochen und zu mir auch? Die interessantere Frage dürfte sein, was hat Gott zu dir gesprochen und was zu mir?
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Mir hat Gott beispielsweise gesagt, dass ich die ganzen Kritzelein in der Bibel nicht brauche, weil es mich von wahrem Leben und meinen Mitmenschen entfremdet. Gleichfalls sagte mir Gott, dass ich ein Vielfaches dessen kann, was jemals in einem Buch gechrieben wurde oder wird.
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Gott interessiert es nicht wirklich, welche Bücher du gelesen hast, sondern, wer du bist und was du tust - denkst und fühlst.
Wenn Er sich dafür interessiert, was ich tue, dann interessiert Ihn auch, ob ich lese und was.
Und wenn Er sich dafür interessiert, was ich lese, so gehe ich davon aus, dass Ihn interessiert was ich über das Gelesene denke. Und wenn Ihn interessiert, was ich denke, dann interessiert ihn auch, was ich tue.
Und jedes Interesse hat nach meiner Meinung den Sinn, mir vorzuhalten (=mitzuteilen), inwieweit Er mit dem Denken und Tun einverstanden ist - oder mir mitzuteilen, inwieweit ich mein Denken und Tun verändern sollte.
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Wenn Gott so verdammt kleinlich wäre, hätte er diese gesamte Welt schon längst ausgerotttet.
Da ist was dran. Aber ich denke, dass Kleinlichkeit der unpassende Ausdruck ist. Ich denke eher, dass Gott so vielen Menschen wie möglich und so lange wie möglich die Chance einräumt, umzudenken und sich auf IHN zu besinnen.